Daferner vor dem K-Block ganz emotional: Dynamos Torjäger erzielt erstes Tor nach drei Monaten
Dresden – Man konnte deutlich sehen, wie viel ihm der Treffer bedeutet hat, als Christoph Daferner (28) vor dem K-Block seinen emotionalen Torjubel feierte. Bei Dynamo Dresdens erfolgreichstem Torschützen sprudelten die Gefühle nur so heraus. Doch knapp anderthalb Stunden später zeigte sich der Stürmer bereits wieder deutlich zurückhaltender.
„Natürlich hat das Tor gutgetan. Noch schöner wäre es allerdings gewesen, wenn wir das Spiel gewonnen hätten. Klar gibt mir das Selbstvertrauen, aber grundsätzlich zweifle ich nicht mehr an mir selbst“, erklärte Daferner ganz sachlich in der Mixed-Zone des Rudolf-Harbig-Stadions nach dem 1:1 gegen Arminia Bielefeld.
Zum ersten Mal seit dem 12. Spieltag stand der 28-Jährige wieder von Beginn an auf dem Platz, da Vincent Vermeij (31) wegen einer Grippe ausfiel.
Seinen ersten Treffer seit dem 25. Oktober 2025 (10. Spieltag) erzielte Daferner endlich wieder. Dennoch führt er die Torjägerliste bei Schwarz-Gelb mit sechs Toren und zwei Assists an – keiner im Team hat mehr.
„Eines ist auch klar: Ob ich nun fünf oder zehn Spiele am Stück von Anfang an auflaufe bis zum Saisonende, ist eigentlich egal. Wichtig ist nur, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Ob ich von Anfang an spiele, steht dagegen eher im Hintergrund“, meinte der Goalgetter.
„Wichtig ist einfach, dass wir die Liga halten. Alles andere – wer wie oft startet – interessiert vielleicht euch, aber für uns zählt nur der Klassenverbleib.“
Mit sieben Punkten aus drei Rückrundenspielen ist der Klassenerhalt wieder deutlich realistischer geworden, auch wenn aktuell „nur“ der Relegationsplatz belegt wird. Der Punkt gegen den direkten Konkurrenten Bielefeld war allerdings hart erkämpft. Daferner selbst hatte dabei nur wenige Ballkontakte.
„Natürlich wünscht man sich immer, mehr ins Spiel eingebunden zu sein. Aber es gibt eben auch Spiele, in denen man nicht so häufig am Ball ist. Umso wichtiger ist es dann, ein oder zwei entscheidende Momente zu haben“, erläuterte er.
„Wir werden alle Stürmer brauchen, wer das sein wird, ist mir egal“, sagte Dynamos Trainer Thomas Stamm (42), der den Konkurrenzkampf in der Offensive sehr schätzt.
„Dass ‚Dafi‘ im Strafraum kaum Chancen braucht, um effektiv zu treffen? Absolut! Alle drei Spieler pushen sich im Konkurrenzkampf ordentlich und gönnen sich die Tore gegenseitig. Wer trifft, ist für mich zweitrangig. Hauptsache, der Wettbewerb zwischen ihnen bleibt so intensiv wie er ist.“
Tabelle der 2. Bundesliga
Die Bedeutung der Tabelle in der 2. Bundesliga ist folgende: Wer am Ende der Saison den ersten Platz belegt, wird Zweitliga-Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf – genauso wie der Zweitplatzierte. Der Drittplatzierte muss in die Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um über Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu entscheiden.