FCSP-Blog: Hauke Wahl zeigt sich tief bewegt nach James Sands’ Verletzung – „Ein echter Schock“
Hamburg – Für den FC St. Pauli bedeutete die 0:2-Pleite bei Borussia Mönchengladbach einen herben Rückschlag im Abstiegskampf. Besonders die Umstände des Spiels warfen viele Fragen auf.
Im Anschluss reagierte Hauke Wahl sehr emotional.
In unserem St.-Pauli-Blog erfahrt Ihr alle Neuigkeiten rund um die Mannschaft, potenzielle Transfers und weitere Themen vom Millerntor.
Wie groß die Bedeutung von James Sands (25) für die Kiezkicker ist, wurde beim Spiel in Gladbach deutlich: Ohne den US-Amerikaner fehlte dem Team an entscheidenden Stellen die Präsenz. Die Nachricht von seiner schweren Verletzung erschütterte die Mitspieler zutiefst.
„Das war für mich ein großer Schock. Sein Ausfall trifft uns sehr hart“, berichtete Hauke Wahl (31). „Er ist ein absoluter Stabilitätsfaktor, vor allem in den starken Phasen, die er auch hatte. Seine Zweikampfstärke war enorm.“
Für Sands ist die Verletzung doppelt bitter: Da sein Leihvertrag zum Saisonende endet, wird er vermutlich kein weiteres Mal für die Kiezkicker auflaufen. Zudem verpasst er die Heim-WM, für die er noch Hoffnungen hegte.
„Eine WM im eigenen Land – selbst wenn ich mir das kaum vorstellen kann, weil ich zu weit entfernt bin – war für ihn ein großer Traum. Er hätte es sich wirklich verdient“, gestand Wahl. „Es schmerzt uns sehr, aber menschlich betrachtet ist es für ihn eine heftige Enttäuschung, nicht dabei zu sein. Als Team liegt es an uns, ihn jetzt aufzufangen.“
Gibt es ein gutes Omen? Daniel Schlager (36) wird am Freitag um 20:30 Uhr das Abstiegsduell von St. Pauli bei Borussia Mönchengladbach pfeifen. Unter ihm hat der FCSP eine positive Bilanz.
Bisher hat der ausgebildete Bankkaufmann sieben Begegnungen mit St. Pauli geleitet, von denen vier gewonnen und nur eine verloren wurde. Zuletzt war Schlager in der zweiten DFB-Pokalrunde bei den Braun-Weißen im Einsatz, als sie sich im Elfmeterschießen gegen Hoffenheim durchsetzten.
Für Gladbach fällt die Bilanz unter Schlager eher negativ aus: Von 13 Spielen gewannen sie nur drei, verloren aber vier. In dieser Saison leitete er am sechsten Spieltag das torlose Unentschieden der Fohlen gegen Freiburg.
In dieser Saison standen sich St. Pauli und Borussia Mönchengladbach bereits zweimal gegenüber, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Besonders Haris Tabakovic (31) stach hervor und erzielte drei der fünf Tore für die Fohlen.
„Er ist einer ihrer Schlüsselspieler und ein sehr guter Stürmer“, meinte St.-Pauli-Kapitän Jackson Irvine (33) vor dem dritten Aufeinandertreffen am Freitag. Insgesamt sprach er der Borussia eine hohe individuelle Qualität zu. „Aber wir haben auch schon gezeigt, dass wir sie besiegen können“, spielte er auf den Pokalsieg an.
Am Freitag wollen die Kiezkicker erneut einen Sieg einfahren. „Wenn wir defensiv so stabil auftreten wie gegen Frankfurt und mit dem Ball so agieren wie gegen Hoffenheim, dann sind unsere Chancen gut“, sagte er. „Außerdem müssen wir mehr laufen und kämpfen als der Gegner.“
Im Fokus steht vor allem die defensive Sicherheit, die St. Pauli in den vergangenen Spielen ausgezeichnet hat. „Dann wissen wir, dass wir die nötige Qualität besitzen, um Spiele zu gewinnen.“ Ein Dreier im Abstiegskampf am Freitagabend wäre von großer Bedeutung.
