St.-Pauli-Blog: Ein ungewöhnliches Wiedersehen im Nordduell – Schiedsrichter leitete bereits das Hinspiel
Hamburg – Wer sichert sich wichtige Punkte im Abstiegskampf? Am Sonntag um 17:30 Uhr empfängt der FC St. Pauli Werder Bremen zum spannenden Nordderby am Millerntor.
Der Unparteiische ist beiden Teams vertraut, da er bereits das Hinspiel leitete.
In unserem St.-Pauli-Blog informieren wir Euch über alle Neuigkeiten rund um den Klub, mögliche Transfers und alles Wissenswerte aus dem Millerntor-Stadion.
Ein seltenes Ereignis: Am Sonntag (17:30 Uhr) wird Sören Storks (37) das mit Spannung erwartete Abstiegsduell zwischen dem FC St. Pauli und Werder Bremen pfeifen. Der gelernte Zimmermann war auch beim Hinspiel an der Weser im Einsatz, das Werder mit 1:0 gewann.
St. Pauli verbindet mit Storks bessere Erinnerungen an das Spiel gegen Heidenheim im November, das mit 2:1 gewonnen wurde – trotz einer umstrittenen roten Karte gegen Eric Smith (29). Unter seiner Leitung gab es außerdem zwei weitere Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen.
Werder Bremen weist unter Storks ebenfalls eine negative Bilanz auf: vier Siege, drei Remis und fünf Niederlagen.
Vor dem direkten Aufeinandertreffen der beiden Teams erreichte beide Klubs eine traurige Nachricht: Sepp Piontek verstarb im Alter von 85 Jahren.
Der in Polen geborene, aber in Ostfriesland aufgewachsene Piontek absolvierte von 1960 bis 1972 mehr als 300 Pflichtspiele für Werder Bremen, bevor er zwischen 1971 und 1975 auch als Trainer für die Grün-Weißen tätig war.
Nach weiteren Stationen, unter anderem bei Fortuna Düsseldorf und auf Haiti, führte Piontek seine Karriere bei St. Pauli fort, wo er die Kiezkicker in 39 Zweitliga-Spielen betreute.
Mehr Details zum Tod von Sepp Piontek findet Ihr im Artikel „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.
Beim 2:1-Erfolg gegen den VfB Stuttgart war Manolis Saliakas (29) auf der rechten Seite besonders präsent und krönte seine Leistung mit dem Führungstor zum 1:0. Was danach folgte, war berührend.
„Schon als der Ball zu mir kam, dachte ich ans Torjubeln“, berichtete der Grieche nach der Begegnung. „Ich hatte einfach so viel Platz.“ Mit einem sehenswerten Schuss über den Spann erzielte er das Tor. „Es ist ein tolles Gefühl, gerade wenn es so ein wichtiges Tor ist.“
Sein Jubel war deutlich: Saliakas steckte sich einen Ball unter das Trikot und den Daumen in den Mund. „Meine Frau ist schwanger“, verriet er stolz. „Es wird ein Junge, der Geburtstermin ist im Juni.“
Gut, dass zu diesem Zeitpunkt die Sommerpause ist und Saliakas sich dann ganz auf seine zukünftigen Vaterpflichten konzentrieren kann.
Der FC St. Pauli braucht dringend Punkte im Abstiegskampf, während der VfB Stuttgart um die Champions-League-Ränge kämpft. Mit einem Sieg könnten die Schwaben zudem einen Bundesliga-Rekord aufstellen.
Der VfB gewann zuletzt dreimal auswärts klar – 4:0 in Bremen, 4:1 in Leverkusen und 3:0 in Gladbach. Sollte es am Millerntor erneut gelingen, mit mindestens drei Toren Differenz zu gewinnen, wäre das deutschlandweit eine Premiere.
Bislang schaffte das noch kein Bundesliga-Team. Der VfB Stuttgart teilt mit dem FC Bayern (jeweils 2-mal), RB Leipzig (2-mal) und dem VfL Bochum die bisherige Bestmarke.
Benjamin Brand (36) wird am Samstag (15:30 Uhr) die Partie des FC St. Pauli gegen den VfB Stuttgart leiten. In dieser Spielzeit hat der Betriebswirt bereits beide Klubs einmal gepfiffen.
Die Bilanz der Kiezkicker unter Brand ist ordentlich: Aus 16 Spielen wurden sieben Siege sowie zwei Unentschieden erzielt. Er leitete auch die 1:2-Niederlage St. Paulis beim SC Freiburg in dieser Saison.
Beim VfB sieht die Statistik anders aus: sechs Siege, vier Unentschieden und nur eine Niederlage. Zuletzt war Brand beim 3:3 der Schwaben gegen Borussia Dortmund am 11. Spieltag im Einsatz.
Dem FC St. Pauli droht gegen den VfB Stuttgart erneut der Ausfall von zwei wichtigen Spielern. „Bei Hauke Wahl (31) besteht noch Hoffnung, doch sie schwindet von Tag zu Tag. Für das Spiel am Samstag wird es wahrscheinlich nicht reichen. Bei Eric Smith (29) habe ich noch eine kleine Hoffnung, dass er einsatzfähig ist“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52). Sonst steht ihm der erwartete Kader zur Verfügung.
