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St.-Pauli-Blog: Ex-Cheftrainer Fabian Hürzeler drückt dem FC St. Pauli die Daumen

Hamburg – Für den FC St. Pauli steht am Samstag (15:30 Uhr) ein spannendes Saisonfinale gegen den VfL Wolfsburg an, das über die Teilnahme an der Relegation entscheidet. Die Kiezkicker müssen unbedingt gewinnen und sind zugleich auf Schützenhilfe vom 1. FC Heidenheim angewiesen.

Das Spiel wird vom Champions-League-Referee Daniel Siebert geleitet. Liegt das Schicksal von St. Pauli also in seinen Händen?

In unserem St.-Pauli-Blog halten wir euch über alle Neuigkeiten bezüglich der Mannschaft, möglichen Transfers und weiteren Ereignissen rund um das Millerntor-Stadion auf dem Laufenden.

Fabian Hürzeler, der 2024 als Cheftrainer St. Pauli zurück in die Bundesliga führte, steht mittlerweile an der Seitenlinie von Brighton & Hove Albion in der Premier League. Trotzdem hält er seinem ehemaligen Verein am Samstag fest die Daumen, wie er in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung verriet.

„Jeder weiß, welche Kräfte das Millerntor-Stadion freisetzen kann. Die Fans werden das Team mit voller Leidenschaft unterstützen und antreiben. Ich bin sicher, dass der FC St. Pauli gute Chancen hat, das Ziel zu erreichen. Ich drücke ganz fest die Daumen“, erklärte der 33-Jährige.

Gemeinsam mit Nationalspieler Pascal Groß (34) plant er, das Bundesligafinale live zu verfolgen.

Der 42-jährige Daniel Siebert wird als Schiedsrichter die richtungsweisende Begegnung zwischen St. Pauli und Wolfsburg leiten.

Der Berliner hat in der Bundesliga bisher erst eine Partie der Kiezkicker gepfiffen – eine 0:1-Niederlage in Bochum. Insgesamt fällt die Bilanz unter seiner Leitung nicht sehr positiv für St. Pauli aus: In der 2. Liga leitete er elf Spiele mit Beteiligung der Braun-Weißen, von denen diese lediglich zwei gewinnen konnten, fünfmal endete es unentschieden und viermal verloren sie.

Am Samstag wird Sieberts Leistung noch intensiver bewertet werden als sonst, gilt das Spiel doch als wegweisendes Duell im Tabellenkeller, das über den Verbleib in der Bundesliga entscheidet.

Für den Unparteiischen ist die hohe Anspannung des Spiels sicherlich eine gute Vorbereitung auf das Champions-League-Finale am 30. Mai zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Arsenal.

Die Hoffnungen von Joel-Chima Fujita (24), im Sommer mit Japan bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko dabei zu sein, sind am Freitag enttäuscht worden.

Der japanische Fußballverband veröffentlichte seinen Kader für das Turnier – Fujita wurde nicht berücksichtigt.

Dabei hatte der 24-jährige Mittelfeldspieler zuletzt regelmäßig mitgewirkt und in fünf von acht Länderspielen auf dem Feld gestanden.

Ein Wechsel innerhalb Hamburgs steht an: FC St. Pauli muss das Verteidiger-Talent Calvin Rahr (18) abgeben, der sich ausgerechnet dem Rivalen HSV anschließt.

In der laufenden Regionalliga-Saison war der Youngster 28-mal für die U23 der Kiezkicker im Einsatz, konnte den Abstieg in die Oberliga jedoch nicht verhindern.

Mit der U21 des HSV wird Rahr in der kommenden Saison erneut in der Regionalliga spielen.

Eric Smith wurde für den schwedischen WM-Kader nominiert.

Es ist nicht das erste Mal, dass der St.-Pauli-Verteidiger zum Nationalteam berufen wird, eingesetzt wurde er jedoch bislang noch nicht. Wiederholt musste er verletzungsbedingt die Reise abbrechen oder sagte aus anderen Gründen ab.

Bei den entscheidenden WM-Playoffs war er ebenfalls im Kader, vor Ort aber nur beim 3:1-Sieg gegen die Ukraine in Valencia, wo er auf der Bank saß. Gegen Polen musste Smith wegen einer Trainingsverletzung am Wadenmuskel schon wieder abreisen.

