„Reißt uns nicht aus der Bahn“: FCM-Torwart Reimann nach Niederlage gegen Dresden mit deutlichen Worten
Magdeburg – Mit der 1:2-Niederlage gegen Dynamo Dresden ist die Serie von fünf ungeschlagenen Spielen am Stück für den 1. FC Magdeburg beendet. Der Abstand zu den Abstiegsrängen ist dadurch geschrumpft, und durch die verlorene Elb-Partie liegt Dresden, das einen direkten Abstiegsplatz einnimmt, nun nur noch einen Punkt hinter dem FCM.
Torwart Dominik Reimann fand klare Worte nach dem Spiel: „Letztlich war es zweimal zu leicht für den Gegner, gegen uns zu treffen – beide Gegentore entstanden nach Standardsituationen.“
Dabei nimmt der 28-Jährige auch seine eigene Verantwortung wahr: „Ich sehe bei beiden Gegentoren definitiv unglücklich aus“, gibt der Schlussmann des FCM zu.
Dennoch möchte er die Niederlage nicht dramatisieren: „Es ist auch normal, dass nach fünf ungeschlagenen Spielen irgendwann mal eine Partie dabei ist, die wir nicht gewinnen. Daher wird uns diese Niederlage nicht umhauen.“
Diese Heimniederlage war bereits die sechste für den 1. FC Magdeburg im eigenen Stadion – damit stellen sie das heimschwächste Team der Liga.
„Heute herrschen Enttäuschung und Niedergeschlagenheit, was auch vollkommen verständlich ist“, sagte FCM-Trainer Petrik Sander (65) bei der anschließenden Pressekonferenz.
Der Coach erkannte zu Beginn deutliche Schwierigkeiten seiner Mannschaft: „Wir sind nicht so ins Spiel gekommen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Nach 15 bis 20 Minuten haben wir das jedoch besser in den Griff bekommen.“
Das bewahrheitete sich auch auf dem Spielfeld, denn nach 22 Minuten traf Mateusz Zukowski (24) zunächst den Innenpfosten und verwertete in der 29. Minute dann seine Chance zum 1:0.
Doch die Führung schien den Magdeburgern fast den Schwung zu nehmen. Auch Sander fand klare Worte: „Diese Führung hätten wir einfach besser verwalten und ausspielen müssen.“
Dresden nutzte die mangelnde Konzentration des FCM, um ihre Stärke bei Standards auszuspielen: „Wir durften unsere Fokussierung bei Standardsituationen nicht verlieren, gerade weil wir wussten, wie stark Dynamo dabei ist – doch genau das ist uns heute zum Verhängnis geworden“, erklärte Sander im Hinblick auf die zwei Gegentore.
Am kommenden Freitag steht für Magdeburg ein weiteres Heimspiel gegen den Aufstiegskandidaten aus Hannover an. „Wir werden versuchen, es dann besser zu machen“, zeigte sich Sander zuversichtlich.
2. Bundesliga Tabelle
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Derjenige, der am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Meister der zweiten Liga und steigt in die Bundesliga auf. Dies gilt ebenso für den zweiten Rang. Der dritte Platz qualifiziert für die Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Auf- oder Abstieg zu entscheiden.