FC St. Pauli Blog: Schlechte Nachrichten – James Sands fällt bis zum Saisonende aus
Hamburg – Am Freitagabend um 20:30 Uhr steht für den FC St. Pauli erneut ein richtungsweisendes Duell im Abstiegskampf an. Beim Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach wollen die Kiezkicker einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.
Unterstützung könnte dabei auch Martijn Kaars leisten, der positive Erinnerungen an den Borussia-Park hat.
In unserem St.-Pauli-Blog halten wir Euch stets über alle Neuigkeiten zum Team, mögliche Transfers sowie sonstige Geschehnisse rund um das Millerntor-Stadion auf dem Laufenden.
Eine äußerst bittere Nachricht erreicht die Kiezkicker vor dem Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach: James Sands (25) wird bis zum Ende der laufenden Saison ausfallen.
Wie der Verein am Freitag mitteilte, muss sich der Mittelfeldspieler aufgrund einer Verletzung am linken Sprunggelenk operieren lassen und wird mehrere Monate nicht zur Verfügung stehen.
Den US-Amerikaner erwischte die Verletzung bei einem Foul im Spiel gegen Eintracht Frankfurt.
„Er bleibt am Ball, wir stehen in engem Austausch“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52) und ergänzte: „Martijn ist heiß auf seinen Einsatz und setzt die besprochenen Vorgaben engagiert um.“
Normalerweise wäre Kaars wohl auch gegen Frankfurt eingewechselt worden, wie Blessin einräumte, doch verletzungsbedingte Auswechslungen verhinderten dies. „Er lässt den Kopf nicht hängen und gibt weiterhin Vollgas.“
Der Coach weiß genau, woran es bei seinem Stürmer noch hakt: „Wir müssen ihm helfen, die Positionen einzunehmen, in denen er seine Stärken ausspielen kann“, erläuterte er und forderte vor allem mehr physische Präsenz vom Niederländer.
Erfreuliche Nachrichten gibt es zudem: Aufstiegsheld Marcel Hartel (30) ist zum zweiten Mal Vater geworden. Das gab der Mittelfeldspieler auf seinem Instagram-Profil bekannt. Demnach erblickte das Mädchen, dessen Name nicht veröffentlicht wurde, bereits am 3. März das Licht der Welt.
Für die Geburt ließ Hartel auch ein Spiel bei seinem aktuellen Klub St. Louis FC ausfallen. Sportlich läuft es für sein Team jedoch noch nicht rund: Aus drei Spielen holten sie lediglich einen Punkt, weshalb das Play-off-Ziel frühzeitig in Gefahr gerät.
Wie wichtig Jackson Irvine (33) für den FC St. Pauli ist, belegt eine Statistik: Immer wenn der Australier die vollen 90 Minuten auf dem Platz stand, blieben die Kiezkicker ungeschlagen. Auch Trainer Blessin zeigte sich voll des Lobes.
„Er ist ungemein bedeutend und mein verlängerter Arm auf dem Spielfeld“, so der 52-Jährige. „Irvine ist Sprachrohr und Taktgeber zugleich und beruhigt die Mannschaft, wenn es hektisch wird.“
Seine Erfahrung aus über 430 Vereinsspielen sowie 79 Länderspielen für Australien hilft ihm dabei enorm. „Seine Präsenz ist für das Team und mich als Trainer ein fester Anker“, unterstrich Blessin.
Vor kurzem wurde auch Eric Smith (29) Vater, und ein weiterer Spieler erwartet in Kürze Nachwuchs: Am Donnerstag verkündete Innenverteidiger Adam Dzwigala (30) die erneute Schwangerschaft seiner Frau Kiki.
Das Paar hat bereits zwei Kinder und scherzte auf Instagram, dass sie bald „in Unterzahl“ sein werden. Wann das Baby genau kommt, ließen sie offen. Bisher haben sie eine Tochter und einen Sohn.
Das Lazarett beim FC St. Pauli lichtet sich langsam: Am Freitagabend gegen Borussia Mönchengladbach können Mathias Rasmussen (28) und Andréas Hountondji (23) wieder mitwirken. „Beide werden im Kader stehen“, machte Trainer Blessin klar.