Das Defensivduo fehlte bereits beim Pokalspiel in Leverkusen am Dienstag.
Nach dem Ausfall von Ricky-Jade Jones (23) wird ein Spieler aus der U23 eine Chance erhalten: „Romeo Aigbekaen, Max Herrmann oder Nick Schmidt werden wir anschauen“, so Blessin. „Wir müssen sehen, wen wir für das Spiel auswählen.“
Der englische Stürmer Jones zog sich im DFB-Pokal-Viertelfinale bei Bayer Leverkusen einen Syndesmoseriss am rechten Sprunggelenk zu und benötigt eine Operation.
„Das trifft uns hart und ist sehr bitter“, sagte Blessin vor dem Spiel am Samstag (15:30 Uhr/Sky) gegen den Champions-League-Anwärter VfB Stuttgart. „Seine Schnelligkeit war eine seiner größten Stärken.“
Jones soll am kommenden Montag operiert werden. Es ist nicht die erste Verletzung des Angreifers: Kurz nach seiner Ankunft in Hamburg musste er an der linken Schulter operiert werden und fiel monatelang aus. Erst im Dezember bestritt er sein erstes Ligaspiel für St. Pauli.
Ex-Nationaltorwart René Adler war als ZDF-Experte beim Pokalspiel in Leverkusen dabei und bewertete die Lage bei St. Pauli.
„Schon in Augsburg kam man gut ins Spiel, hatte bessere Chancen und müsste eigentlich führen“, erklärte er und zog Parallelen zum Spiel am Dienstag. „Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison: Gegen starke Gegner spielt man oft gut, stellenweise sogar besser.“
Doch es fehlten die Tore. „Irgendwann muss einfach mal so ein blödes, billiges Tor fallen“, riet er Trainer Alexander Blessin (52). „Torschusstraining hilft, Automatismen müssen verbessert werden – und irgendwann braucht man einfach auch Matchglück.“
Adler ist überzeugt, dass mit weiter harter Arbeit das Glück zurückkommen wird. „Mehr kann man kaum tun.“
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat am Mittwoch die genauen Ansetzungen für die Spieltage 25 bis 27 bekanntgegeben. Für den FC St. Pauli ergeben sich dabei folgende Termine:
Ein weiteres Problem: Der FC St. Pauli muss im DFB-Pokal-Viertelfinale bei Bayer Leverkusen nicht nur auf Hauke Wahl (31), sondern auch auf Eric Smith (29) verzichten. Der Schwede verletzte sich bereits im Bundesliga-Spiel gegen den FC Augsburg und konnte nicht rechtzeitig fit werden.
Deshalb veränderte Trainer Alexander Blessin (52) seine Mannschaft deutlich. James Sands (25) rückt ins Zentrum der Abwehr, während Neuzugang Mathias Rasmussen (28) seine Position im Mittelfeld übernimmt.
Ein denkbar ungünstiges Omen: Florian Badstübner (35) wird am Dienstagabend (20:45 Uhr) das Pokalspiel von St. Pauli bei Bayer Leverkusen leiten.
Die Kiezkicker konnten unter seiner Leitung nur eine von neun Partien gewinnen. Zuletzt pfiff er die Hamburger beim 2:3 in München in der Vorsaison.
Die Bilanz der Werkself unter Badstübner ist etwas besser: Zwei Siege aus vier Spielen. Sein letzter Einsatz bei Leverkusen datiert ebenfalls aus der Vorsaison – ein 2:2 bei Werder Bremen.
Oladapo Afolayan (28) verließ den FC St. Pauli noch während der Wintertransferperiode und verabschiedete sich emotional via Instagram, da er sich nicht persönlich von den Fans verabschieden konnte.
„Drei Jahre lang war Hamburg mein Zuhause, und ihr habt mir und meiner Frau das Gefühl gegeben, willkommen und geliebt zu sein. Wir haben gemeinsam besondere Momente erlebt und Großartiges erreicht“, schrieb der 28-Jährige. Es falle ihm schwer, diese Worte zu schreiben.
„Ihr habt mir geholfen, Träume zu verwirklichen – einen Meistertitel zu gewinnen und in der Bundesliga zu spielen. Es war eine Ehre, das Trikot zu tragen und für euch zu spielen.“
Zum Schluss bedankte sich der Offensivspieler bei Weggefährten, darunter Ex-Trainer Fabian Hürzeler (32). Trainer Alexander Blessin wurde nicht erwähnt.
Das Kapitel St. Pauli ist für Oladapo Afolayan (28) vorbei: Er wechselte zu den Blackburn Rovers. Obwohl er bei Coach Alexander Blessin in Ungnade fiel, fand der Trainer zum Abschied wohlwollende Worte.
„Dapo war ein verdienter Spieler bei St. Pauli und ist untrennbar mit der Aufstiegssaison verbunden, in der er viel geleistet hat“, betonte der 52-Jährige.
Dass sich die Wege trennen, sei zum Wohle aller. „Es lief nicht optimal, aber das gehört zum Fußball dazu“, erläuterte Blessin.
