FCSP-Blog: Hunderte Anhänger begrüßen Mannschaftsbus und entzünden Pyrotechnik
Hamburg – Im Abstiegskampf braucht der FC St. Pauli dringend Punkte. Am Sonntag um 17:30 Uhr trifft das Team am Millerntor auf den SC Freiburg.
Die Kiezkicker werden in einem speziellen Trikot antreten. Als Schiedsrichter wurde Florian Badstübner bestimmt. Unter seiner Leitung weist die Bilanz des FC St. Pauli eine eher negative Statistik auf. SC-Coach Julian Schuster könnte mit zwei ehemaligen Kiezkickern in der Anfangsformation auflaufen.
In unserem St.-Pauli-Blog erhaltet Ihr alle aktuellen Informationen zum Team, möglichen Transfers und weiteren Neuigkeiten rund ums Millerntor-Stadion.
Bei strahlendem Frühlingswetter erreichte der Bus des FC St. Pauli gegen 16 Uhr das heimische Millerntor. Hunderte Fans hatten sich versammelt, um die Mannschaft vor dem Anpfiff der Partie gegen den SC Freiburg mit Bengalos und Fahnen zu empfangen.
Es wird erwartet, dass SC-Trainer Julian Schuster (40) mit Philipp Treu (25) und Igor Matanovic (22) in der Startelf gegen St. Pauli auflaufen wird. Somit stehen zwei ehemalige Kiezkicker im Breisgauer Aufgebot.
Matanovic gilt als echtes Eigengewächs des FC St. Pauli. Der 22-Jährige hat seine gesamte Jugend bei den Braun-Weißen verbracht und debütierte bereits 2020 mit 17 Jahren in der 2. Bundesliga. Seit Sommer 2025 spielt er – ebenso wie sein Teamkollege und ehemaliger Kiezkicker Treu – für den SC Freiburg.
Treu absolvierte den Großteil seiner Profiausbildung zwischen 2017 und 2023 in Freiburg. Zwischen 2023 und 2025 war er kurzzeitig am Millerntor, wo er sich zum Aufstiegshelden entwickelte.
Neben den beiden trugen auch die Ex-Kiezkicker Carlo Buckhalfa (26), Noah Weisshaupt (24) und Robert Wagner (22) Trikots beider Clubs. Zudem war FC St. Pauli-Sportchef Andreas Bornemann (54) während seiner aktiven Zeit beim SC Freiburg unter Vertrag.
Oje! Der Unparteiische für das Duell gegen Freiburg heißt Florian Badstübner (35). Unter seiner Leitung lief es für die Kiezkicker bisher nicht besonders gut.
Der FIFA-Schiedsrichter leitete bislang zehn Spiele von St. Pauli: darunter zwei DFB-Pokal-Begegnungen, zwei Bundesligapartien und sechs Spiele in der 2. Bundesliga. Nur eine Partie konnte St. Pauli unter ihm gewinnen – in der Saison 2022/23 gelang ein 3:0-Erfolg gegen Magdeburg.
Insgesamt musste St. Pauli sechs Niederlagen unter Badstübners Leitung hinnehmen, drei Begegnungen endeten unentschieden.
Zuletzt leitete der 35-Jährige das Pokal-Aus der Kiezkicker bei Bayer Leverkusen (0:3).
Im kommenden Heimspiel gegen Freiburg treten die Kiezkicker in einem Sondertrikot an.
Gemeinsam mit der Initiative „Kein Bock auf Nazis“ möchte der Verein ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen. Die Botschaft der Initiative ist auf der Brust des Trikots zu sehen.
Der Club arbeitet bereits seit längerer Zeit mit der Initiative zusammen und will mit dieser Aktion sein stetiges Engagement gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus hervorheben.
500 Sondertrikots werden zum freien Verkauf angeboten. Von jedem verkauften Exemplar gehen fünf Euro direkt als Unterstützung an „Kein Bock auf Nazis“, so der Verein. Die von den Spielern getragenen Matchworn-Trikots sollen anschließend von der Initiative verlost werden. Die Erlöse fließen in die Arbeit gegen Rechtsextremismus.
Zweimal wöchentlich stellt sich St. Paulis Cheftrainer Alexander Blessin (52) den Fragen der Medien – doch manchmal übernehmen auch die Nachwuchsspieler das Mikrofon. Auf einer eigenen Pressekonferenz hatten die FCSP-Rabauken eine besondere Frage an Blessin.