Traurige Nachrichten für die Kiezkicker vor dem Auswärtsspiel in Gladbach: James Sands (25) fällt bis zum Saisonende aus. Der US-Amerikaner hatte sich im Spiel gegen Eintracht Frankfurt bei einem Foul verletzt.
Der Verein informierte am Freitag, dass sich der Mittelfeldspieler einer Operation am linken Sprunggelenk unterziehen muss und deshalb mehrere Monate ausfällt.
Somit steht fest, dass Sands wegen seines auslaufenden Leihvertrags wohl kein weiteres Spiel für St. Pauli bestreiten wird. Auch seine Chancen auf eine Teilnahme an der Heim-WM sind auf nahezu null gesunken.
„Er bleibt dran, wir stehen in engem Kontakt“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52). „Martijn brennt darauf, wieder zu spielen und setzt um, was wir besprechen.“
Normalerweise wäre Kaars wohl auch gegen Frankfurt eingewechselt worden, sagte Blessin, doch verletzungsbedingte Wechsel verhinderten dies. „Er lässt den Kopf nicht hängen und arbeitet weiter hart“, betonte der Coach.
Blessin gab auch zu, dass sein Stürmer noch Unterstützung brauche: „Wir müssen ihm helfen, in Positionen zu kommen, in denen er seine Stärken ausspielen kann.“ Vor allem forderte er vom Niederländer mehr Körperlichkeit.
Großartige Neuigkeiten! Aufstiegsheld Marcel Hartel (30) ist zum zweiten Mal Vater geworden, wie er auf Instagram mitteilte. Das Mädchen, dessen Name nicht veröffentlicht wurde, erblickte bereits am 3. März das Licht der Welt.
Für die Geburt verzichtete Hartel auf ein Spiel bei seinem aktuellen Club St. Louis FC. Sportlich läuft es für das Team bisher nicht optimal: Aus drei Partien holten sie lediglich einen Punkt, die Playoffs sind somit frühzeitig in Gefahr.
Wie wichtig Jackson Irvine (33) für den FC St. Pauli ist, verdeutlicht eine Statistik: Immer wenn der Australier die vollen 90 Minuten auf dem Platz stand, gingen die Kiezkicker als Sieger vom Feld. Auch Trainer Blessin (52) lobte ihn in höchsten Tönen.
„Er ist unglaublich wichtig und mein verlängerter Arm auf dem Platz“, erklärte Blessin. „Er ist Sprachrohr und Taktgeber, der die Mannschaft beruhigt, wenn es hektisch wird.“
Seine Erfahrung aus über 430 Vereins- sowie 79 Länderspielen für Australien ist dabei von unschätzbarem Wert. „Seine Präsenz ist essenziell – für die Mannschaft und für mich als Trainer ein Fixpunkt“, so Blessin.
Eric Smith (29) wurde kürzlich Vater, ein weiterer Spieler wird bald erneut Papa. Am Donnerstag kündigte Abwehrspieler Adam Dzwigala (30) die erneute Schwangerschaft seiner Frau Kiki an.
Das Paar hat bereits zwei Kinder und scherzte auf Instagram, dass sie bald „in Unterzahl“ seien. Wann genau das Baby kommt, wurde nicht verraten. Bisher haben sie eine Tochter und einen Sohn.
Das Lazarett lichtet sich etwas: Am Freitagabend kann St. Pauli bei Borussia Mönchengladbach wieder auf Mathias Rasmussen (28) und Andréas Hountondji (23) zurückgreifen. „Beide werden im Kader stehen“, stellte Trainer Blessin klar.
Besonders die Rückkehr von Hountondji macht Hoffnung. „Seine Dynamik und Schnelligkeit sind ein großer Gewinn. Im Training war er richtig engagiert“, berichtete Blessin, der mit einem etwa 15-minütigen Einsatz des Stürmers plant.
Ob Abwehrspieler David Nemeth (24) mit nach Gladbach reist, ist noch offen. Fest steht, dass er am Sonntag bei der U23 Spielpraxis sammeln soll.
