Elfmeter-Geheimnis des Drittliga-Keepers enthüllt: „Verschießt sowieso“
Aue – Das Drittligaspiel zwischen dem FC Erzgebirge Aue und dem FC Energie Cottbus (Endstand 1:2) wurde von tumultartigen Szenen überschattet. Nachdem Anhänger den Rasen stürmten, musste die Begegnung für mehrere Minuten unterbrochen werden. Während dieser Pause fiel jedoch ein bemerkenswerter Kameraschwenk ins Auge: Zu sehen war die Trinkflasche von Cottbus-Torhüter Marius Funk, auf der die potenziellen Elfmeter-Schützen der Auer sowie deren bevorzugte Schussrichtungen notiert waren.
Auf dem Zettel sind die wahrscheinlichen Schützen sowie weitere Spieler der „Veilchen“ vermerkt, die zum Strafstoß antreten könnten.
So ist beispielsweise vermerkt, dass man Marvin Stefaniak am besten ins linke Torwart-Eck schießen lassen sollte – hier solle man lange warten und sich schließlich für diese Ecke entscheiden.
Marcel Bärs Elfmeter ist hingegen eine Frage des Timings, wobei der Auer Angreifer laut Notiz vorzugsweise in die rechte Ecke zielt.
Ebenso sind dort die Namen von Jannic Ehlers, Ricky Bornschein, Julian Günther-Schmidt und Vincent Ocansey als mögliche Schützen aufgeführt.
Als letzter Kandidat für den Strafstoß ist der robuste Abwehrspieler Ryan Malone (33) genannt, dem eher wenig zugetraut wird.
Statt einer bevorzugten Ecke steht bei ihm der Kommentar „Verschießt sowieso“ geschrieben.
Ist dies die nackte Realität, ein spitzer Seitenhieb oder vielleicht ein scherzhafter Seitenhieb gegen den ehemaligen Mannschaftskameraden? Immerhin spielten Marius Funk und Ryan Malone von 2023 bis 2025 gemeinsam beim FC Ingolstadt und kennen sich aus gemeinsamen Zeiten in der Abwehr bestens.
Der 1,90 Meter große Malone trat in dieser Zeit nicht als Elfmeterschütze in Erscheinung. Seine Stärken liegen vielmehr in starken Zweikämpfen, weiten Einwürfen sowie im Kopfballspiel.
Den wohl berühmtesten deutschen Elfmeter-Zettel präsentierte Nationaltorwart Jens Lehmann im WM-Viertelfinale 2006, als er vor dem Strafstoßschießen eine Liste aus seinem Stutzen zog und anschließend die Schüsse von Argentiniens Roberto Ayala und Esteban Cambiasso hielt.