„Wenn du und deine Mannschaft in einer Zombie-Apokalypse wärt, wer würde zuerst sterben und wer am längsten überleben?“, wollte ein Junge wissen. Blessin hörte aufmerksam zu und musste schmunzeln. „Boah, das ist echt eine fiese Frage.“
Nach kurzem Überlegen antwortete er: „Da gibt es keinen, wir sind eine Mannschaft und agieren gemeinsam, da kann ich keinen hervorheben.“
Die Rabauken wollten es genauer wissen: „Wer würde am längsten überleben?“ Blessin entschied sich schließlich für ein Duo: „Der wahrscheinlich am längsten durchhält, weil er am weitesten laufen kann, ist vermutlich Mathias Pereira Lage oder Jackson Irvine, denn die legen oft knapp 13 Kilometer pro Spiel zurück.“
Doch die Nachfragen hörten noch nicht auf. Wer verstecke sich am besten? Blessin lachte und antwortete: „Wir wollen eigentlich keine Spieler, die sich verstecken.“
Während Eric Smith (29), Arkadiusz Pyrka (23) und Nikola Vasilj (30) noch um die letzten WM-Plätze kämpfen, nutzen andere Kiezkicker die anstehenden Länderspiele, um sich für weitere Einsätze zu empfehlen.
Connor Metcalfe (26) hat die WM im Sommer noch nicht abgeschrieben und hofft, bei den Partien Australiens gegen Kamerun (27. März, 10:10 Uhr) und Curacao (31. März, 11:10 Uhr) zum Einsatz zu kommen. Jackson Irvine (32) wird dagegen vorsorglich geschont.
Joel Chima Fujita (24) und Tomoya Ando (27) fliegen zusammen nach Großbritannien, wo sie zuerst mit Japan auf Schottland (28. März, 18 Uhr) und dann auf England (31. März, 20:45 Uhr) treffen.
Abdoulie Ceesay (22) und Gambia absolvieren nur ein Länderspiel, das gegen Senegal am 31. März um 21 Uhr stattfindet.
Für Danel Sinani (28) wird es ernst: Mit Luxemburg stehen Nations-League-Qualifikationsspiele gegen Malta an, die am 26. und 31. März jeweils um 18 Uhr ausgetragen werden.
Der FC St. Pauli steckt acht Spieltage vor Saisonende tief im Abstiegskampf. Der Druck ist spürbar, doch Abwehrspieler Hauke Wahl (31) sieht die Lage etwas gelassener.
„Bei uns herrscht eine gute Mischung aus Lockerheit und Konzentration“, beschreibt er die Stimmung. „Etwas Gelassenheit ist wichtig, sonst verkrampft man. Man kann nicht ständig angespannt sein.“
Aus seiner Sicht ist es ein Vorteil, dass die Mannschaft von Anfang an wusste, dass es vor allem um den Klassenerhalt geht. „Das kann ein Pluspunkt sein. Es ist schön, dass es so eng zugeht. Wir sind nicht nervös, als Profis lernen wir, mit Druck umzugehen“, so Wahl weiter.
Für ihn persönlich ist Druck sogar förderlich: „Nur wenn man Druck spürt, kann man sein Bestes geben. Man gibt hundert Prozent. Wenn der Fokus nachlässt, wird es schwierig, wie wir es zuletzt gegen Bochum gesehen haben. Die spannendsten Spiele sind doch die, bei denen es um viel geht.“
Drei Profis des FC St. Pauli kämpfen in der kommenden Woche mit ihren Nationalmannschaften um das WM-Ticket für die Sommer-Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko.
Eric Smith (29) wurde nach mehreren verletzungsbedingten Absagen für Schweden nachnominiert. Die Tre Kronors bestreiten im Play-off-Halbfinale zunächst ein Spiel gegen die Ukraine (26. März, 20:45 Uhr). Ein Sieg könnte ein Duell mit einem weiteren Kiezkicker bringen.
Im anderen Halbfinale trifft Arkadiusz Pyrka (23) mit Polen auf Albanien (26. März, 20:45 Uhr).
Der dritte im Bunde ist Nikola Vasilj (30), der mit Bosnien-Herzegowina gegen Wales antreten muss (26. März, 20:45 Uhr). Das Finale bestreitet der Sieger gegen Italien oder Nordirland.
Fabian Hürzeler (33), der mit dem FC St. Pauli den Aufstieg in die Bundesliga schaffte, misst sich mittlerweile in der Premier League mit den Besten weltweit. Kürzlich verlor er mit Brighton & Hove Albion knapp mit 0:1 gegen Tabellenführer Arsenal London und kritisierte das Zeitspiel der Gunners.
