HSV-Blog: Interesse eines französischen Spitzenklubs an HSV-Talent
Hamburg – Ein weiterer Pluspunkt für den HSV: Obwohl das 1:1 gegen den 1. FC Köln keine Glanzleistung war, nahmen die Rothosen den Punkt gern mit.
Die Hanseaten blicken bereits auf ein echtes Spitzenspiel voraus. Am kommenden Samstag um 18:30 Uhr geht es zum Duell bei Borussia Dortmund. Gleichzeitig kursieren erste Spekulationen über einen möglichen Abgang von William Mikelbrencis.
In unserem HSV-Blog halten wir euch über alle Neuigkeiten zu Team, potenziellen Transfers und aktuellen Geschehnissen im Volkspark auf dem Laufenden.
William Mikelbrencis (22) hat sich in den letzten Wochen mit starken Auftritten in den Vordergrund gespielt. Ein Problem besteht allerdings darin, dass sein Vertrag beim HSV im Sommer endet.
Nach Angaben des Portals Jeunes Footeux hat der französische Erstligist RC Lens Interesse an dem Rechtsverteidiger. Lens belegt momentan den zweiten Platz in der Ligue 1, nur einen Punkt hinter Spitzenreiter PSG, und sucht einen Ersatz für Saud Abdulhamid (26), der voraussichtlich zu AS Roma zurückkehrt.
Dem Bericht zufolge entspricht Mikelbrencis ideal dem Profil von Lens: jung, in Frankreich ausgebildet und vielseitig auf der rechten Seite einsetzbar. Zudem wäre er ablösefrei, sofern keine Vertragsverlängerung zustande kommt.
Ein Wechsel des Beraters ist häufig ein Hinweis auf einen möglichen Vereinswechsel. HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes (33) scheint hiervon jedoch ausgenommen zu sein.
„Im Fußball gibt es Geschichten, die man nicht kontrollieren kann. Mein Fokus liegt auf meiner Leistung. Ich bin froh, dass ich jede Woche mein Beste geben kann. Der Rest wird sich in Zukunft regeln“, so der Keeper nach dem Unentschieden gegen Köln.
Es wurde bisher angenommen, dass sein Vertrag nach dieser Saison ausläuft. Heuer Fernandes hatte sich eine Frist bis März gesetzt, doch nun meinte er schmunzelnd: „Jetzt kann ich keinen Zeitpunkt mehr nennen.“ Das dürfte gute Gründe haben.
Der „Bild“ zufolge verlängert sich sein Vertrag bei Klassenerhalt automatisch um ein Jahr. Somit herrscht derzeit weder beim Spieler noch beim Verein Eile, zumal es aktuell sehr wahrscheinlich ist, dass die Rothosen auch in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen.
Mit neun Punkten Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz und sechs Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz befindet sich der HSV nach 26 Spieltagen in einer guten Ausgangslage, um das große Ziel Klassenerhalt zu sichern.
„Sky“-Experte Lothar Matthäus (64) sieht die Rothosen nach dem Unentschieden gegen Köln bereits nahezu gerettet und schätzt die Wahrscheinlichkeit dafür auf „85 bis 90 Prozent“ ein.
HSV-Trainer Merlin Polzin (35) reagierte mit einem Lachen: „Ich würde Lothar Matthäus niemals widersprechen.“ Gleichzeitig mahnte er jedoch, dass noch ein weiter Weg vor ihnen liege.
Die Leitung des Aufsteiger-Duells übernimmt Schiedsrichter Tobias Welz (48). Er pfeift am Abend das Spiel zwischen dem HSV und dem 1. FC Köln.
Unter der Regie des Wiesbadeners absolvierte der HSV bislang 28 Partien, mit einer negativeren Bilanz: acht Siege, neun Unentschieden und elf Niederlagen.
Der 1. FC Köln spielte bisher 21 Begegnungen mit Welz als Schiedsrichter und weist eine noch schlechtere Statistik auf: fünf Siege, vier Remis und zwölf Niederlagen.
