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Spannung beim Kellerduell zwischen Fürth und dem FCM

Magdeburg – Am Freitag um 18:30 Uhr empfängt der 1. FC Magdeburg den Tabellenletzten aus Fürth. Die Bedeutung dieses wichtigen Duells im Tabellenkeller war sowohl im Team als auch bei den Verantwortlichen während der gesamten Woche deutlich spürbar.

„Wir haben zu keinem Zeitpunkt behauptet, dass wir bereits über dem Berg sind – auch nicht nach unseren Siegen“, erklärte FCM-Trainer Petrik Sander (65) auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. „Deshalb ist es sinnvoll, jedes Spiel als ein Endspiel zu betrachten.“ Besonders wichtig ist dies, da sich der Abstiegskampf in der 2. Bundesliga bis zum achten Tabellenplatz erstreckt.

Das Hinspiel zwischen dem FCM und dem Kleeblatt gilt bislang als das Saisonhighlight. In einer Partie mit neun Toren setzten sich am Ende die Gäste aus Fürth mit 5:4 durch. „Ich denke nicht, dass es diesmal wieder so ein Spektakel geben wird, das war wirklich außergewöhnlich“, schätzt Sander das letzte Aufeinandertreffen ein.

Er ist sich jedoch bewusst, dass in diesem Duell starke Emotionen aufkommen werden: „Die Gefühle werden auch in diesem Spiel eine Rolle spielen, allein wenn man sich die Tabellensituation anschaut.“

Trotz der jüngsten Resultate zeigt sich Sander optimistisch: „Ich bin überzeugt, dass wir in Fürth bestehen können.“ Ein weiterer Grund dafür, den der FCM-Trainer immer wieder hervorhebt, ist die „hervorragende Stimmung innerhalb der Mannschaft.“

„Ich habe einen sehr positiven und aufgeschlossenen Eindruck von ihm gewonnen, der sich auch in den Einzelgesprächen bestätigt hat“, erläuterte Sander über den Neuzugang. Gleichzeitig möchte er keinen zu großen Druck aufbauen: „Wir müssen ihn erst besser kennenlernen und ihn nicht überfordern.“

Bezüglich der Motivation von Richmond Tachie (26) hegt der FCM-Trainer keinerlei Zweifel: „Der Junge will etwas erreichen und beweisen, dass er mehr kann, als die Rolle, die er zuletzt beim 1. FC Kaiserslautern gespielt hat.“ In dieser Saison kam er beim FCK nur sporadisch zum Einsatz.

Für die Partie im Keller gegen Fürth scheint der Offensivspieler zumindest eine mögliche Option im Kader zu sein: „Die Tendenz ist klar, ihn mitzunehmen“, so Sander. Ob es aber auch für einen Platz in der Startelf reicht, lässt der Trainer offen: „Die Überlegungen gehen in verschiedene Richtungen.“

Ein gutes Zeichen: Mit dem 1. FC Kaiserslautern trat Richmond Tachie in dieser Saison bereits zweimal gegen Fürth an – beide Male erfolgreich.

2. Bundesliga – Tabellenübersicht

Die Bedeutung der Tabelle in der 2. Bundesliga ist wie folgt: Der Tabellenführer am Saisonende ist Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Gleiches gilt für den zweiten Platz. Der Drittplatzierte muss in einer Relegation gegen den drittletzten Klub der Bundesliga antreten, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.