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HSV-Blog: Ehemaliger Rothosen-Spieler zu Haftstrafe verurteilt

Hamburg – Am Samstagabend steht der HSV vor einem wichtigen Duell gegen den 1. FC Köln.

Ohne Yussuf Poulsen muss das Team auskommen, da dieser für mehrere Wochen ausfallen wird. Dagegen darf sich der aktuell überzeugende William Mikelbrencis Hoffnungen auf einen Einsatz machen.

In unserem HSV-Blog halten wir euch über alle Neuigkeiten zum Team, möglichen Transfers und weiteren Entwicklungen im Volkspark auf dem Laufenden.

Ein erschütternder Absturz eines früheren HSV-Profis: Romeo Castelen (42), der von 2007 bis 2011 für die Rothosen spielte, wurde in den Niederlanden wegen Geldwäsche zu einer Haftstrafe verurteilt.

Das Gericht in Zwolle sprach gegen den 42-Jährigen eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten aus, wovon sechs Monate zur Bewährung ausgesetzt sind. Zudem wurde eine Geldbuße von zwei Millionen Euro verhängt.

Castelen soll über den chinesischen Klub Zhejiang Yiteng mehrere Millionen Euro illegal gewaschen haben. Im Jahr 2019 wurde er am Flughafen Amsterdam mit 139.000 Euro in bar ertappt.

Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich eine Haftstrafe von drei Jahren gefordert. Der Ex-Profi kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen.

William Mikelbrencis (22) kämpft derzeit um seine Zukunft beim HSV. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, doch seine starken Leistungen lassen auf positive Vertragsverhandlungen hoffen.

Trainer Merlin Polzin (35) lobte den jungen Franzosen: „Wenn man die Chance erhält, muss man sie auch nutzen – das hat er in dieser Saison durchweg getan.“ Auch wenn Mikelbrencis gelegentlich auf der Bank Platz nehmen musste, habe das taktische Gründe gehabt. „Das konnte er nicht beeinflussen, aber was er beeinflussen konnte, hat er verbessert.“

In seinen ersten zwei Jahren spielte Mikelbrencis lediglich zwölf Mal für den HSV und kam auf 571 Minuten. Während der Aufstiegssaison absolvierte er allerdings 25 Partien, in dieser Spielzeit stehen bereits 19 Einsätze zu Buche, davon neun von Beginn an.

Polzin fasste die Entwicklung des jungen Spielers so zusammen: „William kam als sehr junger Spieler zu uns, sprach damals weder Deutsch noch Englisch. Er hat hart an sich gearbeitet und musste auch Geduld zeigen, wenn er mal weniger spielte, als er sich das vorgestellt hatte.“

Der Trainer sieht in seiner Entwicklung noch viel Potenzial: „Er weiß genau, welche Schritte als Nächstes folgen müssen. Auf dem Platz ist er schnell und zudem ein feiner Charakter.“

Leider gibt es schlechte Nachrichten für den HSV: Stürmer Yussuf Poulsen (31) fällt erneut für mehrere Wochen aus. Trainer Polzin berichtete am Donnerstag von einer Verletzung am rechten hinteren Oberschenkel.

„Das ist sehr bitter“, so Polzin, der auch erklärte, dass Poulsen nach der Diagnose niedergeschlagen sei. „Weder für ihn noch für uns ist das eine zufriedenstellende Situation.“ Der Däne war mit hohen Erwartungen zum HSV gekommen, wurde jedoch immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen.

„Die Saison ist noch nicht vorbei“, blickte Polzin nach vorne, auch wenn die genaue Ausfalldauer von Poulsen noch unklar sei. „Er wird weiterhin seinen Beitrag leisten, damit wir eine erfolgreiche Saison spielen und unsere Ziele erreichen.“

Trainer Polzin äußerte sich auch deutlich zum Fehlen von Rayan Philippe (25) beim Spiel in Wolfsburg: „Ich wollte Rayan klar machen, woran er arbeiten muss. Das haben wir intern besprochen.“ Nun sei er gespannt auf seine Reaktion.

Eine Rückkehr von Philippe für das anstehende Heimspiel gegen den 1. FC Köln ist nicht ausgeschlossen, vorausgesetzt, der Angreifer zeigt die geforderte Leistung.