Am Samstag treffen Welz’ zwei ehemalige Klubs aufeinander. Im Sommer hätte Davie Selke (31) jedoch beinahe für einen anderen Bundesligisten gespielt.
Wie „Sky“ berichtet, zeigte der 1. FSV Mainz 05 großes Interesse am Stürmer und unterbreitete sogar ein konkretes Angebot. Wie auch Celtic Glasgow aus Schottland scheiterten die Mainzer jedoch bei ihren Bemühungen.
Seit letztem Sommer ist Selke bei Basaksehir Istanbul unter Vertrag. Der Aufstiegsheld des HSV in der vergangenen Saison erzielte in 15 Einsätzen bislang sieben Treffer.
Ein herber Rückschlag eines ehemaligen HSV-Profis: Romeo Castelen (42), der von 2007 bis 2011 für die Rothosen spielte, wurde in den Niederlanden wegen Geldwäsche zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.
Das Gericht in Zwolle sprach eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten aus, davon sechs Monate zur Bewährung, sowie eine Geldbuße von zwei Millionen Euro.
Castelen soll über den chinesischen Klub Zhejiang Yiteng mehrere Millionen Euro Schwarzgeld gewaschen haben. 2019 wurde er am Amsterdamer Flughafen mit 139.000 Euro Bargeld auf frischer Tat ertappt.
Die Staatsanwaltschaft forderte ursprünglich eine Haftstrafe von drei Jahren. Der Ex-Profi kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen.
William Mikelbrencis (22) kämpft derzeit um seine Zukunft beim HSV. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, doch dank überzeugender Leistungen sind positive Verhandlungen zu erwarten.
„Wenn man die Chance bekommt, muss man sie auch nutzen. Das hat er die ganze Saison über getan“, lobte Trainer Merlin Polzin (35). Dabei musste Mikelbrencis auch hin und wieder auf der Bank Platz nehmen. „Aus taktischen Gründen entschieden wir uns manchmal für seine Konkurrenten, was er nicht beeinflussen konnte. Aber das, was er beeinflussen konnte, hat er verbessert.“
In seinen ersten beiden Jahren kam der Franzose auf lediglich zwölf Einsätze mit 571 Minuten Spielzeit. In der Aufstiegssaison stand er jedoch schon 25 Mal auf dem Platz, in der aktuellen Spielzeit sind es bereits 19 Partien, davon neun in der Startelf.
„William kam als sehr junger Spieler zu uns, konnte damals weder Deutsch noch Englisch. Er hat hart an sich gearbeitet und musste auch mal weniger spielen, als er sich das vorgestellt hatte“, schilderte Polzin die Entwicklung des 22-Jährigen.
Der Trainer sieht in ihm aber weiterhin großes Potenzial: „Er weiß genau, welche Schritte er als Nächstes gehen muss. Auf dem Platz ist er schnell und außerdem ein feiner Junge.“
Schlechte Nachrichten für den HSV: Stürmer Yussuf Poulsen (31) fällt erneut für mehrere Wochen aus. Wie Trainer Merlin Polzin (35) am Donnerstag mitteilte, hat sich der Däne eine Verletzung am rechten hinteren Oberschenkel zugezogen.
„Das ist sehr ärgerlich“, so Polzin, der berichtete, dass Poulsen nach der Diagnose niedergeschlagen gewesen sei. „Das ist weder für ihn noch für uns zufriedenstellend.“ Der Angreifer war mit großen Erwartungen nach Hamburg gekommen, fiel jedoch immer wieder durch Verletzungen aus.
