FCSP-Blog: Schlechte Nachrichten! Sands und Saliakas fallen verletzt aus
Hamburg – Mit dem 0:0-Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt sicherte sich der FC St. Pauli erneut einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf.
Nach dem Spiel gibt es jedoch Sorgen um Manolis Saliakas und James Sands, die vorerst nicht einsatzfähig sind.
In unserem St.-Pauli-Blog halten wir Euch über alle aktuellen Entwicklungen im Team, potenzielle Transfers und weitere Geschehnisse am Millerntor auf dem Laufenden.
Bittere Nachrichten erreichten den FC St. Pauli am Dienstagnachmittag: Wie der Verein bekanntgab, müssen Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) vorübergehend pausieren. Beide verletzten sich im Duell mit Eintracht Frankfurt.
Saliakas zog sich nach dem Wiederanpfiff während eines Sprints eine "leichte strukturelle Verletzung am rechten Oberschenkel" zu. Der Grieche wird beim kommenden Auswärtsspiel in Gladbach fehlen. Für das nächste Heimspiel gegen den SC Freiburg in zwei Wochen besteht jedoch noch Hoffnung auf sein Comeback.
Bei Sands sieht die Lage etwas ernster aus. Der Mittelfeldspieler musste nach einem Foul ausgewechselt werden und wurde mit einer "Verletzung am Bandapparat des linken Sprunggelenks" diagnostiziert. Wie lange der 25-Jährige ausfällt, ist bislang unklar.
Verteidiger Hauke Wahl (31) hatte Eintracht-Offensivspieler Jonathan Burkardt (25) im 0:0-Spiel gut im Griff. Nach dem Match äußerte sich der Frankfurter Stürmer anerkennend.
"Gegen ihn zu spielen ist wirklich unangenehm", erklärte Burkardt am DAZN-Mikrofon und nannte mehrere Gründe: "Er ist ständig präsent, immer im Rücken, körperlich sehr stark. Er hatte mich gut unter Kontrolle."
Wahl revanchierte sich prompt: "Jonathan ist ein herausragender Stürmer – wohl einer der besten deutschen Angreifer zurzeit. Ehrlich gesagt hasse ich es, gegen ihn zu spielen."
Torwart Nikola Vasilj (30) hatte beim torlosen Remis gegen Frankfurt einen ruhigen Nachmittag. "Ich musste nicht viel eingreifen, was der starken Defensivleistung der gesamten Mannschaft zu verdanken ist", lobte der Schlussmann seine Vorderleute. Wenn er dann doch gefordert war, zeigte er sich aufmerksam.
Am Freitag steht mit der Partie bei Borussia Mönchengladbach der nächste entscheidende Abstiegskampf an. "Wir müssen unser zuletzt hohes Niveau beibehalten. Das Spiel gegen den direkten Konkurrenten Gladbach ist besonders wichtig, denn sie sind nur einen Punkt entfernt. Seit Jahresbeginn fühlt sich jedes Spiel für uns wie ein Finale an", betonte Vasilj.
Der Torhüter hat zudem die Chance, mit einem weiteren Zu-Null-Spiel einen neuen Rekord aufzustellen. Aktuell liegt er bei 208 Minuten ohne Gegentor, sein persönlicher Bestwert beträgt 287 Minuten.
Eine Rückkehr steht kurz bevor! Stürmer Andréas Hountondji (23) und Verteidiger David Nemeth (24) sind beim FC St. Pauli bereits wieder aktiv im Training und könnten bald wieder Spielzeit erhalten.
"Andréas bekommt jetzt noch eine Woche zur Regeneration, was ihm guttut – auch wenn es nur eine kurze Woche ist. Im Training zeigte er bereits gute Aktionen", erklärte Trainer Alexander Blessin (52). Ein Kurzeinsatz am Freitag in Gladbach ist nicht ausgeschlossen, die Rückkehr steht unmittelbar bevor.
Ähnliches gilt für Nemeth, der zunächst Spielpraxis in der stark abstiegsbedrohten U23 in der Regionalliga sammeln soll. "Wir beobachten den Verlauf der Woche und entscheiden dann, ob es sinnvoll ist, ihn einzusetzen", so Blessin.
