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Ehemaliger BFC-Trainer feiert Erfolge – doch der Aufstieg hat auch Schattenseiten

Berlin – Als Heiner Backhaus im Sommer 2022 das Traineramt beim BFC Dynamo übernahm, konnte niemand vorhersehen, wie schnell er sich sportlich weiterentwickeln würde. Heute, am Mittwoch, begeht der Chefcoach von Eintracht Braunschweig seinen 44. Geburtstag.

Eigentlich ist ein Geburtstag immer ein Grund zum Feiern. Ob der 44-Jährige an seinem Ehrentag jedoch viel Gelegenheit dazu hat, erscheint fraglich.

Seine Gedanken dürften vor allem der Vorbereitung auf das kommende Spiel am Sonntag gelten. Dann trifft seine Mannschaft in der 2. Bundesliga auf Arminia Bielefeld – ein harter Kampf um den Klassenerhalt steht auf dem Programm.

Backhaus gilt als äußerst charismatischer Persönlichkeitskern, der gerne die Führung übernimmt und hohe Ansprüche an sich selbst stellt.

Doch trotz seines positiven Auftretens stieß der Trainer auf seinem Weg in die zweithöchste Spielklasse nicht nur einmal auf Widerstand. Sowohl sein Engagement als auch sein Abschied beim BFC Dynamo sowie sein Wechsel von Alemannia Aachen nach Braunschweig verliefen nicht ohne Kontroversen.

Immer wieder begleiteten seine jüngsten Karriereschritte Turbulenzen – ein Aufstieg mit einem gewissen faden Beigeschmack.

Bemerkenswert: Im Sommer 2022 hatten die Sportfreunde Lotte eher zurückhaltend auf die Nachricht reagiert, dass Backhaus zum Berliner Klub wechselt. Zuvor hatten sie sich bereits auf eine Zusammenarbeit mit ihm verständigt, doch der Coach entschied sich schließlich doch anders.

Seine Zeit beim BFC war solide: Die Mannschaft erreichte in der Saison 2022/23 den sechsten Platz, zudem gelang ein starker Start mit zehn Punkten aus den ersten fünf Partien der Regionalliga-Saison.

Dennoch zog es Backhaus zur Alemannia. Das Ende der Zusammenarbeit beim DDR-Rekordmeister kam nach 55 Pflichtspielen und wurde mit dem Vorwurf „vereinsschädigenden Verhaltens“ begründet. Was genau zwischen dem Trainer und den Verantwortlichen vorgefallen ist, wurde nie öffentlich geklärt.

Fest steht jedoch, dass Backhaus auch in Aachen nicht lange verweilte. Dort stand er immerhin in 77 Spielen an der Seitenlinie, feierte mit dem Team den Aufstieg in die 3. Liga und sicherte in der vergangenen Saison den Klassenerhalt. Alles schien harmonisch, bis das Angebot aus Braunschweig in der 2. Liga kam und Backhaus den Verein verließ.

Dieser Wechsel sorgte bei einigen Fans in Aachen für Ärger – nicht nur wegen des sportlichen Verlusts, sondern vor allem, weil ihr ehemaliger Trainer zuvor noch große Treue versichert hatte.

Heiner Backhaus hat erneut einen bedeutenden Schritt in seiner Karriere gemacht, dabei jedoch einige Fußballromantiker enttäuscht. So funktioniert eben das Geschäft.

2. Bundesliga – Tabelle und Bedeutung

Die Tabelle der 2. Bundesliga erklärt sich folgendermaßen: Der Verein, der zum Saisonende den ersten Platz belegt, wird Meister der zweiten Liga und steigt in die Bundesliga auf. Gleiches gilt für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte kämpft in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Verbleib oder den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse.