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Erster Auswärtssieg gelingt! HSV beendet Negativserie gegen Heidenheim

Hamburg – Das heimschwächste Team empfing die auswärtsschwächste Mannschaft der Bundesliga. Am Ende war es der HSV, der den verhängnisvollen Bann mit einem verdienten Erfolg durchbrach. Die Rothosen setzten sich mit 2:0 (1:0) in der Voith-Arena gegen Heidenheim durch und feierten damit ihren ersten Auswärtssieg seit 2018!

Zu Beginn fanden jedoch die Gastgeber besser in die Partie des 21. Spieltags. Glück für die Hamburger, dass der FCH seine guten Chancen in der Anfangsphase nicht nutzen konnte.

Vor allem die erste Großchance hätte den Hausherren früh die Führung bringen können (5. Minute).

Doch Heuer Fernandes war zur Stelle und parierte den Volley-Schuss von Dorsch mit voller Wucht.

Dieser gehaltene Ball schien die Hanseaten wachzurütteln. Während sie in den ersten zehn Minuten noch durch Fehlpässe und harte Fouls auffielen, übernahmen die Rothosen nach und nach die Spielkontrolle.

Auch der katastrophale Fehlpass von Muheim in der 23. Minute blieb ohne Folgen. Im Gegenteil: Quasi mit dem Halbzeitpfiff fiel dann das langersehnte 1:0 für die Gäste (45.+3). Königsdörffers präziser Schuss von der linken Seite bescherte dem Aufsteiger die verdiente Führung nach einer insgesamt ordentlichen ersten Hälfte.

Nach der Pause wechselten beide Mannschaften zweimal.

Der offensive Wechsel der Heidenheimer brachte jedoch nicht den gewünschten Effekt – trotz der besseren Zweikampfwerte und zunehmender Ballbesitzanteile.

Auch ein schneller Gegenangriff durch den eingewechselten Conteh in der 57. Minute oder der starke Kopfball von Mainka aus etwa elf Metern bedeuteten keine Wende. Heuer Fernandes lenkte den Ball gerade noch mit einer Hand über die Latte.

Im letzten Viertel wurde die Partie nochmal richtig spannend. Heidenheims Mannschaft zeigte großen Willen, den Ausgleich zu erzielen. Gleich dreimal hintereinander stellte die Schmidt-Elf den HSV-Keeper vor große Herausforderungen. Heuer Fernandes klärte jedoch jeweils nur knapp über die Querlatte.

Dann folgten bittere Augenblicke für die Gastgeber vom Schlossberg. Nach einem schnellen Konter erhöhte Philippe auf 2:0 für die Hamburger (79.), kurz darauf wurde Heidenheims vermeintlicher Anschlusstreffer von Schimmer (82.) wegen eines minimalen Abseits durch Schiedsrichter Siebert aberkannt.

Mit dem Schlusspfiff kann Merlin Polzin erleichtert aufatmen, während sich die Lage für den FCH durch andere Ergebnisse an diesem Spieltag weiter verschärft.

Bundesliga, 21. Spieltag

1. FC Heidenheim – Hamburger SV 0:2 (0:1)

Aufstellung FCH: Ramaj – Busch, P. Mainka, Gimber (77. Beck) – Traoré (46. Conteh), Traue, Niehues (63. Zivzivadze), Behrens, Dorsch, Dinkci, Ibrahimovic (63. Honsak) – Pieringer (46. Schimmer)

Aufstellung HSV: Heuer Fernandes – Omari, L. Vuskovic, Elfadli (46. Torunarigha) – Lokonga (46. Downs), Remberg, Jatta, Muheim, Fabio Vieira (80. Gocholeishvili), Otele (68. Philippe) – Königsdörffer (68. Mikelbrencis)

Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)

Zuschauerzahl: 15.000

Tore: 0:1 Königsdörffer (45.+3), 0:2 Rayan Philippe (78.)

Gelbe Karten: Elfadli (3), Mikelbrencis (1)

Tabelle der Bundesliga

Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle ist folgende: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) hat die Möglichkeit, in der Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga um den Klassenerhalt zu kämpfen.