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FC St. Pauli Blog: Eric Smith reist verletzt von der Nationalmannschaft ab – Fehlt er auch den Kiezkickern?

Hamburg – Während der Länderspielpause nutzt der FC St. Pauli die Zeit, um neue Energie für den Abstiegskampf im Saisonfinale zu tanken. Am Ostersonntag steht ein entscheidendes Auswärtsspiel bei Union Berlin an, bei dem unbedingt drei Punkte eingefahren werden müssen.

Ob Verteidiger Eric Smith mit von der Partie sein wird, bleibt noch offen. Der Schwede musste seine Nationalmannschaft aufgrund einer Verletzung vorzeitig verlassen. Unterdessen äußerte sich Bundestrainer Julian Nagelsmann zum Coming-out von U19-Trainer Christian Dobrick.

In unserem St.-Pauli-Blog findet Ihr stets aktuelle Informationen zum Team, möglichen Transfers sowie allem Wissenswerten aus dem Millerntor-Stadion.

Die Meldung ist alles andere als erfreulich: Eric Smith (29) verließ die schwedische Nationalmannschaft vorzeitig wegen muskulärer Probleme an der Wade und wird deshalb das WM-Playoff-Hinspiel am Dienstag gegen Polen verpassen.

Der Verband gab am Vormittag bekannt: „Smith reist aufgrund von Wadenschmerzen vorzeitig ab und kehrt bereits am Montag nach Hamburg zurück, um dort weitere Untersuchungen durchführen zu lassen.“

Ob der 29-Jährige auch im Ostersonntagsspiel bei Union Berlin oder darüber hinaus ausfällt, ist derzeit noch ungewiss.

Es scheint, als ob Smith und die Nationalelf einfach kein gutes Zusammenspiel finden: Obwohl er bereits viermal nominiert wurde, musste er stets aus privaten oder verletzungsbedingten Gründen absagen und wartet weiterhin auf sein Debüt für die Tre Kronor.

Vor etwa einer Woche hatte sich St. Paulis U19-Coach Christian Dobrick (29) in einem Interview öffentlich als schwul geoutet und dafür viel Unterstützung erhalten. Nun äußerte sich auch Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) dazu und forderte mehr Normalität im Umgang mit Homosexualität im Fußball.

„Es ist bedauerlich, dass dieses Thema immer noch diskutiert werden muss“, sagte Nagelsmann in einem Gespräch mit RTL/ntv und unterstützte Dobrick ausdrücklich. „Ich habe selbst homosexuelle Freunde und weiß, wie belastend es sein kann, lange nicht darüber sprechen zu können. Wie befreiend es ist, wenn man es endlich ausspricht, habe ich im Freundeskreis erlebt.“

Der Bundestrainer betonte, dass Homosexualität in der Gesellschaft inzwischen eine Selbstverständlichkeit sei – im Fußball allerdings noch nicht. „Das halte ich für falsch“, so Nagelsmann und äußerte die Hoffnung, dass das Thema irgendwann nicht mehr zur Debatte stehen müsse.

Am Freitag gab die DFL die endgültigen Termine der Schlussphase der Bundesliga-Saison bekannt.

Die Spielansetzungen der Kiezkicker lauten wie folgt:

Somit bestreiten die Kiezkicker ihre verbleibenden Partien ausschließlich am Nachmittag, ein Flutlicht-Topspiel steht nicht mehr auf dem Plan.

Die Kritik an den Schiedsrichtern hat Konsequenzen: Nach seinen Äußerungen nach dem Spiel gegen Freiburg wurde St.-Pauli-Trainer Alexander Blessin (52) vom DFB-Sportgericht mit einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro belegt.

Das Gericht begründete die Strafe damit, dass Blessin sich unsportlich gegenüber Schiedsrichter Florian Badstübner geäußert und dessen Unparteilichkeit in Frage gestellt habe.

Direkt nach dem Spiel hatte Blessin am Mikrofon von DAZN erklärt, seine Mannschaft habe „gegen zwölf Mann“ gespielt. Zudem warf er Badstübner vor, ihn „höhnisch angelächelt“ zu haben, als dieser ihm eine Gelbe Karte zeigte.

