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„Ungefähr 50 Meter entfernt“ detoniert eine Bombe: Ex-Bundesligaspieler erlebt Albtraum am Flughafen

Dubai – Für Blagoj Georgiew (44) verwandelte sich der Urlaub auf den Malediven plötzlich in eine Horror-Erfahrung: Der ehemalige Bundesligaprofi vom MSV Duisburg hatte am Flughafen in Dubai große Angst um sein Leben.

Wie unter anderem die bulgarische Zeitung „24chasa“ berichtet, befindet sich der frühere Mittelfeldspieler derzeit im arabischen Emirat fest. Tausende Reisende sitzen momentan aufgrund der Kriegssituation im Nahen Osten in der Stadt fest.

„Als wir von den Malediven zurückkamen, landeten wir in Dubai, um von dort aus nach Bulgarien weiterzufliegen“, schilderte Georgiew seine Lage. „Wir saßen vier bis fünf Stunden im Flugzeug, dann wurden wir ausgestiegen, weil alle Flüge abgesagt wurden.“

Der Iran hat bei seinen Angriffen auch die eigentlich sicheren Luxusreiseziele auf der Arabischen Halbinsel ins Visier genommen. Der Flughafen Dubai wurde geschlossen, der Luftraum gesperrt.

„Als wir auf dem Weg zum Hotel waren, explodierte eine Bombe direkt neben uns, nur ungefähr 50 Meter entfernt. Die Situation ist ernst“, berichtete der 44-Jährige. „Wenn die Angriffe beginnen, ertönt ein Signal, und alle suchen Schutz.“

Seit mittlerweile drei Tagen ist Georgiew in einem Hotel gefangen. Besonders die große Unsicherheit belastet ihn und andere Reisende. „Niemand wusste, wie man sich verhalten soll. Das Hauptproblem ist der Mangel an Informationen. Niemand sagt klar, was, wann und warum passiert.“

Der frühere Profi, der in der Saison 2007/08 beim MSV Duisburg in Deutschland spielte und später mit Roter Stern Belgrad das serbische Double gewann, hat auch schon Kontakt zum bulgarischen Botschafter aufgenommen.

Doch überall erhielt er dieselbe Antwort: Geduld sei gefragt, man müsse abwarten.

„Am Sonntagabend hieß es, die Nacht werde kritisch. Vor etwa zehn Minuten waren vier oder fünf laute Explosionen zu hören“, erzählte Georgiew. „Ich bin besorgt, aber nicht panisch. Das Ungewisse belastet einen am meisten.“

Das Hotel darf der ehemalige Fußballer momentan nicht verlassen. Zwar hindert ihn niemand aktiv daran, doch die örtlichen Behörden raten dringend davon ab.

„Alle möchten so schnell wie möglich nach Hause. Das ist kein Urlaub mehr, es fühlt sich an, als wäre man gefangen“, fasste er die schwierige Lage zusammen.