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FC St. Pauli will sich in Hoffenheim nicht verstecken: „Mit Platz 16 sind wir nicht zufrieden“

Hamburg – Nach dem spannenden Abstiegskampf gegen Werder Bremen (2:1) steht für den FC St. Pauli am Samstag ein ganz anderes Spiel an: Mit der TSG 1899 Hoffenheim trifft eine Mannschaft auf die Kiezkicker, die um die Champions-League-Plätze mitkämpft. Dennoch sind die Hamburger keineswegs chancenlos.

Die Begegnung um 15:30 Uhr markiert bereits das dritte Aufeinandertreffen der beiden Teams in dieser Saison. Im Hinspiel am Millerntor kassierte St. Pauli eine deutliche 0:3-Niederlage, doch kurz darauf folgte im DFB-Pokal die Revanche, bei der sie sich im Elfmeterschießen durchsetzen konnten.

Trainer Alexander Blessin (52) weiß also, wie man Hoffenheim bezwingen kann. Was erwartet er jedoch am Samstag? „Ich hoffe auf ein enges Duell“, erklärte er. „Hoffenheim hat viel Qualität ins Team geholt, einen kompletten Neustart durchgeführt und hungrige neue Spieler verpflichtet. Deshalb stehen sie zu Recht so weit oben in der Tabelle.“

Aus Blessins Sicht haben die Verantwortlichen nach der enttäuschenden Vorsaison, die mit Platz 15 endete, die richtigen Schlüsse gezogen und auch weiterhin auf Trainer Christian Ilzer (48) gesetzt. „Sie haben das durchgezogen und den Neuaufbau gestartet“, so Blessin. „Manche haben sie belächelt, doch sie machen eine gute Arbeit.“

Der 52-Jährige ist sich bewusst, dass seine Mannschaft in Hoffenheim eine Schippe drauflegen muss, um bestehen zu können. „Wir brauchen uns aber keineswegs zu verstecken“, zeigte er sich optimistisch. „Der Sieg gegen Bremen hat uns gutgetan, und bis auf die Partie gegen Leverkusen geben die bisherigen Leistungen Anlass zur Hoffnung.“

Nach dem wichtigen Dreier gegen Bremen und dem damit verbundenen Sprung auf den Relegationsplatz will St. Pauli nun mehr erreichen. „Wir sind mit der aktuellen Situation nicht zufrieden und haben keinen Grund, uns auszuruhen“, machte Blessin deutlich.

Besonders wichtig sei es, auch auswärts Punkte zu holen, denn der letzte Auswärtssieg außerhalb Hamburgs liegt bereits in der vergangenen Saison zurück. „Wir brauchen das dringend, allein von den Heimspielen können wir nicht leben. Auch auswärts müssen mehr Zähler her“, forderte der Trainer.

Positiv stimmt ihn zudem, dass die Mannschaft mit den neun Niederlagen in der Hinrunde bereits ihre Durststrecke in dieser Saison hinter sich hat. „Eine weitere Schwächephase können wir uns nicht leisten“, betonte er. Zudem sei der Zusammenhalt im Verein wieder gewachsen. „Natürlich gab es Kritik und einige Probleme, doch mittlerweile herrscht Einigkeit bei den Zielen.“

Die jüngsten Heimspiele sowie die vergangene Saison haben gezeigt, wozu die Mannschaft fähig ist: St. Pauli konnte frühzeitig den Klassenerhalt sichern – dieses Ziel soll auch diesmal erreicht werden.