Besonders die Rückkehr von Hountondji weckt Hoffnungen: „Seine Dynamik und Schnelligkeit sind ein großer Trumpf. Er war im Training richtig motiviert“, sagte Blessin, der einen Einsatz von rund 15 Minuten des Stürmers in Betracht zieht.
Ob Verteidiger David Nemeth (24) die Reise nach Gladbach mit antritt, ist noch offen. Sicher ist jedoch, dass er am Sonntag Spielpraxis bei der U23 sammeln soll.
Verzichten muss das Team definitiv auf Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) nach deren Verletzungen im Spiel gegen Frankfurt. „Bei Manos hatte ich gedacht, dass alles durch ist. Doch es sieht schon recht gut aus, sodass die vage Hoffnung besteht, dass er nächste Woche wieder einsatzbereit ist“, blickte Blessin voraus. Bei Sands müsse man dagegen noch abwarten.
Bittere Nachrichten vom FC St. Pauli: Wie der Klub am Dienstagmittag bekannt gab, fallen sowohl Manolis Saliakas (29) als auch James Sands (25) vorerst aus. Beide hatten sich im Spiel gegen Eintracht Frankfurt verletzt.
Saliakas zog sich kurz nach Wiederanpfiff bei einem Sprint eine „leichte strukturelle Verletzung am rechten Oberschenkel“ zu und wird beim Spiel in Gladbach fehlen. Für das Heimspiel in zwei Wochen gegen den SC Freiburg gibt es jedoch noch Hoffnung auf eine Rückkehr.
Bei Sands sieht es etwas ungünstiger aus. Der Mittelfeldspieler musste nach einem Foul ausgewechselt werden, wobei eine „Verletzung am Bandapparat des linken Sprunggelenks“ diagnostiziert wurde. Die genaue Ausfallzeit ist noch unklar.
FC St. Paulis Abwehrspieler Hauke Wahl (31) hatte im Duell mit Eintracht-Star Jonathan Burkardt (25) beim 0:0 alles im Griff. Nach dem Spiel fand Burkardt anerkennende Worte.
„Es ist sehr unangenehm, gegen ihn zu spielen“, sagte Burkardt bei DAZN und nannte mehrere Gründe: „Er ist immer aufmerksam, physisch stark und hat mich sehr gut kontrolliert.“
Wahl revanchierte sich mit Lob: „Jonathan ist ein herausragender Stürmer, wahrscheinlich einer der besten deutschen Angreifer. Ehrlich gesagt hasse ich es fast, gegen ihn zu spielen.“
Torwart Nikola Vasilj (30) erlebte beim torlosen Remis gegen Eintracht Frankfurt einen relativ ruhigen Nachmittag. „Ich hatte nicht viel zu tun, aber das ist Verdienst der gesamten Mannschaft, die in der Defensive exzellent gearbeitet hat“, lobte der Keeper.
Und wenn er doch gefordert war, zeigte er sich auf der Höhe.
Am Freitag wartet mit dem Spiel in Gladbach der nächste Abstiegskracher. „Wir müssen das zuletzt gezeigte Niveau halten. Das kommende Duell gegen den direkten Konkurrenten Mönchengladbach ist enorm wichtig, sie sind nur einen Punkt entfernt. Seit Jahresbeginn fühlt sich für uns jedes Spiel wie ein Finale an“, machte Vasilj deutlich.
Der Keeper kann bei einem weiteren zu-null-Spiel einen neuen Rekord aufstellen: Momentan steht er bei 208 Minuten ohne Gegentor, sein persönlicher Rekord liegt bei 287 Minuten.
Die Rückkehr steht bevor! Stürmer Andréas Hountondji (23) und Verteidiger David Nemeth (24) sind beim FC St. Pauli wieder im Training und dürften bald wieder Spielminuten erhalten.
„Andréas hat jetzt noch eine Woche Zeit, was ihm gut tut, auch wenn die Zeit knapp ist. Im Training hat er bereits gute Akzente gesetzt“, erklärte Trainer Blessin. Ein Kurzeinsatz beim Spiel am Freitag in Gladbach ist nicht ausgeschlossen, die Rückkehr steht unmittelbar bevor.
