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Aktueller Stand bei Reese und Dardai: Dieser Hertha-Profi läuft gegen Schalke auf

Berlin – Erleichterung im Westend: Die Grippewelle hat auch vor Hertha BSC nicht Halt gemacht, weshalb die Sorge groß war. Beim öffentlichen Training fehlten mit Marton Dardai (23) und Fabian Reese (28) gleich zwei wichtige Stammspieler aufgrund von Krankheit. Ein Ausfall der beiden würde Hertha deutlich schwächen. Auf der Pressekonferenz konnte Stefan Leitl (48) jedoch zumindest teilweise Entwarnung geben.

„Bei Marton sieht es etwas besser aus. Er war heute bereits wieder beim Training dabei. Jetzt müssen wir abwarten, wie er die Belastung verkraftet“, erklärte der Cheftrainer. Auch Fabian Reese soll am Freitag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Es bleibt dennoch ein Wettlauf gegen die Uhr – mit leichten Vorteilen für den Innenverteidiger. Leitl machte aber deutlich: „Trotzdem kann ich momentan noch nicht mit absoluter Sicherheit sagen, ob sie einsatzfähig sind. Der Zustand hat sich jedoch im Vergleich zu gestern klar verbessert.“

Falls Dardai nicht spielen kann, stellt sich die Abwehr fast von selbst auf. Mit Linus Gechter (21) und Pascal Klemens (20) stehen dem Trainer nur noch zwei gelernte Innenverteidiger zur Verfügung. Die in die U23 versetzten Tim Hoffmann (20) und Agustin Rogel (28) kommen nicht infrage, auch nicht als Ersatz auf der Bank.

Für Klemens wäre der Einsatz in diesem Fall ein Sprung ins kalte Wasser. Nach seiner schweren Sprunggelenksverletzung während der Vorbereitung feierte der 20-Jährige erst zum Ende der Hinrunde gegen Bielefeld (1:1) sein Comeback. Zusätzlich absolvierte er einen Einsatz bei der U23 sowie 90 Minuten im Testspiel gegen Standard Lüttich.

„Sollte Marton ausfallen, wird Passi definitiv spielen. Wir sind sehr froh, dass er nach seiner schweren Verletzung wieder zurück ist. Es war ein langer Weg, aber er hat sich sehr professionell verhalten“, so Leitl.

Als Erste hatte die Grippewelle Dawid Kownacki (28) erwischt. Der Stürmer verpasste sogar das Trainingslager, konnte aber die restliche Woche wieder mit der Mannschaft trainieren. Trotzdem wird der Torjäger vorerst nur eine Nebenrolle übernehmen. „Er macht einen guten Eindruck, muss aber noch aufholen“, erklärte Leitl.

Das Startelf-Ticket für die Offensive sichert sich daher Luca Schuler (26). „Derzeit ist Kownacki eher eine Option für die Bank. Luca Schuler wird beginnen.“

Ein gutes Zeichen: Gegen seine ehemaligen Vereine trifft der 26-Jährige besonders gerne. In dieser Saison war Kaiserslautern zweimal davon betroffen. Auch gegen Magdeburg gelang ihm bereits ein Treffer (in der letzten Spielzeit). Nur Schalke steht noch nicht auf seiner Liste.

Für Hertha soll die Partie den Auftakt zur Aufholjagd markieren. Aktuell fehlen sechs Punkte auf einen direkten Aufstiegsplatz, fünf auf den Relegationsrang und sogar neun auf Spitzenreiter Schalke. „In der 2. Liga gibt es kaum etwas Größeres, als wenn diese beiden Traditionsvereine aufeinandertreffen“, sagte Leitl vor dem Spiel am Samstag (20.30 Uhr/RTL/Sky), das vor voraussichtlich ausverkauftem Haus stattfinden wird.