„Die Saison ist noch lange nicht vorbei“, blickte Polzin optimistisch nach vorne, auch wenn er die genaue Ausfallzeit nicht abschätzen konnte. „Er wird weiterhin seinen Beitrag leisten, damit wir eine starke Saison spielen und unsere Ziele erreichen.“
HSV-Coach Polzin äußerte sich auch deutlich zum Fehlen von Rayan Philippe (25 beim Auswärtsspiel in Wolfsburg: „Ich wollte Rayan klar machen, woran er arbeiten soll. Das haben wir intern besprochen“, sagte der 35-Jährige. „Ich bin gespannt, was er als Antwort auf den Platz bringen wird.“
Der Trainer erwartet, dass Philippe nach schwächeren Leistungen wieder auf sich aufmerksam macht. Eine Rückkehr am Samstag gegen Köln ist daher möglich, allerdings muss der Stürmer zeigen, dass er den Anforderungen gerecht wird.
„Ich habe höhere Erwartungen an Rayan“, betonte Polzin. „Er hat bereits deutlich bessere Leistungen gezeigt.“ Philippe ist mit fünf Toren gemeinsam mit Luka Vuskovic (19) der beste Torschütze des Teams, doch er schwankt immer wieder in seiner Form.
„Er muss sich noch zurechtfinden“, fügte der Trainer hinzu. Dabei ist Philippe bereits seit acht Monaten in Hamburg, die Eingewöhnungsphase sollte eigentlich vorbei sein. „Ich sehe das nicht dramatisch. Es ist normal, dass man mal Phasen hat, in denen nicht alles rund läuft. Das muss er durchstehen.“
Der HSV kann sich mehr oder weniger auf die nächste Bundesliga-Saison vorbereiten. Die Chancen, dass Luka Vuskovic (19) ein weiteres Jahr im Volkspark spielt, sinken mit jeder Partie angesichts seiner starken Leistungen.
Daher suchen die Verantwortlichen bereits nach einem Ersatz. Laut dem griechischen Portal SDNA hat der HSV ein Auge auf Lorenzo Pirola (24) von Olympiakos Piräus geworfen und ihn beim letzten Spiel vor Ort beobachtet.
Pirola, ein Innenverteidiger aus der Jugend von Inter Mailand, absolvierte zahlreiche Länderspiele für Italiens Juniorenteams. Seit Sommer 2024 steht er bei Olympiakos unter Vertrag, der noch bis 2027/28 läuft. Sein Marktwert wird auf neun Millionen Euro geschätzt.
Am Dienstag startete der HSV in die Vorbereitung auf das Topspiel am Samstag gegen Köln. Mit dabei war auch Winter-Neuzugang Albert Grönbaek (24). „Ich freue mich, ihn wieder im Mannschaftstraining zu sehen. Er braucht noch etwa eine Woche, um voll mitziehen zu können, ohne spezielle Belastungssteuerung. Ich hoffe, dass er bald einsatzbereit ist“, so Trainer Polzin.
Ransford Königsdörffer (24) und William Mikelbrencis (22) standen hingegen aus Belastungsgründen nicht im Training. Auch Nicolas Capaldo (27), Bakery Jatta (27) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) absolvierten individuelle Reha-Einheiten.
Vor allem Capaldo könnte gegen Köln sein Comeback feiern. „Es könnte gerade rechtzeitig passen. Das Ziel ist, dass wir es schaffen“, erklärte Polzin, schränkte aber ein: „Als Trainer ist man manchmal eher Träumer als Realist.“
Beim 2:1-Sieg in Wolfsburg war Luka Vuskovic (19) der herausragende Spieler. Der Abwehrspieler war an der Entstehung beider Elfmeter beteiligt und verwandelte einen, wenn auch mit etwas Glück, selbst.
Beim „Sky90“-Talk lobte Ex-Sportvorstand Jonas Boldt (44) den jungen Kroaten: „Für mich ist er der Schlüsselspieler.“ Er attestierte der Familie Vuskovic eine große Leidenschaft für Fußball.
Gleichzeitig übte Boldt Kritik am HSV: „Es ist fast fahrlässig, so viel Verantwortung auf seine Schultern zu legen.“ Vuskovic erzielte fünf sehr wichtige Tore, beide Elfmeter gegen Wolfsburg entstanden durch sein Zutun. Obwohl er Verteidiger ist, spielt er eine enorme Rolle im Offensivspiel des HSV. Wie auch Rayan Philippe hat er fünf Saisontore auf dem Konto.
