1. FC Köln-Lazarett lichtet sich vor dem Duell gegen Mainz – startet City-Leihspieler erneut?
Köln – Der 1. FC Köln wartet nun seit acht Partien auf einen Bundesliga-Erfolg. Beim Heimspiel am Samstag um 15:30 Uhr gegen Mainz 05 möchte das Team endlich wieder drei Punkte einfahren.
Ein Hoffnungsschimmer ist die Rückkehr von Eric Martel (23) und Rav van den Berg (21). „Die beiden Spieler stehen uns wieder zur Verfügung“, bestätigte Trainer Lukas Kwasniok (44) am Freitag während einer Medienrunde nach dem Training. Allerdings schränkte er ein: „Wenn Akteure ausfallen, erhalten andere ihre Chance, und genau das haben sie genutzt. Auf dem Papier habe ich die Qual der Wahl, doch bei näherer Betrachtung gibt es keinen Grund, alles komplett umzustellen.“
Stattdessen könnte der 44-Jährige in der Innenverteidigung womöglich erneut auf den von Manchester City ausgeliehenen Jahmai Simpson-Pusey (20) setzen. Zwar sei dieser zuletzt „ohne Vorbereitung zweimal die volle Spielzeit durchgegangen“, doch sieht Kwasniok darin kein Problem: „Er ist ein sehr aufmerksamer Spieler, der dadurch weniger Sprintduelle führen muss. Deshalb bin ich optimistisch, dass er uns morgen von Beginn an zur Verfügung stehen wird.“
Auch auf die Mainzer Leihgabe Tom Krauß (24), der am Mittwoch gegen Bayern München seine bisher beste Leistung im FC-Trikot zeigte, will der Trainer wieder bauen. Trotz einer leichten Hüftverletzung ist das Team zuversichtlich, dass der 24-Jährige gegen die Rheinhessen auflaufen kann.
Das ist auch dringend erforderlich – schließlich sind die von Urs Fischer (59) trainierten Mainzer seit vier Spielen ungeschlagen und konnten zuletzt sogar einen 2:1-Erfolg gegen den 1. FC Heidenheim verbuchen. „Seit Urs Fischer das Ruder in Mainz übernommen hat, erkennt man klar seine Handschrift: eine stabile Defensive, viel Einsatz und ein gutes Umschaltspiel“, lobte Kwasniok. Für ihn könnte die Begegnung fast schon ein Endspiel sein.
Der 44-Jährige betonte außerdem, dass er sich von der momentan schwierigen Lage nicht die Stimmung verderben lassen möchte. „Mein Motto ‚lebe, liebe, lache‘ werde ich stets leben“, zeigte er sich zuversichtlich.
Vor allem, da die sportliche Situation nicht ganz so schlecht sei, wie sie von außen wirkt. „Natürlich sind wir nicht überglücklich mit der aktuellen Lage, aber als Aufsteiger liegen wir fünf Punkte vor dem Relegationsplatz“, erklärte Kwasniok.
Der letzte Sieg der Kölner datiert auf Anfang November, als sie mit 4:1 gegen den Hamburger SV gewannen. Seither folgten in acht Begegnungen drei Unentschieden und fünf Niederlagen, wodurch der FC in nur zweieinhalb Monaten vom siebten auf den zwölften Tabellenrang abgerutscht ist.