Bisher hat Smith somit noch kein Länderspiel für Schweden absolviert. Ob er sein Debüt ausgerechnet bei der WM geben wird, bleibt spannend.

Die Befürchtungen haben sich bestätigt: Zum Trainingsstart beim FC St. Pauli kann nur eine kleine Gruppe zusammenkommen, da ein Magen-Darm-Virus im Team kursiert.

So fehlten neben Eric Smith (29) auch Hauke Wahl (32), David Nemeth (25) und Louis Oppie (23). Kapitän Jackson Irvine (33) fehlte aus Gründen der Belastungssteuerung wie so oft. Adam Dzwigala (30) kehrte dagegen nach seiner Pause zurück.

Manolis Saliakas (29) und Karol Mets (32) absolvierten individuelles Training auf dem Platz.

Am Dienstagmorgen teilte der Verein mit, dass Eric Smith heute „vorsichtshalber“ nicht mit der Mannschaft trainieren werde.

Wegen einer Wadenverletzung fiel der 29-Jährige im April drei Spiele aus, doch beim letzten Spiel gegen RB Leipzig stand er fast durchgehend auf dem Feld. War das vielleicht zu viel für ihn?

Nikola Vasilj (30) kämpft mit St. Pauli noch um den Klassenverbleib in der Bundesliga. Danach wartet bereits das nächste große Ereignis: die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko.

Der Torwart wurde von Nationaltrainer Sergej Barbarez (54) in den bosnischen WM-Kader berufen. Überraschend kam das nicht, da Vasilj maßgeblich am Erfolg in den Play-offs gegen Wales und Italien beteiligt war.

Es ist offiziell: Die U23 des FC St. Pauli steigt aus der Regionalliga ab. Beim Stadtderby gegen die U21 des HSV kamen die Braun-Weißen am Sonntag nicht über ein 1:1 hinaus.

Während die Rothosen im gesicherten Mittelfeld stehen und nichts mit dem Abstieg zu tun haben, liegt der FCSP-Nachwuchs zwei Spieltage vor Saisonende mit fünf Punkten Rückstand und nur noch einem verbleibenden Spiel auf dem letzten rettenden Platz in weiter Ferne.

Siegt Eintracht Norderstedt am Samstag gegen Weiche Flensburg, ist der Abstieg bereits vor dem Derby gegen die HSV-U21 am Sonntag besiegelt. Andernfalls bekommt das Duell eine besondere Brisanz.

Nach längeren Verhandlungen hat der FC St. Pauli gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di einen Haustarifvertrag für den Großteil der Vereinsbeschäftigten abgeschlossen. Dieser gilt für Mitarbeiter des eingetragenen Vereins sowie der verbundenen Gesellschaften aus den Bereichen Vermarktung und Merchandising. Ausgenommen sind leitende Angestellte sowie der Profi- und Nachwuchsbereich inklusive eSport.

Der Vertrag ist zunächst bis zum 30. Juni 2028 gültig, wirkt aber rückwirkend ab dem 1. Juli 2025. Hintergrund war ein Mitgliedsantrag von 2021, der mehrere komplexe Verhandlungsrunden erforderte und nun einvernehmlich abgeschlossen werden konnte.

„Wir freuen uns, unseren Mitarbeitenden mit dem Tarifvertrag mehr Transparenz und Sicherheit bei Vergütung und Arbeitsbedingungen bieten zu können. Besonders schätzen wir den konstruktiven Prozess mit allen Beteiligten“, so FCSP-Vizepräsidentin Hanna Obersteller (44).

Ob St. Pauli in der kommenden Saison in der Bundesliga spielt, ist weiterhin offen. Klar ist jedoch, dass sich der Kader verändern wird. Bereits verpflichtet wurde Sam Klein (22).

Außerdem steht offenbar Joel Bichsel vom Drittligisten 1. FC Saarbrücken auf dem Zettel. Scouts der Braun-Weißen sollen den Schweizer Abwehrspieler mehrfach beobachtet haben. Sein Vertrag läuft nach dieser Saison aus, er wäre also ablösefrei.

