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Falsches Training? Köln-Coach Kwasniok äußert sich zur Häufung von Muskelverletzungen

Köln – Handelt es sich noch um Pech oder läuft beim 1. FC Köln etwas falsch? Immer wieder müssen Spieler unter Trainer Lukas Kwasniok (44) wegen Muskelverletzungen aussetzen und fallen somit für mehrere Wochen aus.

Zuletzt traf es ausgerechnet zwei Leistungsträger: Winter-Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey (20) und Alessio Castro-Montes (28), die sich mit starken Darbietungen ins Blickfeld gespielt hatten und für Kwasniok inzwischen unverzichtbare Stammkräfte sind.

Für die 20-jährige Leihgabe von Manchester City sowie den belgischen Mittelfeldspieler bedeutete dies eine ungewohnte Belastung, da beide in der Hinrunde aus unterschiedlichen Gründen nur selten zum Einsatz gekommen waren.

„Bei Monti [Castro-Montes, Anm. d. Red.] ist es die Summe der Spiele, bei Jahmai ebenso“, erläutert Kwasniok auf der Pressekonferenz vor dem anstehenden Sonntagsspiel gegen RB Leipzig (15.30 Uhr) mit Blick auf die Verletzungen der beiden Defensivakteure.

Die vermeintlich häufigen Muskelverletzungen seiner Spieler führt der Trainer jedoch nicht auf eine falsche Trainingssteuerung zurück. Stattdessen betont der 44-Jährige: „Muskelverletzungen werden insgesamt zunehmen.“

Als Gründe nennt er zum einen die verbesserten diagnostischen Möglichkeiten, die den Vereinen heute zur Verfügung stehen, und zum anderen die größere Sensibilität der Profis bei Beschwerden.

So hätten sowohl Simpson-Pusey als auch Castro-Montes keine so starken Schmerzen verspürt, dass sie ein Training oder Spiel hätten abbrechen müssen.

Dennoch seien sie zur weiteren Abklärung ins MRT gegangen. „Und dann fehlen sie zwei bis vier Wochen.“

Diese hohe Zahl an Muskelverletzungen sei somit Ausdruck einer gewissen Vorsicht, während früher häufig so lange gespielt wurde, „bis der Muskel wirklich verletzt war“, ergänzt der Kölner Coach.

Übersicht Bundesliga-Tabelle

Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Rang 16) kann über die Relegation den Klassenerhalt sichern, indem er gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga antritt.