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FCSP-Blog: Welche Kiezkicker kämpfen noch um die letzten Tickets für die WM

Hamburg – Der FC St. Pauli benötigt dringend Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Am Sonntag um 17:30 Uhr empfängt der Millerntor-Klub den SC Freiburg.

Vorab wurde bekanntgegeben, welche Spieler in der kommenden Woche um die letzten WM-Startplätze kämpfen werden.

In unserem St.-Pauli-Blog halten wir Euch stets über das Team, mögliche Transfers und alle weiteren Geschehnisse rund um das Millerntor-Stadion auf dem Laufenden.

Drei Profis des FC St. Pauli haben in der nächsten Woche eine besondere Aufgabe vor sich: Sie kämpfen mit ihren Nationalmannschaften um die letzten Tickets für die WM, die im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet.

Unter ihnen ist Eric Smith (29), der nach zahlreichen verletzungsbedingten Absagen für die schwedische Nationalmannschaft berufen wurde. Die Tre Kronor treffen im Play-off-Halbfinale zuerst auf die Ukraine (26. März, 20:45 Uhr). Bei einem Erfolg könnte es zu einem internen Duell unter Kiezkickern kommen.

Denn im anderen Halbfinale steht Arkadiusz Pyrka (23) mit Polen, die auf Albanien treffen (ebenfalls 26. März, 20:45 Uhr).

Der dritte Spieler ist Nikola Vasilj (30), der mit Bosnien-Herzegowina zunächst gegen Wales antritt (26. März, 20:45 Uhr). Der Sieger dieses Duells trifft im Finale auf den Gewinner der Partie zwischen Italien und Nordirland.

Fabian Hürzeler (33) stieg mit dem FC St. Pauli in die Bundesliga auf, inzwischen misst er sich in der Premier League mit den besten Spielern der Welt. Vor wenigen Wochen trat der 33-Jährige mit seinem Team Brighton & Hove Albion gegen Tabellenführer Arsenal London an und verlor knapp mit 0:1. Im Anschluss kritisierte er das Zeitspiel der Gunners.

Daraufhin meldete sich am Dienstagabend Matthias Sammer (58) zu Wort. Vor der Partie Bayer Leverkusen gegen Arsenal äußerte er sich bei Amazon Prime: „Zu Arsenal möchte ich nur sagen: Sie sollen den Ball flachhalten. Im Fußball zählt nur das Gewinnen von Titeln. Wer Titel holt, hat Recht.“

Danach bezog der Experte klar Stellung gegenüber dem Ex-St.-Pauli-Trainer: „Fabi Hürzeler, den ich sehr schätze – bevor man eine Mannschaft kritisiert, sollte man erst einmal drei Titel gewonnen haben und nicht nur mit Pauli aufsteigen. Das gebietet einfach Respekt.“

Wie bekannt wurde, tauschte sich Hürzeler unterdessen erneut mit Arsenal-Coach Mikel Arteta (43) aus und bekräftigte dabei seine Kritik.

Eigentlich arbeitet Hauke Wahl am Millerntor, an der Kollaustraße oder in anderen Bundesliga-Stadien. Am Montag saß der Profi jedoch an der Supermarktkasse – und das aus gutem Grund.

Der gesamte Betrag, den der „Aushilfskassierer“ während seiner Zeit an der Kasse bei EDEKA in der Rindermarkthalle einnahm, wird einem guten Zweck zugeführt. Die Filiale erhöhte die Summe sogar auf insgesamt 10.000 Euro. Das Geld soll an die FC St. Pauli Rabauken gehen und ein Fußballcamp für Kinder aus Familien ermöglichen, die sich die Teilnahme andernfalls nicht leisten könnten.

„Es war schön zu erleben, wie positiv die Kundinnen und Kunden reagierten. Die Arbeit der Rabauken liegt mir sehr am Herzen. Kinder früh für Bewegung, Teamgeist und gesunde Ernährung zu begeistern, ist ungemein wichtig. Wenn ich einen kleinen Beitrag dazu leisten kann, mache ich das gern“, erklärte Wahl zur Aktion.