Der Einfluss Vuskovics auf das Team ist enorm. Boldt ist überzeugt, dass der HSV ohne ihn nicht auf dem zehnten Platz stünde: „Die zwei Spiele vor seiner Ankunft waren weit entfernt von Bundesliga-Niveau. Er bringt einen enormen Impuls.“
Zunächst brachte Christian Eriksen (34) Wolfsburg in Führung, doch Luka Vuskovic (19) und Jean-Luc Dompé (30) drehten das Spiel vom Elfmeterpunkt und schrieben damit Bundesliga-Geschichte.
Die meisten Elfmeter in einem Bundesligaspiel gab es in der Saison 1965/66 zwischen Gladbach und Dortmund. Damals gab es fünf Strafstöße, von denen vier verwandelt wurden. Das Spiel endete 5:4 für Dortmund.
Die großen Vereine zeigen Interesse! Der HSV muss damit rechnen, dass Luka Vuskovic (19) im Sommer zu Tottenham Hotspur zurückkehrt. Ob es in England weitergeht, ist jedoch noch offen.
Der 19-Jährige steht mittlerweile bei fast allen großen europäischen Clubs auf dem Zettel, zuletzt wurde Barcelona ein Interesse nachgesagt.
Sein Berater Pini Zahavi (83) äußerte sich in spanischen Medien zu den Gerüchten: „Ich kann dazu derzeit nichts sagen. Der Spieler gehört weiterhin zum HSV und konzentriert sich voll auf diesen Verein. In genau zwei Monaten, nach Ablauf seiner Leihe und der Rückkehr zu Tottenham, kann ich Neuigkeiten verkünden.“
Nach dem Sieg in Wolfsburg dürfte HSV-Profi Daniel Elfadli (28) besonders erleichtert gewesen sein. In der Volkswagen Arena durchlebte der Verteidiger aber eine Horror-Halbzeit.
Elfadli, der im Duell mit Warmed Omari (25) den Vorzug erhalten hatte, leistete sich in der 18. Minute einen katastrophalen Fehlpass, der glücklicherweise nicht zu einem Gegentor führte.
Zwei Minuten später wurde er zum Pechvogel, als er beim Versuch, den Ball zu klären, VfL-Profi Yannick Gerhardt (31) unabsichtlich am Kopf traf. Der daraus resultierende Elfmeter wurde von Christian Eriksen (34) zur Führung für Wolfsburg verwandelt.
Elfadli erhielt Gelb und wäre fast mit einer zweiten Verwarnung kurz vor der Pause vom Platz geflogen. Nach einer klaren Ansage von Schiedsrichter Florian Exner (35) musste Trainer Merlin Polzin (35) ihn in der Halbzeit auswechseln.
Die Verantwortung liegt bei Schiedsrichter Florian Exner (35), der die Bundesliga-Partie zwischen Wolfsburg und HSV leitet.
In fünf Spielen mit Exner als Schiedsrichter hat der HSV eine gute Bilanz vorzuweisen: drei Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage.
Bei Wolfsburg sieht die Statistik anders aus: Drei Spiele unter Exner, aber nur ein Sieg, zwei Niederlagen.
Wie es im Sommer mit Luka Vuskovic (19) weitergeht, ist noch offen. Bleibt er beim HSV, um mit seinem Bruder Mario zusammenzuspielen? Wird Tottenham ihn zurückholen? Oder folgt ein Wechsel zu einem anderen Klub?
Sky berichtet, dass Barcelona den kroatischen Verteidiger im Blick hat, da sich im Sommer eine Lücke in der Innenverteidigung der Katalanen auftut.
Besonders interessant: Vuskovic teilt sich mit dem Barca-Trainer Hansi Flick (61) den Berater Pini Zahavi (83).