Schlechte Nachrichten in Sachen Personal beim FC St. Pauli: Tomoya Ando (27) und Lars Ritzka (27) fallen vorerst verletzt aus, teilte der Verein am Mittwoch mit.

Ando zog sich im Spiel gegen Freiburg eine muskuläre Verletzung im Bereich der Adduktoren zu, weshalb er auch nicht wie geplant zur japanischen Nationalelf reisen konnte.

Ritzka musste sich einer geplanten Operation an der rechten Schulter unterziehen, nachdem er in den vergangenen Wochen nach einem Sturz Beschwerden hatte, erklärten die Verantwortlichen des Klubs.

Im Spiel gegen den SC Freiburg am Sonntagabend (1:2) sah Alexander Blessin eine Gelbe Karte. Schiedsrichter Florian Badstübner hatte den Cheftrainer der Kiezkicker verwarnt, nachdem sich Blessin an der Seitenlinie lautstark beschwert hatte.

Als Freiburg kurz vor Ende der zweiten Halbzeit zum 2:1 traf und das Spiel drehte, zeigte sich Blessin bereits sichtlich frustriert. Danach ließ der Unparteiische mehrere Zweikampfsituationen laufen, die sowohl das gesamte Stadion als auch der Trainer lautstark als Foul kritisierten.

Dass Badstübner Blessin die Gelbe Karte dabei offenbar mit einem Grinsen zeigte, bezeichnete der St.-Pauli-Coach im Nachgang am DAZN-Mikrofon als „respektlos“. Bei der Pressekonferenz nach der Partie erläuterte er, was ihn daran störte.

„Meine Aussage war nicht besonders klug, das gebe ich zu. Aber sie kam aus der Emotion heraus, ehrlich gesagt“, erklärte Blessin. „Es geht um extrem viel, nämlich den Abstiegskampf. Wenn sich dann jemand über solche Dinge freut – das tut richtig weh“, ergänzte er und räumte ein: „Die Gelbe Karte habe ich verdient. Aber das andere muss einfach nicht sein. Belassen wir es dabei.“

Bei frühsommerlichem Wetter erreichte der Mannschaftsbus des FC St. Pauli gegen 16 Uhr das heimische Millerntor-Stadion. Mehrere hundert Fans empfingen die Kiezkicker vor dem Anpfiff gegen Freiburg mit Fahnen und Bengalos.

Es ist davon auszugehen, dass SC-Trainer Julian Schuster (40) mit Philipp Treu (25) und Igor Matanovic (22) in die Partie gegen St. Pauli gehen wird, womit gleich zwei ehemalige Kiezkicker in der Startelf der Breisgauer stehen.

Matanovic ist sozusagen ein Eigengewächs des FC St. Pauli. Der 22-Jährige durchlief die gesamte Jugend beim Klub aus Hamburg und gab 2020 im Alter von 17 Jahren sein Profi-Debüt in der 2. Bundesliga. Seit Sommer 2025 spielt er gemeinsam mit seinem Teamkollegen Treu, ebenfalls ein ehemaliger Kiezkicker, beim SC Freiburg.

Treu absolvierte den Großteil seiner Profiausbildung zwischen 2017 und 2023 bei Freiburg. Von 2023 bis 2025 stand er kurzzeitig bei St. Pauli unter Vertrag und entwickelte sich dort zum Aufstiegsspieler.

Neben diesen beiden ehemaligen Spielern trugen auch Carlo Buckhalfa (26), Noah Weisshaupt (24) und Robert Wagner (22) die Trikots beider Klubs. Auch FCSP-Sportchef Andreas Bornemann (54) spielte in seiner aktiven Zeit für den SC Freiburg.

Autsch! Florian Badstübner (35) wird die Partie gegen Freiburg leiten. Unter seiner Schiedsrichterleitung verliefen die bisherigen Spiele der Kiezkicker nicht besonders erfolgreich.

Der FIFA-Schiedsrichter pfiff bislang zehn Spiele von St. Pauli, darunter zwei DFB-Pokal-Duelle, zwei Bundesligapartien und sechs Zweitligaspiele. Nur eines gewannen die Braun-Weißen unter seiner Leitung: In der Saison 2022/23 bezwangen sie Magdeburg mit 3:0.