Dies rief Matthias Sammer (58) auf den Plan. Vor Bayer Leverkusens Spiel bei Arsenal sagte er bei Amazon Prime: „Zu Arsenal möchte ich nur sagen: Die sollen den Mund halten. Fußball kennt keine B-Noten. Es geht um Titel. Wer Titel holt, hat Recht.“
Daraufhin übte der Experte Kritik an Hürzeler: „Fabi Hürzeler, den ich sehr schätze, sollte erst drei Titel gewonnen haben, bevor er so eine Mannschaft kritisiert und nicht mal mit Pauli aufgestiegen ist. Das gehört sich einfach nicht – Respekt muss sein.“
Wie bekannt wurde, hat sich Hürzeler zuletzt nochmals mit Arsenal-Trainer Mikel Arteta (43) ausgetauscht und seine Kritik bekräftigt.
Normalerweise arbeitet Hauke Wahl (31) am Millerntor, an der Kollaustraße oder in anderen Bundesliga-Stadien. Am Montag schnappte er sich jedoch eine Kasse bei EDEKA in der Rindermarkthalle – alles für den guten Zweck.
Der gesamte Betrag, den der „Aushilfskassierer“ während seiner Schicht einnahm, wurde von der Filiale auf 10.000 Euro aufgestockt. Der Erlös kommt den FC St. Pauli Rabauken zugute und ermöglicht ein Fußballcamp für Kinder aus sozial schwächeren Familien.
„Es war schön zu sehen, wie positiv die Kundinnen und Kunden reagierten. Die Arbeit der Rabauken liegt mir sehr am Herzen. Kinder früh für Bewegung, Teamgeist und gesunde Ernährung zu begeistern, ist extrem wichtig. Wenn ich dazu einen kleinen Beitrag leisten kann, mache ich das gern“, erklärte Wahl.
Wie wichtig James Sands (25) für St. Pauli ist, zeigte die Niederlage am Freitag in Gladbach. Ohne ihn fehlte es dem Team an Stabilität. Die Nachricht seiner schweren Verletzung versetzte die Mannschaft in Schock.
„Für mich war das ein Schock. Der Ausfall tut uns sehr weh“, sagte Hauke Wahl (31). „Er ist ein absoluter Stabilisator, gerade in seinen starken Phasen. Im Zweikampf bringt er viel Power.“
Die Verletzung trifft Sands doppelt hart: Sein Leihvertrag endet mit Saisonende, sodass er voraussichtlich kein weiteres Spiel für St. Pauli bestreiten wird. Außerdem muss er wohl die Heim-WM in den USA, Kanada und Mexiko abhaken – ein großer Traum für ihn.
„Eine WM im eigenen Land – für mich unvorstellbar, da ich zu weit weg bin –, aber für ihn war es ein großer Wunsch, dabei zu sein. Er hätte es verdient gehabt“, so Wahl. „Es ist schmerzhaft, aber als Mannschaft ist es auch unsere Aufgabe, ihn aufzurichten.“
Gibt es ein gutes Omen? Daniel Schlager (36) wird am Freitagabend um 20:30 Uhr das wichtige Abstiegsduell zwischen St. Pauli und Borussia Mönchengladbach leiten. Die Kiezkicker weisen unter ihm eine positive Bilanz auf.
Der ausgebildete Bankkaufmann leitete bisher sieben Partien von St. Pauli, vier davon wurden gewonnen, nur eine verloren. Zuletzt war Schlager in der zweiten DFB-Pokalrunde im Einsatz, als St. Pauli im Elfmeterschießen Hoffenheim bezwang.
Gladbach hat unter Schlager eine negative Bilanz: Von 13 Partien gewannen sie lediglich drei, verloren vier. In dieser Saison leitete er das torlose Unentschieden der Fohlen gegen Freiburg am sechsten Spieltag.
In dieser Saison trafen St. Pauli und Gladbach bereits zweimal aufeinander – mit unterschiedlichen Resultaten. Besonders auffällig war Haris Tabakovic (31), der drei der fünf Gladbacher Tore erzielte.
„Er ist einer ihrer Schlüsselspieler und ein starker Stürmer“, sagte St. Paulis Kapitän Jackson Irvine (33) vor dem dritten Aufeinandertreffen. Er lobte zudem die individuelle Klasse der Borussia. „Wir haben aber auch bewiesen, dass wir sie schlagen können“, spielte er auf den Pokal-Erfolg an.
Am Freitag wollen die Kiezkicker erneut gewinnen. „Wenn wir defensiv so auftreten wie gegen Frankfurt und mit dem Ball so agieren wie gegen Hoffenheim, haben wir gute Chancen“, erklärte Irvine. „Wir müssen mehr laufen und kämpfen als der Gegner.“
Im Fokus steht vor allem die stabile Defensive, die St. Pauli zuletzt auszeichnete. „Wenn wir das halten, wissen wir, dass wir in der Lage sind, Spiele zu gewinnen.“ Ein Dreier am Freitag wäre im Abstiegskampf besonders wertvoll.
Für die Kiezkicker gibt es vor dem Auswärtsspiel gegen Gladbach äußerst schlechte Nachrichten: James Sands (25) wird bis zum Saisonende ausfallen. Der US-Amerikaner verletzte sich im Spiel gegen Eintracht Frankfurt bei einem Foul am linken Sprunggelenk und muss operiert werden.
Der Verein informierte am Freitag, dass Sands für mehrere Monate ausfällt. Sein Leihvertrag endet zudem zum Saisonende, sodass er vermutlich kein weiteres Spiel für St. Pauli bestreiten wird. Auch seine Chancen auf die Teilnahme an der Heim-WM sind stark gesunken.
Trainer Alexander Blessin (52) betonte: „Er bleibt dran, wir stehen in engem Kontakt. Martijn brennt auf einen Einsatz und versucht, unsere Vorgaben umzusetzen.“
Normalerweise wäre Kaars auch gegen Frankfurt eingewechselt worden, doch verletzungsbedingte Umstellungen verhinderten dies. „Er lässt sich nicht hängen und gibt weiter Vollgas“, so Blessin.
Der Trainer weiß genau, woran es bei seinem Stürmer hapert: „Wir müssen ihm helfen, sich in die Positionen zu bringen, in denen er seine Stärken ausspielen kann. Vor allem braucht er mehr Körperlichkeit.“
Freudige Nachricht: Aufstiegsheld Marcel Hartel (30) ist zum zweiten Mal Vater geworden. Das verkündete er auf Instagram. Das Mädchen, dessen Name nicht bekannt ist, kam bereits am 3. März zur Welt.
Hartel verpasste wegen der Geburt ein Spiel bei seinem aktuellen Klub St. Louis FC. Sportlich läuft es dort bislang nicht rund: Aus drei Partien holte das Team nur einen Punkt, sodass das Ziel Play-offs bereits früh in Gefahr gerät.
Wie wichtig Jackson Irvine (33) für St. Pauli ist, zeigt eine Statistik: Wenn der Australier das gesamte Spiel auf dem Platz steht, haben die Kiezkicker nie verloren. Auch Trainer Alexander Blessin (52) lobt ihn in höchsten Tönen.
„Er ist unglaublich wichtig und mein verlängerter Arm auf dem Rasen“, sagte er. „Er ist Sprachrohr, Taktgeber und beruhigt die Mannschaft, wenn es hektisch wird.“
Seine Erfahrung mit über 430 Einsätzen im Verein und 79 Länderspielen für Australien macht ihn zum Fixpunkt im Team und für den Trainer unverzichtbar.
Eric Smith (29) ist kürzlich Vater geworden, ein weiterer Spieler erwartet ebenfalls Nachwuchs: Abwehrspieler Adam Dzwigala (30) kündigte auf Instagram die erneute Schwangerschaft seiner Frau Kiki an.
Das Paar hat bereits zwei Kinder und scherzt, bald „in Unterzahl“ zu sein. Wann das Baby kommt, ist noch offen. Bisher haben sie eine Tochter und einen Sohn.
Die Verletztenliste lichtet sich langsam: Für das Spiel am Freitag in Gladbach kann St. Pauli wieder auf Mathias Rasmussen (28) und Andréas Hountondji (23) zurückgreifen. „Beide werden im Kader stehen“, bestätigte Trainer Alexander Blessin (52).
Besonders die Rückkehr von Hountondji gibt Hoffnung: „Mit seiner Dynamik und Schnelligkeit ist er eine wertvolle Waffe. Er hat im Training großen Ehrgeiz gezeigt“, so Blessin. Ein Einsatz über etwa 15 Minuten am Freitag ist denkbar.
Ob Abwehrspieler David Nemeth (24) mitreist, ist noch offen. Er soll am Sonntag jedoch Spielpraxis bei der U23 sammeln.
Fehlen werden definitiv Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) aufgrund ihrer Verletzungen aus dem Frankfurt-Spiel. „Bei Manos sah es zunächst schlimmer aus, aber es sieht ganz gut aus. Es besteht eine kleine Hoffnung auf eine Rückkehr gegen Freiburg in zwei Wochen“, sagte Blessin. Bei Sands bleibt die Lage ungewiss.