Bichsel wechselte im Sommer 2024 von den Young Boys Bern nach Saarbrücken, nachdem er zuvor in der 3. Liga für die zweite Mannschaft des SC Freiburg spielte. Für den FCS hat er seitdem 67 Pflichtspiele absolviert.

Bittere Nachrichten für St. Pauli: Im Saisonendspurt fallen zwei wichtige Leistungsträger aus. Wie der Verein am Mittwoch mitteilte, haben sich Manolis Saliakas (29) und Karol Mets (32) strukturelle Muskelverletzungen zugezogen. Ob sie noch in dieser Saison zurückkehren, ist fraglich.

Ähnliches gilt für Jannik Robatsch (21), der bislang nur in der U23 spielte und noch auf sein Debüt bei den Profis wartet.

Ewald Lienen (72) zeigt sich angesichts der schwachen Rückrunden-Performance der Kiezkicker enttäuscht. Der einstige St.-Pauli-Coach (2014–2017) äußert sich sehr kritisch zur aktuellen Spielweise der Mannschaft.

„Ich kann nicht nachvollziehen, dass St. Pauli die erfolgreiche Spielidee, die sie über Jahre ausgezeichnet hat und zum Aufstieg führte, aufgegeben haben“, sagte Lienen im Podcast „Der Sechzehner“. Er bezog sich dabei unter anderem auf das fehlende Spiel über die Außenstürmer.

Seiner Ansicht nach fehlt deswegen die Möglichkeit für vernünftige Konter, Seitenwechsel oder Steilpässe. „Das ist für mich ein Grund, warum St. Pauli so ungefährlich vor dem Tor ist. Es tut weh zu sehen, wie chancenlos sie in der Rückrunde sind.“

Während St. Pauli im Abstiegskampf steckt, kämpft Fabian Hürzeler (33) in England mit Brighton noch um die Teilnahme an internationalen Wettbewerben. Drei Spieltage vor Schluss stehen die Seagulls auf Rang acht, nur zwei Punkte hinter einem Europa-League-Platz und einen Punkt hinter dem Conference-League-Rang.

Seine Leistungen als Trainer erregten bereits das Interesse zahlreicher Clubs. Zwischenzeitlich wurde er als potenzieller Nachfolger von Pep Guardiola (55) bei Manchester City gehandelt, auch Bayer Leverkusen soll ihn beobachtet haben.

Laut Sky Sport hat der 33-Jährige sich nun entschieden und seinen bis 2027 laufenden Vertrag bei Brighton langfristig verlängert.

Beim letzten Heimspiel gegen Mainz 05 fehlte der Abwehrspieler wegen Adduktorenproblemen im Kader. Trainer Alexander Blessin (52) erklärte nach der Partie, es bestehe aber kein großer Grund zur Sorge.

„Er ist im Rasen hängen geblieben, das ist ärgerlich“, berichtete Blessin. „Wir schauen von Tag zu Tag. Am Sonntag war es noch zu frisch“, ergänzte er mit Blick auf das nächste Spiel gegen RB Leipzig und zeigte sich optimistisch.

Das Duell mit Schiedsrichter Benjamin Brand (36) am Samstag (15:30 Uhr) zwischen RB Leipzig und St. Pauli ist für beide Klubs kein unbekanntes Terrain.

Der Betriebswirt pfiff in seiner Laufbahn bislang am häufigsten Partien des Champions-League-Anwärters (20), St. Pauli folgt auf Platz drei (17). Unter seiner Leitung gewann RB zwölf von 20 Spielen, verlor vier. In dieser Saison gestaltete sich die Bilanz allerdings durchwachsen: 2:2 gegen Dortmund und 1:3 gegen Leverkusen.

St. Pauli konnte acht Partien mit Brand als Schiedsrichter gewinnen, verlor sieben und spielte zweimal unentschieden. Die Kiezkicker trafen ihn in dieser Spielzeit zweimal – beim 2:1-Sieg gegen den VfB und der 1:2-Niederlage in Freiburg.

Je näher das Saisonende rückt und je mehr Spiele St. Pauli nicht gewinnt, desto größer wird der Druck. Das spürt auch Trainer Alexander Blessin (52), der mit seinem Team zwei Spieltage vor Schluss auf dem 17. Platz steht.