Fin Stevens (23) und Oladapo Afolayan (28) werden wohl keine Teamkollegen bleiben. Wie Football League World berichtet, ist ein Transfer des Rechtsverteidigers zu den Blackburn Rovers geplatzt.
Stattdessen steht eine Rückkehr zu seinem ehemaligen Klub Oxford United bevor, der großes Interesse zeigt.
Allerdings drängt die Zeit, denn das Team aus der englischen Championship kämpft gegen den Abstieg.
Oladapo Afolayan hat es vorgemacht, Fin Stevens könnte folgen: Der Rechtsverteidiger hat beim FC St. Pauli kaum Perspektiven und könnte wie Afolayan zu den abstiegsbedrohten Blackburn Rovers wechseln.
Laut Football League World steht Ryan Alebiosu (24) vor einem Transfer nach Genauerem, sollte dieser zustande kommen, wäre Stevens die Alternative.
Bei den Kiezkickern hat der zweifache walisische Nationalspieler keine Zukunft: In anderthalb Jahren brachte er es auf nur zwei Pflichtspieleinsätze, in dieser Saison stand er siebenmal im Kader, kam jedoch nicht zum Einsatz.
Die Personalie Oladapo Afolayan (28): Der Angreifer verlässt den FC St. Pauli und wechselt zu den Blackburn Rovers in die englische Zweite Liga.
Vor fast drei Jahren kam er ans Millerntor und avancierte schnell zum Publikumsliebling. Insgesamt bestritt er 93 Spiele, erzielte 16 Tore und bereitete sieben weitere vor.
Er trug maßgeblich zum Aufstieg bei, sein Doppelpack im vorletzten Spiel gegen den VfL Osnabrück bleibt unvergessen. Doch bereits in der vergangenen Saison reduzierte sich seine Rolle zunehmend, häufig spielte er nur als Joker.
Nach der letzten Spielzeit kritisierte er öffentlich den Trainer Alexander Blessin und dessen Spielstil – der Anfang vom Ende. In der laufenden Saison wurde er kaum eingesetzt und zuletzt gar nicht mehr in den Kader berufen.
Seit Samstag ist Taichi Hara (26) beim FC St. Pauli unter Vertrag. Dem Japaner dürfte bewusst sein, woran es den Kiezkickern derzeit fehlt – vor allem an torgefährlichen Aktionen in der Offensive.
Deshalb wird er wohl schnell gebraucht. Am Samstag trainierte er bereits mit dem Athletikcoach, am Sonntag folgte eine Einheit mit den Ersatzspielern.
„Am Montag starten wir bereits die Vorbereitung auf Leverkusen. Ich kann mir gut vorstellen, dass er dann im Kader steht“, sagte Trainer Alexander Blessin (52). „Mit seiner Größe und Spielweise kann er uns definitiv helfen.“
Mit der Verpflichtung von Taichi Hara (26) könnte sich für Oladapo Afolayan (28) beim FC St. Pauli das Ende abzeichnen, da er bei den Kiezkickern kaum noch eine Rolle spielt. Diesbezüglich könnte Bewegung in die Personalie kommen.
Aus England ist zu hören, dass die Blackburn Rovers großes Interesse zeigen. St. Pauli dürfte einem Wechsel bei einem angemessenen Angebot keine Steine in den Weg legen.
Beim Auswärtsspiel in Augsburg stand Afolayan erneut nicht im Kader.
Der FC St. Pauli muss beim Auswärtsspiel in Augsburg auf zwei Verteidiger verzichten. Adam Dzwigala (30) fällt mit einer Erkältung aus, ähnlich ergeht es Hauke Wahl (31).
Wahl verließ angeschlagen die Partie gegen RB Leipzig am Dienstag und konnte nicht rechtzeitig fit werden.
Ein weiteres unglückliches Zeichen: Sascha Stegemann (41) wird am Samstag (15:30 Uhr) die Begegnung des FC St. Pauli beim FC Augsburg leiten.
Unter seiner Leitung holten die Kiezkicker in 13 Spielen nur drei Siege, dazu kommen zwei Unentschieden und acht Niederlagen. In dieser Saison leitete er bereits das 0:2 bei VfB Stuttgart am vierten Spieltag.
Die Bilanz des FC Augsburg unter Stegemann ist ebenfalls verbesserungswürdig: Fünf Siege aus 26 Spielen und zwölf Niederlagen.
Tomoya Ando (27) startete bemerkenswert beim FC St. Pauli: Gegen Borussia Dortmund überzeugte er in der ersten Halbzeit, gegen RB Leipzig spielte er sogar 90 Minuten durch. Doch gegen Ende des Nachholspiels zeigte sich Müdigkeit.
„Er hat eine hervorragende Leistung gebracht“, lobte Alexander Blessin (52). „Mit seiner Qualität, Ruhe und Zweikampfstärke hat er die ganze Partie bravourös gemeistert.“ Nach dem Spiel fühlte Ando sich aber etwas erschöpft, was sich am Donnerstag bereits verbessert habe.
Dass Ando so schnell Fuß fasste, überrasche etwas, so der Trainer: „Er hatte drei Wochen Pause und ist erst seit drei Wochen wieder voll im Training.“ Da Adam Dzwigala (30) nach Gelbsperre zurückkehrt, ist ein weiterer Einsatz offen. „Wir müssen das Verletzungsrisiko abwägen. Momentan sieht es aber gut aus.“
Es ist eine kleine Überraschung, dass Jackson Irvine (32) aktuell für St. Pauli spielt. Eigentlich war nach der Meldung über Probleme am operierten linken Fuß keine baldige Rückkehr erwartet worden.
„Es ist immer eine Frage von Schmerzen, wie er das schafft. Wir kontrollieren das jede Woche neu“, erklärte Blessin (52). Wie lange Irvine spielen kann, ist unklar.
„Es hängt davon ab, wie gut er die Schmerzen erträgt – ob mit 400 oder 800 mg Ibuprofen. Wir wollen es nicht überstrapazieren.“
„Wir setzen auf Zeit und Besserung. Ich bin froh, dass er so dabei ist. Großes Lob an ihn, dass er trotz Schmerzen der Mannschaft helfen will. Er ist unser Kapitän und seine Anwesenheit im Team ist enorm wichtig“, unterstrich der Coach.
Mit Joel Chima Fujita (23) und Tomoya Ando (27) hat St. Pauli schon zwei Japaner im Kader, dazu kommt Zeugwart Kenta Kambara. Mit Taichi Hara (26) könnte sich die Zahl bald erhöhen.
„Das sind großartige Charaktere mit einer starken Mentalität“, sagte Trainer Alexander Blessin (52). Schon vor seiner Zeit bei St. Pauli hatte er mit zwei Japanern zusammengearbeitet. „Sie setzen sehr schnell um, was man von ihnen verlangt, weil sie eine hohe Arbeitsmoral besitzen.“
Zur Personalie Hara wollte er sich noch nicht endgültig äußern: „Wer weiß, was noch kommt.“
Beim Nachholspiel gegen RB Leipzig zeigte St. Pauli am Dienstag eine starke Leistung und legte insgesamt rund 128 Kilometer Laufleistung hin. Einige Spieler klagten nach dem Spiel über kleinere Beschwerden, größere Ausfälle sind aber nicht zu erwarten.
„Ich gehe davon aus, dass niemand ausfallen wird“, erklärte Alexander Blessin (52). Am Mittwoch hätten einige Spieler schlecht gefühlt, doch am nächsten Tag habe sich das wieder gebessert.
Damit dürfte gegen Augsburg der gleiche Kader wie am Dienstag zur Verfügung stehen. Allerdings wird Adam Dzwigala wohl nach seiner Sperre zurückkehren, dafür dürfte Jannik Robatsch (21) weichen.
Weiterhin fehlen die langzeitverletzten David Nemeth (24), Connor Metcalfe (26) und Andréas Hountondji (23).
Tomoya Ando (27) lieferte beim Spiel gegen RB Leipzig ein starkes Startelf-Debüt ab und erhielt von Abwehrchef Hauke Wahl (31) Lob.
„Tolles Spiel“, sagte Wahl. Vor allem in der ersten Halbzeit habe Ando viele Lösungen mit dem Ball gefunden. „Gegen Ende wurde er müde, was man ihm aber nicht vorwerfen kann.“ Schließlich hatte er seit Anfang Dezember kein vollwertiges Spiel mehr bestritten.
Der Japaner fügt sich gut bei den Kiezkickern ein, was für Wahl erstaunlich ist. „Er spricht kaum Deutsch, kann nur über Kenta kommunizieren.“
„Das ist nicht einfach in einer fremden Stadt und einem fremden Land ohne Sprache zu spielen. Dafür ziehe ich meinen Hut.“
Die beiden Defensivspieler hätten bisher wenig gesprochen. „Wir lächeln uns manchmal an. Er ist ein guter Junge“, so Wahl. „Ich habe mal einen Scherz über Kenta gemacht, da hat er mitgelacht. Er hat mich fast in den Schwitzkasten genommen – da habe ich doof geguckt.“
In Zukunft könnten sie öfter gemeinsam spielen, Ando ist mehr als nur eine Alternative in der Defensive.
Mit Joel Chima Fujita (23) und Tomoya Ando (26) hat St. Pauli bereits zwei Japaner verpflichtet, nun steht offenbar ein dritter bevor: Laut Medienberichten kurz vor der Verpflichtung steht Taichi Hara (26).
Kyoto Sanga, Haras aktueller Verein, bestätigte bereits, dass der Stürmer den Klub verlassen möchte. Eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus.
Mit dem 1,91 Meter großen Angreifer reagiert St. Pauli auf die anhaltende Offensive Flaute. Ein Vorteil: Haras Vertrag läuft zum 31. Januar aus, womit er ablösefrei wäre.
Auch Danel Sinani (28) durfte sich gegen Leipzig über einen Startelf-Einsatz freuen. Nach einer Verletzungspause Anfang des Jahres war es sein zweiter Einsatz 2026.
Im Stadtderby gab ihm Alexander Blessin (52) ab der 65. Minute Spielzeit.
Der Trainer zeigte sich zufrieden mit Sinanis Leistung, auch wenn der Luxemburger einige Entscheidungen im Spiel noch besser treffen könnte. Beide waren sich darin einig.
