zurück

Halbfinal-Hit nach 10:0-Erfolg: Veilchen reisen zu den Himmelblauen

Lichtenstein – Der erste Pflichtspielsieg von Christoph Dabrowski als Trainer des FC Erzgebirge ist nun Geschichte. Im Viertelfinale des Sachsenpokals setzte sich Aue am Sonntag erwartungsgemäß mit 10:0 (3:0) beim Achtligisten SSV Fortschritt durch. Noch wichtiger: Im Anschluss zog Skeleton-Vize-Olympiasiegerin Susi Kreher die Halbfinalbegegnungen und sorgte dabei für einen echten Knüller. Der FCE tritt beim Chemnitzer FC an. Das zweite Halbfinale lautet Riesa gegen Zwickau.

Die beiden Partien sind für Mittwoch, den 22. April, terminiert. Aue reist ins Stadion an der Gellertstraße, wo man im vergangenen Jahr das Viertelfinale mit 2:0 für sich entscheiden konnte.

Damals lagen die Leistungsunterschiede noch deutlich. Das hat sich mittlerweile verändert. Die Himmelblauen zeigen in der Regionalliga aktuell nur durchschnittliche Leistungen, während Aue in der dritten Liga ebenfalls nicht glänzt.

Für die Anhänger beider Lager wird es jedoch zweifellos das Highlight der Saison sein. Es geht nicht nur um viel Prestige, sondern vor allem um den Einzug ins Finale.

Das Viertelfinale aus Auer Sicht war letztlich eine klare Angelegenheit. Der Gastgeber aus der Sachsenklasse zeigte zwar zu Beginn Einsatz und Widerstand, hatte im weiteren Verlauf jedoch keine Chance mehr.

Nachdem Vincent Ocansey in der 14. Minute das 1:0 erzielt hatte, kontrollierte Aue das Spiel, ohne allerdings das Tempo über die gesamte Spieldauer voll auszunutzen.

Dabrowski zeigte sich nach seinem Debüt-Sieg zufrieden: „Erfolge tun immer gut“, sagte er lachend nach der Partie. „Wir wussten, dass wir dieses Spiel seriös angehen müssen. Nach einer Minute stand es kurzzeitig brenzlig, aber wir haben diese Situation gemeistert. Am Ende war es ein klarer und verdienter Sieg, auch in dieser Höhe.“

Vor der Pause traf Jamilu Collins doppelt (28., 34.), nach dem Seitenwechsel erhöhten Maximilian Schmid (55.), Pascal Fallmann (60.) sowie Ricky Bornschein mit einem perfekten Hattrick (65., 80., 82.) das Ergebnis weiter. Später trugen sich auch Erik Uhlmann (84.) und Eric Weinhauer (87.) in die Torschützenliste ein.

Ob Aue aus diesem Erfolg Selbstvertrauen schöpfen kann, um weiterhin an das Wunder Klassenerhalt zu glauben, bleibt eher fraglich.

3. Liga Tabelle

Die Bedeutung der Tabelle in der 3. Liga ist wie folgt: Der Tabellenführer am Saisonende wird Drittliga-Meister und steigt in die 2. Bundesliga auf. Auch der Zweitplatzierte steigt direkt auf. Der Drittplatzierte hingegen muss in den Aufstiegskampf mit dem Drittletzten der 2. Bundesliga gehen, um den Verbleib oder Aufstieg zu klären.