Wie sehr James Sands (25) für den FC St. Pauli fehlt, zeigte die Niederlage am vergangenen Freitag in Gladbach deutlich. Der US-Amerikaner war an allen Ecken und Enden vermisst. Die Nachricht über seine schwere Verletzung löste bei den Teamkollegen Entsetzen aus.

„Für mich war das ein Schock. Sein Ausfall schmerzt sehr“, berichtete Hauke Wahl (31). „Er war eine absolute Stütze, besonders in seinen starken Phasen. Im Zweikampf hatte er enorme Power.“

Die Verletzung trifft Sands doppelt hart: Sein Leihvertrag endet am Saisonende, sodass er vermutlich kein weiteres Spiel für die Kiezkicker bestreiten wird. Zudem verpasst er die WM im eigenen Land, für die er noch Hoffnungen hatte.

„Eine WM im eigenen Land – ich kann mir das kaum vorstellen, weil ich viel zu weit weg bin – doch für ihn war es ein großer Traum, dabei zu sein. Er hätte es mehr als verdient“, gab Wahl zu. „Es tut uns weh, aber menschlich gesehen ist es für ihn eine bittere Enttäuschung, nicht bei der WM dabei zu sein. Als Mannschaft ist es nun auch unsere Aufgabe, ihn wieder aufzurichten.“

Ist das ein gutes Omen? Daniel Schlager (36) wird am Freitagabend (20:30 Uhr) das Abstiegsduell zwischen dem FC St. Pauli und Borussia Mönchengladbach leiten. Unter seiner Leitung weist der FCSP eine positive Bilanz auf.

Bislang hat der gelernte Bankkaufmann sieben Spiele von St. Pauli gepfiffen, von denen vier gewonnen wurden, nur eines ging verloren. Zuletzt war Schlager in der zweiten Runde des DFB-Pokals bei den Boys in Brown im Einsatz, die sich im Elfmeterschießen gegen Hoffenheim durchsetzten.

Die Borussia hat unter Schlager eine eher negative Statistik: In 13 Spielen gewann sie nur drei, verlor vier. In dieser Saison leitete er das torlose Unentschieden der Fohlen am sechsten Spieltag gegen den SC Freiburg.

In dieser Saison trafen der FC St. Pauli und Borussia Mönchengladbach bereits zweimal aufeinander – mit wechselndem Ausgang. Besonders auffällig war Haris Tabakovic (31), der drei der fünf Tore für Gladbach erzielte.

„Er ist einer ihrer Schlüsselspieler und ein starker Stürmer“, urteilte St. Paulis Kapitän Jackson Irvine (33) vor dem dritten Aufeinandertreffen am Freitagabend. Generell bescheinigte er der Borussia hohe individuelle Qualität. „Wir haben aber auch schon gezeigt, dass wir sie schlagen können“, spielte er auf den Pokalerfolg an.

Am Freitag wollen die Kiezkicker erneut gewinnen. „Wenn wir defensiv so stabil sind wie gegen Frankfurt und mit dem Ball so sicher wie gegen Hoffenheim, haben wir gute Chancen“, erklärte er. „Und wir müssen mehr Laufbereitschaft und Einsatz zeigen als der Gegner.“

Vor allem die defensive Stabilität, die St. Pauli zuletzt auszeichnete, steht im Fokus. „Dann wissen wir, dass wir die Qualität besitzen, um Spiele zu gewinnen.“ Ein Dreier am Freitagabend im Abstiegskampf wäre von großer Bedeutung.

Sehr schlechte Nachrichten für die Kiezkicker vor dem Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach: James Sands (25) wird bis zum Saisonende fehlen. Der US-Amerikaner zog sich in der Partie gegen Eintracht Frankfurt eine Verletzung zu.

Wie der Verein am Freitag mitteilte, muss sich der Mittelfeldspieler aufgrund einer Verletzung am linken Sprunggelenk operieren lassen und fällt mehrere Monate aus.

Damit steht fest: Sands wird wohl kein weiteres Spiel für St. Pauli bestreiten, da sein Leihvertrag am Saisonende endet. Zudem sinken seine Chancen auf eine Teilnahme an der Heim-WM gegen Null.

