23 Minuten zwischen Jubel und Enttäuschung! Ricky-Jade Jones tief getroffen
Hamburg/Dortmund – Nur 23 Minuten trennten Freude und Frust! Zunächst hatte Ricky-Jade Jones (23) mit seinem Ausgleich das Team von FC St. Pauli auf dem Weg zu einem überraschenden Punktgewinn gegen Borussia Dortmund gebracht. Am Ende trug jedoch auch er dazu bei, dass der BVB das Spiel mit 3:2 (1:0) für sich entschied.
Nach zwei Einsätzen in der Startelf begann Jones die Begegnung zunächst auf der Ersatzbank im ausverkauften Signal-Iduna-Park. „Nach seiner längeren Verletzungspause habe ich ihm nicht zugetraut, über 60 oder 70 Minuten zu spielen“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52) vor dem Anpfiff seine Wahl. „Seine Leistung in Wolfsburg war bereits etwas abgefallen.“
Gegen Dortmund wurde Jones kurz nach dem 2:1-Anschlusstreffer durch James Sands eingewechselt und erzielte nur acht Minuten später den „wirklich sehenswerten“ Ausgleich, so Blessin, der sich in seiner Entscheidung bestätigt fühlte. „Er bewegte sich viel in den freien Räumen, zeigte sich körperlich stärker und brachte neue Impulse ins Spiel.“
Fortan hatte St. Pauli sogar die Oberhand und durch den 23-Jährigen ergab sich noch eine weitere Gelegenheit, jedoch war der Winkel gegen Dortmunds Torhüter Gregor Kobel (28) zu spitz.
In der Schlussphase fiel Borussia nichts Entscheidendes mehr ein, doch fast mit dem letzten Spielzug hatte Jones seinen zweiten großen Auftritt. Nach einer abgewehrten Ecke lief er zusammen mit Maximilian Beier (23) zum Ball und beging ein Foul. Eigentlich unnötig, da der BVB-Stürmer in Richtung Eckfahne unterwegs war.
Schiedsrichter Harm Osmers (40) ahndete das Vergehen zunächst mit einem Freistoß. Die Proteste der Dortmunder hielten sich in Grenzen. Doch plötzlich griff der VAR ein und änderte die Entscheidung. Osmers zeigte auf den Punkt. Emre Can (32) verwandelte den Elfmeter zum vielumjubelten Siegtreffer für Schwarz-Gelb.
Jones wirkte nach der Partie sichtlich niedergeschlagen. „Fehler passieren, dieser wird ihm aber in seiner Laufbahn nicht noch einmal unterlaufen“, stellte Blessin klar.
Seine Teamkollegen sprachen Jones ebenfalls Mut zu. „Er ist wirklich am Boden zerstört. Aber wir machen ihm keinen Vorwurf. Das war eine 50:50-Situation“, erklärte Hauke Wahl (31) im Gespräch mit Sky. „Wenn er zuerst zum Ball gegangen wäre, hätten wir den Pfiff bekommen. Wenn er gar nicht reagiert hätte, wäre das auch nicht gut gewesen.“
In den nächsten Tagen wird das Team Jones wieder aufrichten, damit er mit seiner Schnelligkeit im Derby zur Waffe wird – und vielleicht dann endlich zum Helden avanciert.