Die Situation sieht angespannt aus! Nach dem torlosen Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt bangt der FC St. Pauli um zwei wichtige Spieler.
Kurz nach der Halbzeit musste Manolis Saliakas (29) verletzungsbedingt vom Feld. Der Grieche griff sich nach einem Sprint an den Oberschenkel. "Ich fühle mich nicht gut. Wir müssen abwarten, was genau passiert ist. Im Sprint habe ich plötzlich einen Schmerz im Oberschenkel gespürt", erklärte er nach dem Spiel.
Trainer Blessin sagte dazu: "Das sah nicht gut aus. Ich vermute, dass es sich um eine strukturelle Verletzung handelt." Dies würde einen mehrwöchigen Ausfall bedeuten.
Bei James Sands (25) ist die Lage etwas weniger gravierend. "Er ist nur umgeknickt, aber wir müssen abwarten, was genau dahintersteckt", äußerte sich Blessin vorsichtig. Sands wurde beim Gang in die Kabine nach dem Spiel von einem Betreuer gestützt.
Ein schlechtes Omen? Felix Zwayer (44) wird am Sonntag das Heimspiel des FC St. Pauli gegen Eintracht Frankfurt leiten. Die Kiezkicker verbinden mit ihm keine guten Erinnerungen.
Zwayer, ein gebürtiger Berliner, leitete bislang 25 Spiele des FC St. Pauli. Dabei konnten sie achtmal als Sieger vom Platz gehen, mussten aber neunmal eine Niederlage hinnehmen. Bei den letzten drei Begegnungen unter seiner Leitung verlor St. Pauli, zuletzt im November bei der 1:3-Niederlage gegen Bayern München.
Bei Eintracht Frankfurt sieht die Bilanz anders aus: Zwayer pfiff 44 Spiele, die zweithöchste Zahl seiner Karriere. Die Eintracht gewann 18 davon, verlor 15. In dieser Saison kam er bei der SGE noch nicht zum Einsatz.
Gleich mehrere Ausfälle beim FC St. Pauli gegen Frankfurt: Neben David Nemeth (24) fehlen Trainer Alexander Blessin (52) drei weitere Spieler.
"Mathias Rasmussen (28) fällt wieder aus, er konnte diese Woche nur laufen", erklärte Blessin. "Auch bei Karol Mets (32) wird es voraussichtlich diese und nächste Woche nichts."
Der Ausfall von Andréas Hountondji (23) steht ebenfalls fest, obwohl sich sein Zustand deutlich verbessert hat. "Die Tests liefen gut, wir konnten ihn gut belasten. Er hat keine Schmerzen und wir sind zuversichtlich, dass es nicht mehr lange dauert, bis wir ihn wieder einsetzen können", so Blessin.
Zurück im Kader ist Tomoya Ando (27), der in der Vorwoche gegen Hoffenheim noch gefehlt hatte.
Eric Smith (29) war in den vergangenen Tagen nicht beim Training anwesend. Nun wurde der Grund bekannt: Der Schwede teilte auf Instagram mit, dass er zum zweiten Mal Vater geworden ist. Daher dürfte er am Sonntag gegen Frankfurt wieder verfügbar sein.
FCSP-Fans aufgepasst: Die DFL hat am Donnerstag die genauen Anstoßzeiten für die Bundesliga-Spieltage 28 bis 30 bekanntgegeben. St. Pauli spielt jeweils einmal freitags, samstags und sonntags.
Die Übersicht der Spiele:
Sonntag, 5. April (15:30 Uhr): 1. FC Union Berlin vs. FC St. Pauli
Samstag, 11. April (18:30 Uhr): FC St. Pauli vs. FC Bayern München
Freitag, 17. April (20:30 Uhr): FC St. Pauli vs. 1. FC Köln
Schlechte Nachricht für den FC St. Pauli: Karol Mets (33) fällt vorerst aus. Der Defensivspieler zog sich beim Auswärtsspiel in Hoffenheim eine Verletzung in der linken Wade zu und steht auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung.
