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Ehemaliger Bundesliga-Profi auf dem Weg zu einem spektakulären Meistertitel

Berlin – Im Alter von 33 Jahren könnte Alexander Schwolow erstmals in seiner Laufbahn einen bedeutenden Titel erringen und sich damit einen Platz in den Annalen des Fußballs sichern.

Bis zum Sommer 2025 war der Torwart bei Union Berlin unter Vertrag, doch dort konnte er sich nie gegen die Nummer eins Frederik Rönnow (33) durchsetzen und kam nur auf sieben Einsätze.

Schwolow strebte jedoch noch einmal die Rolle als Stammtorhüter an und suchte nach einer neuen Herausforderung. Diese fand er in einem spannenden Wechsel nach Schottland.

Als er bei Heart of Midlothian in der höchsten schottischen Spielklasse, der Premiership, unterschrieb, hatte er vermutlich nicht erwartet, dass er im zweiten Jahr kurz vor dem historischen Gewinn der schottischen Meisterschaft stehen würde.

Mit 76 Punkten führt der Klub aus Edinburgh drei Spieltage vor Saisonende überraschend die Tabelle an und hat die Chance, nach 66 Jahren wieder einen Titel zu feiern – der fünfte in der Geschichte des Vereins.

Warum ist das so außergewöhnlich? In Schottland kämpfen die beiden Glasgower Teams Celtic und Rangers normalerweise um die Meisterschaft.

Das „Old Firm“-Derby zwischen diesen beiden Vereinen gilt als eines der ältesten und traditionsreichsten Duelle weltweit. Meistens fällt in diesen hitzigen Begegnungen die Entscheidung um den Meister.

Zuletzt gelang einem anderen Klub als den Glasgow-Rivalen in der Saison 1984/85 der Titelgewinn: Damals triumphierte der FC Aberdeen – unter der Führung von Sir Alex Ferguson (84), der später mit Manchester United große Erfolge feierte.

Mehr als vier Jahrzehnte später könnten nun die „Hearts“ zum Spielverderber werden. Dabei hat der Torhüter einen großen Anteil am Erfolg, denn nach einer Sperre wegen einer roten Karte verpasste er lediglich zwei Partien und hielt sein Tor 14 Mal sauber. Am letzten Spieltag steht allerdings das entscheidende Duell gegen Celtic noch aus.

Der Gewinn der schottischen Meisterschaft wäre der bisher größte Erfolg in der Karriere des 33-Jährigen, der vor seinem Wechsel zu Union Berlin im Sommer 2023 drei Jahre bei Hertha BSC, dem Lokalrivalen, gespielt hat. Mit dem SC Freiburg feierte Alexander Schwolow in der Saison 2015/16 zudem den Aufstieg in die Bundesliga durch den Gewinn der 2. Liga.