Ein herber Rückschlag für den HSV: Bakery Jatta (27) fällt in den kommenden Wochen aus.
Der Klub gab bekannt, dass sich der Gambier im Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen eine Verletzung im linken hinteren Oberschenkel zugezogen hat. Bereits in der 29. Minute wurde er ausgewechselt.
Jatta spielte unter Trainer Polzin lange keine Rolle, hatte sich Ende 2025 aber zurückgekämpft und seitdem zehn von zwölf Partien absolviert.
HSV-Fans sollten sich den Spielplan notieren: Die DFL hat die exakten Ansetzungen für die Bundesliga-Spieltage 28 bis 30 veröffentlicht. Der HSV wird unter anderem im Nordderby gegen Werder Bremen zweimal samstags um 15:30 Uhr und einmal sonntags um 17:30 Uhr antreten.
Die Termine im Überblick:
Samstag, 4. April (15:30 Uhr): HSV vs. FC Augsburg
Sonntag, 12. April (17:30 Uhr): VfB Stuttgart vs. HSV
Samstag, 18. April (15:30 Uhr): Werder Bremen vs. HSV
Sören Storks (37) wird als Schiedsrichter die Nachholpartie gegen Bayer Leverkusen am Mittwochabend leiten.
Der Schiedsrichter aus Ramsdorf (Nordrhein-Westfalen) leitete bereits vor einigen Monaten ein Spiel des HSV, das die Hamburger trotz Unterzahl und einer hitzigen Schlussphase spät für sich entschieden.
Storks hatte Alexander Rössing-Lelesiit (19) in der 81. Minute die Gelb-Rote Karte gezeigt, nachdem der Norweger zu hart in einen Zweikampf mit Stuttgarts Josha Vagnoman (25) ging.
Insgesamt hat Storks erst fünf Erst- und Zweitliga-Spiele mit dem HSV gepfiffen. Die Bilanz spricht klar für den HSV: Nur eine Niederlage unter seiner Leitung.
Sollten sich HSV-Anhänger Sorgen machen? Torwart Daniel Heuer Fernandes (33) gilt seit dem Aufstieg als einer der besten Keeper der Liga, doch sein Vertrag endet im Sommer.
Der Schlussmann gab kürzlich bekannt, dass Gespräche über seine Zukunft mit dem Verein laufen. Das „Hamburger Abendblatt“ berichtet nun, dass Heuer Fernandes in diesem Zusammenhang seinen Berater gewechselt hat und sich wohl in gegenseitigem Einvernehmen von seiner bisherigen Agentur trennte.
Der HSV zeigte sich von dieser Entscheidung überrascht. Welche Auswirkungen der Wechsel auf Heuer Fernandes’ Zukunft hat, ist unklar. Möglicherweise will er seine Verhandlungsposition verbessern oder seine Wechseloptionen prüfen.
Fábio Vieira (25) trägt maßgeblich zum Erfolg des HSV bei. Nach seiner Leihe vom FC Arsenal hat er sich zu einem wichtigen Leistungsträger entwickelt. Wie es um seine Zukunft steht, ist jedoch noch ungewiss.
Wie SPORT BILD berichtet, hat sich der Portugiese bereits entschieden, im Sommer nicht nach London zurückzukehren. Bei den „Gunners“ konnte er sich seit seinem Wechsel 2023 nicht durchsetzen.
Vieira fühlt sich in Hamburg und beim HSV sehr wohl und kann sich grundsätzlich einen Verbleib vorstellen. Problematisch ist jedoch die finanzielle Seite: Die Kaufoption liegt bei über 20 Millionen Euro – für den HSV zu hoch.
Laut Bericht hoffen die Verantwortlichen auf eine Reduzierung der Ablösesumme, besonders wenn Vieira sich klar für einen festen Wechsel ausspricht. Der Ausgang bleibt offen.
Neues zum Verletzungsstatus: HSV-Profi Nicolas Capaldo hat sich im Spiel gegen Leipzig eine Bauchmuskelverletzung zugezogen, so die MRT-Untersuchung am Montag im Volkspark-Athletikum.