Insgesamt gab es sechs Niederlagen und drei Unentschieden unter Badstübner für St. Pauli. Zuletzt besiegelte er mit seiner Pfeife das Pokal-Aus in Leverkusen (0:3).

Im nächsten Heimspiel gegen Freiburg werden die Kiezkicker ein Sondertrikot tragen. Gemeinsam mit der Initiative „Kein Bock auf Nazis“ setzt der Verein damit ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus. Die Botschaft der Initiative prangt groß auf der Brust des Jerseys.

Der Klub kooperiert schon länger mit der Initiative und möchte mit der Aktion sein langjähriges Engagement gegen Rassismus, Antisemitismus und rechtsextreme Tendenzen unterstreichen.

500 Sondertrikots werden im freien Verkauf erhältlich sein, von jedem verkauften Exemplar gehen fünf Euro direkt an „Kein Bock auf Nazis“. Die getragenen Matchworn-Trikots der Spieler sollen anschließend verlost werden, die Erlöse fließen in die Arbeit gegen Rechtsextremismus.

Zweimal pro Woche stellt sich St. Paulis Chefcoach Alexander Blessin (52) den Fragen der Medien, doch manchmal übernehmen das auch die Nachwuchsspieler. Bei einer eigenen Pressekonferenz der FCSP-Rabauken stellte ein Junge eine ganz besondere Frage:

„Wenn du und deine Mannschaft in einer Zombie-Apokalypse wärt, wer würde zuerst sterben und wer überlebt am längsten?“, wollte er wissen. Blessin musste schmunzeln: „Boah, das ist echt eine gemeine Frage.“

Nach kurzem Überlegen antwortete er: „Da gibt es keinen Einzelnen, wir sind eine Einheit und kämpfen gemeinsam – da kann ich keinen herausheben.“

Die Rabauken hakten nach: „Und wer würde am längsten überleben?“ Blessin entschied sich schließlich für ein Duo: „Wahrscheinlich Mathias Pereira Lage oder Jackson Irvine, weil sie am meisten laufen und fast immer um die 13 Kilometer schaffen.“

Die Nachwuchsjournalisten wollten noch wissen, wer sich am besten verstecken könne. Lachend antwortete Blessin: „Wir wollen ja eigentlich keine Spieler, die sich verstecken.“

Während Eric Smith (29), Arkadiusz Pyrka (23) und Nikola Vasilj (30) noch um die letzten WM-Tickets mit ihren Nationalmannschaften kämpfen, nutzen andere Kiezkicker die Länderspiele, um sich für weitere Einsätze zu empfehlen.

Connor Metcalfe (26) hofft weiterhin auf die WM im Sommer und könnte beim australischen Aufeinandertreffen mit Kamerun (27. März, 10:10 Uhr) und Curacao (31. März, 11:10 Uhr) zum Einsatz kommen. Jackson Irvine (32) wurde vorsorglich geschont und ist nicht dabei.

Joel Chima Fujita (24) und Tomoya Ando (27) fliegen gemeinsam nach Großbritannien, wo Japan auf Schottland (28. März, 18 Uhr) und England (31. März, 20:45 Uhr) trifft.

Abdoulie Ceesay (22) und Gambia haben nur ein Spiel, und zwar gegen Senegal am 31. März (21 Uhr).

Für Danel Sinani (28) wird es ernst: Mit Luxemburg stehen die Nations-League-Qualifikationsspiele gegen Malta am 26. und 31. März (jeweils 18 Uhr) an.

Der FC St. Pauli steckt acht Spieltage vor Saisonende mitten im Abstiegskampf. Der Druck ist hoch, doch Verteidiger Hauke Wahl (31) sieht das etwas anders.

„Bei uns herrscht eine gute Mischung aus Lockerheit und Anspannung“, erläuterte er die Stimmung im Team. „Eine gewisse Gelassenheit ist wichtig und hilft enorm. Man kann nicht ständig zuhause sitzen und angespannt sein, das führt nur zu Verkrampfungen.“

Aus seiner Sicht ist es ein Vorteil, dass die Mannschaft vom ersten Spieltag an wusste, dass es vor allem um den Klassenerhalt geht. „Das kann ein Pluspunkt sein. Es ist schön, dass es so eng zugeht. Wir sind nicht nervös, als Profis wissen wir, wie man mit Druck umgeht“, fügte Wahl hinzu.

