St.-Pauli-Blog: FC St. Pauli nimmt Abschied von Ex-Trainer Sepp Piontek
Hamburg – Am Sonntag um 17.30 Uhr empfängt der FC St. Pauli im Abstiegskampf den Werder Bremen.
Vor dem Aufeinandertreffen erreichte beide Klubs eine traurige Nachricht.
In unserem St.-Pauli-Blog findet ihr alle aktuellen Meldungen zum Team, potenziellen Transfers und weiteren Ereignissen rund um das Millerntor-Stadion.
Unmittelbar vor dem Direktduell zwischen St. Pauli und Werder Bremen haben die Vereine eine traurige Nachricht erreicht: Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren verstorben.
Der ursprünglich aus Polen stammende Piontek, der in Ostfriesland seine Jugend verbrachte, war zwischen 1960 und 1972 Spieler bei Werder Bremen und bestritt über 300 Pflichtspiele für Grün-Weiß. Im Anschluss an seine aktive Laufbahn übernahm er von 1971 bis 1975 auch das Traineramt bei Werder.
Nach seinen Stationen bei Fortuna Düsseldorf und auf Haiti wechselte Piontek zu St. Pauli, wo er die „Kiezkicker“ in 39 Zweitligapartien betreute.
Weitere Details zum Leben und Wirken von Sepp Piontek findet ihr im Beitrag „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist verstorben“.
Manolis Saliakas (29) zeigte sich beim 2:1-Sieg des FC St. Pauli gegen den VfB Stuttgart auf der rechten Abwehrseite äußerst engagiert und krönte seine Leistung mit dem 1:0-Führungstreffer. Ein besonderer Moment folgte darauf.
„Ich hatte schon über meinen Jubel nachgedacht, als der Ball zu mir kam“, gab der Grieche nach dem Spiel zu. „Ich hatte einfach enorm viel Platz.“ Saliakas ließ den Ball sehenswert am Spann entlanggleiten und erzielte ein schönes Tor. „Es ist ein tolles Gefühl, ein Tor zu machen, besonders wenn es so bedeutend ist.“
Sein Jubel war deutlich: Er steckte sich den Ball unter das Trikot und hielt den Daumen im Mund. „Meine Frau ist schwanger“, verriet er stolz. „Es wird ein Junge, der Geburtstermin ist im Juni.“
Passend dazu fällt die Sommerpause – dann kann sich Saliakas in aller Ruhe auf seine künftigen Vaterpflichten konzentrieren.
Im Abstiegskampf braucht der FC St. Pauli unbedingt Punkte, während der VfB Stuttgart um die Teilnahme an der Champions League kämpft. Mit einem Sieg könnten die Schwaben sogar einen neuen Bundesliga-Rekord aufstellen.
Der VfB hat zuletzt dreimal auswärts klar gewonnen – mit 4:0 in Bremen, 4:1 in Leverkusen und 3:0 in Gladbach. Gelingt nun am Millerntor ein Sieg mit drei Toren Unterschied, würden die Stuttgarter Bundesliga-Geschichte schreiben.
Ein solcher Erfolg ist bislang keinem Bundesligisten gelungen. Aktuell steht der VfB punktgleich mit dem FC Bayern (zwei Mal), RB Leipzig (zwei Mal) und dem VfL Bochum.
Benjamin Brand (36) wird am Samstag um 15.30 Uhr das Spiel zwischen FC St. Pauli und VfB Stuttgart leiten. In dieser Saison hat der Betriebswirt bereits beide Teams gepfiffen.
Die Bilanz der Kiezkicker unter Brand kann sich sehen lassen: Von 16 Begegnungen wurden sieben gewonnen, dazu kamen zwei Unentschieden. In dieser Saison leitete er die 1:2-Niederlage von St. Pauli beim SC Freiburg.
Beim VfB sieht die Statistik anders aus: Sechs Siege, vier Unentschieden und nur eine Niederlage stehen zu Buche. Zuletzt war Brand beim 3:3 der Schwaben gegen Borussia Dortmund am 11. Spieltag im Einsatz.
Für St. Pauli droht gegen Stuttgart erneut der Ausfall von zwei wichtigen Spielern. „Bei Hauke Wahl (31) besteht noch Hoffnung, die schwindet aber von Tag zu Tag. Für das Spiel gegen den VfB wird es wohl nicht reichen. Bei Eric Smith (29) habe ich noch eine leise Hoffnung, dass er am Samstag dabei sein kann“, teilte Trainer Alexander Blessin (52) mit, der ansonsten auf den erwarteten Kader zurückgreifen kann.
Die beiden Verteidiger fehlten bereits bei der Pokalniederlage in Leverkusen am Dienstag.