Der Argentinier wird dem Team „einige Wochen“ fehlen, nachdem er gegen RB bereits nach rund 20 Minuten ausgewechselt werden musste. Zunächst war von einer Adduktorenverletzung ausgegangen worden.
So wenige Gästefans wie lange nicht: Beim Spiel HSV gegen RB Leipzig war zwar das Volksparkstadion mit 57.000 Besuchern ausverkauft, doch das Gästekontingent war mit rund 1500 Anhängern außergewöhnlich gering.
Zum Vergleich: Selbst der Tabellenletzte 1. FC Heidenheim brachte knapp 2100 Fans mit.
Im März beim torlosen Unentschieden gegen SV Elversberg waren es zuletzt knapp 1000 Gästefans gewesen.
Schmerzliche Ausfälle für den HSV: Nach der Niederlage gegen Leipzig fehlen am Sonntagabend zwei Verteidiger.
Miro Muheim (27) sah für ein hartes Foul gegen Bastian Dankert (45) seine fünfte Gelbe Karte und wird damit das Nachholspiel gegen Leverkusen verpassen. „Wir haben drei, vier Spieler, die als Ersatz in Frage kommen“, sagte Trainer Polzin (35).
Besorgt ist man zudem um Nicolas Capaldo (27). Er musste nach kurzer Zeit mit Schmerzen im Oberschenkel-/Adduktorenbereich ausgewechselt werden und wirkte sichtlich betroffen.
Polzin erklärte, dass Capaldo bei einem Sprint eine Verletzung gespürt habe und kündigte weitere Untersuchungen für Montag an. Ein Einsatz gegen Leverkusen erscheint fraglich, womöglich droht sogar eine längere Pause.
Im Hexenkessel Volkspark gefordert: Schiedsrichter Bastian Dankert (45) leitet das Duell HSV gegen RB Leipzig.
Die Rothosen haben bisher 18 Spiele mit Dankert als Referee bestritten. Die Bilanz ist negativ: sieben Siege, ein Unentschieden, zehn Niederlagen.
Leipzig spielte bislang 17 Begegnungen unter seiner Leitung und hat eine positive Bilanz: neun Siege, fünf Unentschieden und drei Niederlagen.
Gute Voraussetzungen für einen besonderen Abend im Volksparkstadion: Wenn der HSV am Sonntag RB Leipzig empfängt, stehen den Rothosen nahezu alle Spieler zur Verfügung.
Nur die verletzten Albert Grönbaek (24) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) werden laut Trainer Polzin (35) fehlen. Alle anderen sind „heiß und einsatzbereit“.
Auch Leistungsträger Albert Sambi Lokonga (26) ist nach seinem Außenbandriss im Sprunggelenk wieder eine Option für den Kader. Ob er spielt, zeigt sich spätestens eine Stunde vor Anpfiff.
Positive Worte vom Freiburger Profi Matthias Ginter (32) über den HSV im Podcast „Copa TS“.
Ginter sprach zuerst über die Entwicklung von VfB Stuttgart, der vor kurzem noch in der zweiten Liga war und nun DFB-Pokalsieger sowie Champions-League-Teilnehmer ist. Eine ähnliche Entwicklung traut er auch dem HSV zu.
„Klar, sie setzen aktuell viel auf Leihspieler“, meinte er mit Blick auf Transfers wie Luka Vuskovic (19) und Fábio Vieira (25). Auch wenn der HSV manche Talente möglicherweise nicht halten kann, sieht Ginter gute Voraussetzungen.
„Sie sind eine großartige Stadt, ein toller Verein mit einem fantastischen Stadion“, lobte er und ist überzeugt, dass der HSV bald wieder in höheren Tabellenregionen mitspielen wird.
Erfreuliche Nachrichten vom Trainingsplatz: Albert Sambi Lokonga (26) ist am Mittwoch zurück im Mannschaftstraining. Am Dienstag hatte er nach seinem Außenbandriss noch individuell mit Reha-Trainer Sebastian Capel gearbeitet.