Ähnlich sieht es bei Nemeth aus, der zunächst Spielpraxis bei der abstiegsbedrohten U23 in der Regionalliga sammeln soll. „Wir schauen, wie die Woche verläuft, dann macht es Sinn, ihn einzusetzen“, so Blessin.
Nach dem torlosen Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt bangt der FC St. Pauli um zwei wichtige Spieler.
Kurz nach der Halbzeit musste Manolis Saliakas (29) vom Feld, nachdem er bei einem Sprint über Schmerzen im Oberschenkel klagte. „Ich fühlte mich nicht gut, wir müssen abwarten, was genau passiert ist. Beim Sprint habe ich plötzlich Schmerzen gespürt“, erklärte er nach dem Spiel.
Trainer Blessin sagte dazu: „Das sah nicht gut aus, ich vermute eine strukturelle Verletzung, was mehrere Wochen Ausfall bedeuten könnte.“
Bei James Sands (25) sieht es etwas besser aus. „Er ist nur umgeknickt, aber wir müssen abwarten“, äußerte sich der Coach vorsichtig. Sands wurde nach Spielende von einem Betreuer gestützt.
Ein schlechtes Omen? Felix Zwayer (44) wird am Sonntag das Heimspiel des FC St. Pauli gegen Eintracht Frankfurt leiten. Die Kiezkicker verbinden nicht die besten Erinnerungen mit dem Schiedsrichter.
Zwayer leitete insgesamt 25 Spiele der Braun-Weißen, von denen acht gewonnen und neun verloren wurden. Die letzten drei Begegnungen unter seiner Leitung endeten für St. Pauli mit Niederlagen, zuletzt im November beim 1:3 gegen den FC Bayern.
Für Frankfurt sieht es etwas anders aus: Zwayer pfiff dort 44 Spiele, die Eintracht gewann 18 davon, verlor aber 15. In dieser Saison leitete er noch kein Spiel für die SGE.
Der FC St. Pauli muss am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt auf mehrere Spieler verzichten. Neben David Nemeth (24) fehlen drei weitere Akteure.
„Mathias Rasmussen (28) wird erneut ausfallen, er konnte diese Woche nur laufen“, teilte Trainer Blessin mit. „Karol Mets (32) wird auch diese und nächste Woche fehlen.“
Auch Andréas Hountondji (23) steht nicht zur Verfügung, obwohl sich sein Zustand deutlich verbessert hat. „Die Tests verliefen gut, er hat keine Schmerzen und wir sind zuversichtlich, dass er bald wieder einsatzbereit ist“, sagte Blessin.
Im Gegensatz dazu ist Tomoya Ando (27) wieder mit dabei – gegen Hoffenheim hatte er noch gefehlt.
Eric Smith (29) war in den letzten Tagen nicht im Training, der Grund ist nun bekannt: Er wurde zum zweiten Mal Vater, wie er am Freitagnachmittag auf Instagram mitteilte. Somit dürfte er am Sonntag gegen Frankfurt wieder zur Verfügung stehen.
FC St. Pauli Fans aufgepasst: Die DFL hat am Donnerstag die genauen Ansetzungen für die Bundesliga-Spieltage 28 bis 30 veröffentlicht. St. Pauli spielt jeweils einmal freitags, samstags und sonntags.
Die Termine im Überblick:
Sonntag, 5. April (15:30 Uhr): 1. FC Union Berlin vs. FC St. Pauli
Samstag, 11. April (18:30 Uhr): FC St. Pauli vs. FC Bayern München
Freitag, 17. April (20:30 Uhr): FC St. Pauli vs. 1. FC Köln
Eine weitere Hiobsbotschaft für den FC St. Pauli: Karol Mets (33) fällt vorerst aus. Der Abwehrspieler zog sich beim Auswärtssieg in Hoffenheim eine Verletzung an der linken Wade zu und steht auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung.
Besonders bitter ist, dass Mets sich nach hartnäckigen Patellasehnenproblemen erst zu Saisonbeginn zurückgekämpft und Mitte Oktober sein Comeback gefeiert hatte.
Trainer Alexander Blessin stehen aber weiterhin genügend Alternativen zur Verfügung. Neben Lars Ritzka (27), der Mets bereits in der zweiten Halbzeit ersetzte, können auch Adam Dzwigala (30) oder Tomoya Ando (27) die Position übernehmen.