Wegen des Ausfalls von Ricky-Jade Jones (23) erhält ein U23-Spieler die Chance: „Romeo Aigbekaen, Max Herrmann und Nick Schmidt stehen zur Auswahl“, erläuterte Blessin. „Wir werden sehen, wen wir für das Spiel nominieren.“
Der englische Stürmer Jones zog sich im DFB-Pokalviertelfinale bei Bayer Leverkusen einen Riss des Syndesmosebands im rechten Sprunggelenk zu und muss operiert werden.
„Das trifft uns hart, es ist sehr bitter“, kommentierte Trainer Blessin vor dem Spiel am Samstag (15.30 Uhr / Sky) gegen den Champions-League-Anwärter VfB Stuttgart. Besonders seine Schnelligkeit sei eine Stärke gewesen.
Jones soll am kommenden Montag operiert werden. Es ist nicht das erste Mal, dass der Angreifer verletzt ausfällt: Kurz nach seiner Ankunft in Hamburg musste er sich einer Schulteroperation unterziehen und fiel mehrere Monate aus. Erst im Dezember absolvierte er sein erstes Ligaspiel für St. Pauli.
Der ehemalige Nationaltorhüter René Adler war als ZDF-Experte beim Pokalspiel in Leverkusen dabei und bewertete die Lage der Kiezkicker.
„Schon in Augsburg hat das Team eigentlich gut gespielt, bessere Chancen gehabt und hätte eigentlich führen müssen“, erklärte Adler und sah Parallelen zum Spiel am Dienstagabend. „Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison: Gegen stärkere Gegner spielt man meist gut, oft sogar besser.“
Was aber fehle, seien die Tore. „Irgendwann muss mal so ein dummes, billiges Tor fallen“, meinte der Experte. Er empfahl Trainer Alexander Blessin, weiter daran zu arbeiten: „Man kann Torschusstraining machen, Automatismen üben, aber irgendwann braucht man auch einfach das nötige Matchglück.“
Adler war überzeugt: Wenn St. Pauli weiter hart arbeite, würde das Glück zurückkommen. „Mehr kann man kaum tun.“
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat am Mittwoch die exakten Ansetzungen für die Spieltage 25 bis 27 bekanntgegeben. Für den FC St. Pauli ergeben sich daraus folgende Termine:
Eine weitere schlechte Nachricht für St. Pauli: Im Viertelfinale des DFB-Pokals bei Bayer Leverkusen fehlen auch Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29). Smith zog sich im Bundesliga-Spiel gegen FC Augsburg am Samstag eine Verletzung zu und konnte nicht rechtzeitig fit werden.
Trainer Alexander Blessin änderte daraufhin die Aufstellung: James Sands (25) rückt ins Abwehrzentrum, der Neuzugang Mathias Rasmussen (28) übernimmt seine Position im Mittelfeld.
Ein schlechtes Omen? Florian Badstübner (35) wird am Dienstagabend (20.45 Uhr) das Pokalspiel von St. Pauli bei Bayer Leverkusen pfeifen.
Unter seiner Leitung konnte St. Pauli nur eine von neun Begegnungen gewinnen. Zuletzt leitete er die 2:3-Niederlage in München in der Vorsaison.
Bei der Werkself fällt die Bilanz etwas besser aus: Zwei der vier Spiele unter Badstübner wurden gewonnen. Sein letzter Einsatz bei Leverkusen war ein 2:2 gegen Werder Bremen in der Vorsaison.
Oladapo Afolayan (28) verließ den FC St. Pauli noch in der Wintertransferperiode. Da er sich nicht persönlich von den Fans verabschieden konnte, veröffentlichte er einen emotionalen Instagram-Post.
„Drei Jahre lang war Hamburg mein Zuhause. Ihr habt mir und meiner Frau das Gefühl gegeben, willkommen und geliebt zu sein. Wir haben besondere Momente und Erinnerungen geteilt und Unglaubliches erreicht“, bedankte sich der Engländer.
„Es fällt mir schwer, diese Worte zu schreiben“, gestand er offen.
„Ihr habt mir geholfen, einige Träume zu verwirklichen, indem ich einen Meistertitel holte und in der Bundesliga spielte. Es war mir eine Ehre, das Trikot zu tragen und für euch zu spielen.“
Zum Abschluss richtete er Dank an Wegbegleiter, darunter Ex-Trainer Fabian Hürzeler (32). Alexander Blessin wurde dagegen nicht erwähnt.
Das Kapitel St. Pauli ist für Oladapo Afolayan beendet. Der Offensivspieler wechselte zu den Blackburn Rovers. Trotz Differenzen mit Trainer Blessin gab es keine bösen Worte zum Abschied.
