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Aue verpasst gegen das sieglose Saarbrücken den Befreiungsschlag und bleibt am Tabellenende

Aue – Ein Punkt, der sich irgendwie zwischen Hoffen und Bangen bewegt! Positiv ist: Erzgebirge Aue konnte am Samstag unter dem neuen Chefcoach Christoph Dabrowski (47) im Duell gegen den 1. FC Saarbrücken die Niederlagenserie beenden und den ersten Zähler im neuen Jahr erzielen. Negativ bleibt jedoch: Durch das 0:0 verbleibt man weiterhin auf dem ersten Abstiegsplatz und schafft es nicht, auch das dritte direkte Duell gegen den Tabellenkeller für sich zu entscheiden – und das ausgerechnet gegen ein Team, das mittlerweile 16 Spiele in Folge ohne Sieg ist.

Personell blieb Dabrowski bei seinem Debüt im Lößnitztal unverändert, lediglich taktisch nahm er Anpassungen vor. Aue startete im 4-4-2-System und mit hohem Druck.

In den ersten rund zehn Minuten geriet die Saarbrücker Abwehr dadurch deutlich ins Schwimmen. Allerdings gelang es den Veilchen nicht, sich entscheidende Chancen zu erspielen.

Die Anfangsphase deutete zumindest an, in welche Richtung das Spiel verlaufen könnte, wenn Aue konsequent weiterspielt. Die Gäste aus dem Saarland hingegen setzten fast ausschließlich auf Florian Pick. Wenn Saarbrücken gefährlich wurde, dann meistens über die Nummer 20, der schon im Hinspiel (1:4) den Unterschied gemacht hatte.

Bei Aue fehlte zwar das kreative Element, das das Spiel belebt, trotzdem gab es einen Moment, der klar zeigte, wie eine Führung möglich gewesen wäre, wenn nicht sogar zwingend erforderlich.

Ein schneller Konter über Marvin Stefaniak, bei dessen langem Pass sich Philip Fahrner verschätzte und im Duell mit Marcel Bär (31.) den Kürzeren zog. Aues Torjäger machte alles richtig, zog halblinks Richtung Tor und setzte Phillip Menzel gekonnt unter Druck.

Schon hörte man fast die Torschreie, doch das Leder prallte unglücklich gegen den rechten Innenpfosten und sprang wieder ins Feld zurück.

Nach diesem Weckruf meldete sich der FCS mit Dominic Baumann (39.) zurück, der von einem Abpraller profitierte und die Veilchen daran erinnerte, in der Defensive nicht nachlässig zu werden.

Zur Halbzeit wirkte der neue Trainer offensichtlich gesprächsbedürftig, denn während die Gäste und das Schiedsrichterteam bereits wieder auf dem Platz standen, ließen die Gastgeber auf sich warten. Selbst als sie zur zweiten Halbzeit zurückkehrten, gab Dabrowski Stefaniak noch letzte Anweisungen, bevor er die Trainerbank verließ.

Trotzdem erwischten die Saarbrücker den besseren Start in die zweite Hälfte. Abdoulaye Kamara spazierte mit viel Raum und ohne Druck durch Aues Spielfeldhälfte, bediente Pick, der am Strafraumrand für Patrick Sontheimer (56.) auflegte. Dessen Schuss ging an die Querlatte, Männel konnte nur hinterherschauen. Baumann setzte den Abpraller mit vollem Risiko über das Tor. Glück für die Dabrowski-Elf! Pick sorgte kurz darauf mit einer Einzelaktion erneut für Gefahr, ehe Aue wieder mehr die Kontrolle übernahm.

Was wie schon in der ersten Halbzeit fehlte, war die letzte Durchschlagskraft und das gewisse Etwas. Beispielhaft war Vincent Ocansey (86.), der nach einem schweren Fehler seines Gegenspielers freie Bahn zum Tor hatte, aber dann überhastet abschloss und das Leder weit verzog.

Tabelle der 3. Liga

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Meister und steigt in die 2. Bundesliga auf. Auch der Zweitplatzierte steigt direkt auf. Der Drittplatzierte muss in die Relegation gegen den Drittletzten der 2. Liga, um den Aufstieg oder Klassenerhalt zu klären.