Aue verliert gegen Aachen: Fans wenden sich enttäuscht von ihrem Team ab!
Aue – Erzgebirge Aue unterliegt Alemannia Aachen mit 1:3 (0:2) und sorgt damit für große Enttäuschung bei den eigenen Anhängern. Nach einer teils erschreckend schwachen ersten Halbzeit drehten die Fans ihrer Mannschaft minutenlang demonstrativ den Rücken zu.
Wer Pech hat... Zum 80-jährigen Vereinsjubiläum trat Aue komplett in schwarzer Spielkleidung an – eine Wahl, die angesichts der trostlosen Leistung in der ersten Hälfte fast symbolisch wirkte. Mit diesem enttäuschenden Auftritt zeigt man einmal mehr, wie der Drittligafußball in Aue langsam zu sterben scheint.
Natürlich hätte Vincent Ocansey das 1:0 erzielen können, doch erneut offenbarte das Defensivverhalten eklatante Schwächen. Aachen verlagerte das Spiel über den Spielaufbau von hinten durch Torwart Manuel Riemann auf die linke Seite.
Bei einem langen Ball verlor Aue zwei Spieler im Kopfballduell.
Im Anschluss verpassten Luan Simnica und Pascal Fallmann es, den Gegner entscheidend zu stören, sodass Lars Gindorf (24.) clever zwischen Martin Männel und dem Pfosten hindurch den Ball ins kurze Eck schob.
Nur wenige Minuten später wurde Aue erneut ausgekontert.
Die Gäste hatten zu viel Zeit und Ballbesitz in der gegnerischen Hälfte, weil die Veilchen keinen Zugriff im Zweikampf fanden.
Beim sehenswerten Kombinationsspiel der Aachener blieben die Auer Zuschauer, und Gindorf (27.) erzielte mit einem Distanzschuss aus rund 20 Metern das nächste Tor.
Ein Traumtor – und wieder ein schmerzhafter Rückschlag für Aue.
Auch die aktive Fanszene war zu diesem Zeitpunkt bedient.
Obwohl sie weiter supporteten, wandten sie sich vor der Pause über mehrere Minuten demonstrativ ab und drehten ihrem Team den Rücken zu. Der Gang in die Kabine wurde von einem lautstarken Pfeifkonzert begleitet.
Hier musste sich dringend etwas ändern! Auch Cheftrainer Christoph Dabrowski sah das so und reagierte mit drei Wechseln. Der erneut enttäuschende Marvin Stefaniak, Julian Guttau und Ocansey blieben in der Kabine. Neu ins Spiel kamen Erik Weinhauer, Mika Clausen und Julian Günther-Schmidt, die frischen Schwung brachten. Weinhauer zeigte sich direkt mit einem Abschluss (46.) und wenig später mit einer Flanke auf Ryan Malone (48.), der zum 1:2 traf.
Im Schacht brannte plötzlich wieder Licht, denn Aue präsentierte sich wie verwandelt und war bemüht, die Partie noch zu drehen. Es entstand eine spürbare Energie im Stadion, ein „Jetzt erst recht“-Gefühl machte sich breit. Aachen wirkte zwar angeschlagen, konnte aber noch standhalten, auch weil Weinhauer (62.) an Riemann scheiterte.
Doch auf der anderen Seite kassierte Aue erneut ein billiges Gegentor. Die Gäste kombinierten engmaschig, während acht Veilchen nur zusahen – Pierre Nadjombe (80.) verwandelte am Fünfmeterraum mühelos.
Danach stellten die Fans ihren Support ein, packten ihre Trommeln ein und ertrugen die letzten Minuten schweigend.