„Dapo ist ein verdienter Spieler von St. Pauli und unvergessen für die Aufstiegssaison, in der er viel geleistet hat“, lobte Blessin (52).
Die Trennung sei die beste Lösung für beide Seiten. „So wie es zuletzt lief, war es nicht ideal, aber das gehört zum Fußball dazu“, erklärte der Trainer.
Fin Stevens (23) und Oladapo Afolayan (28) werden wohl nicht mehr gemeinsam spielen. Das Interesse von Blackburn Rovers an Stevens ist offenbar geplatzt, berichtet Football League World.
Stattdessen steht Stevens vor einer Rückkehr zu seinem ehemaligen Klub Oxford United, der großes Interesse zeigt.
Der englische Zweitligist, der um den Klassenerhalt kämpft, steht dabei unter erheblichem Zeitdruck.
Oladapo Afolayan machte den Anfang, Fin Stevens könnte folgen. Der Rechtsverteidiger hat aktuell keine Perspektive bei St. Pauli und könnte ebenfalls zu den abstiegsgefährdeten Blackburn Rovers wechseln.
Laut Football League World steht Ryan Alebiosu (24) vor einem Wechsel nach Genua. Sollte dieser zustande kommen, wäre Stevens eine Alternative bei Blackburn.
Bei den Kiezkickern hat der zweifache walisische Nationalspieler keine Zukunft. In eineinhalb Jahren war er nur zweimal im Pflichtspiel dabei, in dieser Saison stand er siebenmal im Kader, kam aber nicht zum Einsatz.
Es war keine Überraschung mehr: Oladapo Afolayan (28) verlässt St. Pauli und wechselt zum englischen Zweitligisten Blackburn Rovers.
Der Offensivspieler kam vor fast genau drei Jahren ans Millerntor und entwickelte sich schnell zum Publikumsliebling. Insgesamt bestritt er 93 Spiele, erzielte 16 Tore und bereitete sieben weitere vor.
Er trug maßgeblich zum Aufstieg bei – unvergessen sein Doppelpack im vorletzten Spiel gegen Osnabrück. Bereits in der vergangenen Saison war sein Stellenwert gesunken, häufig kam er nur noch als Joker zum Einsatz.
Nach dem letzten Spieltag kritisierte er öffentlich Trainer Blessin und dessen Spielstil – der Anfang vom Ende. In dieser Saison spielte er kaum noch und wurde zuletzt nicht einmal mehr ins Aufgebot berufen.
Seit Samstag gehört Taichi Hara (26) zum FC St. Pauli. Der Japaner wird wohl schnell gebraucht, denn bei den Kiezkickern hapert es vor allem an der Chancenverwertung im Angriff.
Bereits am Samstag trainierte Hara mit dem Athletikcoach, am Sonntag folgte das Training mit den Ersatzspielern.
„Montag bereiten wir uns schon auf das Spiel gegen Leverkusen vor, ich kann mir gut vorstellen, dass er im Kader steht“, erklärte Trainer Blessin (52).
„Mit seiner Größe und Spielweise kann er uns definitiv helfen“, zeigte sich der Coach überzeugt. Am besten sofort und nicht erst später.
Nach der Verpflichtung von Taichi Hara deutet sich der Abschied von Oladapo Afolayan an. Der Engländer spielt längst keine Rolle mehr bei St. Pauli, nun könnte sich Bewegung ergeben.
Aus England heißt es, die Blackburn Rovers hätten starkes Interesse. Der Klub aus der zweiten Liga dürfte bei einem Angebot keine Steine in den Weg legen.
Beim Auswärtsspiel in Augsburg stand Afolayan erneut nicht im Kader.
Der FC St. Pauli muss beim FC Augsburg auf zwei Verteidiger verzichten. Adam Dzwigala (30) leidet an einem grippalen Infekt, ähnlich ergeht es Hauke Wahl (31).
Wahl verließ angeschlagen das Spiel am Dienstag gegen RB Leipzig und wurde nicht mehr rechtzeitig fit.
Ein schlechtes Omen? Sascha Stegemann (41) wird am Samstag um 15.30 Uhr das Auswärtsspiel von St. Pauli in Augsburg leiten.
Unter seiner Leitung holte St. Pauli in 13 Begegnungen nur drei Siege, bei zwei Unentschieden und acht Niederlagen. In dieser Saison pfiff er die 0:2-Niederlage am vierten Spieltag in Stuttgart.
Die Bilanz des FC Augsburg unter Stegemann ist ebenfalls schlecht: Fünf Siege bei 26 Spielen und zwölf Niederlagen.
Tomoya Ando (27) hat einen starken Start bei St. Pauli hingelegt. Gegen Dortmund spielte er 45 Minuten, gegen Leipzig sogar durch. Gegen Ende des Nachholspiels war jedoch etwas Müdigkeit erkennbar.