Mit zwei Siegen in Folge hat sich der FC St. Pauli etwas Luft im Abstiegskampf verschafft und ist auf Rang 15 geklettert. Am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt wollen die Kiezkicker nachlegen. Wann schafften sie zuletzt eine derart erfolgreiche Serie?
Die letzte Serie von drei Siegen in Folge feierte St. Pauli in der Saison 2010/11. Damals gewannen sie gegen Köln, den HSV und Gladbach, doch am Saisonende stiegen sie trotzdem ab, sodass die Erfolge keine Bedeutung hatten.
Die längste Siegesserie gelang dem Klub 1989/90 mit vier aufeinanderfolgenden Erfolgen gegen Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg. Das legte den Grundstein für einen zehnten Platz in der Tabelle.
In der vorherigen Spielzeit blieb St. Pauli sogar elf Spiele in Serie ungeschlagen, mit drei Siegen und acht Unentschieden.
Philipp Treu (25) hat mit dem FC St. Pauli zwei große Erfolge feiern dürfen: den Aufstieg in die Bundesliga sowie den Klassenerhalt in der Folgesaison. Dennoch entschied sich der Außenverteidiger im Sommer für eine Rückkehr zum SC Freiburg. Im Interview mit transfermarkt.de erläuterte er seine Beweggründe.
„Nach einem starken Zweitliga-Jahr und einer stabilen Erstliga-Saison war für mich klar, dass nun der nächste Schritt folgen muss“, erklärte Treu. „Ich habe auch überlegt, vielleicht bei St. Pauli zu bleiben, wollte aber zu einem größeren Bundesliga-Klub wechseln, der zudem international spielt.“
Die Entscheidung für St. Pauli bereut er keineswegs: „Ich habe mich bewusst für den FC St. Pauli entschieden. Der Sprung von der 3. Liga in die Bundesliga und zu internationalen Wettbewerben war mir zu groß. Daher wechselte ich zu einem ambitionierten Zweitligisten. So wie es gelaufen ist, war es perfekt. Vom Aufstieg mit St. Pauli in die Bundesliga kann ich später den Kindern erzählen. Und den Klassenerhalt haben wir ebenfalls geschafft – das war etwas ganz Besonderes.“
Mittlerweile hat sich Treu beim SC Freiburg einen Stammplatz erkämpft und wird sich besonders auf seine Rückkehr am 22. März ans Millerntor freuen.
Nach dem Erfolg gegen Werder Bremen wollte der FC St. Pauli auch bei der TSG Hoffenheim nachlegen – was den Kiezkickern eindrucksvoll gelang.
„Ich bin sehr erleichtert. Es war enorm wichtig, den ersten Auswärtssieg außerhalb Hamburgs zu holen, gerade in unserer Situation“, sagte Abwehrspieler Hauke Wahl (31).
Mit dem Sieg zeigte St. Pauli erneut, dass sie auch gegen Topteams der Liga mithalten können – schließlich war Hoffenheim Tabellendritter und hatte zuvor acht Heimspiele in Folge gewonnen.
Zwar musste St. Pauli in der ersten Halbzeit einige Phasen überstehen, kam aber auch immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor. „Wir haben es geschafft, ihnen Schmerz zuzufügen. Das 1:0 kurz vor der Pause war extrem wichtig“, so Wahl.
In der zweiten Halbzeit ging es dann nur ums Überleben, wie er zugab: „Da haben wir es gut gemacht und das Spiel nicht aus der Hand gegeben.“
Ein gutes Omen: Deniz Aytekin (47) wird am Samstag die Begegnung zwischen dem FC St. Pauli und der TSG Hoffenheim leiten. Unter dem Schiedsrichter haben die Kiezkicker eine sehr ordentliche Bilanz.
Aytekin pfiff bislang 17 Partien der Braun-Weißen, von denen sie zehn gewannen und lediglich drei verloren. Die letzten fünf Begegnungen unter seiner Leitung entschied St. Pauli allesamt für sich und ist seit neun Spielen unter ihm ungeschlagen.