„Ich habe einfach höhere Ansprüche an Rayan“, betonte Polzin. „Er hat schon weitaus bessere Auftritte gezeigt.“ Trotz der Tatsache, dass Philippe mit fünf Treffern zusammen mit Luka Vuskovic (19) bester Torschütze des HSV ist, schwankt seine Form immer wieder.

Polzin ergänzte: „Er muss sich noch zurechtfinden.“ Dabei ist Philippe schon seit acht Monaten beim Klub, die Eingewöhnungsphase sollte vorbei sein. „Ich sehe das nicht dramatisch. Wir wollen ihm zeigen, woran wir arbeiten wollen. Solche Phasen, in denen nicht alles rund läuft, sind normal. Da muss er durch.“

Der HSV kann sich für die kommende Erstliga-Saison weitgehend vorbereiten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Luka Vuskovic (19) ein weiteres Jahr im Volkspark bleibt, sinkt mit jedem weiteren Spiel. Seine Leistungen sind einfach zu stark.

Deshalb suchen die Verantwortlichen bereits nach einem Ersatz. Laut dem griechischen Medium SDNA hat der HSV Interesse an Lorenzo Pirola (24) von Olympiakos Piräus. Er soll sogar beim letzten Spiel vor Ort beobachtet worden sein.

Der Innenverteidiger stammt aus der Jugend von Inter Mailand und verfügt über zahlreiche Einsätze in Italiens U-Nationalmannschaften. Pirola spielt seit Sommer 2024 in Piräus, sein Vertrag läuft bis 2027/28. Sein Marktwert wird auf rund neun Millionen Euro taxiert.

Die Vorbereitung auf das wichtige Spiel gegen Köln begann am Dienstag, mit dabei war auch Winter-Neuzugang Albert Grönbaek (24). „Ich freue mich, ihn wieder im Mannschaftstraining zu sehen. Er braucht noch eine Trainingswoche, in der er vollständig mitziehen kann, ohne Rücksicht auf Belastungen. Ich hoffe, dass er so schnell wie möglich einsatzfähig ist“, erklärte Polzin.

Ransford Königsdörffer (24) und William Mikelbrencis (22) trainierten wegen Belastungssteuerung nicht mit der Mannschaft. Nicolas Capaldo (27), Bakery Jatta (27) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) absolvierten individuelle Reha-Einheiten.

Besonders Capaldo könnte gegen Köln schon sein Comeback feiern. „Es könnte eine Punktlandung werden. Das ist das Ziel“, sagte Polzin, fügte aber hinzu: „Als Trainer ist man manchmal mehr Träumer als Realist.“

Beim 2:1-Auswärtssieg in Wolfsburg zeigte Luka Vuskovic (19) eine überragende Leistung. Der Abwehrspieler war an der Entstehung beider Elfmeter beteiligt und erzielte einen davon, wenn auch mit etwas Glück, selbst.

Ex-HSV-Sportvorstand Jonas Boldt (44) bezeichnete den jungen Kroaten bei Sky90 als „Schlüsselspieler“ und lobte die fußballerische Leidenschaft der Familie Vuskovic.

Gleichzeitig übte Boldt Kritik am Verein: „Es ist fast fahrlässig, so viel Verantwortung auf seine Schultern zu legen.“ Vuskovic habe fünf wichtige Tore erzielt, beide Elfmeter gegen Wolfsburg seien durch ihn entstanden. Obwohl eigentlich Verteidiger, spielt er eine enorm wichtige Rolle im Offensivspiel des HSV. Wie Philippe hat auch er fünf Saisontore erzielt.

Boldt ist überzeugt, dass der Aufsteiger ohne Vuskovic nicht auf dem zehnten Tabellenplatz stehen würde. „Die zwei Spiele vor seiner Ankunft waren weit entfernt vom Bundesliga-Niveau. Er bringt enormen Schwung rein.“

Zunächst hatte Christian Eriksen (34) Wolfsburg in Führung gebracht, doch Vuskovic und Jean-Luc Dompé (30) drehten das Spiel per Elfmeter und sorgten so für Geschichtsträchtiges in der Bundesliga.