Besonders bitter: Mets hatte sich nach langwierigen Problemen mit der Patellasehne erst zu Saisonbeginn zurückgekämpft und Mitte Oktober sein Comeback gefeiert.
Trainer Alexander Blessin (52) hat jedoch Alternativen parat. Neben Lars Ritzka (27), der Mets schon in der zweiten Halbzeit ersetzte, stehen auch Adam Dzwigala (30) und Tomoya Ando (27) als Optionen zur Verfügung.
Mit zwei aufeinanderfolgenden Siegen hat sich der FC St. Pauli etwas Luft im Abstiegskampf verschafft und kletterte auf Rang 15. Am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt soll nachgelegt werden. Doch wann war St. Pauli zuletzt so erfolgreich?
Die letzte Serie von drei Siegen in Folge gelang den Kiezkickern 2010/11. Damals konnten sie gegen Köln, den HSV und Gladbach gewinnen. Am Saisonende stieg das Team jedoch ab.
Die längste Siegesserie datiert aus der Saison 1989/90, als St. Pauli vier Spiele hintereinander gewann – gegen Borussia Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg. Dies führte letztlich zu einem zehnten Tabellenplatz.
Eine Saison davor blieb St. Pauli sogar elf Spiele ungeschlagen (drei Siege, acht Unentschieden).
Philipp Treu (25) feierte mit St. Pauli zwei große Erfolge: den Bundesliga-Aufstieg und den Klassenerhalt. Dennoch wechselte er im Sommer zurück zum SC Freiburg. Im Interview mit transfermarkt.de erläuterte der Außenverteidiger seine Entscheidung.
"Nach dem starken Zweitliga-Jahr und der soliden Erstliga-Saison war klar: Jetzt muss der nächste Schritt folgen", erklärte Treu. "Ich habe auch überlegt, eventuell bei St. Pauli zu bleiben, wollte aber zu einem größeren Bundesliga-Klub mit internationalen Einsätzen wechseln."
Rückblickend bereut er die Entscheidung nicht: "Ich entschied mich bewusst für St. Pauli, um den Sprung von Liga drei direkt in die Bundesliga und ins internationale Geschäft nicht zu groß zu gestalten. Daher wechselte ich zu einem ehrgeizigen Zweitligisten. Es lief perfekt. Vom Aufstieg mit St. Pauli werde ich meinen Kindern erzählen können. Danach haben wir sogar die Klasse gehalten – das war schon etwas Besonderes."
Mittlerweile hat Treu beim SC Freiburg einen Stammplatz erobert und freut sich besonders auf seine Rückkehr ans Millerntor am 22. März.
Nach dem wichtigen Sieg gegen Werder Bremen wollte St. Pauli bei der TSG Hoffenheim nachlegen – und das gelang eindrucksvoll.
"Ich bin sehr erleichtert. Es war enorm wichtig, unseren ersten Auswärtssieg außerhalb Hamburgs zu feiern, vor allem in unserer Lage", sagte Verteidiger Hauke Wahl (31).
Mit dem Erfolg bewiesen die Kiezkicker erneut, dass sie auch gegen Topteams der Liga konkurrenzfähig sind. Hoffenheim ist aktuell Dritter in der Tabelle und hatte zuvor acht Heimspiele in Folge gewonnen.
Zwar musste St. Pauli in der ersten Hälfte viele brenzlige Situationen überstehen, kam aber selbst immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor. "Wir konnten ihnen immer wieder weh tun. Das 1:0 kurz vor der Pause war extrem wichtig", so Wahl.
Die zweite Halbzeit war dann hauptsächlich ein Kampf ums Überleben, gab er zu. "Das haben wir heute, glaube ich, ganz gut gemeistert."
Ein gutes Zeichen: Deniz Aytekin (47) wird am Samstag die Partie zwischen FC St. Pauli und TSG Hoffenheim pfeifen. Unter seiner Leitung hat St. Pauli eine starke Bilanz.
