Weinhauer weiterhin in der Joker-Rolle: Aue-Trainer Dabrowski äußert sich
Aue – "Wir müssen aktiv und mit Initiative ins Spiel gehen. Das versuche ich der Mannschaft zu vermitteln: Mit Entschlossenheit, Einsatz und hoher Intensität im Anlaufen das Zünglein an der Waage zu sein, das das Stadion zum Lodern bringt", erklärt Christoph Dabrowski (47) seine Strategie für das Heimspiel am Samstagnachmittag gegen den VfL Osnabrück. Erzgebirge Aue ist dringend auf Punkte angewiesen.
"In den bisherigen drei Partien habe ich erkannt, dass Bewegung in die Mannschaft kommt", betont Dabrowski. In seinen knapp viereinhalb Wochen an der Seitenlinie hat er definitiv frischen Schwung eingebracht, was die bisherigen Auftritte deutlich zeigten.
Aue zeigte sich stets mutig und dominierte die Anfangsphasen der Begegnungen gegen Saarbrücken, Viktoria Köln und zuletzt Energie Cottbus.
"Gegen Cottbus ist uns das sogar sehr gut gelungen, wir erzielten bereits nach fünf Minuten ein wunderschönes Tor", zieht Dabrowski ein positives Fazit.
"Die Herausforderung besteht nun darin, einen solchen Vorsprung auch über die Zeit zu bringen und mit 1:0 zu gewinnen", weiß der neue Trainer der Veilchen, dass Osnabrück als stärkste Defensive der 3. Liga kaum Chancen zulassen wird und Aue daher selbst defensiv sicher stehen muss, damit ein Tor den Unterschied machen kann.
Die Verantwortung wird dabei erneut vor allem auf Marcel Bär (33) lasten. Der Stürmer war an drei (!) der letzten fünf Tore des FCE beteiligt. Dass ansonsten die Torgefahr etwas fehlt, stellt ein großes Problem dar.
Zu Saisonbeginn ruhten die Erwartungen auch – oder gerade – auf Erik Weinhauer (25). Mit 18 Treffern für Carl Zeiss Jena in der Regionalliga Nordost 2024/25 und als bester Torschütze im Gepäck war der 25-Jährige ins Lößnitztal gekommen.
Der Durchbruch unter Jens Härtel (56) blieb dem Blondschopf jedoch verwehrt. Auch Dabrowskis Nachfolger setzte ihn bislang erst zweimal ein – und das nur für insgesamt sieben Minuten.
Dabrowski erklärt: „Die Entscheidung war, dass er in den ersten beiden Spielen von der Bank als Einwechselspieler neue Impulse setzen sollte. Natürlich beobachte ich auch seine Trainingsleistungen. Bisher lag er in den ersten drei Partien unter meiner Leitung noch hinter anderen, trainiert aber gut und ist perspektivisch eine Option für die Startelf.“
Tabelle der 3. Liga
Die Bedeutung der 3. Liga-Tabelle ist folgende: Wer am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Meister der 3. Liga und steigt direkt in die 2. Bundesliga auf. Auch der Zweitplatzierte sichert sich den direkten Aufstieg. Der Drittplatzierte muss in die Relegation gegen den Drittletzten der 2. Bundesliga, um den Aufstieg oder Verbleib in der Liga zu klären.