Rekordhalter für die meisten Elfmeter in einem Spiel ist die Partie Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund in der Saison 1965/66 – fünf Strafstöße wurden damals gegeben, vier davon verwandelt. Das Spiel endete 5:4 für Dortmund.

Top-Klubs zeigen großes Interesse! Der HSV muss sich zunehmend darauf einstellen, dass Luka Vuskovic im Sommer zu Tottenham Hotspur zurückkehrt. Ob er dort bleibt, ist allerdings noch offen.

Der 19-Jährige steht bei nahezu allen europäischen Spitzenvereinen auf dem Radar, zuletzt wurde auch dem FC Barcelona Interesse nachgesagt.

Sein Berater Pini Zahavi (83) äußerte sich zu den Gerüchten in spanischen Medien: „Ich kann aktuell nichts sagen. Der Spieler gehört weiterhin zum HSV und konzentriert sich voll auf diesen Verein. In zwei Monaten, nach Ablauf seiner Leihfrist und seiner offiziellen Rückkehr zu Tottenham, kann ich Neuigkeiten verkünden.“

Nach dem Sieg in Wolfsburg dürfte Daniel Elfadli (28) besonders erleichtert gewesen sein – er erlebte in der Volkswagen Arena eine regelrechte Horror-Halbzeit.

Der Verteidiger, der gegenüber Warmed Omari (25) den Vorzug erhalten hatte, unterlief in der 18. Minute ein folgenschwerer Fehlpass, doch Wolfsburg konnte daraus zunächst kein Kapital schlagen.

Zwei Minuten später wurde Elfadli zum Unglücksraben, als er den Ball klären wollte und dabei VfL-Profi Yannick Gerhardt (31) am Kopf traf. Den daraus resultierenden Elfmeter verwandelte Christian Eriksen zur Führung für Wolfsburg.

Für das Foul sah Elfadli Gelb und stand kurz vor der Halbzeit nach einem weiteren Foul kurz vor einer roten Karte. Nach einer klaren Ansage von Schiedsrichter Florian Exner (35) musste Trainer Polzin ihn in der Pause auswechseln.

Schiedsrichter Florian Exner (35) leitete das Bundesliga-Spiel zwischen Wolfsburg und dem HSV. Unter seiner Leitung bestritten die Rothosen bisher fünf Partien, mit einer durchaus guten Bilanz: drei Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage.

Wolfsburg hingegen spielte bisher drei Spiele mit Exner als Schiedsrichter, davon wurde nur eines gewonnen, zwei gingen verloren.

Wie es im Sommer mit Luka Vuskovic weitergeht, ist noch offen. Bleibt er beim HSV, um mit seinem Bruder Mario zusammenzuspielen? Holt Tottenham ihn zurück? Oder wechselt er zu einem anderen Klub?

Sky berichtet, dass der FC Barcelona den kroatischen Innenverteidiger genau beobachtet, da im Sommer eine Lücke in der Abwehr entsteht.

Besonders interessant ist, dass Vuskovic denselben Berater wie Barca-Trainer Hansi Flick (61) hat: Pini Zahavi.

Eine weitere Hiobsbotschaft für den HSV: Bakery Jatta (27) fällt in den kommenden Wochen aus.

Der Verein gab bekannt, dass sich der Gambier im Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen am linken hinteren Oberschenkel verletzt hat und bereits in der 29. Minute ausgewechselt werden musste.

Unter Coach Merlin Polzin hatte Jatta lange keine Rolle gespielt, kämpfte sich aber Ende 2025 zurück und absolvierte zuletzt zehn von zwölf Partien.

HSV-Anhänger aufgepasst: Die DFL hat die Spieltage 28 bis 30 der Bundesliga exakt terminiert. Der HSV tritt dabei – unter anderem im Nordderby gegen Werder Bremen – zweimal samstags um 15:30 Uhr und einmal sonntags um 17:30 Uhr an.

Die Termine im Überblick:

Samstag, 4. April (15:30 Uhr): HSV – FC Augsburg

Sonntag, 12. April (17:30 Uhr): VfB Stuttgart – HSV

Samstag, 18. April (15:30 Uhr): Werder Bremen – HSV

Sören Storks (37) wird das Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen am Mittwochabend als Unparteiischer leiten.