Aytekin leitete bisher 17 Spiele der Braun-Weißen, von denen sie zehn gewannen und lediglich drei verloren. Die letzten fünf Begegnungen unter ihm wurden alle gewonnen, St. Pauli ist unter ihm seit neun Spielen ungeschlagen.
Auch Hoffenheim weist unter Aytekin eine positive Bilanz auf: 14 Siege, 12 Niederlagen und 11 Unentschieden. Beide Teams wurden zuletzt in der Saison 2023/24 von ihm gepfiffen. St. Pauli hat dabei gute Erinnerungen – das letzte Saisonspiel bei Wehen Wiesbaden, in dem sie die Zweitliga-Meisterschaft sicherten.
Für das Spiel am Samstag bei der TSG Hoffenheim fallen auf St. Pauli-Verteidiger Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) einige Aufgaben zu, denn der Drittplatzierte der Liga stellt die zweitbeste Offensive.
"Sie haben viel Qualität und die richtigen Spieler auf den passenden Positionen", erklärte Mets. "Ein starkes Team, das das Spiel kontrollieren will."
Im Hinspiel am Millerntor zeigte die TSG das eindrucksvoll, als sie St. Pauli mit 3:0 besiegten und kaum Chancen zuließen. "Sie machten viele Dinge richtig", räumte Wahl ein. Im DFB-Pokal jedoch konnten die Kiezkicker das Blatt wenden, obwohl die Hoffenheimer auch dort kaum Fehler machten.
Laut Wahl steckt Hoffenheim aktuell in einem Lauf. "Sie haben viel Selbstvertrauen und wichtige Lehren aus dem letzten Jahr gezogen. Es ist eine ganz andere Mannschaft mit großer individueller Qualität."
Der Pokalsieg belegt, dass St. Pauli Hoffenheim schlagen kann, eine Wiederholung am Samstag wird jedoch äußerst schwierig.
Taichi Hara (26) kam bisher nur auf zwei Einsätze mit insgesamt 22 Minuten. FCSP-Trainer Alexander Blessin (52) erläuterte nun den Plan mit dem japanischen Stürmer.
"Wir wollten ihm mehr Spielzeit geben, aber im letzten Spiel passte es nicht. Ich hatte kein gutes Gefühl in dem Moment", begründete der Coach seine Entscheidung. Im Training zeige Hara jedoch vollen Einsatz. "Er hat gute Momente, daher ist es möglich, dass er bald wieder eingewechselt wird."
Ein Startelfeinsatz ist aber noch ausgeschlossen. "Das ist noch zu früh. Aber für die letzten 20 Minuten sehe ich ihn als Option."
Martijn Kaars (26) hat es schwer. Für eine Rekordablöse von vier Millionen Euro verpflichtet, brachte der Angreifer bislang fünf Tore und eine Vorlage in 24 Pflichtspielen. Den großen Durchbruch hat er noch nicht geschafft.
"Ich bewerte ihn nicht ausschließlich nach Toren, sondern vor allem danach, wie er der Mannschaft hilft", sagte Trainer Blessin, der sich kürzlich intensiver mit Kaars auseinandergesetzt und Videoanalysen durchgeführt hat.
Das Hauptproblem ist offensichtlich: "Kaars selbst sagt, dass Stürmer sich zuerst an Toren und Chancen messen. In letzter Zeit hatte er davon nicht viele, was zu Unsicherheiten führt."
Blessin betonte jedoch die Stärken des Spielers: "Seine Qualität liegt klar im Strafraum – wenn er den Ball bekommt, sollte er Chancen kreieren. Da müssen wir ihm helfen, aber er muss auch liefern."
Der Coach ist überzeugt, dass Kaars bei weiter harter Arbeit bald wieder "glücklicher wirkt und über seine Tore spricht."
Gute Neuigkeiten gibt es vom Trainingsplatz: Nachdem David Nemeth (24) bereits letzte Woche zurückkehrte, ist nun auch Andréas Hountondji (23) wieder im Mannschaftstraining. "Er absolvierte Laufeinheiten im Freien", bestätigte Blessin.
