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„Völlig unprofessionell!“ – Aue zeigt das Verhalten eines Amateurklubs

Aue-Bad Schlema – Der FC Erzgebirge leistet sich momentan wieder einige Fehltritte! Anhänger werden bei einer Informationsveranstaltung hinter verschlossenen Türen gleichgesetzt mit „fremden Personen“.

Ein erfahrener Spieler wie Erik Majetschak (26) zieht seine Konsequenzen und verlässt den Verein aufgrund unterschiedlicher Auffassungen der Verantwortlichen bezüglich sportlicher Perspektive und Wertschätzung. Hinzu kommt das Vorgehen der Vereinsführung in der Trainerfrage.

Der benachbarte Verein hatte mehrere Kandidaten ins Auge gefasst und kontaktiert, darunter die ehemaligen Veilchen Christian Tiffert (44) und René Klingbeil (45), die innerhalb des Klubs hohes Ansehen genießen.

Auch Kevin Rodewald (34), der zuvor den Regionalligisten FC Eilenburg trainierte, befand sich im engeren Kandidatenkreis. Üblich in der Branche ist es, nach der Entscheidung für einen Trainer den anderen Bewerbern eine Absage zu erteilen, bevor die Öffentlichkeit informiert wird.

Dies geschah offenbar nicht, wie TAG24 aus Beraterkreisen und von abgelehnten Kandidaten erfahren hat. Einer der Favoriten erfuhr letztendlich über Instagram von der Beförderung des Interimstrainers Khvicha Shubitidze (51) zum Chefcoach.

Das ist ein klarer Verstoß gegen übliche Umgangsformen, zumal die Kandidaten nicht nur unverbindlich angefragt wurden, sondern auch persönliche Gespräche vor Ort im Lößnitztal geführt hatten.

In Fußballkreisen wird das aktuell heftig diskutiert. Ein Zitat lautet: „Das ist absolut schlechter Stil.“ Es heißt zudem, dass ein solches Verhalten im Profifußball unüblich sei.

Man könnte jedoch ironisch entgegnen, dass sich der Verein mit seinen Abstiegssorgen längst nicht mehr im Profifußball, sondern im Amateurbereich bewegt.

Wie schnell die Vereinsleitung sich innerhalb der Branche einen solchen Ruf erarbeitet hat, wirft jedenfalls kein gutes Licht auf sie.

Es bleibt fraglich, wie lange der Klub seine eigenen Mängel als Fehler Dritter darstellen, auf andere abschieben oder die Medien als Sündenbock verwenden kann.