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Aue verliert äußerst knapp gegen Union Berlin

Erzgebirge Aue musste sich dem Bundesligisten Union Berlin trotz einer über weite Strecken überzeugenden Leistung im XL-Testspiel über zweimal 60 Minuten mit 1:2 (0:2) geschlagen geben.

Die Tore für das Team von Trainer Steffen Baumgart erzielten Aljoscha Kemlein bereits in der 9. Minute sowie Oliver Burke in der 54. Spielminute. Für den Drittligisten gelang Quentin Fraulob in der 109. Minute der späte Anschlusstreffer.

Am Montagabend herrschte eisige Kälte, doch 2332 hartgesottene Zuschauer ließen sich von den minus 8 Grad nicht abschrecken und wurden direkt mit Spannung belohnt.

Kemlein brachte Union früh in Führung (9.), das klar aktivere Team, das aber auch mehrfach durch Nachlässigkeiten in der Defensive von Aue zu Chancen eingeladen wurde. Max Uhlig, der wie Louis Lord eine Halbzeit im Tor stand, hatte alle Hände voll zu tun.

Kemlein setzte den Ball zweimal an den Pfosten (28. und 57.), während Burke in der 54. Minute mit seinem Treffer für die verdiente Pausenführung sorgte, da die Veilchen immer wieder durch einfache Fehler im Aufbauspiel Probleme hatten.

Offensiv präsentierte sich Aue allerdings durchaus ansehnlich. Allerdings fehlte die nötige Effizienz vor dem Tor: Marcel Bär scheiterte in der 29. Minute im Eins-gegen-eins an Union-Keeper Frederik Rönnow. Ein exzellenter Pass von Anthony Barylla hinter die Abwehrlinie brachte Julian Günther-Schmidt (48.) eine weitere Gelegenheit zum Ausgleich, doch auch hier war Matheo Raab im Union-Tor der sichere Rückhalt.

Nach dem Seitenwechsel, in dem beide Trainer umfassend wechselten, hatte Marvin Stefaniak (64.) eine weitere Großchance, die er jedoch zentral vor Raab vergab.

Die Gastgeber zeigten sich nun deutlich entschlossener in der Offensive, doch die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig: Sowohl Fraulob (101.) als auch Maximilian Schmid (104.) scheiterten aus vielversprechenden Positionen. Für den klar unterklassigen Außenseiter war hier definitiv noch mehr drin.

Als Fraulobs (109.) Schuss durch Schmid abgefälscht wurde, keimte noch einmal Hoffnung auf den Ausgleich auf. Doch auch Schmid (120.) vergab die letzte große Möglichkeit, die eigentlich den Treffer verdient gehabt hätte.

Nichtsdestotrotz kann das Ergebnis gegen einen Bundesligisten, der bereits am kommenden Samstag gegen Mainz in den Ligabetrieb zurückkehrt, als sehr respektabel bezeichnet werden.

3. Liga Tabelle

Die Platzierung in der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Ende der Saison wird Drittliga-Meister und steigt direkt in die 2. Bundesliga auf. Auch der Zweitplatzierte sichert sich den direkten Aufstieg. Der Drittplatzierte muss in die Relegation gegen den Drittletzten der 2. Liga, um über den Verbleib oder den Aufstieg zu entscheiden.