Schlechte Nachrichten für die Kiezkicker: Am Dienstag gab der Verein bekannt, dass Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) vorerst ausfallen. Beide hatten sich im Spiel gegen Eintracht Frankfurt verletzt.
Saliakas zog sich kurz nach Wiederanpfiff bei einem Sprint eine „leichte strukturelle Verletzung am rechten Oberschenkel“ zu. Er wird in Gladbach fehlen, für das nächste Heimspiel gegen Freiburg gibt es allerdings Hoffnung.
Bei Sands wurde eine Verletzung am Bandapparat des linken Sprunggelenks diagnostiziert. Wie lange er ausfällt, ist noch unklar.
St. Paulis Verteidiger Hauke Wahl (31) hatte im 0:0 gegen Frankfurt Gegenspieler Jonathan Burkardt (25) gut im Griff. Burkardt lobte Wahl nach dem Spiel: „Es ist sehr unangenehm, gegen ihn zu spielen. Er ist ständig hinter dir, körperlich stark und hat mich gut kontrolliert.“
Das Lob gab Wahl direkt zurück: „Er ist ein großartiger Stürmer, wahrscheinlich einer der besten deutschen. Ehrlich gesagt hasse ich es, gegen ihn zu spielen.“
Torhüter Nikola Vasilj (30) hatte beim torlosen Remis gegen Frankfurt einen ruhigen Nachmittag. „Ich hatte nicht viel zu tun, was der Verdienst der gesamten Mannschaft ist, die defensiv stark gearbeitet hat“, lobte er sein Team. Bei Bedarf war er aber zur Stelle.
Am Freitag wartet mit dem Spiel in Gladbach der nächste wichtige Abstiegskracher. „Wir müssen unsere zuletzt gezeigte Leistung halten. Besonders das Duell gegen Mönchengladbach ist entscheidend, sie sind nur einen Punkt entfernt. Seit Jahresbeginn fühlt sich jedes Spiel für uns wie ein Finale an“, betonte Vasilj.
Der Torwart kann mit einem weiteren Spiel ohne Gegentor einen neuen Rekord aufstellen: Aktuell steht er bei 208 Minuten, sein persönlicher Bestwert liegt bei 287 Minuten.
Sie stehen kurz vor dem Comeback! Stürmer Andréas Hountondji (23) und Abwehrspieler David Nemeth (24) trainieren bei St. Pauli wieder mit und könnten bald wieder Spielminuten erhalten.
„Andréas hat diese Woche gut genutzt, auch wenn sie kurz war. Im Training zeigte er gute Aktionen“, erklärte Trainer Blessin. Ein Kurzeinsatz am Freitag in Gladbach sei möglich, die Rückkehr steht unmittelbar bevor.
Auch Nemeth soll zunächst Spielpraxis bei der stark abstiegsbedrohten U23 sammeln. „Wir schauen, wie die Woche verläuft und werden dann entscheiden“, so Blessin.
Das sah nicht gut aus! Nach dem 0:0 gegen Eintracht Frankfurt bangt St. Pauli um zwei Spieler.
Kurz nach der Halbzeit musste Manolis Saliakas (29) vom Platz, nachdem er sich bei einem Sprint am Oberschenkel verletzt hatte. „Ich fühle mich nicht gut. Wir müssen abwarten, was genau passiert ist. Plötzlich spürte ich etwas im Oberschenkel“, erklärte er später.
Trainer Blessin bestätigte: „Es sieht nicht gut aus, vermutlich ist es eine strukturelle Verletzung“, was mehrere Wochen Pause bedeuten würde.
Bei James Sands (25) sei die Lage etwas besser. „Jimmy ist nur umgeknickt, wir müssen noch abwarten“, sagte Blessin. Sands wurde nach Spielende von einem Betreuer gestützt.
Ein schlechtes Zeichen? Felix Zwayer (44) wird am Sonntag das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt leiten. Die Kiezkicker verbinden mit ihm keine guten Erinnerungen.
Zwayer hat bisher 25 Spiele von St. Pauli gepfiffen, von denen acht gewonnen und neun verloren wurden. Die letzten drei Begegnungen unter seiner Leitung endeten mit Niederlagen, zuletzt im November bei der 1:3-Pleite gegen Bayern.
Für Frankfurt sieht die Bilanz etwas besser aus: 44 Einsätze, 18 Siege und 15 Niederlagen. In dieser Saison leitete Zwayer noch kein Spiel der Eintracht.