Definitiv fehlen werden Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) aufgrund ihrer Verletzungen aus dem Frankfurt-Spiel. „Bei Manos dachte ich zuerst, dass alles in Ordnung sei, aber es sieht insgesamt ganz gut aus. Es besteht eine kleine Hoffnung, dass er nächste Woche wieder einsatzbereit ist“, blickte Blessin voraus. Bei Sands müsse man hingegen abwarten.
Schlechte Nachrichten für St. Pauli: Wie der Verein am Dienstagmittag mitteilte, fallen Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) vorerst aus. Beide hatten sich gegen Eintracht Frankfurt verletzt.
Saliakas zog sich kurz nach Wiederanpfiff bei einem Sprint eine „leichte strukturelle Verletzung im rechten Oberschenkel“ zu und wird somit in Gladbach fehlen. Für das nächste Heimspiel gegen Freiburg in zwei Wochen besteht noch Hoffnung auf eine Rückkehr.
Bei Sands sieht es etwas schlechter aus. Er musste nach einem Foul ausgewechselt werden. Die Diagnose lautet „Verletzung am Bandapparat des linken Sprunggelenks“. Wie lange er ausfällt, ist noch nicht klar.
St. Paulis Verteidiger Hauke Wahl (31) hatte im 0:0 gegen Frankfurt Gegenspieler Jonathan Burkardt (25) voll im Griff. Nach dem Spiel lobte der Eintracht-Stürmer ihn in den höchsten Tönen.
„Gegen ihn zu spielen ist richtig unangenehm“, sagte Burkardt bei DAZN und nannte mehrere Gründe: „Er ist ständig am Drücker, immer auf den Beinen und körperlich sehr stark. Er hat mich gut kontrolliert.“
Wahl revanchierte sich mit Anerkennung: „Er ist ein unglaublicher Stürmer. Wahrscheinlich einer der besten deutschen Angreifer. Ehrlich gesagt hasse ich es, gegen ihn zu spielen.“
Nikola Vasilj (30) erlebte beim 0:0 gegen Eintracht Frankfurt einen ruhigen Nachmittag. „Ich hatte kaum Arbeit, aber das ist ein Verdienst der ganzen Mannschaft, die defensiv hervorragend gearbeitet hat“, lobte der St.-Pauli-Keeper. Und wenn er gefordert war, war er zur Stelle.
Am Freitag wartet mit Gladbach das nächste wichtige Spiel im Abstiegskampf. „Wir müssen das zuletzt gezeigte hohe Niveau halten. Das Spiel gegen den direkten Konkurrenten ist sehr bedeutsam. Sie sind nur einen Punkt entfernt. Seit Jahresbeginn ist eigentlich jedes Spiel ein Endspiel für uns“, stellte er klar.
Vasilj kann mit einem weiteren Zu-Null-Spiel einen neuen Rekord aufstellen. Aktuell liegt er bei 208 Minuten ohne Gegentor; sein Bestwert beträgt 287 Minuten.
Rückkehrer in Sicht! Stürmer Andréas Hountondji (23) und Verteidiger David Nemeth (24) sind beim FC St. Pauli wieder im Training aktiv und könnten bald wieder Spielzeit erhalten.
„Andréas hat noch eine Woche, die ihm gut tut – auch wenn es nur eine kurze ist. Im Training zeigte er schon gute Aktionen“, berichtete Blessin. Einen Kurzeinsatz am Freitag in Gladbach schloss er nicht aus, eine Rückkehr steht kurz bevor.
Ähnlich ist die Situation bei Nemeth, der wohl zunächst Spielpraxis bei der abstiegsbedrohten U23 sammeln soll. „Wir schauen, wie die Woche verläuft, dann ergibt es Sinn, ihn einzusetzen“, so der Trainer.
Nach dem torlosen Unentschieden gegen Frankfurt bangt St. Pauli um zwei Profis.
Manolis Saliakas (29) musste kurz nach der Pause ausgewechselt werden, nachdem er sich bei einem Sprint am Oberschenkel verletzt hatte. „Ich fühlte mich nicht gut. Wir müssen noch abwarten, was genau passiert ist. Im Sprint spürte ich plötzlich etwas im Oberschenkel“, erklärte er nach dem Spiel.