„Er bleibt dran, wir stehen in engem Austausch“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52) und fügte hinzu: „Martijn brennt darauf, wieder einzusteigen und versucht, das umzusetzen, was wir besprechen.“

Eigentlich wäre Kaars gegen Frankfurt eingewechselt worden, gab der 52-Jährige zu, doch verletzungsbedingte Wechsel verhinderten dies. „Er lässt sich nicht hängen und gibt weiterhin Vollgas.“

Blessin weiß genau, woran es bei seinem Stürmer hapert: „Wir müssen ihm helfen, in die Positionen zu kommen, in denen er seine Stärken ausspielen kann.“ Vor allem fordert er mehr Körperlichkeit vom Niederländer.

Großartige Neuigkeiten! Aufstiegsheld Marcel Hartel (30) ist zum zweiten Mal Vater geworden, wie er auf seinem Instagram-Profil mitteilte. Das Mädchen, dessen Name nicht bekannt ist, wurde bereits am 3. März geboren.

Für die Geburt verzichtete Hartel auf ein Spiel bei seinem aktuellen Verein St. Louis FC. Sportlich läuft es derweil noch nicht optimal: Aus drei Spielen holte das Team nur einen Punkt, die Play-offs sind somit frühzeitig in Gefahr.

Wie wichtig Jackson Irvine (33) für den FC St. Pauli ist, belegt eine Statistik: Jedes Spiel, in dem der Australier über die komplette Spielzeit auf dem Platz stand, verlor St. Pauli nicht. Auch Trainer Alexander Blessin (52) lobte ihn in höchsten Tönen.

„Er ist enorm wichtig und mein verlängerter Arm auf dem Feld“, erklärte er. „Er ist Sprachrohr, Taktgeber und beruhigt die Mannschaft, wenn es hektisch wird.“

Dabei hilft Irvine seine Erfahrung aus über 430 Vereinsspielen und 79 Länderspielen für Australien. „Seine Präsenz ist für Mannschaft und Trainer essenziell“, betonte Blessin.

Eric Smith (29) ist kürzlich Vater geworden, ein weiterer Spieler wird bald erneut Papa: Verteidiger Adam Dzwigala (30) gab am Donnerstag bekannt, dass seine Frau Kiki erneut schwanger ist.

Das Paar hat bereits zwei Kinder und scherzte auf Instagram, dass sie demnächst „in Unterzahl“ sein werden. Einen genauen Termin nannten sie nicht, bisher haben sie eine Tochter und einen Sohn.

Das Lazarett lichtet sich allmählich! Für das Spiel am Freitagabend gegen Borussia Mönchengladbach kann der FC St. Pauli voraussichtlich wieder auf Mathias Rasmussen (28) und Andréas Hountondji (23) zurückgreifen. „Beide werden im Kader stehen“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52).

Besonders die Rückkehr von Hountondji weckt Hoffnungen. „Seine Dynamik und Schnelligkeit sind ein großer Trumpf. Im Training war er sehr hungrig“, sagte Blessin, der einen Einsatz von etwa 15 Minuten plant.

Ob Abwehrspieler David Nemeth (24) mit nach Gladbach fährt, ist noch nicht sicher. Sicher ist jedoch, dass er am Sonntag bei der U23 Spielpraxis sammeln soll.

Definitiv fehlen werden Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) nach ihren Verletzungen im Spiel gegen Frankfurt. „Bei Manos dachte ich zunächst, alles sei in Ordnung, aber es sieht eigentlich ganz gut aus. Es besteht Hoffnung, dass er nächste Woche wieder fit ist“, blickte der Trainer voraus. Bei Sands müsse man noch abwarten.

Schlechte Nachrichten vom FC St. Pauli: Am Dienstagmittag gab der Klub bekannt, dass Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) vorerst ausfallen. Beide hatten sich im Spiel gegen Eintracht Frankfurt verletzt.