„Das Ziel ist, dass er im Laufe der Woche wieder einsteigt und eventuell am Wochenende im Kader steht. Yussi (Poulsen) wird wegen einer langen Trainingswoche und seiner Vorgeschichte extra belastungsorientiert behandelt. Er trainiert ab morgen wieder mit der Mannschaft und steht am Wochenende zur Verfügung“, so Trainer Polzin (35).
Yussuf Poulsen (31) trat aufgrund der Belastung etwas kürzer, Albert Grönbaek (24) arbeitete weiter individuell an seinem Comeback.
Daniel Heuer Fernandes (33) ist seit über sechs Jahren beim HSV, war nicht immer unumstritten, setzte sich aber kontinuierlich durch. Dank seiner Leistungen steht der Aufsteiger nach 23 Spieltagen deutlich über dem Strich.
Experte Stefan Effenberg (57) brachte ihn sogar für die Nationalmannschaft ins Gespräch: „Er hat es verdient, vielleicht als Backup bei einer WM in den Fokus zu rücken. Ferro (Heuer Fernandes) ist zu 100 Prozent loyal, auch in schwierigen Situationen, und würde sich perfekt einfügen.“
Effenberg sieht in Heuer Fernandes einen wichtigen Erfolgsfaktor für den HSV: „Er entscheidet Spiele und sichert Punkte. Es spricht nichts dagegen, ihn als dritten Torwart mit zur Nationalmannschaft zu nehmen. Wer ist da auf zwei und wer auf drei? Ich glaube nicht, dass Ferro weit entfernt ist.“
Die Worte werden beim HSV gerne gehört, doch seine Leistung weckt Begehrlichkeiten – gerade da sein Vertrag im Sommer ausläuft. „Wir führen gute Gespräche. Ferro weiß, was er am HSV hat, wir wissen, was wir an ihm haben. Er ist ein wichtiger Rückhalt“, sagte Sportdirektor Claus Costa (41).
Silvan Hefti (28) hatte beim HSV keine Chance, nun versucht er sein Glück in der nordamerikanischen MLS bei D.C. United. Sein Debüt verlief erfolgreich.
Zum Saisonstart stand Hefti in der Startelf und spielte bis zum Abpfiff. Sein Team gewann mit 1:0 gegen Philadelphia Union.
Auch Ex-Kapitän Sebastian Schonlau feierte mit den Vancouver Whitecaps einen Sieg (1:0) und stand erstmals seit August wieder im Kader, kam aber nicht zum Einsatz.
Fábio Vieira (25) macht beim HSV regelmäßig den Unterschied. Ob er über den Sommer hinaus bleibt, ist jedoch ungewiss.
„Fabio ist ein außergewöhnlicher Spieler. Er fühlt sich jeden Tag besser in Hamburg. Wir sind froh, ihn für ein Jahr ausgeliehen zu haben“, erklärte Sportdirektor Claus Costa (41) im „Doppelpass“.
Vieira kam von Arsenal London mit einer Kaufoption in Höhe von 20 Millionen Euro, die der HSV vermutlich nicht ziehen wird.
„20 Millionen Euro für einen Spieler zu zahlen, ist unrealistisch“, so Costa, der dennoch Chancen auf einen Verbleib sieht. „Am Ende brauchen wir ein klares Commitment vom Spieler, dann bewerten wir die Situation im Sommer neu.“
Robert Braun (30) wird am Freitag das Auswärtsspiel des HSV bei Mainz 05 leiten. Beide Teams pfiff er bereits einmal in dieser Saison.
Für den HSV dürfte das keine guten Erinnerungen wecken: Beim 0:1 gegen den FC Augsburg am 11. Spieltag verloren die Rothosen unter Braun. Ansonsten gab es einen Zweitliga-Sieg und ein Unentschieden mit ihm.