„Er hat großartig gespielt“, lobte Coach Blessin (52). „Mit seiner Ruhe, Qualität und Zweikampfstärke hat er die gesamte Spielzeit toll gemeistert.“ Am Donnerstag wirkte er bereits wieder fitter.
Dass Ando so schnell Fuß fasste, überrascht etwas. „Er hatte drei Wochen Pause und ist erst seit drei Wochen wieder voll im Training“, erklärte Blessin. Da Dzwigala nach Gelbsperre zurückkehrt, bleibt offen, ob Ando erneut startet. „Wir müssen das Verletzungsrisiko abwägen, aber es sieht momentan gut aus.“
Es war eine Überraschung, dass Jackson Irvine (32) derzeit für St. Pauli aufläuft. Nach erneuten Problemen am operierten linken Fuß hatte man mit einer längeren Pause gerechnet.
„Er spielt trotz Schmerzen, wir überwachen das jede Woche genau“, sagte Blessin. Wie lange Irvine noch spielen kann, ist unklar.
„Es hängt davon ab, wie er den Schmerz erträgt“, so der Trainer. „Ob 400er oder 800er Ibuprofen, wir wollen nichts überstrapazieren.“
Man setze auf Zeit und Besserung. „Ich bin froh, dass er so durchhält. Großes Lob, dass er trotz Schmerzen der Mannschaft helfen will. Er ist unser Kapitän und wichtig für uns.“
Mit Joel Chima Fujita (23) und Tomoya Ando (27) hat St. Pauli bereits zwei Japaner im Team, dazu kommt Zeugwart Kenta Kambara. Bald könnte mit Taichi Hara (26) ein dritter dazukommen.
„Das sind fantastische Charaktere mit starker Mentalität“, betonte Blessin. Schon vor St. Pauli habe er mit zwei Japanern gearbeitet. „Sie setzen Anforderungen sehr schnell um, weil sie eine hohe Arbeitsmoral haben.“
Auf Nachfrage zu Hara ließ sich Blessin nicht in die Karten schauen: „Wer weiß, was noch passiert.“
Gegen RB Leipzig legte St. Pauli eine starke Leistung ab und lief insgesamt rund 128 Kilometer. Einige Spieler klagten danach über kleinere Beschwerden, ein Ausfall droht aber nicht.
„Ich gehe davon aus, dass niemand ausfällt“, sagte Trainer Blessin. Am Mittwoch hätten einige Spieler sich schlecht gefühlt, am Folgetag sei es besser gewesen.
Für das Spiel gegen Augsburg steht somit vermutlich derselbe Kader zur Verfügung wie gegen Leipzig. Eine Änderung ist wahrscheinlich: Dzwigala kehrt nach Gelbsperre zurück, Jannik Robatsch (21) könnte wieder rausfallen.
Weiterhin fehlen die langzeitverletzten David Nemeth (24), Connor Metcalfe (26) und Andréas Hountondji (23).
Tomoya Ando (27) überzeugte bei seinem Startelf-Debüt gegen RB Leipzig und erhielt Lob von Kapitän Hauke Wahl (31).
„Super Spiel“, sagte Wahl. Besonders in der ersten Halbzeit habe Ando viele Lösungen mit dem Ball gefunden. „Zum Ende war er etwas müde, was man ihm nicht übel nehmen kann“, so Wahl weiter. Ando hatte im Dezember das letzte Mal 90 Minuten gespielt.
Der Japaner hat sich gut integriert, obwohl er kaum Deutsch spricht. „Er kommuniziert nur über Kenta, das ist nicht leicht in einem fremden Land“, zog Wahl den Hut vor seinem Teamkollegen.
Die beiden tauschten bislang wenig Worte, „aber wir lächeln uns schon mal an. Er ist ein guter Junge“, ist Wahl sicher. „Ich habe mal einen Scherz über Kenta gemacht, da hat er sofort mitgelacht.“
In Zukunft werden sie wohl öfter zusammen in der Abwehr spielen.
St. Pauli hat zwei Japaner verpflichtet, nun könnte der dritte folgen: Medienberichten zufolge steht der Klub vor der Verpflichtung von Taichi Hara (26).
Kyoto Sanga, Haras aktueller Verein, bestätigte, dass der Stürmer den Klub verlassen möchte. Eine endgültige Entscheidung stehe aber noch aus.
Mit einer Größe von 1,91 m soll Hara helfen, die anhaltende offensive Flaute zu beheben. Vorteil für St. Pauli: Haras Vertrag läuft am 31. Januar aus, er könnte ablösefrei kommen.
