FC St. Pauli will dem nächsten Spitzenklub einheizen
Hamburg – Schafft der FC St. Pauli erneut eine Überraschung gegen ein erstklassiges Team? Die Kiezkicker möchten den Schwung aus den letzten Begegnungen mitnehmen und am Sonntag (15.30 Uhr) gegen Eintracht Frankfurt wieder wichtige Punkte im knappen Abstiegskampf einfahren.
Dass die Mannschaft dazu in der Lage ist, hat sie bereits unter Beweis gestellt. So sicherte man sich ein Unentschieden gegen RB Leipzig (1:1) und feierte einen Sieg gegen den VfB Stuttgart (2:1). Insgesamt präsentiert sich das Team von Trainer Alexander Blessin (52) im Jahr 2026 gut und liegt in der Rückrundentabelle sogar zwei Punkte vor der Eintracht.
„Das ist eine Momentaufnahme, aber wir dürfen jetzt nicht nachlassen“, mahnte der 52-Jährige. Ähnlich wie die Negativserie in der Hinrunde wird auch die aktuelle kleine Erfolgsserie kritisch betrachtet.
„23 Punkte werden nicht ausreichen, wir hatten unsere Schwächephase in der Hinrunde. Jetzt gilt es, an diese Leistungen anzuknüpfen“, betonte Blessin. Schon im vergangenen Jahr hatte sein Team unglückliche Niederlagen hinnehmen müssen, Anfang 2026 setzte sich das fort. „Wir waren nahe dran, sind aber dran geblieben und haben weiterhin an unseren Schwachstellen gearbeitet.“
Dabei stand besonders die Verbesserung von Kompaktheit, Stabilität und Mut beim Herausrücken im Fokus. Durch die jüngsten Erfolge hat sein Team das notwendige Selbstvertrauen getankt, um Spiele für sich zu entscheiden, zudem kehrt auch etwas Spielglück zurück.
Als nächster Gegner wartet nun jedoch eine Eintracht, die unter ihrem neuen Trainer Albert Riera (43) wieder etwas an Fahrt gewonnen hat, auch wenn auswärts bislang kein Sieg gelang.
„Es wird spannend, weil sie viele flexibel einsetzbare Spieler haben. Wir müssen herausfinden, wie wir damit umgehen“, erläuterte Blessin, der aber auch klare Muster bei der Eintracht erkannte.
Unter Riera hat die Mannschaft zudem ihre zuvor fehlende defensive Stabilität zurückgewonnen. „Sie kassieren zuletzt nur wenige Gegentore, was früher ihr größtes Problem war“, erklärte der Trainer.
Ein besonderes Augenmerk bei der Vorbereitung dürfte auf dem Frankfurter Angreifer Jonathan Burkardt (25) liegen. Der Stürmer traf in drei Duellen gegen St. Pauli viermal, darunter einen Doppelpack im Hinspiel.
„Er ist ein kompletter Spieler mit großer Dynamik und starkem Ballbesitz“, lobte Blessin. „Auch im Strafraum besitzt er eine hervorragende Antizipation und findet intuitiv die richtige Position.“ Gelingt es, den 25-Jährigen in den Griff zu bekommen, ist ein weiterer Erfolg durchaus möglich.