Auch Hoffenheim hat unter Aytekin eine positive Statistik vorzuweisen: 14 Siege, zwölf Niederlagen und elf Unentschieden. Beide Teams hat der Diplom-Betriebswirt zuletzt in der Saison 2023/24 gepfiffen. St. Pauli verbindet damit gute Erinnerungen, denn es war das letzte Saisonspiel gegen Wehen Wiesbaden, in dem sie sich die Zweitliga-Meisterschaft sicherten.
Am Samstag (15:30 Uhr) beim Tabellendritten TSG 1899 Hoffenheim kommt dem FC St. Pauli vor allem die Defensive um Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) eine große Bedeutung zu. Denn Hoffenheim verfügt über die zweitbeste Offensive der Liga.
„Sie verfügen über viel Qualität und haben die passenden Spieler auf den richtigen Positionen“, sagte Mets. „Die TSG ist ein starkes Team, das das Spiel kontrollieren möchte.“
Wie gut sie das können, bewies Hoffenheim im Hinspiel am Millerntor mit einem 3:0-Erfolg. „Da haben sie vieles richtig gemacht“, gab Wahl zu. Im DFB-Pokal drehte St. Pauli jedoch den Spieß um. „Auch da haben sie wenig falsch gemacht, aber das Spiel gelang trotzdem auf unsere Seite.“
Wahl sieht die Hoffenheimer, die ihre letzten acht Heimspiele allesamt gewonnen haben, in einem guten Flow: „Sie sind selbstbewusst und haben die richtigen Lehren aus dem letzten Jahr gezogen. Die Mannschaft wirkt komplett anders. Über die individuelle Qualität brauchen wir nicht zu sprechen.“
Dass St. Pauli Hoffenheim schlagen kann, bewiesen sie im Pokal, doch eine Wiederholung am Samstag wird äußerst schwer.
Bislang kam Stürmer Taichi Hara (26) erst zweimal zum Einsatz und spielte insgesamt nur 22 Minuten. Trainer Alexander Blessin (52) erläuterte jetzt, wie der Plan mit dem Japaner aussieht.
„Wir wollten ihm mehr Spielzeit geben, aber beim letzten Spiel passte es einfach nicht, ich hatte kein gutes Gefühl“, begründete er seine Entscheidung.
Im Training zeigt Hara allerdings Einsatz: „Er gibt Gas und hat gute Momente. Vielleicht ist das nächste Spiel eine Gelegenheit, ihn einzusetzen.“
Ein Startelfeinsatz ist für Blessin aktuell noch zu früh: „Aber er ist eine Option für die letzten 20 Minuten.“
Martijn Kaars (26) hat es nicht leicht. Für eine Rekordablöse von vier Millionen Euro wurde der Angreifer zum FC St. Pauli geholt, nachdem er 19 Zweitliga-Tore erzielt hatte. Der endgültige Durchbruch blieb bislang aus: In 24 Pflichtspielen gelangen ihm fünf Tore und eine Vorlage.
„Ich bewerte ihn nicht nur nach Toren, sondern auch danach, wie er der Mannschaft hilft“, erklärte Trainer Blessin, der in jüngster Zeit mehrfach Gespräche mit Kaars führte und Videoanalysen auswertete.
Das Kernproblem ist offensichtlich: „Er selbst sagt, dass Stürmer sich an Toren und Chancen messen. In letzter Zeit hatte er weniger solche Momente, was zu Unsicherheit führt.“
Seine Mitspieler konnten ihn bisher noch nicht optimal in Szene setzen, obwohl er klare Stärken hat, wie Blessin betonte: „Seine Stärke liegt im Strafraum, wenn er den Ball bekommt, sollte er auch Chancen erhalten. Dabei müssen wir ihm helfen, aber auch er selbst muss aktiv werden.“
Blessin ist überzeugt, dass Kaars mit weiter harter Arbeit bald wieder „glücklicher“ bei Interviews sein und über seine Tore sprechen wird.
Positive Nachrichten gibt es auch vom Trainingsplatz: Nach David Nemeth (24) ist nun auch Andréas Hountondji (23) zurück auf dem Rasen. „Er war draußen und absolvierte Laufeinheiten“, bestätigte Blessin.