„Ich ärgere mich über zwei verspielt Bälle“, reflektierte Sinani nach dem Spiel. „Diese Entscheidungen muss ich besser treffen.“
Blessin bewertete Sinanis Auftritt aus zwei Blickwinkeln: „In der aktuellen Schwächephase hat er weniger Bälle gehalten und die Pässe nicht optimal gespielt. Aber gerade diese Ballsicherheit, das Einsetzen des Körpers und das Finden von Lösungen haben uns zu Beginn sehr geholfen. Auch seine Pässe nach vorne waren gut.“
Manolis Saliakas (29) hatte lange auf seinen Einsatz gewartet – den er sich, wie Alexander Blessin nach dem 1:1 gegen RB Leipzig bestätigte, hart erarbeitet hat.
„Er hat nie den Mut verloren und deshalb hat er es jetzt verdient“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Nach seinem ersten Einsatz seit dem 1. November, direkt von Beginn an, zeigte Saliakas gute Leistungen und brachte vor allem wichtige Impulse über die rechte Seite.
Dass er so lange ausfiel, lag einerseits daran, dass Arkadiusz Pyrka (23) die Position zuletzt „gut ausgefüllt“ hatte, andererseits verpasste Saliakas wegen Verletzungen zwei komplette Vorbereitungen.
Der FC St. Pauli sucht dringend eine Verstärkung für die Angriffslinie. Laut dem argentinischen Sportjournalisten Uriel Lugt hat man ein Auge auf Rodrigo Castillo (26) von Lanús geworfen.
Der abstiegsbedrohte Bundesligist soll ein Leihangebot unterbreitet haben, das Lanús jedoch ablehnte. Ob der Argentinier, der erst im Sommer gekommen ist und sieben Tore in 16 Spielen erzielte, sofort helfen kann, ist fraglich. Es wäre seine erste Station außerhalb Argentiniens.
„Das Transferfenster ist ja noch offen“, schmunzelte St.-Pauli-Cheftrainer Alexander Blessin (52) bei der Pressekonferenz vor dem Nachholspiel gegen RB Leipzig am Dienstagabend. Bedeutet das Verstärkung für den Angriff?
Zuletzt kamen mit Mathias Rasmussen (28) und Tomoya Andō (27) Spieler für das zentrale Mittelfeld und die Abwehr hinzu. Aufgrund vieler Ausfälle auf verschiedenen Positionen sei die Flexibilität wichtiger geworden.
Ob Sportchef Andreas Bornemann (54) aktuell mit einem neuen Stürmer verhandelt, bleibt offen. Blessins Reaktion lässt jedoch darauf schließen.
Für Scott Banks endet die Zeit beim englischen Drittligisten FC Blackpool. Der 24-Jährige wechselt zum Ligakonkurrenten Barnsley FC, um dort weitere Spielpraxis zu sammeln.
Banks war seit Sommer 2025 auf Leihbasis bei Blackpool und absolvierte 14 Einsätze, bei denen ihm ein Treffer gelang.
Der Schotte wechselte im August 2023 zunächst leihweise zum FC St. Pauli und wurde im Sommer 2024 fest von Crystal Palace verpflichtet. Für St. Pauli stand er bislang 16 Mal auf dem Feld.
Der FC St. Pauli hatte lange auf die Rückkehr von Morgan Guilavogui (27) gehofft, doch der Franzose entschied sich für einen Wechsel in die MLS in die USA. Wie das Abendblatt berichtet, unterschrieb er bei Real Salt Lake City einen Vertrag bis 2029.
Der US-Klub bot eine Ablösesumme von sechs Millionen Euro plus Boni, die für St. Pauli nicht zu stemmen war.
Sportchef Andreas Bornemann (54) muss sich jetzt nach anderen Offensivverstärkungen umsehen.
St. Paulis Tempodribbler Ricky-Jade Jones (23) stellte im Derby gegen den HSV einen neuen Saisonrekord auf: Er wurde mit 36,46 km/h gemessen – schneller war in dieser Spielzeit kein Profi unterwegs.
Der Sprint entstand nach einer eigenen Ecke, als er beim anschließenden Konter des HSV zurückeilte und im eigenen Strafraum per Kopf klärte.
Im Nachholspiel gegen RB Leipzig am Dienstag fehlt Adam Dzwigala (30) dem FC St. Pauli. Der Pole sah im Derby gegen den HSV seine fünfte Gelbe Karte. Trainer Alexander Blessin (52) hat vor allem zwei Alternativen.
Entweder feiert Winter-Neuzugang Tomoya Ando (27) sein Startelf-Debüt, der gegen den BVB bereits vielversprechende Ansätze zeigte. Oder Eric Smith (29) rückt zurück ins Abwehrzentrum, wohin Hauke Wahl (31) auf seine angestammte rechte Position in der Dreierkette wechselt. Nach der Verpflichtung von Mathias Rasmussen (28) ist Letzteres vermutlich wahrscheinlicher.
Blessin wollte sich nach dem Derby noch nicht zu seinen Plänen äußern.