Der Angreifer trainierte lange individuell und war vom Team getrennt, jetzt folgen weitere Schritte zur vollständigen Integration. "Wir arbeiten täglich daran, ihn wiederheranzuführen. Die ersten Schritte sind gemacht, bald werden hoffentlich die nächsten folgen", so der Trainer.
Nemeth ist bereits einen Schritt weiter: "Wir steigern die Intensität langsam und prüfen, ob wir ihn in der zweiten Mannschaft einsetzen können, um Spielpraxis zu sammeln", erklärte Blessin.
Außerdem wird Mittelfeldspieler Connor Metcalfe (26) zurück in den Kader kehren. Er trainiert inzwischen seit zwei Wochen komplett mit. "Er bringt der Mannschaft viel, deshalb freue ich mich, ihn wieder auf der Bank zu haben", sagte der Coach.
Der Sieg gegen Werder Bremen war nicht nur enorm wichtig, sondern auch historisch: Das 2:1 war der 50. Bundesliga-Heimerfolg für den FC St. Pauli.
Vorher konnten die Kiezkicker gegen Bremen nur zwei Pflichtspiele gewinnen: das erste Bundesliga-Duell 1977/78 (3:1) und ein legendäres DFB-Pokalspiel im Januar 2006, als St. Pauli als Drittligist den Favoriten mit 3:1 ausschaltete.
Die Bilanz hat sich zwar etwas verbessert, doch stehen den drei Siegen weiterhin fünf Unentschieden und 13 Niederlagen gegenüber.
Die Erleichterung nach dem 2:1 gegen Bremen war groß, und entsprechend wurde gefeiert.
"Ich werde mir ein oder zwei Bier gönnen", gestand Verteidiger Karol Mets. "Es war ein hartes Spiel, aber der Sieg war verdient."
Aus seiner Sicht agierten die Kiezkicker zunächst zu unkonzentriert und verloren viele Bälle, doch nach der Pause änderte sich das. "Wir hatten viele gute Momente und Chancen. Das erste Tor fiel etwas glücklich, aber Glück muss man sich erarbeiten." Am Ende rückte St. Pauli mit dem Sieg auf den Relegationsplatz vor.
James Sands' (25) Rolle am Sonntag war ungewohnt: Zum ersten Mal in dieser Saison saß der US-Amerikaner auf der Bank, zuvor stand er bis auf eine Verletzung immer in der Startelf.
Trainer Blessin erklärte die Entscheidung mit dem Wunsch nach Frische. Zudem war mit Eric Smith (29) eine starke Alternative wieder ins Team zurückgekehrt.
"James bringt viel Qualität im Zweikampf, ist zwar unscheinbar, aber extrem wichtig. Es tut weh, solch eine Qualität auf der Bank zu lassen", sagte Blessin.
In den kommenden Spielen könnte Sands häufiger auf der Bank Platz nehmen, da mit Smith und Jackson Irvine (32) zwei erfahrene Führungsspieler seine Position besetzen.
Der FC St. Pauli kann mit einem Sieg am Sonntag an Abstiegskonkurrent Werder Bremen vorbeiziehen – die Partie hat daher große Bedeutung. Das weiß auch Kapitän Jackson Irvine (32).
"Der Druck ist hoch, das kann man nicht leugnen", erklärte er vor dem Spiel am DAZN-Mikrofon. "Es ist ein wichtiges Duell, auch wenn noch viele weitere Spiele folgen."
Irvine ist sich bewusst, dass ein Erfolg einen großen Schritt bedeuten würde. Positiv ist, dass mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) zwei wichtige Stammspieler zurück sind.
Auch Trainer Alexander Blessin macht auf ihn einen ruhigen und fokussierten Eindruck, so Irvine.
Am Sonntag (17:30 Uhr) wird Sören Storks (37) das brisante Duell zwischen dem FC St. Pauli und Werder Bremen leiten. Der erfahrene Schiedsrichter, der gelernter Zimmermeister ist, pfiff bereits das Hinspiel an der Weser, das Bremen mit 1:0 gewann.
St. Pauli verbindet mit Storks positive Erinnerungen an die Partie gegen Heidenheim im November, die mit 2:1 gewonnen wurde – trotz einer umstrittenen Roten Karte gegen Eric Smith (29). Unter seiner Leitung gab es außerdem zwei weitere Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen.