Der Schiedsrichter aus Ramsdorf (NRW) pfiff bereits vor einigen Monaten ein HSV-Spiel, das die Hamburger trotz Unterzahl und hitziger Schlussphase spät gewinnen konnten.

Damals zeigte Storks Alexander Rössing-Lelesiit (19) in der 81. Minute Gelb-Rot, nachdem der Norweger überhart in einen Zweikampf mit Stuttgart-Spieler Josha Vagnoman (25) eingriff.

Bislang leitete Storks erst fünf Erst- und Zweitligaspiele mit Hamburger Beteiligung. Die Bilanz spricht klar für den HSV: nur ein Verlust bei mehreren Erfolgen und einem Remis.

Gibt es Grund zur Sorge bei HSV-Fans? Torwart Daniel Heuer Fernandes (33) hat sich nach dem Aufstieg in der Bundesliga als einer der besten Keeper etabliert, doch sein Vertrag läuft im Sommer aus.

Der Schlussmann bestätigte kürzlich, dass Gespräche über seine Zukunft mit dem Verein laufen. Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtete, wechselte Heuer Fernandes in diesem Zusammenhang seinen Berater und trennte sich auf freundschaftlicher Basis von seiner bisherigen Agentur.

Der HSV zeigte sich von dieser Entscheidung überrascht. Was sie für Heuer Fernandes’ Zukunft bedeutet, ist unklar. Möglicherweise will der Keeper seine Verhandlungsposition verbessern oder Optionen für einen Wechsel ausloten.

Fábio Vieira (25) hat großen Anteil daran, dass der HSV eine solide Saison spielt. Nach seiner Leihe vom FC Arsenal entwickelte er sich zum Leistungsträger. Wie steht es um seine Zukunft?

SPORT BILD berichtet, dass der Portugiese entschieden hat, im Sommer nicht nach London zurückzukehren. Bei Arsenal konnte er sich nach seinem Wechsel 2023 nicht durchsetzen.

Vieira fühlt sich beim HSV und in Hamburg sehr wohl und kann sich grundsätzlich vorstellen, zu bleiben. Problematisch ist jedoch die hohe Kaufoption von über 20 Millionen Euro.

Die Verantwortlichen hoffen, die Ablösesumme senken zu können, vor allem wenn Vieira selbst einen festen Wechsel nach Hamburg befürwortet. Das Ende der Verhandlungen ist offen.

Diagnose: HSV-Profi Nicolas Capaldo zog sich im Spiel gegen Leipzig eine Bauchmuskelverletzung zu, wie eine MRT-Untersuchung im Volkspark am Montag ergab.

Der Argentinier wird dem Team nach Vereinsangaben „weitere Wochen“ fehlen, nachdem er gegen RB nach etwa 20 Minuten ausgewechselt werden musste. Zunächst hatte man eine Adduktorenverletzung vermutet.

So wenige Gästefans wie selten zuvor waren beim Spiel HSV gegen RB Leipzig anwesend. Trotz ausverkauftem Haus mit 57.000 Zuschauern war die Gästekurve kaum gefüllt.

Die Seite „falsche9“ berichtete, dass lediglich rund 1500 Leipziger Fans den Weg in den Volkspark fanden – ein Minusrekord in dieser Saison. Selbst das Tabellenschlusslicht 1. FC Heidenheim brachte mit knapp 2100 Anhängern mehr mit.

Beim torlosen Remis gegen SV Elversberg im März waren zuletzt nur rund 1000 Gästefans mitgereist.

Eine doppelte Hiobsbotschaft für den HSV: Neben der Niederlage gegen Leipzig verlor der Klub auch zwei Verteidiger.

Miro Muheim (27) erhielt für ein hartes Foul seine fünfte Gelbe Karte und wird das Nachholspiel gegen Leverkusen sicher verpassen. „Wir haben drei, vier Spieler, die als Ersatz infrage kommen“, so Trainer Polzin.

Zusätzlich gibt es Sorgen um Nicolas Capaldo (27). Der Argentinier klagte über Schmerzen im Oberschenkel-/Adduktorenbereich und musste frühzeitig ausgewechselt werden, sichtlich angeschlagen.