Saliakas zog sich kurz nach der Halbzeitpause bei einem Sprint eine „leichte strukturelle Verletzung am rechten Oberschenkel“ zu. Er wird somit in Gladbach fehlen, für das nächste Heimspiel gegen den SC Freiburg in zwei Wochen besteht noch die Hoffnung auf sein Comeback.

Für Sands sieht es etwas schlechter aus: Er musste nach einem Foul ausgewechselt werden und wurde mit einer „Verletzung am Bandapparat des linken Sprunggelenks“ diagnostiziert. Wie lange er ausfällt, ist noch unklar.

St. Paulis Verteidiger Hauke Wahl (31) hatte seinen Gegenspieler Jonathan Burkardt (25) beim 0:0 gut im Griff. Nach dem Spiel fand der Eintracht-Stürmer lobende Worte.

„Es ist sehr unangenehm, gegen ihn zu spielen“, sagte Burkardt am DAZN-Mikrofon und nannte mehrere Gründe: „Er ist stets präsent, immer im Rücken und körperlich stark. Er hat mich sehr gut kontrolliert.“

Das Kompliment gab Wahl umgehend zurück: „Jonathan ist ein unglaublicher Stürmer, vermutlich einer der besten deutschen Angreifer. Ehrlich gesagt hasse ich es, gegen ihn zu spielen.“

Nikola Vasilj (30) erlebte beim torlosen Remis gegen Eintracht Frankfurt einen relativ ruhigen Nachmittag. „Ich hatte nicht viel zu tun, aber das ist der Verdienst der gesamten Mannschaft, die defensiv großartig gearbeitet hat“, lobte der St.-Pauli-Keeper seine Vorderleute. Und wenn Vasilj gefordert war, war er da.

Am Freitag wartet mit dem Spiel in Gladbach ein weiterer Abstiegskracher. „Wir müssen unser zuletzt hohes Niveau halten. Das Spiel gegen den direkten Konkurrenten Borussia Mönchengladbach ist enorm wichtig. Sie sind nur einen Punkt entfernt. Seit Jahresbeginn ist für uns jedes Spiel ein Finale“, machte er klar.

Vasilj könnte mit einem weiteren Zu-Null-Spiel einen neuen Rekord aufstellen. Aktuell steht er bei 208 Minuten ohne Gegentor, sein Bestwert liegt bei 287 Minuten.

Sie stehen kurz vor ihrem Comeback! Stürmer Andréas Hountondji (23) und Abwehrspieler David Nemeth (24) sind beim FC St. Pauli wieder regelmäßig im Training und könnten bald wieder Spielzeit erhalten.

„Andréas hat jetzt noch eine Woche, das tut ihm gut, auch wenn es nur eine kurze Woche ist. Im Training zeigte er bereits gute Aktionen“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52). Einen Kurzeinsatz am Freitag in Gladbach schloss er nicht aus, das Comeback steht kurz bevor.

Ähnliches gilt für Nemeth, der zunächst Spielpraxis bei der abstiegsbedrohten U23 in der Regionalliga sammeln soll. „Wir werden sehen, wie die Woche verläuft, dann macht es Sinn, ihn zu spielen“, so Blessin.

Die Situation sah nicht gut aus! Nach dem torlosen Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt bangt der FC St. Pauli um zwei Spieler.

Kurz nach der Halbzeit musste Manolis Saliakas (29) das Feld verlassen, nachdem er sich bei einem Sprint am Oberschenkel verletzt hatte. „Ich fühle mich nicht gut. Wir müssen abwarten, was genau passiert ist. Beim Sprint spürte ich plötzlich etwas im Oberschenkel“, berichtete er nach dem Spiel.

Trainer Alexander Blessin sagte dazu: „Das sah nicht gut aus, ich vermute eine strukturelle Verletzung.“ Das würde bedeuten, dass Saliakas mehrere Wochen ausfallen wird.

Bei James Sands sieht es etwas besser aus. „Er ist nur umgeknickt, aber wir müssen abwarten, was genau los ist“, sagte Blessin zurückhaltend. Sands musste nach Spielende gestützt in die Kabine gehen.

