Nach sieben langen Jahren: Traditionsverein kehrt in die 3. Liga zurück
Von Jana Glose
Köln – Fortuna Köln sicherte sich durch einen Heimsieg gegen die Sportfreunde Siegen vorzeitig den Aufstieg in die 3. Liga und errang gleichzeitig die Meisterschaft in der Regionalliga West.
Die Mannschaft um Trainer Matthias Mink (58) feierte vor 7.548 Zuschauern im Kölner Südstadion mit einem 2:1 (1:1)-Erfolg bereits am vorletzten Spieltag der Saison nach sieben Jahren in der vierthöchsten Spielklasse die Rückkehr in den Profibereich.
Die erste Möglichkeit zum direkten Aufstieg hatten die Kölner noch in der vergangenen Woche, als sie bei der Zweitvertretung von Paderborn mit 1:2 verloren. Gegen Siegen bewies das Team jedoch Moral und drehte einen frühen 0:1-Rückstand.
Dadurch liegt Fortuna einen Spieltag vor dem Saisonende mit vier Punkten Vorsprung vor dem Tabellenzweiten Rot-Weiß Oberhausen und kann vor dem letzten Spiel bei den Sportfreunden Lotte nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden.
Nach teils turbulenten Jahren in der Regionalliga führte die Südstädter Mannschaft die Tabelle bereits seit dem 17. Spieltag an und blieb in dieser Spielzeit auf heimischem Boden ungeschlagen.
Trainer Mink trägt einen wesentlichen Anteil an diesem Erfolg. Der 58-Jährige stand als Spieler zwischen 1992 und 1999 in 162 Pflichtspielen für den Verein auf dem Platz.
Im Jahr 2007 kehrte er als Trainer zurück und betreute Fortuna Köln bis 2011 in der damals fünftklassigen NRW-Liga.
Nach dem Aufstieg in die Regionalliga übernahm Uwe Koschinat (54) die Verantwortung und führte den Club bis in die 3. Liga, aus der Fortuna allerdings später wieder abstieg. Anfang 2022 kehrte Mink als Trainer der zweiten Mannschaft zu Fortuna Köln zurück.
Nach mehreren Trainerwechseln bei den Profis übernahm Mink im Frühjahr 2022 zusätzlich die Position des Sportlichen Leiters und wurde im März 2024 schließlich Cheftrainer der ersten Mannschaft.