Um dem Stress entgegenzuwirken, sucht Blessin Ausgleich im heimischen Garten. „Ich habe den Rasen gemäht, das war gut für meinen Kopf“, erklärte er. Solche Auszeiten seien wichtig, um den Kopf frei zu bekommen und mit dem Druck besser umzugehen. „Das wirkt befreiend“, so der Coach.

Fabian Hürzeler, der Trainer, der St. Pauli zurück in die Bundesliga führte, hat sich entschieden: Er verlängert seinen Vertrag bei Brighton & Hove Albion bis Sommer 2029. Er galt unter anderem als möglicher Nachfolger von Kasper Hjulmand (54) bei Bayer Leverkusen.

„Ich arbeite sehr gern für diesen Club und fühle mich in der Stadt wohl. Die Vertragsverlängerung freut mich riesig. Die langfristige Bindung bedeutet mir viel und bestärkt mich in meinem Wunsch, unsere gemeinsame Vision umzusetzen“, erklärte Hürzeler.

Anfang des Jahres erlebte er mit Brighton noch „den schwierigsten Moment“ seiner Karriere, als die Mannschaft auf Platz 14 abstürzte. Nun kämpfen sie zwei Spieltage vor Saisonende um die Teilnahme an europäischen Wettbewerben.

Vereinspräsident Tony Bloom (56) lobte: „Seit seiner Ernennung hat Fabian die positive Entwicklung mit konstant guten Leistungen fortgesetzt und eine klare Spielphilosophie etabliert.“

Für St. Pauli wäre es ein herber Rückschlag, wenn nicht nur die Profis in die zweite Liga absteigen würden, sondern auch die U23 in die Oberliga.

Im Nachholspiel gegen den Bremer SV erreichte der Nachwuchs trotz Führung nur ein 1:1, was den FCSP-Nachwuchs auf den 16. Platz der Regionalliga Nord rutschen lässt, fünf Punkte hinter dem rettenden Ufer.

Gelingt Eintracht Norderstedt am Samstag ein Sieg, wäre der Abstieg vor dem Derby gegen die HSV-U21 am Sonntag besiegelt, andernfalls erhält das Stadtduell eine besondere Bedeutung.

Nach einem längeren Verhandlungsprozess haben der FC St. Pauli und die Gewerkschaft ver.di einen Haustarifvertrag für große Teile des Vereins abgeschlossen. Er gilt für Mitarbeiter im Bereich Vermarktung und Merchandising, jedoch nicht für Führungskräfte oder Profis inklusive Nachwuchsbereich und eSport.

Der Vertrag läuft bis 30. Juni 2028, aber rückwirkend ab 1. Juli 2025. Die Vereinbarung schuf einen tariflichen Rahmen mit mehr Transparenz und Verlässlichkeit, erklärte Vizepräsidentin Hanna Obersteller (44).

Unabhängig von der Liga werden Veränderungen im Kader notwendig sein. Bereits verpflichtet ist der australische Mittelfeldspieler Sam Klein (22), der von Brisbane Roar zur kommenden Saison ans Millerntor wechselt.

Der Linksfuß besitzt auch die norwegische Staatsbürgerschaft. Über die Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart.

Sportchef Andreas Bornemann (54) bezeichnete Klein als vielseitigen Spieler, der das Mittelfeld deutlich verstärkt und sowohl im Offensivspiel als auch in der Defensive Akzente setzen kann.

Trainer Alexander Blessin (52) lobte seine Fähigkeiten, die ihn befähigen, verschiedene Rollen im zentralen Mittelfeld zu übernehmen. Klein kombiniere Übersicht mit sauberem Passspiel und Aggressivität in der Defensive.

Der Spieler selbst freut sich auf die neue Herausforderung, den Club und die Liga kennenzulernen und sieht seine Entwicklung bei St. Pauli als den richtigen Schritt.

Christoph Kramer sieht bei St. Pauli ein großes Problem bezüglich des Klassenerhalts.

„Wenn man Fußball spielt, wie St. Pauli das will, braucht man eine dicke Haut. Wenn diese nicht vorhanden ist, wird es schnell nervös und fehleranfällig“, erklärte der Weltmeister von 2014 im Gespräch mit Tommi Schmitt.