Ein schlechtes Omen? Felix Zwayer (44) wird am Sonntag das Heimspiel des FC St. Pauli gegen Eintracht Frankfurt leiten. Die Kiezkicker verbinden damit keine guten Erinnerungen.

Zwayer leitete bisher 25 Spiele der Braun-Weißen, von denen acht gewonnen wurden, neun endeten mit einer Niederlage. Die letzten drei Partien unter seiner Leitung verlor St. Pauli, zuletzt im November bei der 1:3-Niederlage gegen Bayern München.

Bei Frankfurt sieht die Bilanz anders aus: Zwayer pfiff 44 Spiele für die Eintracht, die zweitmeisten seiner Karriere. Von diesen gewann die SGE 18, verlor 15. In dieser Saison war er für Frankfurt noch nicht im Einsatz.

Der FC St. Pauli muss am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt auf mehrere Spieler verzichten. Neben David Nemeth (24) stehen Trainer Alexander Blessin (52) drei weitere Profis nicht zur Verfügung.

„Mathias Rasmussen (28) wird erneut ausfallen, er konnte diese Woche nur laufen“, erklärte Blessin. „Karol Mets (32) wird auch diese und nächste Woche noch nicht spielen.“

Fehlen wird ebenso Andréas Hountondji (23), obwohl es bei ihm deutlich besser aussieht. „Die Tests liefen gut, wir konnten ihn gut belasten. Er hat keine Schmerzen und wir haben ein gutes Gefühl. Ich bin zuversichtlich, dass wir ihn bald wieder einsetzen können“, so Blessin.

Mit dabei gegen Frankfurt ist erneut Tomoya Ando (27), der im letzten Spiel gegen Hoffenheim noch fehlte.

Eric Smith (29) fehlte in den vergangenen Tagen beim FC St. Pauli im Training. Nun ist der Grund bekannt.

Der Schwede teilte am Freitagnachmittag auf Instagram mit, dass er zum zweiten Mal Vater geworden ist. Somit dürfte er am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt wieder im Kader stehen.

FCSP-Fans aufgepasst: Die DFL hat am Donnerstag die Spieltage 28 bis 30 der Bundesliga terminlich festgelegt. St. Pauli spielt dabei jeweils einmal freitags, samstags und sonntags.

Die Termine im Überblick:

Sonntag, 5. April (15:30 Uhr): 1. FC Union Berlin vs. FC St. Pauli

Samstag, 11. April (18:30 Uhr): FC St. Pauli vs. FC Bayern München

Freitag, 17. April (20:30 Uhr): FC St. Pauli vs. 1. FC Köln

Schlechte Nachrichten für den FC St. Pauli! Der Klub muss vorerst auf Karol Mets (33) verzichten. Der Abwehrspieler zog sich beim Auswärtssieg in Hoffenheim eine Verletzung an der linken Wade zu und fällt auf unbestimmte Zeit aus.

Besonders bitter: Mets hatte sich nach hartnäckigen Patellasehnenproblemen erst zu Saisonbeginn wieder zurückgekämpft und Mitte Oktober sein Comeback gefeiert.

Dem Trainer Alexander Blessin (52) stehen jedoch Alternativen zur Verfügung. Neben Lars Ritzka (27), der Mets bereits in der zweiten Halbzeit ersetzte, können auch Adam Dzwigala (30) oder Tomoya Ando (27) in der Abwehr aushelfen.

Mit zwei aufeinanderfolgenden Siegen hat sich der FC St. Pauli im Abstiegskampf etwas Luft verschafft und kletterte auf Rang 15. Am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt soll der Schwung mitgenommen werden. Doch wann war der Klub zuletzt so erfolgreich?

Die letzte Serie von drei Siegen in Folge gab es in der Saison 2010/11. Die Triumphe gegen Köln, den HSV und Gladbach halfen dem Team damals jedoch nicht, den Abstieg zu vermeiden.

Den längsten Siegeslauf feierte St. Pauli in der Saison 1989/90 mit vier Erfolgen am Stück – gegen Borussia Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg. Das war die Basis für einen zehnten Tabellenplatz am Saisonende.

Eine Spielzeit zuvor blieb St. Pauli elf Partien in Folge ungeschlagen, mit drei Siegen und acht Unentschieden.