Trainer Blessin dazu: „Das sah nicht gut aus. Ich vermute eine strukturelle Verletzung.“ Das würde mehrere Wochen Pause bedeuten.
Bei James Sands sieht es etwas besser aus. „Jimmy ist nur umgeknickt, aber wir müssen abwarten, was genau los ist.“ Nach Spielende benötigte der Mittelfeldspieler jedoch Hilfe beim Gang in die Kabine.
Ein ungünstiges Omen? Felix Zwayer (44) wird am Sonntag das Heimspiel des FC St. Pauli gegen Eintracht Frankfurt leiten. Die Kiezkicker verbinden mit ihm keine guten Erinnerungen.
Zwayer hat bisher 25 Spiele von St. Pauli gepfiffen, acht davon gewann der FCSP, neun gingen verloren. Die letzten drei Begegnungen unter seiner Leitung endeten jeweils mit einer Niederlage, zuletzt im November bei der 1:3-Pleite gegen Bayern.
Bei Frankfurt sieht die Bilanz anders aus: In 44 Spielen mit Zwayer gewannen die Hessen 18-mal und verloren nur 15. In dieser Saison leitete er noch kein Spiel für die SGE.
Für das Spiel gegen Eintracht Frankfurt fehlen dem FC St. Pauli mehrere Spieler. Neben David Nemeth (24) stehen Trainer Blessin (52) drei weitere Akteure nicht zur Verfügung.
„Mathias Rasmussen (28) fällt erneut aus, er konnte diese Woche nur individuell laufen“, erklärte Blessin. „Karol Mets (32) wird diese und nächste Woche ebenfalls nicht spielen.“
Auch Andréas Hountondji (23) fehlt, obwohl sich sein Zustand deutlich verbessert hat. „Die Tests verliefen gut, wir konnten ihn gut belasten. Er hat keine Schmerzen und wir haben ein gutes Gefühl. Ich bin zuversichtlich, dass er bald wieder einsatzbereit ist“, so der Trainer.
Tomoya Ando (27) wird gegen Frankfurt wieder im Kader stehen, nachdem er beim Spiel gegen Hoffenheim noch gefehlt hatte.
Eric Smith (29) war in den vergangenen Tagen nicht beim Training, jetzt ist der Grund bekannt: Der Schwede wurde am Freitag zum zweiten Mal Vater, wie er auf Instagram mitteilte. Er wird gegen Frankfurt wohl wieder zur Verfügung stehen.
FCSP-Anhänger aufgepasst: Die DFL hat die zeitgenauen Ansetzungen der Bundesliga-Spieltage 28 bis 30 bekannt gegeben. St. Pauli spielt jeweils einmal freitags, samstags und sonntags.
Die Spiele im Überblick:
Sonntag, 5. April (15:30 Uhr): 1. FC Union Berlin vs. FC St. Pauli
Samstag, 11. April (18:30 Uhr): FC St. Pauli vs. FC Bayern München
Freitag, 17. April (20:30 Uhr): FC St. Pauli vs. 1. FC Köln
Schlechte Neuigkeiten für den FC St. Pauli! Karol Mets (33) fällt vorerst aus. Wie der Verein mitteilte, zog sich der Abwehrspieler beim Auswärtssieg in Hoffenheim eine Verletzung in der linken Wade zu, die ihn für unbestimmte Zeit außer Gefecht setzt.
Besonders bitter, da Mets erst Mitte Oktober nach langwierigen Patellasehnenproblemen sein Comeback gefeiert hatte.
Trainer Blessin hat jedoch mehrere Alternativen: Lars Ritzka (27), der Mets bereits zur Halbzeit ersetzte, sowie Adam Dzwigala (30) und Tomoya Ando (27) können die Position übernehmen.
Mit zwei Erfolgen in Serie hat sich St. Pauli etwas Luft im Abstiegskampf verschafft und ist auf Platz 15 geklettert. Am Sonntag gegen Frankfurt wollen die Kiezkicker nachlegen. Doch wann waren sie zuletzt so erfolgreich?