Der Angreifer trainierte zuvor individuell, nun sei es nur noch eine Frage von Tagen, bis die nächsten Schritte folgen. „Das sind die ersten kleinen Schritte, bald sehen wir hoffentlich weitere Fortschritte“, so der Trainer.
Nemeth ist schon einen Schritt weiter: „Wir wollen die Intensität langsam steigern und ihn dann in der zweiten Mannschaft einsetzen, damit er Spielpraxis sammelt“, erklärte Blessin.
Zudem kehrt Mittelfeldspieler Connor Metcalfe (26) zurück in den Kader. Er trainiert bereits seit zwei Wochen komplett mit. „Er bringt viel für die Mannschaft, daher freue ich mich, ihn wieder auf der Bank zu haben.“
Der Sieg gegen Werder Bremen war nicht nur enorm wichtig, sondern auch historisch: Das 2:1 markierte den 50. Heimsieg des FC St. Pauli in der Bundesliga.
Bisher konnten die Kiezkicker gegen Werder lediglich zwei Pflichtspiele gewinnen: Das erste Bundesliga-Duell in der Saison 1977/78 (3:1) sowie ein legendäres DFB-Pokalspiel im Januar 2006, als St. Pauli als Drittligist den Favoriten aus Bremen mit 3:1 ausschaltete.
Die Bilanz wurde somit etwas verbessert, auch wenn noch fünf Unentschieden und 13 Niederlagen gegenüberstehen.
Die Erleichterung im Team nach dem Sieg war groß, gefeiert wurde entsprechend.
„Ich gönne mir ein oder zwei Bier“, gab Abwehrspieler Karol Mets (32) zu. „Es war ein hartes Spiel, aber der Sieg war verdient.“
Zunächst agierten die Kiezkicker aus Sicht des Esten etwas unkonzentriert und verloren zu leicht Bälle. Nach der Pause war die Leistung aber deutlich besser. „Wir hatten viele gute Szenen und Chancen. Das erste Tor fiel etwas glücklich, aber Glück muss man sich erarbeiten“, so Mets. Am Ende stand der 2:1-Erfolg, der St. Pauli auf einen Relegationsplatz brachte.
Für James Sands (25) war die Rolle am Sonntag ungewohnt: Zum ersten Mal in dieser Saison saß der US-Amerikaner auf der Bank, nachdem er zuvor bis auf eine Verletzung stets in der Startelf stand.
Trainer Blessin erklärte nach dem Spiel die Entscheidung: „Es hat auch mit einer gewissen Frische zu tun“, betonte er. Zudem kehrte mit Eric Smith (29) eine hochkarätige Alternative zurück.
„Sands bringt uns große Qualität im Zweikampf. Er ist unauffällig, aber extrem wichtig. Es fällt schwer, solche Qualität auf die Bank zu setzen“, fügte er hinzu.
In den kommenden Spielen könnte Sands öfter auf der Bank Platz nehmen, da mit Smith und Jackson Irvine (32) zwei Führungsspieler auf seiner Position spielen.
Mit einem Sieg kann der FC St. Pauli am Sonntag an Abstiegskonkurrent Werder Bremen vorbeiziehen – eine immense Bedeutung für das Duell. Das weiß auch Kapitän Jackson Irvine (32).
„Der Druck ist hoch, das kann man nicht leugnen“, sagte der Australier vor dem Spiel bei DAZN. „Es ist ein wichtiges Spiel, auch wenn noch viele weitere folgen.“
Irvine weiß, dass ein Sieg einen großen Schritt bedeuten würde. Besonders freut er sich, dass mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) zwei wichtige Leistungsträger zurück im Team sind.
Auch Trainer Blessin macht auf Irvine einen guten Eindruck: „Er wirkt ruhig und konzentriert.“
Ein seltenes Ereignis: Schiedsrichter Sören Storks (37) wird am Sonntag (17:30 Uhr) das Abstiegskracher zwischen dem FC St. Pauli und Werder Bremen leiten. Er hatte bereits das Hinspiel an der Weser gepfiffen, das Bremen mit 1:0 für sich entschied.