Philipp Treu (25) hat mit dem FC St. Pauli zwei Meilensteine erreicht: den Aufstieg in die Bundesliga und in der Folgesaison den Klassenerhalt. Dennoch wechselte er im Sommer zurück zum SC Freiburg. Im Interview mit transfermarkt.de erklärte der 25-Jährige seine Beweggründe.

„Nach dem erfolgreichen Zweitliga-Jahr und der stabilen ersten Bundesliga-Saison war für mich klar: Der nächste Schritt muss folgen“, sagte Treu. „Ich habe auch darüber nachgedacht, bei St. Pauli zu bleiben, wollte aber zu einem größeren Bundesliga-Klub, der auch international spielt.“

Den Wechsel zum FC St. Pauli bereut er keineswegs: „Ich habe mich bewusst für St. Pauli entschieden. Der Sprung von der dritten Liga in die erste Liga und ins internationale Geschäft war für mich zu groß. Daher bin ich zu einem sehr ambitionierten Zweitligisten gegangen. So, wie es gelaufen ist, war es perfekt. Vom Aufstieg mit St. Pauli kann ich später meinen Kindern erzählen. Und wir haben auch die Klasse gehalten – das war etwas ganz Besonderes.“

Mittlerweile hat sich Treu beim SC Freiburg einen Stammplatz erkämpft und dürfte sich besonders auf das Spiel am 22. März am Millerntor freuen.

Nach dem Sieg gegen Werder Bremen in der letzten Woche wollte der FC St. Pauli auch bei der TSG Hoffenheim nachlegen – und das gelang eindrucksvoll.

„Ich bin sehr erleichtert. Es war enorm wichtig, den ersten Auswärtssieg außerhalb Hamburgs einzufahren, gerade in unserer Situation“, sagte Abwehrspieler Hauke Wahl (31).

Mit dem Sieg zeigte St. Pauli erneut, dass sie auch gegen die Topteams der Liga mithalten können – schließlich ist Hoffenheim Tabellendritter und hatte zuvor acht Heimspiele in Folge gewonnen.

In der ersten Hälfte hatte St. Pauli einige schwierige Momente, kam jedoch immer wieder gefährlich vor das Tor. „Wir konnten ihnen immer wieder wehtun. Das 1:0 kurz vor der Pause war extrem wichtig“, so Wahl.

In der zweiten Hälfte ging es vor allem ums Überleben, gestand er. „Und das haben wir heute nicht schlecht gemacht.“

Ein gutes Omen? Deniz Aytekin (47) wird das Spiel des FC St. Pauli am Samstag bei der TSG Hoffenheim leiten. Unter ihm hat der FCSP eine respektable Bilanz.

Aytekin pfiff bisher insgesamt 17 Partien der Braun-Weißen, von denen zehn gewonnen wurden und nur drei verloren. Die letzten fünf Begegnungen unter seiner Leitung gewann St. Pauli in Folge und ist seit neun Spielen mit ihm ungeschlagen.

Auch Hoffenheim hat bei Aytekin eine positive Bilanz vorzuweisen: 14 Siege stehen 12 Niederlagen und 11 Unentschieden gegenüber.

Beide Teams leitete er zuletzt in der Saison 2023/24. St. Pauli verbindet damit gute Erinnerungen, denn im letzten Saisonspiel bei Wehen Wiesbaden sicherte sich der Klub damit die Meisterschaft in der 2. Bundesliga.

Am Samstag (15:30 Uhr) tritt der FC St. Pauli bei der TSG 1899 Hoffenheim an. Auf die Verteidiger Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) wartet viel Arbeit, denn der Tabellendritte verfügt über die zweitbeste Offensive der Liga.

