„Das ist völlig verrückt“: FCM-Spieler äußern sich zum Spektakel in Fürth
Magdeburg – Auch drei Tage nach dem aufregenden Spiel in Fürth, bei dem Magdeburg auswärts mit 5:4 siegreich blieb, fällt es schwer, das Geschehen richtig einzuordnen. Ebenso ging es den Spielern auf und neben dem Feld.
Zu Beginn sah es nach etwa 30 Minuten äußerst vielversprechend für den FCM aus. Trotz eines frühen Gegentores kontrollierten die Magdeburger das Spiel, zeigten großen Kampfgeist und lagen nach etwas mehr als einer halben Stunde mit 5:1 in Führung. Danach schien die Konzentration nachzulassen, was Fürth nutzte, um auf 5:4 zu verkürzen. Dieses Ergebnis blieb letztlich bestehen.
„Wir sind unglaublich froh, dass wir hier trotz des engen Endstands als Sieger vom Platz gehen. Dass das Spiel nach einem 5:1 noch so spannend wird, ist wirklich verrückt“, fand Baris Atik (31) nach dem Spiel klare Worte. Für ihn steht fest, dass der FCM den Gegner durch eigene Fehler zurück ins Spiel kommen ließ: „Das darf uns nicht passieren und wir müssen solche Situationen so schnell wie möglich vermeiden.“
Auch Alexander Nollenberger (28) versuchte, seine Eindrücke zum Spiel zu schildern: „In vielerlei Hinsicht würde ich sagen, es war ein wildes Spiel.“ Seiner Meinung nach hatten die Gegentore zur Aufholjagd eine starke psychische Wirkung: „Gleich dreimal das gleiche Tor zu kassieren, macht es mental extrem schwer, ruhig zu bleiben.“
„Natürlich lief nicht alles reibungslos, aber im Abstiegskampf muss man eben auch solche Partien gewinnen“, erklärte der Außenbahnspieler.
FCM-Trainer Petrik Sander (65) fiel es zunächst ebenfalls schwer, den Spielverlauf zu ordnen. „Ich hatte vorher gesagt, dass es diesmal keine solche Show wird. Es ist verrückt, dass es trotzdem wieder so gekommen ist“, sagte Sander.
Entspannung kam laut ihm erst in der zweiten Halbzeit auf: „Nach dem 5:4 konnten wir das Spiel beruhigen, vorher war die Mannschaft vielleicht zu selbstsicher“, versuchte er die Geschehnisse zu erklären. „Nach dem 5:1 haben wir versucht, neue taktische Elemente einzubauen, was meistens bestraft wird.“
Dennoch fand Sander neben der fast aus der Hand gegebenen Führung auch positive Aspekte: „Bis zum 5:1 war das wirklich beeindruckend anzusehen. Wie wir uns die Chancen erarbeiteten und wie effektiv wir waren – da muss man wirklich Respekt zeigen.“
Einen Spielverlauf wie diesen wünscht sich Sander für die restliche Saison aber nicht: „Ich brauche solche Nervenaufreibungen nicht jede Woche, ich habe ohnehin schon genug graue Haare. Trotzdem freue ich mich natürlich über die drei Punkte.“