Eintracht Frankfurt sucht nach der Entlassung von Dino Toppmöller (45) einen neuen Trainer. Laut Bild stehen neben Favorit Marco Rose (49) auch Sandro Schwarz (47), Tobias Strobl (38) und Alexander Blessin (52) auf der Liste.
Der aktuelle St.-Pauli-Trainer hatte der Eintracht vor zwei Jahren im Conference-League-Achtelfinale mit Union Saint-Gilloise das Fürchten gelehrt. Ob an den Gerüchten etwas dran ist, bleibt abzuwarten.
Positive Nachrichten bei St. Pauli: Kapitän Jackson Irvine (32) könnte beim Stadtderby gegen den HSV am Freitag wieder im Kader stehen, gab Coach Alexander Blessin (52) auf der Pressekonferenz am Mittwoch bekannt.
Der Australier befinde sich zwar noch „in der Testphase“, doch die Belastungstests seien gut verlaufen. Man müsse dennoch beobachten, wie Irvines Körper in den kommenden Tagen und Wochen reagiere. Gerade bei einem solchen Highlight-Spiel sei seine Anwesenheit in der Kabine und auf der Bank sehr wichtig.
Auch Danel Sinani (28) könnte zurückkehren. Bei Connor Metcalfe (26) sei der Einsatz noch fraglich, so Blessin.
Schiedsrichter-Chef Knut Kircher (56) äußerte sich auf einem Treffen mit Journalisten zu zwei umstrittenen Entscheidungen vom vergangenen Spieltag, darunter das harte Foul von Nico Schlotterbeck (26) an Arkadiusz Pyrka (23).
Der BVB-Spieler sah während des Spiels nur Gelb, sehr zum Ärger von Trainer Alexander Blessin (52): „Das war klares Foulspiel, kein Ballkontakt, knöchelhoch – normalerweise Rote Karte nach einer Viertelstunde.“
Kircher erklärte, dass er froh sei, dass beide Szenen – auch das Foul von Nicolas Seiwald gegen Leon Goretzka – gleich bewertet wurden, wünschte sich aber eine härtere Bestrafung.
„Am liebsten wäre mir, es wäre einheitlich richtig entschieden worden“, so Kircher, der sich für eine Rote Karte und eine Eingriff des VAR aussprach.
Vor dem Derby gegen den HSV wurde Hauke Wahl (31) auf Ricky-Jade Jones (23) angesprochen und wie das Team ihn aufgebaut habe. Seine Antwort war klar.
„Natürlich war Ricky enttäuscht, das ist normal, wenn man glaubt, schuld zu sein“, erklärte Wahl. „Aber das ist Unsinn, es ist nicht seine Schuld.“ Fußball sei ein Sport mit Fehlern, so der Verteidiger. „Das haben wir ihm mehrfach gesagt.“
Man gewinne und verliere gemeinsam, machte Wahl deutlich. „Natürlich tat er mir leid, er war geknickt, aber wir haben ihm viel Rückhalt gegeben.“
St. Paulis Kapitän Jackson Irvine nahm am Dienstag überraschend am Training teil. Der Australier absolvierte Pass- und Spielformen, verließ nach etwa 45 Minuten jedoch den Platz.
Ben Voll und Connor Metcalfe fehlten weiter, Danel Sinani trainierte nur eingeschränkt mit.
Nach etwas mehr als einer Stunde wurde Tomoya Ando eingewechselt und gab damit sein Pflichtspieldebüt. Am Ende ärgerte auch er sich über die unglückliche 2:3-Niederlage.
„Es war eine besondere Atmosphäre und ich freue mich über meinen ersten Einsatz“, sagte er nach dem Spiel. „Leider haben wir verloren.“
Er blickte bereits voraus: „Nächste Woche ist das Derby. Wir wollen das Spiel gewinnen – egal wie.“
Vor dem Duell gegen den BVB äußerte sich Eric Smith (29) bei Sky zur Lage des FC St. Pauli: „Wir müssen uns selbst in Frage stellen und jeden Tag hart arbeiten, um da rauszukommen.“
Hoffnung macht ihm, dass die Kiezkicker in der vergangenen Saison in einer ähnlichen Situation waren.
Ein gutes Omen? Harms Osmers (40) wird am Samstag das Spiel von St. Pauli bei Borussia Dortmund leiten. Unter seiner Leitung trafen die Teams schon einmal aufeinander – mit dem besseren Ende für die Kiezkicker.
2022 standen sich beide Klubs im DFB-Pokal-Achtelfinale im leeren Millerntor-Stadion gegenüber. Damals setzte sich der Zweitligist nach Toren von Etienne Amenyido und einem Eigentor von Axel Witsel mit 2:1 durch. Der Ehrentreffer von Erling Haaland war zu wenig.
Eine Wiederholung dieses Erfolgs würde in Hamburg sicher niemand ablehnen.
Der Schock über den erneuten Ausfall von Kapitän Jackson Irvine (32) sitzt tief. Wie es mit dem Australier weitergeht, ist noch unklar. „Das wird sich in der nächsten Woche oder in zehn Tagen zeigen“, sagte Trainer Alexander Blessin (52) am Donnerstag.
