St. Pauli vom Unglück verfolgt: Kiezkicker nach „brutaler“ Niederlage am Boden zerstört
Hamburg/München – Der FC St. Pauli scheint einfach vom Pech verfolgt zu sein: Gegen den FC Bayern München hätten die Kiezkicker mindestens ein Unentschieden verdient gehabt. Am Ende stand jedoch eine 1:3-Niederlage zu Buche – die bereits neunte Pleite in Folge.
Dass die Braun-Weißen nach 98 umkämpften Minuten in der Allianz Arena als Verlierer vom Platz gingen, war zwar erwartet worden. Doch die Art und Weise des Ergebnisses war vor allem eines: äußerst schmerzhaft. Die entscheidenden Tore für die Münchner fielen nämlich erst in der Nachspielzeit.
„Wir waren ganz nah dran, endlich unsere Negativserie zu durchbrechen. Stattdessen gehen wir erneut mit leeren Händen vom Platz“, resümierte Abwehrspieler Hauke Wahl (31) sichtlich enttäuscht im Interview mit „Sky“. Sein Mitspieler Lars Ritzka (27) stimmte ihm zu: „Das ist brutal.“
Aus St. Paulis Sicht begann die Partie vielversprechend: Bereits nach sechs Minuten brachte Andréas Hountondji (23) die Gäste in Führung. Doch nur zwölf Minuten später erlitt der Torschütze eine Oberschenkelverletzung und musste ausgewechselt werden – ein herber Rückschlag.
Danach lief offensiv bei den Hamburgern kaum noch etwas zusammen. „Spielerisch war es nicht das Gelbe vom Ei, da müssen wir ehrlich sein“, analysierte Wahl. Dennoch zeigte die Mannschaft von Blessin vor dem eigenen Tor eine starke Defensivleistung. „So müssen wir verteidigen – nur so können wir aus dieser schwierigen Situation herauskommen“, betonte Ritzka.
Zwar erzielte Raphaël Guerreiro (31) noch vor der Pause den Ausgleich für die Bayern, doch danach scheiterten die Münchner immer wieder an der stabilen Defensive der Hamburger. „Gegen den Ball haben wir gut gestanden. Das nehmen wir als positiven Punkt mit“, so Wahl.
Den Kopf in den Sand zu stecken, ist für die Kiezkicker keine Option. Ritzka zeigte sich kämpferisch: „Ich bin überzeugt, dass wir da wieder herauskommen. Wir müssen an die heutige Leistung anknüpfen“, forderte er.
Vielleicht kommt für St. Pauli nun ein anderer Wettbewerb genau zur richtigen Zeit, um etwas Abstand zu gewinnen? Am kommenden Dienstag (18 Uhr) wartet im Achtelfinale des DFB-Pokals das Spiel bei Borussia Mönchengladbach.
Tabelle der 1. Bundesliga
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Ende der Saison den ersten Platz belegt, wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Rang 16) darf in der Relegation um den Klassenerhalt kämpfen – der Gegner ist dann der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.