Für die aktuelle Situation sei das nicht der richtige Fußball. „Man muss auch mal spielen, was die Situation erfordert“, so Kramer. Er betonte, dass St. Paulis Spielaufbau bis zur gegnerischen Hälfte ansehnlich ist, doch wenn sie das nicht umsetzen können, werden sie überrannt.

Kapitäne Jackson Irvine (33) und Connor Metcalfe (26) erreichten bei der 0:2-Niederlage in Heidenheim persönliche Meilensteine: Irvine absolvierte sein 150. Pflichtspiel für St. Pauli, Metcalfe sein 100.

Irvine, im Sommer 2021 von Hibernian Edinburgh gekommen, entwickelte sich schnell zum Stammspieler mit 15 Toren und 15 Vorlagen in der zweiten Liga, inklusive Meisterschaft und Aufstieg. Im Oberhaus wartet er bislang auf sein erstes Tor.

Metcalfe folgte ein Jahr später aus Melbourne und hatte es unter Trainer Blessin schwer, auch wegen mehrerer Verletzungen. In dieser Saison stand er nur einmal in der Startelf und kam auf 22 Einsätze.

Die Niederlage in Heidenheim ärgerte nicht nur Spieler und Trainer, sondern auch die zahlreich mitgereisten Fans.

Nach Spielende gab es erstmals Pfiffe und vereinzelt Beschimpfungen von Ultras. Ein Capo reagierte schnell, rief Spieler Hauke Wahl (32) zu sich und entschied, dass die Mannschaft sich zurück in die Kabine begibt. Trainer Blessin suchte danach das Gespräch mit dem Capo, das mit einer Umarmung endete.

Der Verein ist sich der schwierigen Saison bewusst und hofft trotz allem auf die anhaltende Unterstützung der Fans in den letzten Spielen.

Nach der 0:2-Niederlage in Heidenheim ist der direkte Klassenerhalt für St. Pauli in weiter Ferne gerückt. Obwohl das rettende Ufer nur fünf Punkte entfernt ist, belastet zudem das schlechtere Torverhältnis.

Verteidiger Lars Ritzka (27) forderte eine klare Reaktion und gab zu: „Wir müssen nicht drumherum reden: Die Relegation ist das Ziel. Wolfsburg ist uns näher als Platz 15.“

Auch Hauke Wahl (32) bestätigte: „Der Trainer sagt, wir müssen weitermachen. Die Relegation haben wir in der eigenen Hand.“

Mit Spielern aus der französischen Ligue 1 hat St. Pauli gute Erfahrungen gemacht, wie Morgan Guilavogui (27) in der vergangenen Saison bewies.

Laut Journalist Pete O’Rourke hegen die Kiezkicker Interesse an Bamba Dieng (26) vom FC Lorient. Der senegalesische Nationalspieler erzielte in dieser Saison neun Tore in 18 Spielen und wäre im Sommer ablösefrei.

Auch andere Klubs wie Blackburn Rovers, Leicester City, FC Portsmouth und Oxford United sollen Dieng beobachten. Ein Wechsel nach St. Pauli wäre wohl nur bei Klassenerhalt vorstellbar.

Für Hauke Wahl (32) wird es am Samstag ein Wiedersehen mit ehemaligen Kollegen geben. Er spielte von Januar bis Juni 2017 für den 1. FC Heidenheim. „Das war eine lehrreiche Zeit“, sagte er im Sky-Interview. „Frank Schmidt hat mir ein-, zweimal einen Tritt verpasst – davon profitiere ich heute noch.“

Beide Teams stehen unter großem Druck: „Wir kennen die Tabellensituation, das Ziel ist weiter Platz 15“, so Wahl. „Deshalb müssen wir gewinnen.“

Heidenheim will mit einem Sieg noch einmal an St. Pauli heranrücken.

Am Samstag wird Felix Zwayer (44) die Partie zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem FC St. Pauli leiten. Beide Mannschaften konnten unter seiner Leitung zuletzt nicht gewinnen.