Er bestätigte, dass eine mögliche weitere Operation im Raum steht. Zunächst werden jedoch „fast tägliche“ MRT-Untersuchungen des verletzten Knöchels gemacht und Gespräche mit dem Operateur geführt. Eine Prognose möchte Blessin nicht abgeben. „Das ist schwer für mich als Außenstehenden.“
Kommt es zur erneuten Operation, wäre die Saison für Irvine wohl vorbei, ebenso die WM-Teilnahme. Nach der ersten OP hatte sich die Rückkehr über ein halbes Jahr hingezogen.
Die späte Niederlage beim VfL Wolfsburg hat Spuren bei den FC St. Pauli-Profis hinterlassen. „Es tut sehr weh, aber wir kennen diese Situation schon“, sagte Kapitän Eric Smith (29) nach dem Spiel.
„Ich weiß nicht, wie oft ich das schon gesagt habe, aber wir müssen aus unseren Fehlern lernen“, zeigte sich der Schwede frustriert. St. Pauli hatte in der zweiten Hälfte alles im Griff, kassierte aber kurz vor Schluss den entscheidenden Treffer.
„Uns wird gesagt, was wir tun sollen, aber wir setzen es nicht um“, ärgerte er sich weiter. „Wir haben nicht die besten Einzelspieler, deshalb ist es umso wichtiger, dass wir uns gegenseitig helfen – und das machen wir nicht ausreichend.“
Alexander Blessin (52) wollte nach der Niederlage nicht groß über den von Hauke Wahl (31) verursachten Handelfmeter sprechen – und schon gar nicht über das Verhalten von Wolfsburg-Coach Daniel Bauer (43), der vehement den VAR forderte.
Stattdessen kritisierte Sky-Experte Didi Hamann (52) den FCA-Coach scharf: „Sein Verhalten war eine Frechheit, unsportlich und müsste bestraft werden. Solche Reaktionen kennt man sonst nur aus fernen Ländern. Er ist noch jung in der Bundesliga, sollte das aber unterlassen.“
Schiedsrichter Frank Willenborg (46) hatte die Szene zunächst nicht geahndet, erst nach VAR-Eingriff gab es den Handelfmeter.
Stille im Stadion: Ab etwa der 60. Minute herrschte während des Spiels gegen Wolfsburg im Volkswagen-Stadion Schweigen. Grund war ein medizinischer Notfall, weswegen beide Fanlager den Support einstellten.
In der 72. Minute gab es kurz Applaus, danach setzten die Fans ihren Gesang wieder fort.
Der Stadionsprecher teilte kurz darauf mit, dass die betroffene Person versorgt und stabil sei.
Endlich geht es für den FC St. Pauli wieder los. Für Kapitän Eric Smith (28) war die Pause sogar noch länger. „Es fühlt sich lang an, da ich vor Weihnachten gesperrt war“, sagte er am Sky-Mikrofon vor dem Spiel.
Angesichts der schwierigen Situation starteten die Kiezkicker früh in die Vorbereitung. „Wir wollen uns in allen Bereichen verbessern“, erklärte Smith. St. Pauli muss weiterhin auf den verletzten Jackson Irvine (32) verzichten.
„Das ist ein harter Schlag, aber wir versuchen das Beste daraus zu machen. Für jede Mannschaft ist es schwierig, wenn der Kapitän fehlt“, betonte Smith, der mit einem Sieg ins Jahr 2026 starten möchte.
Schlechte Nachrichten für Jackson Irvine (32): Der Verein gab am Dienstag bekannt, dass der Kapitän erneut ausfällt. Es treten wieder Probleme am linken Fuß auf.
Im April des vergangenen Jahres war der Australier nach einer knöchernen Stressreaktion an diesem Fuß operiert worden. Erst im Oktober feierte er sein Comeback und zeigte seine Wichtigkeit für St. Pauli.
Jetzt muss Trainer Alexander Blessin (52) erneut auf diesen Ausfall reagieren.
Ein gutes Zeichen? Frank Willenborg (46) wird am Mittwochabend (18:30 Uhr) die Partie des FC St. Pauli beim VfL Wolfsburg leiten. Das ist eine positive Nachricht für die Kiezkicker.
Unter dem Realschullehrer aus Osnabrück konnte St. Pauli zwölf von 22 Spielen gewinnen, darunter die letzten drei in der Aufstiegssaison 2023/24. Sieben Spiele gingen verloren. Willenborg leitete mehr Partien von Bayer Leverkusen als von St. Pauli, doch die Hamburger haben mehr Siege eingefahren.
Mit Willenborg an der Pfeife gewann Wolfsburg fünf von acht Begegnungen und verlor drei.
Assistenten sind Robert Wessel (40) und Eric Müller (35). Der VAR ist Sören Storks (37).
Der FC St. Pauli verleiht Erik Ahlstrand bis Saisonende an Heracles Almelo in den Niederlanden. Der aktuelle Tabellen-17. der Eredivisie besitzt im Sommer zudem eine Kaufoption.
Ahlstrand kam bei St. Pauli bisher kaum zum Zug, obwohl ihm immer wieder Fortschritte bescheinigt wurden, so Sportchef Andreas Bornemann (56). Sein größtes Problem sei die starke Konkurrenz.