Polzin erklärte, dass Capaldo bei einem Sprint einen Muskel eingezogen habe und kündigte weitere Untersuchungen an. Ein Einsatz gegen Leverkusen ist sehr fraglich, womöglich droht sogar eine längere Pause.

Schiedsrichter Bastian Dankert (45) wird das Bundesliga-Duell HSV gegen RB Leipzig leiten und muss im Volkspark einen kühlen Kopf bewahren.

Unter seiner Leitung bestritt der HSV bisher 18 Spiele, die Bilanz ist negativ: sieben Siege, ein Unentschieden und zehn Niederlagen.

RB Leipzig absolvierte 17 Partien mit Dankert als Referee, dabei gab es neun Siege, fünf Unentschieden und nur drei Niederlagen.

Beste Voraussetzungen für einen besonderen Abend im Volkspark: Der HSV kann am Sonntag fast in Bestbesetzung gegen RB Leipzig antreten.

Nur die verletzten Albert Grönbaek (24) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) stehen laut Trainer Polzin nicht zur Verfügung. Alle anderen seien „heiß und einsatzbereit“.

Auch Leistungsträger Albert Sambi Lokonga (26) ist nach seinem Außenbandriss im Sprunggelenk wieder eine ernsthafte Option. Ob er rechtzeitig fit wird, zeigt sich etwa eine Stunde vor Anpfiff.

Positive Stimmen vom Bundesliga-Rand: SC Freiburg-Profi Matthias Ginter (32) äußerte sich im Podcast „Copa TS“ lobend über den HSV.

Er sprach zunächst über die Entwicklung des VfB Stuttgart, die sich vom Zweitliga-Club zum DFB-Pokalsieger und Champions-League-Teilnehmer mausern konnten – eine ähnliche Zukunft traut er auch dem HSV zu.

„Klar, sie haben viel mit Leihspielern gearbeitet“, sagte Ginter und meinte damit unter anderem die Transfers von Luka Vuskovic und Fábio Vieira. Auch wenn der HSV diese Stars vielleicht nicht halten kann, sieht er gute Voraussetzungen.

„Die Stadt, der Verein und das Stadion sind natürlich beeindruckend“, lobte er und zeigte sich überzeugt, dass der HSV bald wieder weiter oben in der Tabelle stehen wird.

Gute Nachrichten vom Trainingsplatz: Albert Sambi Lokonga (26) kehrt am Mittwoch ins Mannschaftstraining zurück. Am Dienstag hatte er nach seiner Verletzung noch individuell mit Reha-Trainer Sebastian Capel gearbeitet.

Trainer Polzin erklärte am Dienstag: „Ziel ist, dass Sambi im Laufe der Woche wieder einsteigen und womöglich am Wochenende im Kader stehen kann. Bei Yussi achten wir aufgrund einer langen Trainingswoche und seiner Vorgeschichte besonders auf die Belastung. Er wird ab morgen mit dem Team trainieren und am Wochenende zur Verfügung stehen.“

Yussuf Poulsen hingegen belastet sich derzeit zurückhaltender, Albert Grönbaek arbeitet weiter individuell an seinem Comeback.

Daniel Heuer Fernandes (33) steht seit über sechs Jahren beim HSV unter Vertrag und zählt trotz gelegentlicher Kritik zu den wichtigsten Stützen. Dank ihm steht der Aufsteiger nach 23 Spieltagen deutlich über dem Strich.

Experte Stefan Effenberg (57) brachte ihn kürzlich sogar für die Nationalmannschaft ins Gespräch. Im „Doppelpass“ sagte er: „Er hat sich den Platz als Backup bei einer Weltmeisterschaft verdient. Er ist 100 Prozent loyal, auch in schwierigen Situationen.“

Effenberg sieht in Heuer Fernandes einen entscheidenden Faktor für den Erfolg des HSV und meint: „Er entscheidet Spiele als Torwart und holt Punkte. Es spricht nichts dagegen, ihn als dritten Keeper mitzunehmen.“

Im Verein hört man solche Worte gerne, doch sie wecken auch Begehrlichkeiten, zumal sein Vertrag im Sommer endet. Sportdirektor Claus Costa (41) sagte: „Wir sind in guten Gesprächen. Ferro weiß genau, was er am HSV hat, und wir wissen, was wir an ihm haben. Er ist ein wichtiger Rückhalt.“

Silvan Hefti (28) hatte beim HSV keine Chance, sucht nun sein Glück in der MLS bei D.C. United – mit einem erfolgreichen Start.