„Sie haben viel Qualität und die richtigen Spieler für ihre Positionen gefunden“, erklärte Mets. „Hoffenheim ist eine starke Mannschaft, die das Spiel kontrollieren will.“

Dass sie das können, zeigte die TSG im Hinspiel am Millerntor mit einem 3:0-Erfolg, bei dem St. Pauli kaum Chancen hatte. „Sie haben viel richtig gemacht“, räumte Wahl ein. Im DFB-Pokal drehte St. Pauli allerdings den Spieß um. „Auch da hat Hoffenheim wenig falsch gemacht, aber das Spiel kippte zu unseren Gunsten.“

Aus seiner Sicht befindet sich Hoffenheim, das die letzten acht Heimspiele gewann, in einem Flow. „Sie haben viel Selbstvertrauen und aus dem Vorjahr die richtigen Schlüsse gezogen“, erklärte Wahl. „Die Mannschaft ist komplett anders. Über die individuelle Qualität brauchen wir nicht zu sprechen.“

Dass St. Pauli Hoffenheim schlagen kann, bewies das Team im Pokal – eine Wiederholung am Samstag wird allerdings sehr schwer.

Taichi Hara (26) kam bislang erst in zwei Spielen auf insgesamt 22 Minuten Einsatzzeit. Trainer Alexander Blessin (52) erklärte nun, wie der Plan mit dem japanischen Stürmer aussieht.

„Wir wollten ihm mehr Spielzeit geben, aber im letzten Spiel passte es einfach nicht, ich hatte kein gutes Gefühl“, erläuterte er. Im Training zeige Hara jedoch Einsatz. „Da war er sehr engagiert, hatte gute Momente und ist vielleicht bald wieder eine Option für Einsätze.“

Ein Platz in der Startelf ist allerdings noch zu früh. „Aber für die letzten 20 Minuten ist er definitiv eine Option.“

Martijn Kaars (26) hat es bislang schwer. Für die Rekordsumme von vier Millionen Euro verpflichtete der FC St. Pauli den Angreifer, der in der 2. Bundesliga 19 Tore erzielt hatte. Bislang gelangen ihm in 24 Pflichtspielen fünf Treffer und eine Vorlage.

„Ich bewerte ihn nicht nur nach Toren, sondern danach, wie er der Mannschaft hilft“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52), der zuletzt mehrere Gespräche mit Kaars führte und Videoanalysen durchführte.

Das Hauptproblem ist offensichtlich: „Er sagt selbst, dass man sich als Stürmer an Toren oder Torchancen misst. Da hatte er zuletzt zu wenige. Wenn man nicht oft in solche Situationen kommt, fängt man an zu zögern.“

Seine Mitspieler konnten Kaars noch nicht optimal in Szene setzen, obwohl er Qualitäten besitzt, so Blessin: „Seine Stärke ist der Strafraum. Wenn er den Ball dort bekommt, muss er die Chancen auch bekommen.“

Blessin ist überzeugt, dass Kaars mit weiter harter Arbeit bald wieder „glücklicher“ bei Interviews aussehen und über seine Tore sprechen wird.

Positive Nachrichten vom Trainingsplatz: Nach David Nemeth (24) ist nun auch Andréas Hountondji (23) wieder auf dem Rasen zurück. „Er war draußen und machte Laufeinheiten“, bestätigte Trainer Blessin (52).

Der Angreifer war lange Zeit individuell von der Mannschaft getrennt und trainierte allein. Nun ist er zurück. „Es geht jetzt um die weiteren Schritte der Heranführung. Das waren die ersten Schritte, bald hoffen wir auf mehr“, erklärte Blessin.

Nemeth ist schon einen Schritt weiter: „Wir wollen die Intensität langsam steigern und ihn bei der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln lassen“, so der FCSP-Coach.

Zudem wird Connor Metcalfe (26) bald wieder im Kader stehen. Der Mittelfeldspieler trainiert bereits seit zwei Wochen komplett mit. „Er kann der Mannschaft viel geben, ich freue mich, ihn auf der Bank zu haben.“

Der Sieg gegen Werder Bremen war nicht nur wichtig, sondern auch historisch: Das 2:1 war der 50. Heimsieg des FC St. Pauli in der Bundesliga.

Bislang hatten die Kiezkicker gegen Werder erst zwei Pflichtspiele gewonnen: das erste Bundesliga-Duell 1977/78 (3:1) und das legendäre Pokalspiel im Januar 2006, als St. Pauli als Drittligist Bremen überraschend ausschaltete (3:1).