Die letzte Serie von drei Siegen in Folge schaffte St. Pauli in der Saison 2010/11, damals allerdings bedeutungslos, da die Mannschaft am Saisonende abstieg.
Den längsten Siegeslauf feierte der Klub mit vier aufeinanderfolgenden Erfolgen in der Spielzeit 1989/90 – gegen Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg. Das führte damals zu Platz zehn.
In der Saison davor blieb St. Pauli sogar elf Partien am Stück ohne Niederlage, mit drei Siegen und acht Unentschieden.
Philipp Treu (25) feierte mit St. Pauli zwei große Erfolge – Aufstieg und Klassenerhalt – entschied sich dennoch im Sommer für die Rückkehr zum SC Freiburg. Im Interview mit transfermarkt.de erklärte er seine Beweggründe.
„Nach dem starken Zweitliga-Jahr und der gefestigten Erstliga-Saison war für mich klar: Jetzt muss der nächste Schritt kommen“, sagte Treu. „Ich habe auch überlegt, bei St. Pauli zu bleiben. Aber ich wollte zu einem größeren Bundesligisten, der sogar international spielt.“
Seine Zeit bei den Kiezkickern bereut er nicht: „Ich habe mich bewusst für St. Pauli entschieden. Der Sprung von der dritten in die erste Liga und zugleich ins internationale Geschäft war mir zu groß. Daher bin ich zu einem ambitionierten Zweitligisten gewechselt. So wie es lief, war es perfekt. Vom Aufstieg mit St. Pauli werde ich den Kindern später erzählen können. Danach haben wir auch noch die Klasse gehalten, das war etwas Besonderes.“
Mittlerweile hat Treu auch beim SC Freiburg einen Stammplatz erobert und freut sich besonders auf seine Rückkehr ans Millerntor am 22. März.
Nach dem Sieg gegen Werder Bremen wollte St. Pauli bei Hoffenheim nachlegen – was ihnen eindrucksvoll gelang.
„Ich bin sehr erleichtert. Es war enorm wichtig, den ersten Auswärtssieg außerhalb Hamburgs einzufahren, vor allem in unserer Lage“, sagte Hauke Wahl (31).
Mit dem Erfolg zeigte der FCSP, dass sie auch gegen Top-Teams der Liga mithalten können – schließlich ist Hoffenheim Tabellendritter und hatte zuvor acht Heimspiele in Serie gewonnen.
In der ersten Hälfte gab es einige schwierige Momente, doch St. Pauli kam immer wieder gefährlich vor das Tor. „Wir haben es geschafft, ihnen immer wieder weh zu tun. Das 1:0 kurz vor der Pause war enorm wichtig“, so Wahl.
In Durchgang zwei ging es vor allem ums Überleben, gestand er. „Aber ich glaube, das haben wir nicht schlecht gemacht.“
Ein gutes Omen? Deniz Aytekin (47) wird die Partie bei Hoffenheim am Samstag leiten. Unter seiner Leitung hat St. Pauli eine ansprechende Bilanz.
Aytekin pfiff bisher 17 Partien mit den Braun-Weißen, von denen zehn gewonnen und nur drei verloren wurden. St. Pauli ist unter ihm seit neun Spielen ungeschlagen und hat die letzten fünf Begegnungen alle gewonnen.
Auch Hoffenheim hat unter Aytekin eine positive Bilanz: 14 Siege stehen 12 Niederlagen und 11 Remis gegenüber.
Beide Teams trafen zuletzt in der Saison 2023/24 unter seiner Leitung aufeinander. St. Pauli verbindet damit gute Erinnerungen, da sie das letzte Spiel der Saison bei Wehen Wiesbaden gewannen und die Zweitliga-Meisterschaft sicherten.
Für das Samstagsspiel bei der TSG Hoffenheim (15:30 Uhr) kommt auf St. Paulis Abwehrspieler Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) viel Arbeit zu. Der Tabellendritte verfügt über die zweitbeste Offensive der Liga.