Für ihn persönlich ist Druck sogar förderlich: „Nur wer Druck spürt, kann sein Maximum abrufen und 100 Prozent geben. Sobald der Spannungsbogen nachlässt, wird es schwer, wie man beim letzten Spiel gegen Bochum gesehen hat. Die schönsten Spiele sind doch die, in denen es um was geht.“

Drei Profis von St. Pauli kämpfen in der kommenden Woche um alles: Mit ihren Nationalmannschaften wollen sie sich die letzten WM-Tickets für die anstehende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko sichern.

Eric Smith (29) wurde, trotz zahlreicher Verletzungsabsagen, für Schweden nominiert. Die Tre Kronor treffen im Halbfinale des Play-offs zunächst auf die Ukraine (26. März, 20:45 Uhr). Bei einem Sieg könnte ein internes Duell gegen einen weiteren Kiezkicker folgen.

Arkadiusz Pyrka (23) steht mit Polen im anderen Halbfinale, Gegner ist Albanien (26. März, 20:45 Uhr).

Nikola Vasilj (30) muss mit Bosnien-Herzegowina zunächst gegen Wales antreten (26. März, 20:45 Uhr). Der Sieger trifft im Finale auf Italien oder Nordirland.

Fabian Hürzeler (33) stieg mit St. Pauli in die Bundesliga auf und misst sich mittlerweile mit Brighton & Hove Albion in der Premier League. Vor wenigen Wochen verlor er mit seinem Team knapp gegen Tabellenführer Arsenal London (0:1) und kritisierte das Zeitspiel der Gunners.

Dies rief Matthias Sammer (58) auf den Plan, der vor Bayer Leverkusens Spiel bei Arsenal bei Amazon Prime sagte: „Zu Arsenal möchte ich nur sagen: Sie sollen den Mund halten. Es gibt keine B-Noten im Fußball, es geht um Titel. Wer Titel holt, hat Recht.“

Im Anschluss griff er den ehemaligen St.-Pauli-Trainer direkt an: „Fabi Hürzeler, den ich sehr schätze, sollte erst drei Titel gewinnen, bevor er so eine Mannschaft kritisiert. Das gehört sich einfach nicht. Man muss Respekt zeigen.“

Wie bekannt wurde, hat sich Hürzeler mit Arsenal-Coach Mikel Arteta (43) erneut ausgetauscht, aber seine Kritik bekräftigt.

Normalerweise arbeitet Hauke Wahl am Millerntor, an der Kollaustraße oder in anderen Bundesligastadien. Am Montag jedoch stand der Profi überraschend an der Supermarktkasse – und das für einen guten Zweck.

Die gesamte Summe, die er als „Aushilfskassierer“ bei EDEKA in der Rindermarkthalle sammelte, wird für einen guten Zweck gespendet. Der Markt stockte auf 10.000 Euro auf. Das Geld kommt den FC St. Pauli Rabauken zugute, die ein Fußballcamp für Kinder aus weniger privilegierten Familien ermöglichen wollen.

„Es war schön zu erleben, wie positiv die Kunden reagiert haben. Die Arbeit der Rabauken liegt mir sehr am Herzen. Kindern früh Bewegung, Teamgeist und gesunde Ernährung näherzubringen, ist extrem wichtig. Wenn ich dazu einen kleinen Beitrag leisten kann, mache ich das gerne“, sagte Wahl über die Aktion.

Wie bedeutend James Sands (25) für St. Pauli ist, zeigte die Niederlage am Freitag in Gladbach, bei der der US-Amerikaner schmerzlich vermisst wurde. Die Nachricht von seiner schweren Verletzung versetzte das Team in Schockstarre.

„Für mich war es ein Schock. Sein Ausfall tut uns sehr weh“, erklärte Hauke Wahl (31). „Er ist ein absoluter Stabilitätsfaktor, gerade in den starken Phasen, in denen er unglaublich Zweikampfstärke gezeigt hat.“

Die Verletzung trifft Sands doppelt hart: Sein Leihvertrag endet am Saisonende, sodass ihm wohl keine weiteren Einsätze für die Kiezkicker mehr möglich sind, zudem verliert er eine Hoffnung auf eine Heim-WM.