Die Bilanz der Kiezkicker unter Zwayer ist ausgeglichen: acht Siege, neun Unentschieden, neun Niederlagen. In dieser Saison trafen sie zweimal aufeinander – 1:3 in München und 0:0 gegen Frankfurt.

Heidenheim gewann nur zwei seiner Spiele mit Zwayer, verlor fünf und spielte fünfmal remis. In dieser Saison gab es zwei Niederlagen gegen Dortmund (0:2) und Augsburg (0:1).

Beide Teams warten seit Jahren auf Zwayer-Siege. St. Pauli gewann zuletzt im November 2024, Heidenheim im April 2023.

Im Hinspiel erzielte Martijn Kaars (27) mit einem Doppelpack den 2:1-Sieg für St. Pauli. Für das Rückspiel hofft er auf ein ähnliches Ergebnis.

„Wir wissen alle, wie wichtig das Spiel ist. Wir müssen gewinnen“, erklärte Kaars. Ein Sieg würde St. Pauli näher an die Konkurrenz bringen und Heidenheim in die 2. Liga schicken.

Er erwartet allerdings großen Widerstand: „Heidenheim wird alles geben und mehr Risiko eingehen. Das bietet uns Chancen.“

Besonders wichtig sei es, auf die Konterstärke der Heidenheimer zu achten – sie sind Dritter in dieser Statistik. „Die Defensive muss stehen und Zweikämpfe gewinnen“, forderte Kaars, der am Samstag möglicherweise wieder in der Startelf steht.

Nach dem enttäuschenden Unentschieden gegen Köln erlitt St. Pauli einen weiteren Rückschlag: Mathias Pereira Lage (28) zog sich eine schwere Knieverletzung zu und wird monatelang fehlen.

Trainer Blessin erklärte: „Das hat wehgetan, aber wir müssen jetzt erst recht weitermachen.“ Die Bedeutung des Spiels in Heidenheim sei ihm bewusst.

Zudem mussten die Kiezkicker in dieser Saison schon mehrere längere Ausfälle verkraften. „Solche Rückschläge wegzustecken und weiterzumachen – das ist St. Pauli“, so Blessin. „Die Mannschaft ist deshalb zusammengewachsen und will bis zum Saisonende alles geben.“

Vier Spieltage vor Schluss zeigt sich der Zusammenhalt der Mannschaft besonders. „Es ist wichtig, dass die Spieler intern sprechen und sich austauschen. Das zeigt mir, dass die Truppe lebt und gewillt ist, bis zum Schluss zu kämpfen“, freute sich der Trainer.

Im Hinspiel Mitte Dezember war Martijn Kaars mit seinen zwei Treffern der Held des 2:1-Sieges gegen Heidenheim. In den letzten Wochen kam er jedoch kaum mehr zum Zug.

„Er gibt weiterhin alles und ist bereit“, sagte Blessin. Der Coach führt viele Gespräche mit dem Niederländer, der weiß, was von ihm erwartet wird.

Bis auf das Spiel gegen Union kam Kaars zuletzt meist als Einwechselspieler zum Einsatz, zweimal saß er 90 Minuten auf der Bank. Nun könnte er als Alternative für den verletzten Pereira Lage fungieren. „Wenn er spielt, gibt er Gas“, so Blessin.

Dass Mathias Pereira Lage am Samstag in Heidenheim fehlen wird, stand nach der Verletzung fest. Noch offen war der Einsatz von Eric Smith (29) und Nikola Vasilj (30), die beide am Dienstag und Mittwoch nicht trainieren konnten.

„Sie haben heute mittrainiert, das ist eine gute Nachricht“, sagte Blessin. Bei Smith sei er jedoch vorsichtig, da der Schwede lange pausierte. „Wenn alles gut läuft, ist er am Samstag dabei.“

Vasilj wird nach einem Infekt wieder das Tor hüten. Im Kader ist auch David Nemeth (24), der sich bei der U23 eine Platzwunde zuzog. „Er macht einen guten Eindruck und sieht mit den alten Tacklings ziemlich robust aus“, scherzte Blessin. Zudem freut er sich über die Rückkehr von Joel-Chima Fujita (24) nach dessen Sperre.

Die Befürchtungen haben sich leider bestätigt: Für Mathias Pereira Lage ist die Saison beendet – möglicherweise sogar das gesamte Jahr 2026.

