Zweifacher Treffer ebnet den Weg zum Erfolg: Magdeburg dem Klassenerhalt einen Schritt näher
Kiel – Ist dies schon die Vorentscheidung im Abstiegskampf? Der 1. FC Magdeburg feiert beim 3:1 (2:0) gegen Holstein Kiel den zweiten Sieg in Serie und kann sich dadurch weiter von den Abstiegsrängen absetzen. Ein Doppelschlag kurz vor dem Pausenpfiff ebnete schließlich den Weg zum verdienten Triumph.
Die Magdeburger gingen mutig zur Sache und kreierten gleich zu Beginn erste Chancen. Nach einem Freistoß traf Dariusz Stalmach nur den Querbalken, stand dabei jedoch zuvor im Abseits. Noch keine zwanzig Sekunden später versuchte sich Baris Atik aus etwa 16 Metern, doch sein Schuss war zu zentral, sodass der Kieler Torwart keine Mühe hatte, den Ball zu halten (6.).
Im weiteren Verlauf übernahmen die Kieler zunehmend das Kommando und wurden aktiver. Die Mannschaft aus der Elbestadt verlor im Spielaufbau häufig den Ball und zeigte sich in den Umschaltmomenten zu ungefährlich. Zwar kamen die Störche mit Abschlüssen in der 16. und 21. Minute dem Tor näher, doch es fehlte weiterhin an der nötigen Präzision.
Genau diese Schwäche nutzte der 1. FC Magdeburg kurz vor dem Seitenwechsel zum befreienden Doppelschlag. Nachdem eine Ecke scheinbar geklärt war, ergriff Zukowski auf der linken Außenbahn noch einmal die Chance und schlug die Flanke herein. Zunächst erreichte der Ball Stalmach, der das Spielgerät unglücklich nicht richtig traf, sodass es unfreiwillig bei Hugonet landete, der aus fünf Metern zur Führung einschob (40.).
Dieser Treffer verlieh dem FCM sichtlich mehr Selbstvertrauen und Spielfreude, die noch nicht abgeebbt war. Nur wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff brachte Nollenberger den Ball nach schnell ausgeführter Ecke hoch in die Mitte, wo Stalmach per Kopf zum 2:0 traf – sein zweites Saisontor.
Für das Team von Petrik Sander kam die Halbzeitpause eher ungelegen. Die Elbestädter waren durch die beiden Treffer regelrecht beflügelt, während die Kieler kaum noch Zugriff auf das Spiel fanden.
Nur zehn Minuten nach Wiederbeginn entschieden die Blau-Weißen die Partie praktisch schon für sich. Musonda vergab zunächst eine große Chance im Eins-gegen-Eins gegen Kiel-Torwart Weiner, doch die anschließende Ecke verwandelte Baris Atik spektakulär. Seine Bananenflanke fand am ersten Pfosten keinen Abnehmer und segelte direkt ins Tor – ein sogenannter „olímpico“, also eine direkt verwandelte Ecke.
Die Kieler bemühten sich zwar weiterhin um den Anschlusstreffer, agierten aber in ihren Offensivaktionen zu ungenau, was immer wieder zu Missverständnissen führte. Magdeburg spielte derweil befreit auf und verteidigte die Führung geschlossen und kompakt.
Zwischenzeitlich hatten die Elbestädter sogar das vierte Tor auf dem Fuß, doch Zukowski konnte eine Hereingabe von Nollenberger letztlich nicht verwerten.
Dennoch gelang es den Magdeburgern nicht, die weiße Weste zu bewahren. In der Nachspielzeit öffneten sie hinten zu sehr, wodurch sich eine Überzahlsituation für Kiel ergab, die diese effektiv nutzten und auf 1:3 verkürzten.
Dieser Spielstand blieb bis zum Schluss bestehen. Mit dem Dreier liegen die Blau-Weißen nun fünf Punkte vor dem Relegationsplatz und werden die morgigen Begegnungen mit Spannung verfolgen. Aufgrund des gleichzeitigen Sieges von Braunschweig ist Magdeburg jedoch auf Schützenhilfe angewiesen, um den Klassenerhalt bereits an diesem Wochenende perfekt zu machen.
Sollten Düsseldorf und Fürth beide Remis spielen oder verlieren, wäre der Verbleib in der Liga für Magdeburg gesichert.