Die Bilanz wurde damit leicht verbessert, steht aber weiterhin bei drei Siegen, fünf Remis und 13 Niederlagen.

Die Erleichterung nach dem 2:1-Sieg war groß und wurde gebührend gefeiert.

„Ich werde mir ein oder zwei Bier gönnen“, verriet Abwehrspieler Karol Mets (32). „Es war ein hartes Spiel, aber der Sieg war verdient.“

Zu Beginn agierten die Kiezkicker, aus Sicht des Esten, zu nachlässig und verloren zu viele Bälle. Nach der Pause änderte sich das. „Wir hatten viele gute Momente und Chancen. Das erste Tor fiel etwas glücklich, aber Glück muss man sich auch erarbeiten“, ergänzte Mets. Am Ende setzte sich St. Pauli mit 2:1 durch und zog an Bremen auf den Relegationsplatz vorbei.

Für James Sands (25) war die Rolle am Sonntag ungewohnt: Zum ersten Mal in dieser Saison saß der US-Amerikaner auf der Bank, zuvor stand er bis auf einen verletzungsbedingten Ausfall stets in der Startelf.

Trainer Alexander Blessin (52) erklärte seine Entscheidung nach dem Spiel: „Es hat auch mit Frische zu tun.“ Zudem kehrte mit Eric Smith (29) eine hochkarätige Alternative zurück.

Es fiel ihm jedoch nicht leicht: „James bringt viel Qualität im Zweikampf, ist unauffällig, aber sehr wichtig. Es tut weh, wenn man so viel Qualität auf der Bank lässt.“

In den kommenden Spielen könnte es öfter so kommen, da mit Smith und Kapitän Jackson Irvine (32) zwei Führungsspieler auf seiner Position spielen.

Mit einem Sieg könnte der FC St. Pauli im Abstiegskampf an Werder Bremen vorbeiziehen. Die Bedeutung dieser Partie ist dem Kapitän Jackson Irvine (32) bewusst.

„Der Druck ist groß, das kann man nicht leugnen“, sagte der Australier vor dem Spiel am DAZN-Mikrofon. „Es ist ein wichtiges Spiel, auch wenn noch viele weitere folgen.“

Er weiß, dass mit einem Sieg ein großer Schritt gemacht werden kann. Zudem sind mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) zwei wichtige Stammspieler zurück.

Auch Trainer Alexander Blessin (52) macht einen guten Eindruck, so Irvine: „Er ist ruhig und fokussiert.“

Am Sonntag (17:30 Uhr) wird Sören Storks (37) das Abstiegsspiel zwischen dem FC St. Pauli und Werder Bremen leiten. Der gelernte Zimmermeister pfiff bereits das Hinspiel an der Weser, das Bremen mit 1:0 gewann.

Bessere Erinnerungen hat St. Pauli an Storks mit Blick auf die Partie im November gegen Heidenheim. Dieses Spiel gewann der Klub mit 2:1, obwohl es eine umstrittene Rote Karte gegen Eric Smith (29) gab. Unter seiner Leitung gab es zudem zwei weitere Siege, ein Remis und drei Niederlagen.

Bremen hat unter Storks ebenfalls eine negative Bilanz: vier Siege, drei Unentschieden und fünf Niederlagen.

Vor dem direkten Duell zwischen FC St. Pauli und Werder Bremen erreichte beide Vereine eine traurige Nachricht: Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren verstorben.

Der gebürtige Pole, der in Ostfriesland aufwuchs, spielte von 1960 bis 1972 für Werder Bremen und absolvierte mehr als 300 Pflichtspiele für die Grün-Weißen. Nach seiner aktiven Zeit wurde er Trainer bei Werder (1971–1975).

Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und auf Haiti übernahm Piontek St. Pauli und betreute die Kiezkicker in 39 Zweitliga-Spielen.

Weitere Details zum Tod von Piontek findet Ihr im Artikel „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.

Bundesliga-Tabelle

Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende ist Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Position 16) spielt in der Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga um den Klassenerhalt.