„Sie haben viel Qualität und die passenden Spieler für die jeweiligen Positionen“, erklärte Mets. „Sie sind eine starke Mannschaft und wollen das Spiel kontrollieren.“
Wie gut das gelingt, zeigte das Hinspiel am Millerntor, das Hoffenheim mit 3:0 gewann und St. Pauli kaum Chancen ließ. „Sie haben vieles richtig gemacht“, gab Wahl zu. Im DFB-Pokal drehten die Kiezkicker allerdings den Spieß um. „Auch da haben sie wenig falsch gemacht, aber das Spiel kippte auf unsere Seite.“
Aus Sicht von Wahl befinden sich die Hoffenheimer derzeit in einem Lauf. „Sie haben Selbstvertrauen und die richtigen Schlüsse aus dem letzten Jahr gezogen. Sie sind eine komplett andere Mannschaft. Über ihre individuelle Qualität müssen wir nicht sprechen.“
Obwohl St. Pauli den Pokalsieg gegen Hoffenheim vorweisen kann, wird eine Wiederholung am Samstag höchst anspruchsvoll.
Taichi Hara (26) kam bisher nur zweimal auf insgesamt 22 Minuten Einsatzzeit. Trainer Alexander Blessin (52) erläuterte nun, wie der Plan mit dem japanischen Stürmer aussieht.
„Wir wollten ihm mehr Spielzeit geben, aber im letzten Spiel passte es einfach nicht. Ich hatte kein gutes Gefühl in dem Moment“, begründete er. Im Training zeige Hara jedoch Einsatz. „Er hat gute Momente, daher ist es vielleicht ein Spiel, in dem man ihn einbauen kann.“
Ein Startelfeinsatz ist laut Blessin allerdings noch zu früh. „Aber als Option für die letzten 20 Minuten auf jeden Fall.“
Martijn Kaars (26) hat es schwer. Für eine Rekordablöse von vier Millionen Euro verpflichtet, kam der Angreifer mit 19 Zweitliga-Toren im Gepäck. Der Durchbruch blieb bislang aus: In 24 Pflichtspielen erzielte er fünf Tore und lieferte eine Vorlage.
„Ich bewerte ihn nicht nur an Toren, sondern auch daran, wie er der Mannschaft hilft“, sagte Trainer Blessin, der sich zuletzt intensiv mit Kaars austauschte und Videoanalysen durchführte.
Das Grundproblem sei klar: „Er weiß selbst, dass Stürmer sich an Toren messen lassen. In letzter Zeit hatte er nicht so viele Chancen, was ihn etwas zögern lässt.“
Seine Kollegen haben ihn noch nicht oft in Szene gesetzt, obwohl er klare Qualitäten besitzt. „Seine Stärke liegt im Strafraum. Wenn er den Ball dort hat, muss er Chancen bekommen – und wir müssen ihm helfen, diese zu nutzen.“
Blessin ist überzeugt, dass Kaars bei weiterer harter Arbeit bald wieder „glücklicher“ bei Interviews auftreten und über seine Tore sprechen wird.
Erfreuliche Neuigkeiten vom Trainingsplatz: Nach David Nemeth (24) ist auch Andréas Hountondji (23) zurück auf dem Feld. „Er hat Lauftraining absolviert“, bestätigte Blessin.
Der Stürmer hatte lange individuell trainiert, nun ist er zurück. „Es geht jetzt darum, ihn schrittweise wieder einzuführen. Das waren die ersten Schritte, bald hoffen wir auf weitere Fortschritte“, so der Coach.
Bei Nemeth ist man schon etwas weiter. „Wir wollen die Intensität langsam steigern und ihn dann in der zweiten Mannschaft spielen lassen, um Spielpraxis zu bekommen“, erklärte Blessin.
Auch Mittelfeldspieler Connor Metcalfe (26) steht kurz vor der Rückkehr in den Kader. Er trainiert bereits seit zwei Wochen voll mit. „Er kann der Mannschaft viel geben, deshalb freue ich mich, ihn bald wieder auf der Bank zu haben.“
Der Sieg gegen Werder Bremen war nicht nur wichtig, sondern auch historisch: Das 2:1 markierte den 50. Heimsieg des FC St. Pauli in der Bundesliga.