Am Sonntag fehlen St. Pauli einige Spieler. Neben David Nemeth (24) stehen Trainer Blessin (52) drei weitere Akteure nicht zur Verfügung.
„Mathias Rasmussen (28) fällt erneut aus, er konnte diese Woche nur laufen“, erklärte der Trainer. „Karol Mets (32) wird auch diese und nächste Woche nicht spielen.“
Auch Andréas Hountondji (23) fehlt, obwohl seine Tests gut verliefen. „Er hat keine Schmerzen, wir sind optimistisch, dass er bald wieder dabei ist“, sagte Blessin.
Tomoya Ando (27) kehrt gegen Frankfurt ins Team zurück, nachdem er gegen Hoffenheim pausierte.
Eric Smith (29) fehlte zuletzt im Training. Am Freitag verkündete er auf Instagram, dass er zum zweiten Mal Vater geworden ist. Er wird gegen Frankfurt wohl wieder zur Verfügung stehen.
FCSP-Anhänger aufgepasst: Die DFL hat die Bundesliga-Spieltage 28 bis 30 zeitgenau terminiert. St. Pauli spielt jeweils einmal freitags, samstags und sonntags.
Die Termine im Überblick:
Sonntag, 5. April (15:30 Uhr): 1. FC Union Berlin vs. FC St. Pauli
Samstag, 11. April (18:30 Uhr): FC St. Pauli vs. FC Bayern München
Freitag, 17. April (20:30 Uhr): FC St. Pauli vs. 1. FC Köln
Schlechte Nachrichten für St. Pauli: Karol Mets (33) fällt vorerst aus. Bei der Auswärtsniederlage in Hoffenheim zog sich der Abwehrspieler eine Verletzung in der linken Wade zu.
Besonders bitter: Mets hatte sich nach langwierigen Problemen mit der Patellasehne zurückgekämpft und Mitte Oktober sein Comeback gefeiert.
Trainer Alexander Blessin (52) verfügt jedoch über Alternativen. Neben Lars Ritzka (27), der Mets bereits in Hoffenheim ersetzte, können auch Adam Dzwigala (30) und Tomoya Ando (27) die Position übernehmen.
Mit zwei Erfolgen in Folge hat sich St. Pauli etwas Luft im Abstiegskampf verschafft und ist auf Platz 15 geklettert. Gegen Eintracht Frankfurt am Sonntag wollen die Kiezkicker nachlegen. Wann waren sie zuletzt so erfolgreich?
Die letzte Serie von drei Siegen hintereinander gelang 2010/11, damals gegen Köln, HSV und Gladbach. Am Saisonende stieg das Team jedoch ab.
Die längste Siegesserie feierte der Klub 1989/90 mit vier Erfolgen hintereinander gegen Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg – was letztlich zu Rang zehn reichte.
Eine Saison zuvor blieb St. Pauli elf Spiele in Folge ohne Niederlage, bei drei Siegen und acht Unentschieden.
Philipp Treu (25) feierte mit St. Pauli den Aufstieg in die Bundesliga und den Klassenerhalt, wechselte aber trotzdem im Sommer zurück zum SC Freiburg. Im Interview mit transfermarkt.de erläuterte er seine Entscheidung.
„Nach einem starken Zweitliga-Jahr und der stabilen ersten Bundesliga-Saison war für mich klar: Der nächste Schritt muss kommen“, sagte Treu. „Ich habe auch überlegt, bei St. Pauli zu bleiben, wollte aber zu einem größeren Bundesliga-Verein mit europäischem Wettbewerb.“
Die Entscheidung bereut er nicht: „Ich habe mich bewusst für St. Pauli entschieden. Der Sprung von der dritten in die erste Liga und ins internationale Geschäft war mir zu groß. Deshalb wechselte ich zu einem sehr ambitionierten Zweitligisten. Es lief perfekt. Vom Aufstieg mit St. Pauli werde ich später den Kindern erzählen. Danach haben wir auch den Klassenerhalt geschafft – das war etwas Besonderes.“
Mittlerweile hat sich Treu beim Sportclub einen Stammplatz erkämpft und freut sich besonders auf die Rückkehr am 22. März ans Millerntor.
Nach dem Sieg gegen Werder Bremen in der Vorwoche wollten die Kiezkicker auch bei der TSG Hoffenheim nachlegen – was ihnen mit Bravour gelang.
„Ich bin sehr erleichtert. Es war enorm wichtig, den ersten Auswärtssieg außerhalb Hamburgs in unserer Lage zu holen“, sagte Abwehrspieler Hauke Wahl (31).