Beim Saisonauftakt stand Hefti direkt in der Startelf und blieb bis zum Schlusspfiff auf dem Feld. Sein Team gewann mit 1:0 gegen Philadelphia Union.

Auch Ex-Kapitän Sebastian Schonlau war beim 1:0 der Vancouver Whitecaps erstmals seit August wieder im Kader, kam jedoch nicht zum Einsatz.

Fabio Vieira (25) macht beim HSV stets den Unterschied, doch ob er über den Sommer hinaus im Volkspark bleibt, ist offen.

Sportdirektor Claus Costa bezeichnete ihn im „Doppelpass“ als „außergewöhnlichen, fantastischen Spieler“, der sich in Hamburg jeden Tag besser einlebt. „Wir sind froh, dass wir ihn für ein Jahr verpflichten konnten.“

Vieira war auf Leihbasis von Arsenal gekommen, mit einer Kaufoption von 20 Millionen Euro, die der HSV nicht ziehen wird. Costa: „20 Millionen sind unrealistisch. Wir hoffen, die Ablöse drücken zu können, vor allem wenn der Spieler sich für einen Verbleib entscheidet.“

Robert Braun (30) wird am Freitagabend das Auswärtsspiel des HSV beim FSV Mainz 05 leiten. Beide Teams hat er in dieser Saison bereits einmal gepfiffen.

Der HSV verbindet mit Braun keine guten Erinnerungen: Das Spiel beim FC Augsburg verlor man im elften Spieltag mit 0:1. Unter Braun gewann der HSV eine Zweitligapartie, eine weitere endete unentschieden.

Mainz holte unter Braun Ende 2023 überraschend einen Punkt bei Bayern München (2:2) und gewann vor drei Jahren eine DFB-Pokal-Partie mit ihm als Schiedsrichter.

Für das Mainz-Spiel muss der HSV auf mehrere Spieler verzichten: verletzt fehlen Alexander Rössing-Lelesiit (19), Albert Sambi Lokonga (26) und Albert Grönbaek (24), gesperrt ist Luka Vuskovic (18). Unklar ist noch die Teilnahme von Kapitän Nicolás Capaldo (27).

Trainer Polzin berichtete, dass Capaldo unter der Woche angeschlagen war, aber gut mittrainiert hat und unbedingt spielen möchte. Am Donnerstag soll entschieden werden. Capaldo kehrte am Donnerstag ins Training zurück und steht somit wohl zur Verfügung.

Jean-Luc Dompé (30) sorgte mit seiner Alkoholfahrt für Aufsehen, versucht nun aber auf dem Platz wieder Fuß zu fassen. Beim letzten Spiel gegen Union Berlin gab er nach seiner Sperre für 18 Minuten sein Comeback.

Die Klubführung hat dem Spieler verziehen. Polzin: „Wir haben das Thema intensiv behandelt und eine klare Haltung gezeigt. Trotzdem geht es nicht darum, jemanden komplett zu verurteilen, sondern als Team in guten und schlechten Zeiten zusammenzustehen.“

Dompé soll Einsicht gezeigt haben. „Mir ist wichtig, dass wir den Cut setzen, damit er sich sportlich für die Startelf qualifizieren kann“, so Polzin. Ob er in Mainz starten wird, ist offen; vermutlich wird Winter-Neuzugang Philip Otele (26) spielen.

Wegen einer Gelbsperre muss Luka Vuskovic (18) das Mainz-Spiel verpassen – für ihn bleiben damit elf oder vielleicht mehr Einsätze im HSV-Trikot.

