Kölns Sportchef Kessler erläutert: Darum wollten die Geißböcke Bayern-Talent Chávez unbedingt verpflichten
Köln – Am letzten Tag der Transferperiode hat der 1. FC Köln noch einmal zugeschlagen und das 18-jährige Mittelfeldjuwel Felipe Chávez vom FC Bayern München verpflichtet. Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (40) erklärt die Hintergründe dieses Transfers.
Aus Sicht des ehemaligen Torhüters überzeugt Chávez, der bei den Kölnern künftig das Trikot mit der Nummer 27 tragen wird, insbesondere durch seine herausragenden fußballerischen Fähigkeiten. „Mit seinen offensiven Qualitäten bringt er mehr Flexibilität ins Mittelfeld“, ist Kessler überzeugt.
Diese Variabilität ist für den Aufsteiger aktuell von großer Bedeutung – und zwar aus mehreren Gründen: Einerseits, weil die beiden zentralen Mittelfeldakteure Eric Martel (23) und Tom Krauß (24) vorwiegend defensiv ausgerichtet sind und im Angriffsspiel nur selten Impulse setzen.
Andererseits, weil die Sommer-Zugänge Ísak Jóhannesson (22) und Denis Huseinbasic (24), die ähnliche Positionen wie Chávez bekleiden, seit Wochen keine gute Form zeigen.
Der zunächst bis Saisonende ausgeliehene Nachwuchsspieler soll deshalb den Konkurrenzkampf im Mittelfeld intensivieren – und vor allem spielerische Akzente setzen.
Ob dieser Plan aufgehen wird, bleibt allerdings abzuwarten. Zwar konnte der 18-Jährige bereits in der Regionalliga für die Bayern-Reserve überzeugen, auf Bundesliga-Niveau hat er mit lediglich zwölf Einsatzminuten jedoch noch wenig Erfahrung.
Trotzdem ist Kessler überzeugt, dass der Youngster, der im vergangenen Herbst bereits sein Debüt in der peruanischen Nationalmannschaft gefeiert hat und dort als großes Nachwuchstalent gilt, in Köln ideale Bedingungen vorfinden wird, „um sein Potenzial voll auszuschöpfen und sich sportlich weiterzuentwickeln“.
Diese Hoffnung teilt auch Chávez selbst. „Ich habe mich für den Wechsel entschieden, um die nächsten Schritte in meiner Karriere zu machen“, betont er bei seiner Vorstellung. Sollte ihm das gelingen, steht einer längerfristigen Zusammenarbeit in der Domstadt nichts im Weg. Wie der FC mitteilt, wurde für den Deutsch-Peruaner eine Kaufoption vereinbart.
Tabelle der 1. Bundesliga
Die Platzierung in der Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Klub, der am Saisonende an erster Stelle steht, wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Rängen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Das Team auf dem drittletzten Platz (Position 16) hat die Möglichkeit, in der sogenannten Relegation den Klassenerhalt zu sichern. Dort trifft es auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.