Mainz holte unter Brauns Leitung überraschend im Dezember einen Punkt beim FC Bayern (2:2) und gewann vor drei Jahren eine DFB-Pokal-Partie.
In Mainz fehlen dem HSV am Freitag die verletzten Alexander Rössing-Lelesiit (19), Albert Sambi Lokonga (26), Albert Grönbaek (24) sowie der gesperrte Luka Vuskovic (18). Ein Fragezeichen steht noch hinter Kapitän Nicolás Capaldo (27).
Trainer Merlin Polzin (35) erklärte: „Capaldo war gesundheitlich angeschlagen und konnte nicht voll trainieren. Im Gespräch mit ihm zeigte er aber klar den Willen zu spielen und ist fit.“
Am Donnerstag kehrte Capaldo ins Training zurück und gilt somit als einsatzbereit für Mainz.
Jean-Luc Dompés (30) Alkoholfahrt sorgte für Aufsehen. Mittlerweile versucht der HSV-Profi, auf dem Platz zu überzeugen. Gegen Union Berlin (3:2) gab er sein Comeback und spielte 18 Minuten.
Die Verantwortlichen scheinen ihm verziehen zu haben. „Das Thema haben wir intensiv behandelt. Sowohl für mich als Trainer als auch für den Verein war klar, dass wir Stellung beziehen und Haltung zeigen“, sagte Polzin (35). „Doch unabhängig von Sport und Leben sollten wir nicht endgültig verurteilen, sondern als Team zusammenstehen.“
Dompé soll seine Lektion gelernt haben. Polzin: „Mir ist wichtig, dass wir den Cut machen, damit er sich sportlich für die Startelf qualifizieren kann.“ Ob es am Freitag in Mainz soweit ist, bleibt unklar. Wahrscheinlich steht Winter-Neuzugang Philip Otele (26) in der Startelf.
Gegen Mainz 05 wird Luka Vuskovic (18) fehlen. Das Supertalent sitzt wegen einer Gelbsperre auf der Tribüne. Bleiben ihm nur noch elf HSV-Spiele – oder mehr?
Trainer Polzin (35) antwortete auf die Frage, ob er an einen Verbleib des Talents über den Sommer hinaus glaubt: „Ich bin Überzeugungstäter und glaube an fußballromantische Geschichten, auch wenn sie schwer vorstellbar sind.“
„Wir wollen unbedingt, dass er das HSV-Trikot behält, vor allem in Kombination mit seinem Bruder Mario, der in knapp 270 Tagen zurückkehrt.“
Entscheidend sei aber auch die Absprache mit Tottenham Hotspur. „Wir sind sehr dankbar, dass wir im letzten Sommer eine Lösung gefunden haben, besonders mit Tottenham. Das muss auch für diesen Sommer klappen.“
Am letzten Spieltag sah Vuskovic (18) seine fünfte Gelbe Karte und fehlt damit am Freitag in Mainz. Die Sperre bringt ihm allerdings Trainingspause.
„Luka hat nicht nur bei uns jedes Spiel gemacht, sondern war auch bei den Länderspielen ständig unterwegs und hat teils für mehrere Teams gespielt“, so Polzin (35). „Es war wichtig, dass er sich die Pause verdient hat. Außerdem profitieren wir davon, wenn er zwei Tage den Kopf freimachen kann.“
Vuskovic soll am Dienstagabend nach Hamburg zurückkehren und mit nach Mainz reisen. „Er hat darum gebeten, weil er unbedingt dabei sein will. Das ist ein gutes Zeichen.“
Wer Vuskovic in Mainz ersetzt, ist noch offen. „Daniel Elfadli kennt die Position, spielte sie zu Saisonbeginn. Auch Warmed Omari, der heute mehr trainieren konnte und für Freitag gute Chancen hat, wäre eine Option“, sagte Polzin.
Bundesliga-Tabelle
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Meister ist am Saisonende der Tabellenführer. Die Plätze 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (16.) spielt in der Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Liga um den Klassenerhalt.