Mit dem Erfolg zeigten die Kiezkicker erneut, dass sie gegen die Topmannschaften der Liga mithalten können – Hoffenheim ist Tabellendritter und hatte zuvor acht Heimspiele in Folge gewonnen.
Zwar galt es in der ersten Hälfte einige brenzlige Situationen zu überstehen, doch St. Pauli kam immer wieder gefährlich vor das Tor. „Wir haben es geschafft, ihnen weh zu tun. Das 1:0 kurz vor der Pause war enorm wichtig“, so Wahl.
In der zweiten Halbzeit ging es nur ums Überleben. „Und das haben wir gut gemacht“, gab er zu.
Gutes Omen: Deniz Aytekin (47) wird am Samstag die Partie gegen Hoffenheim pfeifen. Unter ihm hat St. Pauli eine starke Bilanz.
Aytekin leitete bisher 17 St.-Pauli-Spiele, von denen zehn gewonnen wurden und nur drei verloren. Die letzten fünf Begegnungen unter seiner Leitung gewann St. Pauli und ist seit neun Spielen ungeschlagen.
Auch Hoffenheim hat unter Aytekin eine positive Statistik: 14 Siege, 12 Niederlagen und 11 Unentschieden.
Beide Teams trafen unter ihm zuletzt in der Saison 2023/24 aufeinander – St. Pauli gewann das letzte Zweitliga-Spiel bei Wehen Wiesbaden und sicherte damit die Meisterschaft.
Am Samstag (15:30 Uhr) steht für St. Pauli das Duell bei Hoffenheim an. Abwehrspieler Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) haben viel Arbeit vor sich, da Hoffenheim die zweitbeste Offensive der Liga stellt.
„Sie haben viel Qualität und die richtigen Spieler auf den Positionen“, sagte Mets. „Es ist ein starkes Team, das das Spiel dominieren will.“
Im Hinspiel am Millerntor zeigten sie das eindrucksvoll mit einem 3:0-Erfolg, ließen St. Pauli kaum Chancen. „Sie machten vieles richtig“, gab Wahl zu. Doch im Pokal drehte St. Pauli den Spieß um. „Auch da machten sie wenig falsch, aber das Spiel kippte zu unseren Gunsten.“
Wahl sieht die Hoffenheimer in einem Flow: „Sie haben Selbstvertrauen und die richtigen Lehren aus dem Vorjahr gezogen. Die Mannschaft ist komplett anders. Über die individuelle Qualität brauchen wir nicht sprechen.“
Dass St. Pauli Hoffenheim schlagen kann, bewies das Team im Pokal, doch eine Wiederholung wird am Samstag sehr schwer.
Taichi Hara (26) kam bisher nur auf zwei Einsätze mit insgesamt 22 Minuten. Trainer Alexander Blessin (52) erklärte nun den Plan mit dem japanischen Stürmer.
„Wir wollten ihm mehr Einsatzzeiten geben, aber im letzten Spiel passte es nicht. Ich hatte kein gutes Gefühl“, begründete Blessin. Im Training zeigt Hara jedoch vollen Einsatz. „Er hat gute Momente und könnte bald wieder eine Option für die letzten 20 Minuten sein.“
Ein Startelfeinsatz ist laut Blessin aber noch zu früh.
Martijn Kaars (26) hat es schwer. Für eine Rekordablöse von vier Millionen Euro verpflichtet, gilt er als Torjäger mit 19 Zweitliga-Toren, doch der Durchbruch blieb bisher aus. In 24 Spielen erzielte er fünf Tore und bereitete einen vor.
„Ich bewerte ihn nicht nur nach Toren, sondern wie er der Mannschaft hilft“, sagte Blessin. Er führte bereits intensive Gespräche mit Kaars und analysierte Videos.
Das Problem: „Er misst sich als Stürmer an Toren, bekommt aber derzeit zu wenig Chancen und zögert deshalb manchmal.“
Seine Teamkollegen können ihn noch nicht optimal einsetzen, doch Kaars hat klare Qualitäten: „Seine Stärke liegt im Strafraum, dort muss er Chancen bekommen und sie verwerten.“
Blessin ist optimistisch, dass Kaars bei harter Arbeit bald wieder erfolgreicher sein und über seine Treffer sprechen wird.
Erfreuliche Nachrichten vom Trainingsplatz: Nach David Nemeth (24) kehrte in den letzten Tagen auch Andréas Hountondji (23) auf den Rasen zurück. „Er war draußen und hat Laufeinheiten absolviert“, bestätigte Blessin.