Der Verein gab bekannt, dass sich der 29-Jährige im Training eine „komplexe Verletzung mit Kreuzbandriss“ zugezogen hat. Eine Operation ist noch für Donnerstag im UKE geplant.

Seit fast drei Jahren spielt Hauke Wahl (32) für St. Pauli und zählt zu den wichtigsten Spielern. In dieser Zeit verpasste er nur sechs Partien.

Laut „Kicker“ haben andere Vereine seine Zuverlässigkeit registriert. Der abstiegsbedrohte VfL Wolfsburg soll Interesse an dem gebürtigen Hamburger zeigen. Wahl hatte erst im September seinen Vertrag am Millerntor verlängert.

Brisant: Am letzten Spieltag treffen St. Pauli und Wolfsburg direkt aufeinander – möglicherweise ein entscheidendes Duell um den Klassenerhalt bzw. Relegationsplatz.

Bittere Aussichten für St. Pauli im Abstiegsendspiel gegen Heidenheim am Samstag: Zwei Leistungsträger drohen auszufallen.

Eric Smith (29) und Nikola Vasilj (30) fehlten sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch beim Training wegen Erkältung. Ein Einsatz von Smith erscheint nach seiner Verletzung unwahrscheinlich, höchstens ein Platz auf der Bank.

Schlimmer sieht es bei Mathias Pereira Lage (29) aus, der sich im Training schwer am Knie verletzte. Bei einem Torabschluss stieß er mit einem Mitspieler zusammen und musste mit starken Schmerzen ins Krankenhaus gebracht werden.

Im 89. Pflichtspiel für St. Pauli feierte Karol Mets (32) sein erstes Tor. Nach einem Eckball traf er auf Vorlage von Hauke Wahl (32).

„Wir trainieren oft Standards“, sagte Mets. „Die Jungs haben immer gescherzt, dass ich nie treffen werde. Ich habe immer gesagt, das passiert, wenn es wirklich wichtig wird.“

Wahl scherzte: „Für Karol freut es mich sehr. Er musste viel einstecken. Immerhin habe ich ihm das Tor vorbereitet – jetzt kann ich sagen, ohne mich hätte er das nicht geschafft.“

Der Treffer reichte allerdings nicht zum Sieg, da Mets kurz vor Schluss einen Elfmeter verursachte.

Matthias Jöllenbeck (39) leitet am Freitagabend (20:30 Uhr) das Spiel zwischen St. Pauli und dem 1. FC Köln am Millerntor. Er hat beide Vereine schon häufig gepfiffen.

Jöllenbeck pfiff St. Pauli bereits 13-mal, mit einer Bilanz von vier Siegen, drei Unentschieden und sechs Niederlagen. In dieser Saison leitete er die Partien gegen Borussia Dortmund (3:3) und Mainz (0:0).

Für Köln war Jöllenbeck zwölfmal im Einsatz, mit vier Siegen, vier Unentschieden und vier Niederlagen, darunter die Niederlage gegen Stuttgart (1:2) in dieser Saison.

St. Pauli hat ein vergleichsweise leichtes Restprogramm, trifft allerdings noch auf vier direkte Abstiegskonkurrenten sowie RB Leipzig.

Trainer Blessin wollte sich nicht an Spekulationen beteiligen: „Am Ende ist es egal, ob es gegen direkte Konkurrenten schwerer oder gegen Teams aus dem Mittelfeld einfacher ist.“

Das Gute an der Situation sei, dass St. Pauli alles selbst in der Hand habe und mit Siegen den Klassenerhalt sichern könne. „Wir wollen alle Spiele so angehen, dass wir sie gewinnen können“, so der 52-Jährige.

Für die Profis, aber auch für Journalisten und TV-Reporter sind die Heimspiele am Millerntor besondere Ereignisse.

Sky-Reporter Marlon Irlbacher (37), sonst meist bei Spielen von Dortmund, Köln, Leverkusen oder Gladbach im Einsatz, schwärmt vom Club und der Atmosphäre. „Die Fans brennen für Fußball, das ist eine geniale Stimmung. Das St.-Pauli-Torlied ist für mich das beste der Welt. Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich das höre“, sagte er im Sky-Podcast „Geschichten aus dem Geißbockheim“.