Zuvor konnten die Kiezkicker gegen Bremen erst zwei Pflichtspiele gewinnen – das erste Bundesliga-Duell 1977/78 (3:1) sowie ein legendäres Pokalspiel im Januar 2006, als St. Pauli als Drittligist den Favoriten aus Bremen ausschaltete (3:1).
Die Bilanz gegen Werder wurde somit leicht verbessert, steht aber noch mit fünf Unentschieden und 13 Niederlagen in der Negativbilanz.
Nach dem Erfolg gegen Bremen herrschte große Erleichterung bei den Profis, was auch gefeiert wurde.
„Ich gönne mir ein oder zwei Bier“, gab Karol Mets (32) zu. „Es war ein hartes Spiel, aber der Sieg war verdient.“
Zu Beginn agierte St. Pauli aus Sicht des Esten zu unkonzentriert und verschenkte zu viele Bälle. Nach der Pause zeigte sich das Team besser. „Wir hatten viele gute Momente und Chancen. Das erste Tor fiel zwar etwas glücklich, aber Glück muss man sich auch erarbeiten“, ergänzte Mets. Am Ende gewann St. Pauli mit 2:1 und rückte an Bremen vorbei auf den Relegationsplatz.
Für James Sands (25) war die Rolle am Sonntag ungewohnt: Zum ersten Mal in dieser Saison saß er bei St. Pauli auf der Bank. Zuvor stand er bis auf eine verletzungsbedingte Pause immer in der Startelf.
Trainer Blessin (52) erklärte seine Entscheidung: „Es geht auch um Frische. Zudem ist mit Eric Smith (29) wieder eine hochkarätige Alternative zurück.“
„Er bringt viel Qualität im Zweikampf, ist unauffällig, aber enorm wichtig. Es tut weh, ihn auf der Bank zu wissen“, gab Blessin zu.
In den kommenden Spielen könnte Sands öfter auf der Bank Platz nehmen, denn mit Smith und Jackson Irvine (32) spielen zwei Führungsspieler auf seiner Position.
Ein Sieg könnte St. Pauli im Abstiegskampf über Werder Bremen heben – das weiß auch Kapitän Jackson Irvine (32).
„Der Druck ist groß, das kann man nicht leugnen“, sagte Irvine vor dem Spiel bei DAZN. „Es ist ein wichtiges Spiel, auch wenn noch viele folgen.“
Er weiß, dass ein Dreier ein großer Schritt wäre und freut sich, dass mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) zwei wichtige Stammkräfte zurück sind.
Auch Trainer Blessin mache einen guten Eindruck. „Er wirkt ruhig und fokussiert.“
Am Sonntag (17:30 Uhr) wird Sören Storks (37) das Abstiegskampf-Duell zwischen St. Pauli und Werder Bremen leiten. Der gelernte Zimmermann pfiff bereits das Hinspiel an der Weser, das Bremen mit 1:0 gewann.
St. Pauli verbindet bessere Erinnerungen mit Storks aus dem Spiel gegen Heidenheim im November, das sie 2:1 gewannen – trotz einer umstrittenen Roten Karte für Eric Smith (29). Unter seiner Leitung gab es außerdem zwei weitere Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen.
Bremen hat unter Storks ebenfalls eine negative Bilanz: vier Siege, drei Remis und fünf Niederlagen.
Vor dem direkten Duell zwischen St. Pauli und Bremen erreichte beide Vereine eine traurige Nachricht: Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren verstorben.
Der gebürtige Pole, der in Ostfriesland aufwuchs, spielte von 1960 bis 1972 für Werder Bremen und absolvierte über 300 Pflichtspiele. Nach seiner aktiven Zeit war er von 1971 bis 1975 Trainer bei Werder.
Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und auf Haiti trainierte Piontek auch St. Pauli und betreute die Kiezkicker in 39 Zweitliga-Spielen.
Weitere Informationen zum Leben und Tod von Piontek findet Ihr im Beitrag „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.
1. Bundesliga Tabelle
Die Tabelle in der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Erstplatzierte am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) muss in die Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga, um den Verbleib in der Liga zu sichern.