Nach seiner Verletzungspause freute sich Danel Sinani (28) über seinen Startelfeinsatz gegen Leipzig – sein zweiter 2026.
Ab der 65. Minute kam er im Stadtderby zum Einsatz. Trainer Blessin zeigte sich mit Sinanis Leistung zufrieden, auch wenn der Spieler einige Entscheidungen in Zukunft besser treffen wolle. Beide waren sich darin einig.
„Ich ärgere mich über zwei verschenkte Bälle“, reflektierte Sinani nach dem Spiel. Blessin ergänzte: „In der aktuellen schwächeren Phase hat er weniger Bälle festgemacht und die Pässe nicht optimal gespielt. Doch gerade am Anfang hat uns seine Ballsicherheit sehr geholfen.“
Manolis Saliakas (29) hatte lange auf seine Chance warten müssen und diese beim 1:1 gegen Leipzig gut genutzt, bestätigte Trainer Blessin nach dem Spiel.
„Er hat nie den Kopf hängen lassen und hatte es somit verdient“, sagte der Coach. Saliakas brachte wichtige Impulse über die rechte Seite.
Der lange Ausfall hatte zwei Gründe: Zum einen habe Arkadiusz Pyrka die Position zuletzt gut ausgefüllt, zum anderen verpasste Saliakas wegen Verletzungen zwei komplette Vorbereitungen, was die Rückkehr erschwerte.
Der FC St. Pauli sucht dringend Verstärkung im Angriff. Laut argentinischem Journalisten Uriel Lugt haben die Kiezkicker Interesse an Rodrigo Castillo (26) von Lanús.
Der Abstiegskandidat aus der Bundesliga soll ein Leihangebot gemacht haben, das Lanús aber ablehnte. Ob der Argentinier, der erst im Sommer kam und in dieser Saison sieben Tore in 16 Spielen erzielte, eine sofortige Hilfe wäre, ist fraglich – es wäre seine erste Station außerhalb Argentiniens.
„Das Transferfenster ist noch offen“, scherzte St. Paulis Trainer Blessin vor dem Nachholspiel gegen RB Leipzig. Ob Verstärkungen für den Angriff geplant sind, blieb offen, doch es deutet einiges darauf hin.
Zuletzt holte man Mathias Rasmussen (28) für das zentrale Mittelfeld und Tomoya Ando (27) für die Defensive. Viele Ausfälle erfordern nun Flexibilität.
Ob Sportchef Andreas Bornemann (54) aktuell auch an einem neuen Stürmer arbeitet, ist nicht bestätigt, doch Blessins Reaktion lässt es vermuten.
Scott Banks beendet seine Leihe beim englischen Drittligisten FC Blackpool und wechselt zum Ligakonkurrenten Barnsley FC, um dort mehr Spielpraxis zu sammeln.
Der 24-jährige Flügelspieler kam im Sommer 2025 auf Leihbasis zu Blackpool und bestritt 14 Spiele, in denen ihm ein Treffer gelang.
Banks wechselte im August 2023 zunächst auf Leihbasis zu St. Pauli, wurde im Sommer 2024 fest von Crystal Palace verpflichtet und sammelte bislang 16 Einsätze bei den Kiezkickern.
Der FC St. Pauli hatte lange auf die Rückkehr von Morgan Guilavogui (27) gehofft, doch der Franzose entschied sich für einen Wechsel in die MLS. Laut „Abendblatt“ unterschrieb er bei Real Salt Lake City einen Vertrag bis 2029.
Der US-Klub bot eine Ablösesumme von sechs Millionen Euro plus Boni, eine Summe, die St. Pauli nicht aufbringen konnte.
Sportchef Andreas Bornemann (54) muss daher nach anderen Offensiv-Optionen suchen.
St. Paulis Sprint-Ass Ricky-Jade Jones (23) stellte im Derby gegen den HSV einen neuen Saison-Bestwert auf. Mit 36,46 km/h war kein anderer Spieler in dieser Spielzeit schneller.
Dieser Wert wurde erreicht, als Jones nach einer eigenen Ecke während eines HSV-Konter schnell zurücklief und eine Flanke im Strafraum per Kopf klärte.
Im Nachholspiel gegen RB Leipzig fehlt der FC St. Pauli Adam Dzwigala (30), der wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist. Trainer Blessin hat zwei Optionen.
Entweder feiert Winter-Neuzugang Tomoya Ando (27) sein Startelfdebüt, oder Eric Smith (29) rückt wieder ins Abwehrzentrum und Hauke Wahl (31) kehrt auf die rechte Position zurück. Letztere Variante ist nach der Verpflichtung von Mathias Rasmussen (28) wahrscheinlich.
Blessin wollte sich nach dem Derby noch nicht festlegen.