Für ihn gehört das Millerntor zu den ehrlichsten, authentischsten und beeindruckendsten Fußballstadien Deutschlands – vielleicht sogar Europas.

DFB-Sportgeschäftsführer Andreas Rettig sieht die Möglichkeit, dass sowohl der FC St. Pauli als auch der 1. FC Köln am Saisonende in die Relegation müssen.

„Ich glaube, dass beide Vereine die Klasse halten. Bei einem wird es vielleicht etwas länger dauern“, sagte der 62-Jährige der dpa bei der Veranstaltung „Hamburgs Spitzen“. Vor seiner Zeit beim DFB war Rettig von 2015 bis 2019 kaufmännischer Leiter bei St. Pauli und von 2002 bis 2005 Manager bei Köln.

„Dass ich meine Sympathien für die Braun-Weißen auch nach meinem Abschied bewahrt habe, ist bekannt“, so Rettig über St. Pauli, fügte aber scherzhaft hinzu, er sei als Wahl-Kölner „ein bisschen hin- und hergerissen“.

Trotz längerer Verletzungspause gehört Andréas Hountondji (23) zu den Top-Torschützen bei St. Pauli. Die Hoffnungen für den Saisonendspurt ruhen auf ihm, zumal er nach seiner Rückkehr immer besser in Form kommt.

Trainer Alexander Blessin lobte: „Er hat schon gute Aktionen gehabt, aber da ist noch Luft nach oben.“ Besonders die Schnelligkeit, Dynamik und Körperlichkeit des Angreifers sind für die Kiezkicker im Angriff wichtig.

Die Trainercrew hat in den vergangenen Wochen viel Videoarbeit mit ihm geleistet. „Er ist sehr klar in der Analyse und nimmt Kritik gut an. Ich bin sicher, dass er den nächsten Schritt machen wird“, sagte Blessin.

Ein Einsatz von Eric Smith gegen Köln am Freitagabend stand lange im Raum, doch nun ist unklar, ob es reicht.

„Bei Eric wird es knapp“, gestand Blessin. Der Schwede habe zwar keine Schmerzen mehr, aber ein kleiner Schlag im Training habe erneut Probleme bereitet.

„Ob es für Freitag reicht, sehen wir. Manchmal muss man abwägen, damit er nicht komplett ausfällt“, erklärte der Coach.

Manolis Saliakas ist hingegen wieder im Kader. Ob er von Beginn an spielt, ließ Blessin offen.

Jackson Irvine wird für den gelbgesperrten Joel Chima Fujita ins Team rücken.

Seit Ende Januar steht Mathias Rasmussen (28) bei St. Pauli unter Vertrag. Er fühlt sich in Hamburg und beim Club sehr wohl. Besonders schwärmte er von der Atmosphäre am Millerntor.

„Ich liebe es, hier zu spielen, die Fans sind fantastisch“, sagte der Norweger. Beim 0:5 gegen Bayern waren fünf seiner besten Freunde im Stadion. „Sie waren keine Fans, haben aber die ganze Zeit gesungen“, erinnerte er sich.

Ex-St.-Pauli-Profi Marvin Ducksch (32) muss sich ab dem 20. Mai vor Gericht verantworten. Sein aktueller Club Birmingham City teilte mit, dass er einen Verkehrsunfall verursacht habe, vermutlich unter Alkoholeinfluss am Steuer.

„Marvin entschuldigt sich bei Teamkollegen, Trainerstab und Fans und übernimmt die volle Verantwortung. Der Vorfall wurde intern behandelt, weitere Kommentare gibt es derzeit nicht“, so der Verein.

Am vergangenen Wochenende wurde Ducksch für das Spiel gegen Wrexham (2:0) aus dem Kader gestrichen.

Nach einem Zweikampf mit Adam Dzwigala (30) ging Eric Smith frustriert zu Boden und trat gegen einen Torpfosten.

Nach einigen Minuten begann er mit leichtem Lauftraining. Trainer Blessin kam kurz zu ihm, um sich zu erkundigen.

Tabelle der 1. Bundesliga

Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Position 16) spielt in der Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Liga um den Klassenerhalt.