Bessere Erinnerungen verbindet St. Pauli mit Storks bei der Partie gegen Heidenheim im November, die sie mit 2:1 gewannen – trotz einer umstrittenen roten Karte gegen Eric Smith (29). Insgesamt gab es unter seiner Leitung zwei weitere Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen.
Bremen weist unter Storks ebenfalls eine negative Bilanz auf: vier Siege, drei Remis und fünf Niederlagen.
Vor dem direkten Duell FC St. Pauli gegen Werder Bremen hat beide Klubs eine traurige Nachricht erreicht: Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren verstorben.
Der gebürtige Pole, der in Ostfriesland aufwuchs, spielte von 1960 bis 1972 für Werder Bremen und absolvierte mehr als 300 Pflichtspiele. Anschließend war er von 1971 bis 1975 Trainer des Vereins.
Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und in Haiti betreute Piontek auch den FC St. Pauli in 39 Zweitligaspielen.
Weitere Informationen zum Tod von Piontek findet Ihr im Artikel „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.
Manolis Saliakas (29) war beim 2:1-Sieg des FC St. Pauli gegen den VfB Stuttgart auf der rechten Außenbahn sehr aktiv und krönte seine Leistung mit dem Führungstreffer zum 1:0.
„Ich habe schon beim Ballannehmen über den Torjubel nachgedacht“, berichtete der Grieche. „Ich hatte viel Platz und ließ den Ball mit dem Spann durchs Netz rollen. Es ist ein tolles Gefühl, ein Tor zu erzielen, vor allem wenn es so wichtig ist.“
Sein Jubel war eindeutig: Mit einem Ball unter dem Trikot und dem Daumen im Mund verkündete er stolz: „Meine Frau ist schwanger, es wird ein Junge, der Termin ist im Juni.“
Zum Glück ist dann Sommerpause, sodass Saliakas sich ganz seinen Vaterpflichten widmen kann.
Der FC St. Pauli braucht dringend Punkte im Abstiegskampf, der VfB Stuttgart kämpft um die Champions-League-Qualifikation. Mit einem Sieg könnten die Schwaben zudem einen neuen Bundesliga-Rekord aufstellen.
Der VfB gewann zuletzt dreimal auswärts deutlich – 4:0 in Bremen, 4:1 in Leverkusen und 3:0 in Gladbach. Gelänge ihnen ein weiteres Dreitore-Sieg am Millerntor, wären sie der erste Klub in der Bundesliga-Geschichte mit vier solchen Auswärtssiegen in Folge.
Aktuell liegen sie mit dem FC Bayern (2x), RB Leipzig (2x) und VfL Bochum gleichauf.
Benjamin Brand (36) wird am Samstag (15:30 Uhr) die Partie FC St. Pauli gegen VfB Stuttgart am Millerntor leiten. Beide Vereine kennt der Betriebswirt aus früheren Einsätzen in dieser Saison.
Unter seiner Leitung hat St. Pauli eine ordentliche Bilanz: Von 16 Spielen gewannen sie sieben bei zwei Unentschieden. Brand pfiff in dieser Saison bereits die 1:2-Niederlage von St. Pauli beim SC Freiburg.
Beim VfB sieht die Bilanz anders aus: Sechs Siege, vier Remis und nur eine Niederlage. Zuletzt leitete er das Spiel der Schwaben beim 3:3 gegen Borussia Dortmund am 11. Spieltag.
Dem FC St. Pauli drohen am Samstag gegen den VfB erneut Ausfälle wichtiger Spieler. „Bei Hauke Wahl (31) besteht zwar Hoffnung, aber sie schwindet täglich. Für das Spiel wird es wohl nicht reichen. Bei Eric Smith (29) habe ich noch eine leise Hoffnung“, sagte Trainer Blessin, der ansonsten mit seinem Kader zufrieden ist.
Das Defensiv-Duo fehlte bereits bei der Pokalniederlage gegen Leverkusen am Dienstag.
Durch den Ausfall von Ricky-Jade Jones (23) wird ein Spieler aus der U23 die Chance erhalten. „Romeo Aigbekaen, Max Herrmann und Nick Schmidt stehen zur Auswahl – wir werden sehen, wen wir einsetzen“, so Blessin.
Bundesliga-Tabelle
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (16. Rang) spielt in der Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga um den Klassenerhalt.