Eintracht Frankfurt sucht nach der Entlassung von Dino Toppmöller (45) einen neuen Trainer. Laut „Bild“ stehen neben Favorit Marco Rose (49) auch Sandro Schwarz (47), Tobias Strobl (38) und Alexander Blessin (52) auf der Liste.
Vor zwei Jahren hatte Blessin Eintracht im Conference-League-Achtelfinale mit Union Saint-Gilloise das Fürchten gelehrt, was wohl Eindruck hinterlassen hat. Ob an dem Gerücht etwas dran ist, bleibt abzuwarten.
Gute Nachrichten für St. Pauli: Kapitän Jackson Irvine (32) könnte im Stadtderby gegen den HSV am Freitag wieder im Kader stehen, verkündete Coach Blessin (52) auf der Pressekonferenz.
Der Australier befinde sich zwar noch in der „Testphase“, aber die Belastungstests seien gut verlaufen. Man müsse aber weiterhin genau beobachten, wie sein Körper reagiert.
Gerade für ein so wichtiges Spiel sei Irvines Präsenz in der Kabine und auf der Bank von großer Bedeutung.
Auch Danel Sinani (28) könnte zurückkehren, während bei Connor Metcalfe (26) ein Einsatz noch ungewiss ist.
Schiedsrichterchef Knut Kircher (56) äußerte sich bei einem Treffen mit Journalisten zu zwei umstrittenen Entscheidungen vom vergangenen Spieltag, darunter das harte Foul von Nico Schlotterbeck (26) an Arkadiusz Pyrka (23).
Schlotterbeck sah für sein Einsteigen nur Gelb, sehr zum Ärger von St.-Pauli-Trainer Blessin: „Das war ein klares Foul, bei dem der Fuß weg ist. Normalerweise ist das eine Rote Karte.“
Kircher gab zu, dass er sich eine konsequentere Entscheidung gewünscht hätte und sprach sich für eine Rote Karte und den Eingriff des VAR aus.
Vor dem Derby gegen den HSV wurde Hauke Wahl (31) gefragt, wie das Team Ricky-Jade Jones (23) aufgebaut habe. Seine Antwort war eindeutig.
„Natürlich war Ricky enttäuscht, das ist normal, wenn man denkt, man sei schuld“, sagte Wahl. „Aber das ist Quatsch, es war nicht seine Schuld. Fußball ist eben ein Fehlersport.“
Das habe man ihm auch mehrfach gesagt. „Man gewinnt und verliert gemeinsam.“
„Natürlich tat er einem leid, er war auch geknickt, aber er bekam viel Unterstützung vom Team.“
St. Paulis Kapitän Jackson Irvine nahm am Dienstag überraschend am Training teil. Er machte bei Pass- und Spielübungen mit, verließ aber nach etwa 45 Minuten wieder den Platz.
Ben Voll und Connor Metcalfe fehlten weiterhin, Danel Sinani trainierte nur eingeschränkt mit.
Nach etwas mehr als einer Stunde wurde Tomoya Ando eingewechselt und gab sein Pflichtspieldebüt. Trotz der unglücklichen 2:3-Niederlage zeigte er sich zufrieden.
„Die Atmosphäre war etwas Besonderes, ich freue mich über meinen ersten Einsatz“, sagte er. „Leider haben wir verloren.“
Er blickte schon nach vorn: „Nächste Woche ist das Derby. Wir wollen unbedingt gewinnen.“
Vor dem Spiel bei Borussia Dortmund äußerte sich Eric Smith (29) zur Situation bei St. Pauli: „Wir müssen in den Spiegel schauen und jeden Tag hart arbeiten, um da rauszukommen.“
Hoffnung macht, dass die Mannschaft sich in einer ähnlichen Situation bereits 2025/26 stabilisieren konnte.
Harms Osmers (40) wird am Samstag das Spiel von St. Pauli bei Borussia Dortmund leiten. Unter seiner Leitung trat das Duell bereits einmal auf, mit gutem Ausgang für die Kiezkicker.
2022 trafen die Teams im DFB-Pokal-Achtelfinale im leeren Millerntor-Stadion aufeinander. St. Pauli setzte sich mit 2:1 durch, Tore von Etienne Amenyido und ein Eigentor von Axel Witsel waren entscheidend. Haalands Treffer reichte nicht.
Eine Wiederholung dieses Erfolgs würde im Klub sicher auf viel Zustimmung stoßen.
Der erneute Ausfall von Kapitän Jackson Irvine wiegt schwer, die Zukunft des Australiers ist ungewiss. „Das klärt sich in den nächsten zehn Tagen“, erklärte Trainer Blessin (52).
Eine weitere Operation ist möglich. Tägliche MRT-Untersuchungen geben Aufschluss über den Zustand seines Knöchels, zudem finden Gespräche mit dem Operateur statt.
Blessin wollte keine Prognose abgeben: „Das ist schwierig für mich als Außenstehenden.“
Ein möglicher Eingriff würde wohl das Saison- und WM-Aus bedeuten. Nach der ersten OP hatte Irvine sechs Monate pausieren müssen.
Die späte Niederlage beim VfL Wolfsburg hat Spuren bei den St. Pauli-Profis hinterlassen. „Es tut sehr weh, aber wir waren schon öfter in solchen Situationen“, sagte Kapitän Eric Smith (29).
„Ich weiß nicht, wie oft ich das schon gesagt habe, aber wir müssen aus unseren Fehlern lernen“, ärgerte sich der Schwede.
St. Pauli wirkte in der zweiten Hälfte kontrolliert, kassierte kurz vor Schluss aber den entscheidenden Gegentreffer.
„Uns wird gesagt, was wir tun sollen, aber wir setzen es nicht um“, monierte Smith. „Wir haben nicht die besten Einzelspieler, deshalb ist es umso wichtiger, dass wir uns gegenseitig unterstützen – was wir aber nicht ausreichend tun.“
Nach der Niederlage wollte Trainer Alexander Blessin nicht viel zum Handelfmeter von Hauke Wahl und dem Verhalten von Wolfsburg-Coach Daniel Bauer (43) sagen.
Sky-Experte Didi Hamann (52) kritisierte den VfL-Trainer scharf: „Seine Reaktion war eine Frechheit und Unsportlichkeit, die geahndet werden sollte.“
Hamann verglich das Verhalten mit Reaktionen aus anderen Ländern und forderte, dass Bauer sich als Bundesliga-Coach entsprechend verhalte.
Schiedsrichter Frank Willenborg (46) hatte erst nach Aufforderung des VAR das Video überprüft und den Strafstoß gegeben. Zuvor hatte er Weiterspielen entschieden.
Beim Spiel in der Volkswagen-Arena herrschte ab etwa der 60. Minute eine bedrückende Stille.
Im Stadion kam es offenbar zu einem medizinischen Notfall, woraufhin beide Fanlager die Unterstützung einstellten.
In der 72. Minute gab es kurz Applaus, danach setzten die Gesänge wieder ein.
Der Stadionsprecher informierte später, dass die betroffene Person versorgt und stabil sei.
Für Eric Smith (28), der beim FC St. Pauli als Kapitän aufläuft, dauerte die Pause besonders lange. „Es fühlt sich wirklich lang an, weil ich vor Weihnachten auch noch gesperrt war“, sagte er vor dem Spiel am Sky-Mikro.
Wegen der schwierigen Ausgangslage startete St. Pauli früh in die Vorbereitung. „Wir wollen uns in allen Bereichen verbessern“, begründete Smith.
St. Pauli muss auf den verletzten Kapitän Jackson Irvine verzichten. „Das ist ein harter Schlag, aber wir geben unser Bestes. Für jede Mannschaft ist es schwer, wenn der Kapitän fehlt“, sagte Smith, der mit drei Punkten ins Fußballjahr 2026 starten will.
Schlechte Nachrichten für Jackson Irvine (32): Wie der Verein am Dienstagnachmittag mitteilte, fällt der Kapitän erneut aus. Probleme am linken Fuß sind aufgetreten.
Im April des Vorjahres hatte sich Irvine wegen einer knöchernen Stressreaktion operieren lassen müssen. Erst im Oktober kehrte er zurück und zeigte seine Bedeutung für das Team.
Nun muss Trainer Blessin erneut auf seinen Ausfall reagieren.
Ein gutes Zeichen für St. Pauli: Schiedsrichter Frank Willenborg (46) wird am Mittwochabend um 18.30 Uhr das Spiel beim VfL Wolfsburg leiten.
Unter der Leitung des Realschullehrers aus Osnabrück gewann St. Pauli 12 von 22 Partien, darunter alle drei letzten in der Aufstiegssaison 2023/24. Sieben Spiele wurden verloren.
Willenborg pfiff mehr Spiele von St. Pauli als von Bayer Leverkusen, bei denen aber mehr Niederlagen als Siege eingefahren wurden.
Mit ihm als Schiedsrichter gewann Wolfsburg fünf der acht Partien, drei gingen verloren.
Assistiert wird Willenborg von Robert Wessel (40) und Eric Müller (35). Den VAR übernimmt Sören Storks (37).
Der FC St. Pauli verleiht Erik Ahlstrand bis Saisonende an den niederländischen Erstligisten Heracles Almelo. Der Klub besitzt eine Kaufoption für den Sommer.
