Ehemaliges Dynamo-Talent steht vor Bundesliga-Premiere? Baumgart gibt Union-Nachwuchsspieler Hoffnung
Berlin – Dmytro Bogdanov (18) hatte das Trikot bereits angezogen und stand an der Seitenlinie, bereit für seinen Einsatz. Doch letztlich musste er doch wieder auf der Bank Platz nehmen. Während Maximilian Beier (23) für Dortmund gerade das 3:0 erzielt hatte, entschied sich Steffen Baumgart (54) in letzter Minute anders. Somit muss das Bundesliga-Debüt weiterhin warten.
Jetzt könnte sich die Gelegenheit jedoch bieten. Weil Andrej Ilic (25) aufgrund einer Gelbsperre ausfällt, herrscht bei Union Berlin im Sturm eine Lücke. Zwar erhält Oliver Burke (28) den Platz in der Startelf, doch auch Bogdanov wird die Mannschaft zur Partie in Mönchengladbach (15.30 Uhr/Sky) begleiten.
„Er macht große Fortschritte und wird im Kader stehen – sowohl wegen seiner Leistungen als auch wegen des Fehlens von Andrej. Dadurch erhält er eine hervorragende Möglichkeit, vielleicht gegen Gladbach sein erstes Spiel zu bestreiten“, eröffnete Baumgart auf der Pressekonferenz eine vielversprechende Perspektive.
Der Ukrainer wechselte im Sommer von Dynamo Dresden zu Union Berlin. Dort wird er hauptsächlich in der A-Jugend eingesetzt, in der er regelmäßig seine Torjäger-Qualitäten unter Beweis stellt. Elf Treffer in zehn Partien sprechen für sich.
„Ich sehe beim Jungen eine sehr positive Entwicklung“, lobt Baumgart. Dennoch geht es weiterhin Schritt für Schritt voran. „Ich bin überzeugt, dass wir mit ihm in Zukunft noch viel Freude haben werden.“
Im DFB-Pokal durfte der 18-Jährige bereits erste Erfahrungen auf Profi-Ebene sammeln, als er beim 2:1 nach Verlängerung gegen Bielefeld eingewechselt wurde. Nun könnte der nächste Karriereschritt folgen. Baumgart freut sich darauf, ihn bald als „Bundesliga-Spieler“ zu begrüßen, schränkt aber ein: „Wann genau es soweit ist, wird sich zeigen.“
Die Eisernen reisen mit Rückenwind. Gegen Bayer Leverkusen (1:0) gelang endlich der verdiente erste Sieg der Rückrunde. Dadurch vergrößerte sich der Abstand zur Abstiegszone wieder auf komfortable acht Punkte.
Beim Gegner hingegen schrillen die Alarmglocken. Nachdem sich Gladbach zeitweise schon als gerettet wähnte, steckt das Team nun wieder mitten im Abstiegskampf. Nur zwei Punkte trennen die Fohlen vom Relegationsplatz 16 beziehungsweise St. Pauli.
„Ich würde uns auf Augenhöhe mit Gladbach sehen“, sagt Baumgart. „Für mich gibt es keinen großen Unterschied in der Leistungsstärke. Gegen Freiburg hätten sie zum Beispiel nicht unbedingt verlieren müssen. Aus meiner Sicht wäre dort mehr drin gewesen – ähnlich wie bei uns in den vergangenen Spielen.“