In zwei Jahren absolvierte Ahlstrand für die Profis nur sechs Kurz-Einsätze (insgesamt 41 Minuten), überzeugte jedoch bei der U23 in der Regionalliga Nord. Nun darf er sich auf höherem Niveau beweisen.
Das Wetter macht Sorgen: Aufgrund der unbeständigen Wetterlage ist noch offen, ob das Heimspiel des FC St. Pauli gegen RB Leipzig am Samstag (15:30 Uhr) termingerecht stattfinden kann.
Der Verein erklärte am Donnerstagmittag, dass man die Entwicklung genau beobachten müsse, um eine Entscheidung zu treffen.
„Alle Verantwortlichen arbeiten seit Tagen an verschiedenen Szenarien, um handlungsfähig zu bleiben und stehen in ständigem Austausch mit Fachleuten, Behörden, der DFL, Dienstleistern und vielen Beteiligten“, teilte ein Sprecher mit. Noch ist offen, ob das Spiel stattfinden wird.
An ihn hat St. Pauli keine guten Erinnerungen: Schiedsrichter Florian Exner (35) pfeift am Samstag (15:30 Uhr) das Spiel gegen RB Leipzig.
Der gelernte Jurist aus Münster feierte sein Debüt mit einem 3:2-Sieg im damaligen Topspiel gegen Greuther Fürth, doch schon beim zweiten Einsatz gab es viel Diskussion.
Exner leitete in der letzten Saison das Auswärtsspiel des VfB Stuttgart am Millerntor, das mit 0:1 verloren ging. Dabei zeigte er erst Siebe Van der Heyden (27) die rote Karte und dann in der Nachspielzeit Nikola Vasilj (30) innerhalb weniger Sekunden die Ampelkarte. Der Torwart musste von Mitspielern zurückgehalten werden, sonst hätte es wohl eine Auseinandersetzung mit dem Schiedsrichter gegeben.
Erik Ahlstrand (24) kam bei St. Pauli bislang kaum zum Einsatz, auch wenn sein guter Auftritt im Testspiel gegen Werder Bremen wenig daran änderte.
Sportchef Andreas Bornemann (54) zeigte sich zwar zufrieden mit der Entwicklung des Schweden, gab aber auch zu, dass ein Wechsel unter Umständen nicht ausgeschlossen sei.
Nun scheint genau das einzutreten: Laut der schwedischen Zeitung Expressen steht Ahlstrand kurz vor einem Wechsel zu Heracles Almelo in den Niederlanden.
Bisher absolvierte der 24-Jährige für die Profis nur fünf Kurzeinsätze in der Liga und einen im DFB-Pokal.
Auf die Verletzung von Simon Spari (23) reagierte St. Pauli mit der Verpflichtung von Emil Gazdov (22) für das Torwartteam. Der Keeper wird vom CF Montréal bis Saisonende ausgeliehen, mit Kaufoption.
„Emil ist sehr dynamisch und explosiv, strahlt zugleich Ruhe und Souveränität aus. Er antizipiert gut bei langen Bällen und traut sich auch zu, das Tor für Defensivaktionen zu verlassen. Im Spielaufbau agiert er ruhig und abgeklärt“, freute sich Trainer Alexander Blessin (52) über seinen zweiten Winter-Neuzugang.
Gazdov besitzt die kanadische und bulgarische Staatsbürgerschaft, wurde bei den Vancouver Whitecaps ausgebildet und spielte später für Pacific FC. Von Oktober 2020 bis Februar 2022 stand er im Tor der U19 des 1. FC Nürnberg, bevor er nach Kanada zurückkehrte. Zuletzt war er ein halbes Jahr an Valour FC ausgeliehen.
Gazdov äußerte sich zu seinem Wechsel: „Ich freue mich auf die neue Herausforderung beim FC St. Pauli. Die Zeit in Hamburg möchte ich nutzen, um mich fußballerisch weiterzuentwickeln und so viele Erfahrungen wie möglich bei einem Bundesligateam zu sammeln.“
Das Testspiel gegen Werder Bremen (15:30 Uhr) wird vor Zuschauern stattfinden. Dennoch bietet der Verein allen Fans, die wegen der Witterung oder anderer Gründe nicht erscheinen können, eine Alternative an.
Diese können ihr Ticket bis 13:30 Uhr auf dem offiziellen Zweitmarkt-Portal zum Verkauf einstellen. Andere Fans übernehmen die Karten oder die Käufer erhalten eine Rückerstattung.
Ein späterer Verkauf ist ebenfalls möglich. Außerdem denkt der Verein über ein kostenloses Ticket für ein weiteres Testspiel nach.
Bittere Nachrichten für Andreas Hountondji (23): Nach einem Haarriss im linken Sprunggelenk wird der Stürmer vorerst ausfallen.
Das gab der FC St. Pauli am Freitagmorgen bekannt. Hountondji zog sich die Verletzung im letzten Auswärtsspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am 21. Dezember zu. Die Diagnose wurde durch weitere ärztliche Untersuchungen bestätigt.
Tabelle der 1. Bundesliga
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende ist Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) spielt in der Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga um den Klassenerhalt.