Hountondji musste lange individuell trainieren, nun ist er zurück. „Es geht jetzt um die nächsten Schritte, bald sehen wir hoffentlich Fortschritte“, so der Trainer.
Nemeth ist schon weiter: „Wir wollen die Belastung allmählich steigern und ihn in der zweiten Mannschaft Spielpraxis geben.“
Zudem kehrt Connor Metcalfe (26) in den Kader zurück. Nach zwei Wochen komplettem Training kann er dem Team viel helfen, freut sich Blessin.
Der Sieg über Werder Bremen war nicht nur wichtig, sondern auch historisch: Das 2:1 war der 50. Heimdreier des FC St. Pauli in der Bundesliga.
Bislang konnte St. Pauli gegen Werder erst zwei Pflichtspiele gewinnen: das erste Bundesliga-Duell 1977/78 (3:1) und das legendäre Pokalspiel im Januar 2006, als St. Pauli als Drittligist Bremen ausschaltete (3:1).
Die Bilanz verbesserte sich zwar leicht, doch drei Siege stehen noch fünf Remis und 13 Niederlagen gegenüber.
Die Erleichterung nach dem 2:1 gegen Bremen war groß und wurde gefeiert.
„Ich gönne mir ein oder zwei Bier“, gab Karol Mets (32) zu. „Es war ein hartes Spiel, aber der Sieg war verdient.“
Zunächst agierte St. Pauli aus Sicht des Esten zu nachlässig und verlor viele Bälle, doch nach der Pause war es anders. „Wir hatten viele Chancen. Das erste Tor fiel etwas glücklich, aber Glück muss man sich erarbeiten“, sagte Mets. Am Ende zog St. Pauli an Bremen vorbei auf den Relegationsplatz.
Für James Sands (25) war die Rolle am Sonntag ungewohnt: Zum ersten Mal in dieser Saison saß er auf der Bank, zuvor stand er bis auf einen Ausfall immer in der Startelf.
Trainer Blessin erklärte: „Es ging auch um frische Beine. Außerdem ist Eric Smith (29) zurück im Kader.“
Die Entscheidung fiel ihm schwer: „James bringt viel Qualität im Zweikampf. Er ist unauffällig, aber extrem wichtig. Es tut weh, ihn auf der Bank zu lassen.“
In den kommenden Spielen könnte sich das häufiger wiederholen, da mit Smith und Jackson Irvine (32) zwei erfahrene Spieler auf seiner Position spielen.
Mit einem Sieg kann St. Pauli an Abstiegskonkurrent Werder Bremen vorbeiziehen. Kapitän Jackson Irvine (32) ist sich der Bedeutung bewusst.
„Der Druck ist groß, das kann man nicht wegreden“, sagte Irvine vor dem Spiel. „Es ist ein wichtiges Spiel, auch wenn noch viele folgen.“
Mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) sind zwei wichtige Stammspieler zurück, was die Chancen erhöht.
Auch Trainer Blessin macht einen guten Eindruck, so Irvine: „Er ist ruhig und fokussiert.“
Eine seltene Konstellation: Schiedsrichter Sören Storks (37) wird am Sonntag um 17:30 Uhr das Abstiegsduell zwischen St. Pauli und Werder Bremen leiten. Er hatte bereits das Hinspiel an der Weser gepfiffen, das Bremen mit 1:0 gewann.
St. Pauli hat bessere Erinnerungen an Storks mit Blick auf das 2:1 gegen Heidenheim im November, trotz einer umstrittenen roten Karte gegen Eric Smith (29). Unter seiner Leitung gab es zudem zwei Siege, ein Remis und drei Niederlagen.
Bremen besitzt ebenfalls eine negative Bilanz mit Storks: vier Siege, drei Unentschieden und fünf Niederlagen.
Vor dem direkten Duell erreichte beide Vereine eine traurige Nachricht: Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren verstorben.
Der gebürtige Pole, aufgewachsen in Ostfriesland, spielte von 1960 bis 1972 für Werder Bremen und bestritt über 300 Pflichtspiele. Nach seiner aktiven Karriere trainierte er Werder von 1971 bis 1975.
Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und Haiti betreute Piontek auch den FC St. Pauli in 39 Zweitliga-Spielen.
Weitere Informationen zu seinem Tod finden Sie im Artikel „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainerlegende Sepp Piontek (†85) ist tot“.
1. Bundesliga Tabelle
Die Bedeutung der Tabelle der Bundesliga ist folgende: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) darf in der Relegation um den Klassenerhalt spielen. Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.