Bremen hat unter Storks eine negative Bilanz: vier Siege, drei Remis und fünf Niederlagen.
Vor dem direkten Duell zwischen FC St. Pauli und Werder Bremen erreichte beide Clubs traurige Nachrichten: Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren verstorben.
Der gebürtige Pole, der in Ostfriesland aufwuchs, spielte von 1960 bis 1972 für Werder Bremen und absolvierte über 300 Pflichtspiele. Nach seiner aktiven Karriere war er von 1971 bis 1975 Trainer beim Klub.
Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und in Haiti übernahm Piontek den Trainerposten beim FC St. Pauli und betreute die Kiezkicker in 39 Zweitliga-Spielen.
Mehr Informationen zu Sepp Piontek findet Ihr im Beitrag „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.
Manolis Saliakas (29) war beim 2:1-Erfolg gegen den VfB Stuttgart auf der rechten Außenbahn sehr aktiv und erzielte das wichtige 1:0. Der anschließende Jubel war besonders.
"Ich dachte schon ans Jubeln, als der Ball zu mir kam", berichtete der Grieche nach dem Spiel. "Ich hatte viel Platz." Er ließ den Ball sehenswert über den Spann rutschen und traf. "Es ist schön, ein Tor zu erzielen, besonders wenn es so wichtig ist."
Sein Jubel war eindeutig: Er steckte sich einen Ball unter das Trikot und den Daumen in den Mund. "Meine Frau ist schwanger", verriet Saliakas stolz. "Ein Junge wird es, der Geburtstermin ist im Juni."
Zum Glück ist zu diesem Zeitpunkt Sommerpause, sodass er sich ganz auf seine Vaterpflichten konzentrieren kann.
Der FC St. Pauli braucht dringend Punkte im Abstiegskampf, während der VfB Stuttgart um die Champions-League-Plätze kämpft. Ein Sieg der Schwaben könnte zudem einen Bundesliga-Rekord bedeuten.
Der VfB gewann zuletzt dreimal auswärts deutlich – 4:0 in Bremen, 4:1 in Leverkusen und 3:0 in Gladbach. Gelingt ihnen auch am Millerntor ein Dreier mit mindestens drei Toren Differenz, wären sie die ersten Bundesliga-Vereine, denen dies viermal in Folge gelingt.
Bisher teilen sie sich den Rekord mit Bayern München (2x), RB Leipzig (2x) und dem VfL Bochum.
Benjamin Brand (36) wird am Samstag die Partie zwischen FC St. Pauli und VfB Stuttgart leiten. Beide Teams hat der Betriebswirt in dieser Saison bereits gepfiffen.
Unter Brand hat St. Pauli eine ordentliche Bilanz: Von 16 Partien gewannen sie sieben und spielten zweimal unentschieden. In dieser Saison leitete Brand die 1:2-Niederlage in Freiburg.
Beim VfB hingegen steht die Statistik bei sechs Siegen, vier Unentschieden und nur einer Niederlage. Zuletzt pfiff Brand die Begegnung der Schwaben beim BVB (3:3).
Dem FC St. Pauli drohen am Samstag gegen Stuttgart erneut Ausfälle wichtiger Spieler. "Bei Hauke Wahl (31) besteht noch Hoffnung, aber sie schwindet täglich. Für das Spiel wird es vermutlich nicht reichen. Bei Eric Smith (29) habe ich noch eine leise Hoffnung, dass er zur Verfügung steht", erklärte Trainer Blessin, der ansonsten auf den erwarteten Kader zurückgreifen kann.
Das Verteidiger-Duo fehlte bereits beim Pokalspiel in Leverkusen.
Nach dem Ausfall von Ricky-Jade Jones (23) bekommt ein U23-Spieler eine Chance. "Romeo Aigbekaen, Max Herrmann oder Nick Schmidt – wir werden sehen, wen wir aufstellen", so Blessin.
1. Bundesliga Tabelle
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) nimmt an der Relegation teil, um den Klassenerhalt zu sichern. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.