Ahlstrand kam bei den Kiezkickern kaum zum Einsatz, obwohl er Fortschritte zeigte, wie Sportchef Andreas Bornemann (56) bestätigte. Hauptgrund sei die große Konkurrenz.
In zwei Jahren spielte er nur sechs Minuten für die Profis, glänzte aber in der U23 in der Regionalliga Nord. Nun erhält er die Chance auf höherem Niveau.
Wegen der aktuellen Wetterlage steht der Spielbeginn des Heimspiels gegen RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr) noch in den Sternen.
Der Verein erklärte am Donnerstagmittag, dass man die Entwicklung genau beobachten müsse, um entscheiden zu können.
„Alle Verantwortlichen arbeiten seit Tagen an verschiedenen Szenarien, stehen im engen Austausch mit Experten, Behörden, DFL und Dienstleistern“, hieß es. Eine definitive Aussage ist noch nicht möglich.
St. Pauli hat keine guten Erinnerungen an Schiedsrichter Florian Exner (35), der am Samstag (15.30 Uhr) das Spiel gegen RB Leipzig leiten wird.
Sein Debüt in der Bundesliga endete mit einem 3:2-Sieg im Topspiel gegen Greuther Fürth. Nach seinem zweiten Einsatz gab es jedoch viel Gesprächsbedarf.
Exner leitete in der vergangenen Saison das Spiel des VfB Stuttgart am Millerntor, das mit 0:1 verloren ging. Dabei schickte er zunächst Siebe Van der Heyden (27) vom Platz und zeigte in der Nachspielzeit Nikola Vasilj (30) innerhalb kurzer Zeit die Gelb-Rote Karte.
Der Torwart musste von Mitspielern zurückgehalten werden, sonst wäre es wohl zu einer Konfrontation gekommen.
Bei St. Pauli kam Erik Ahlstrand (24) bisher kaum zum Zug, was auch sein guter Auftritt im Testspiel gegen Werder Bremen kaum ändert.
Sportchef Bornemann zeigte sich zwar zufrieden mit der Entwicklung des Schweden, deutete aber an, dass ein Wechsel unter Umständen möglich sei.
Laut „Expressen“ steht Ahlstrand kurz vor einem Wechsel zum niederländischen Erstligisten Heracles Almelo.
Bisher absolvierte er nur fünf Kurzeinsätze in der Liga und einen im DFB-Pokal.
Der FC St. Pauli reagierte auf die Verletzung von Simon Spari (23) und verpflichtete mit Emil Gazdov (22) einen neuen Torwart. Der Kanadier wurde vom CF Montréal bis Saisonende ausgeliehen, mit Kaufoption.
Trainer Blessin lobte Gazdov: „Er ist dynamisch und explosiv, strahlt Ruhe aus, antizipiert lange Bälle gut und traut sich, das Tor auch für Defensivaktionen zu verlassen. Im Spielaufbau wirkt er ruhig und abgeklärt.“
Gazdov besitzt kanadische und bulgarische Staatsbürgerschaft. Er wurde bei den Vancouver Whitecaps ausgebildet, spielte für Pacific FC und stand von 2020 bis 2022 bei der U19 des 1. FC Nürnberg unter Vertrag, bevor er zurück nach Kanada wechselte und 2025 zu Montréal kam. Zuletzt war er an Valour FC verliehen.
Gazdov zur Verpflichtung: „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung bei St. Pauli und möchte mich fußballerisch weiterentwickeln und viele Erfahrungen sammeln.“
Das Testspiel gegen Werder Bremen (15.30 Uhr) wird vor Zuschauern stattfinden. Für Fans, die wetterbedingt oder aus anderen Gründen nicht kommen können, bietet der Verein eine Alternative an.
Tickets können bis 13.30 Uhr auf dem offiziellen Zweitmarkt-Portal zum Verkauf angeboten werden, wo sie von anderen Fans übernommen oder erstattet werden können.
Auch ein späteres Einstellen ist möglich. Der Verein denkt zudem über Gratis-Tickets für andere Testspiele nach.
Bittere Nachricht für Andreas Hountondji (23): Aufgrund eines Haarrisses im linken Sprunggelenk fällt der Stürmer auf unbestimmte Zeit aus.
Der FC St. Pauli teilte dies am Freitagmorgen mit. Hountondji hatte sich die Verletzung im letzten Auswärtsspiel am 21. Dezember bei Mainz 05 zugezogen. Nach erster Diagnose kurz vor Weihnachten wurde der Haarriss nun durch weitere Untersuchungen bestätigt.
Bundesliga Tabelle
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Erstplatzierte am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 bedeuten den Abstieg in die 2. Bundesliga. Der Drittletzte (Platz 16) spielt in der Relegation um den Klassenerhalt gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.