Polzin zeigte sich optimistisch: „Ich bin Fußballromantiker und glaube an Dinge, die schwer vorstellbar sind. Wir wollen unbedingt, dass er weiterhin für den HSV spielt, besonders in Kombination mit seinem Bruder Mario, dessen Dopingsperre Mitte November endet.“

Die Entscheidung hängt jedoch auch von Tottenham Hotspur ab. „Es gibt eine vertragliche Vereinbarung zwischen den Vereinen, für die wir dankbar sind. Eine Lösung für den Sommer muss gefunden werden“, so Polzin.

Nach dem fünften Gelb gegen Union Berlin fehlt Vuskovic dem HSV am Freitag in Mainz, erhält aber auch einige trainingsfreie Tage zur Erholung.

Polzin bemerkte: „Luka hat bisher alle Spiele gemacht und war in den Länderspielphasen viel unterwegs. Die Pause hat er sich verdient. Außerdem ist es gut, wenn er mal zwei Tage den Kopf frei bekommt.“

Vuskovic reist laut Polzin am Dienstagabend zurück nach Hamburg und wird auch die Fahrt nach Mainz antreten. „Er hat darum gebeten, weil er unbedingt dabei sein will – ein gutes Zeichen.“

Wer ihn gegen Mainz ersetzt, ist noch offen. Polzin: „Daniel Elfadli kennt diese Position, er spielte sie zu Saisonbeginn. Warmed Omari, der inzwischen wieder mehr trainiert und auch eine Option für Freitag ist, könnte ebenfalls auflaufen.“

Drei Wochen nach seiner Alkoholfahrt darf Jean-Luc Dompé (30) gegen den 1. FC Union Berlin zumindest wieder auf der Bank Platz nehmen.

Der Franzose war nach dem Vorfall mit 1,4 Promille bei einer Verkehrskontrolle und einer weiteren Straftat auf einem E-Scooter vorübergehend suspendiert und mit einer hohen Geldstrafe belegt worden.

HSV-Neuzugang Albert Grönbaek zog sich im Training eine Faszienverletzung zu und muss daher vorerst kürzertreten.

Eine MRT-Untersuchung am Mittwoch im Athleticum am Volkspark bestätigte die Verletzung. Der 24-jährige Offensivspieler wird voraussichtlich einige Wochen pausieren müssen.

Er war erst Ende Januar per Leihe von Stade Rennes zum HSV gekommen.

Albert Sambi Lokonga erlitt einen Außenbandriss im Sprunggelenk und wird dem HSV mehrere Wochen fehlen, teilte der Verein mit.

Die Diagnose wurde mittels MRT im Athleticum bestätigt.

Luka Vuskovic (18) hat sich beim HSV gut eingelebt und fühlt sich in Hamburg immer wohler.

Dem kroatischen Portal „tportal“ sagte der Abwehrspieler: „Es gefällt mir hier sehr gut. Ich spreche zwar noch kein Deutsch, lerne es aber gerade. Hamburg ist nach Split meine absolute Lieblingsstadt.“

Er wohnt zentral in Stadionnähe, Freunde, Familie und seine Freundin besuchen ihn oft. Was ihm weniger gefällt, sind die häuslichen Pflichten: „Wenn ich allein bin, muss ich den Haushalt machen, das geht nicht anders.“ Glücklicherweise helfen ihm Partnerin und Familie, wenn sie zu Besuch sind.

Im Spiel gegen den 1. FC Heidenheim musste Albert Sambi Lokonga in der Halbzeit ausgewechselt werden.

Der 26-Jährige zog sich eine Bänderverletzung am Sprunggelenk zu. Am Montag soll entschieden werden, wie lange er ausfällt. Die MRT soll die Schwere der Verletzung klären.

Beim Spiel gegen Heidenheim fehlt der HSV neben Alexander Rössing-Lelesiit (19) und Fabio Baldé (20) diesmal auch Nicolas Capaldo (27).

Der Argentinier sah im Spiel gegen Bayern München seine fünfte Gelbe Karte und ist somit nicht spielberechtigt. Capaldo ist ein Dauerbrenner im Mittelfeld und stand in 17 von 19 Spielen in der Startformation.

Auch Jean-Luc Dompé ist nicht spielberechtigt, da er weiterhin gesperrt ist wegen seiner Alkoholfahrt.

Tabelle 1. Bundesliga

Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) bestreitet eine Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga, um den Klassenerhalt zu sichern.