Aue-Fan Taubitz dient Dabrowskis Veilchen als Vorbild: „Man sollte sich an ihr orientieren“
Aue-Bad Schlema – „Seitdem ich dabei bin, fahre ich den Gegnern gerne ins Leere“, wirbt die gebürtige Erzgebirgerin Julia Taubitz (29) in einem Werbeslogan für den FC Erzgebirge Aue. Die Rodel-Olympiasiegerin von Cortina d’Ampezzo ist selbst Mitglied des Kumpelvereins und leidenschaftliche Anhängerin der Veilchen.
Ist ihr Erfolg bei den Olympischen Winterspielen auch eine Motivation für den FCE vor der schweren Auswärtsaufgabe gegen Viktoria Köln am Freitagabend?
„Ich möchte ihr an dieser Stelle nochmals herzlich zu ihrer Medaille gratulieren“, lobte Aues Trainer Christoph Dabrowski (47) bei der Pressekonferenz vor dem Spiel aus der erzgebirgischen Heimat: „Man sollte sich daran ein Beispiel nehmen!“
Der 47-Jährige zeigte sich beeindruckt davon, wer alles hinter dem Verein steht und auf welche Weise die Fans ihre Unterstützung täglich zum Ausdruck bringen.
Dabrowski erklärte: „Am vergangenen Wochenende im Stadion und auch bei den Leuten, die täglich zum Training kommen, sieht man eindeutig, dass sie geschlossen hinter der Mannschaft stehen.“ Zudem haben die Spieler die ersten Impulse durch den Trainerwechsel wahrgenommen.
„Die Mannschaft ist entschlossen und bereit, die Lage zu verbessern. Ich erlebe hier in Aue viele stolze Menschen, die eine starke Bindung zur Region und zum Verein haben. Diese Anerkennung zu erhalten, war auch für mich als Spieler immer eine große Motivation. Ich denke, es ist wichtig, dass die Jungs spüren, wie viel Zusammenhalt herrscht – vor allem im Austausch mit den Fans“, so Dabrowski, der vom neuen Umfeld sofort begeistert war.
Das wurde besonders am Samstag deutlich, als Dabrowski den direkten Kontakt zu den Fans in der Kurve suchte: „Unsere Aufgabe ist es zu zeigen, dass wir alles für den Verein, die Region und die Menschen geben. [...] Der Capo hat uns auch ermutigende Worte mit auf den Weg gegeben und betont, dass wir geschlossen zusammenstehen müssen. Jetzt sind wir in der täglichen Arbeit gefordert, alles zu geben, um den Klassenerhalt zu schaffen.“
Und sicher wird Olympiasiegerin Taubitz auch weiterhin fest die Daumen für den FCE drücken.