„Eine WM im eigenen Land – für mich unvorstellbar, da ich viel zu weit weg bin – doch für ihn war es ein Traum. Er hätte es sich verdient“, sagte Wahl. „Es tut uns weh, aber menschlich ist es für ihn eine riesige Enttäuschung, nicht dabei zu sein. Als Mannschaft ist es auch unsere Aufgabe, ihn wieder aufzurichten.“

Ein gutes Omen? Daniel Schlager (36) wird das Abstiegsduell von St. Pauli am Freitag bei Borussia Mönchengladbach pfeifen. Unter seiner Leitung haben die Kiezkicker eine starke Bilanz.

Schlager leitete bisher sieben Partien mit St. Pauli, von denen vier gewonnen und nur eine verloren wurde. Zuletzt leitete er die zweite Runde im DFB-Pokal, in der St. Pauli im Elfmeterschießen gegen Hoffenheim siegte.

Die Borussia hat unter Schlager allerdings eine negative Bilanz: Von 13 Spielen wurden nur drei gewonnen, vier verloren. In dieser Saison pfiff er das torlose Remis gegen Freiburg am sechsten Spieltag.

In dieser Saison trafen St. Pauli und Gladbach bereits zweimal aufeinander, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Besonders auffällig war Haris Tabakovic (31), der drei der fünf Gladbacher Tore erzielte.

„Er ist ein Schlüsselspieler und ein starker Stürmer“, sagte Kapitän Jackson Irvine (33) vor dem dritten Aufeinandertreffen am Freitagabend. Generell attestierte er der Borussia eine hohe individuelle Klasse. „Wir haben aber auch gezeigt, dass wir sie schlagen können“, bezog er sich auf den Pokalerfolg.

Am Freitag wollen die Kiezkicker erneut gewinnen. „Wenn wir defensiv so kompakt spielen wie gegen Frankfurt und mit dem Ball so souverän auftreten wie gegen Hoffenheim, haben wir gute Chancen“, erklärte Irvine. „Wir müssen mehr rennen und kämpfen als der Gegner.“

Im Fokus steht vor allem die defensive Stabilität, die St. Pauli zuletzt ausgezeichnet hat. „Wenn die passt, wissen wir, dass wir Spiele gewinnen können.“ Ein Erfolg am Freitag wäre im Abstiegskampf besonders wertvoll.

Erneut schlechte Nachrichten vor dem Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach: James Sands (25) fällt bis zum Saisonende aus. Der US-Amerikaner hatte sich bei der Partie gegen Eintracht Frankfurt verletzt.

Der Verein verkündete, dass sich der Mittelfeldspieler einer Operation am linken Sprunggelenk unterziehen muss und mehrere Monate ausfällt.

Damit ist auch klar, dass Sands höchstwahrscheinlich kein weiteres Spiel für St. Pauli bestreiten wird, da sein Leihvertrag am Saisonende endet. Seine Chancen auf eine WM-Teilnahme in der Heimat sind nahezu null.

„Er bleibt dran, wir stehen in engem Austausch“, sagte Trainer Alexander Blessin (52). „Martijn brennt auf einen Einsatz und versucht umzusetzen, was wir besprechen.“

Normalerweise wäre Kaars wohl auch gegen Frankfurt eingewechselt worden, doch verletzungsbedingte Wechsel verhinderten dies, so Blessin. „Er lässt sich nicht hängen und gibt weiter Vollgas.“

Der Trainer kennt genau die Herausforderungen seines Stürmers: „Wir müssen ihm helfen, in Positionen zu kommen, in denen er seine Stärken ausspielen kann“, sagte Blessin und forderte vor allem mehr Körperlichkeit vom Niederländer.

Schöne Nachrichten erreichen uns auch privat: Aufstiegsheld Marcel Hartel (30) ist zum zweiten Mal Vater geworden. Dies gab er auf Instagram bekannt. Das Mädchen, dessen Name nicht veröffentlicht wurde, kam bereits am 3. März zur Welt.

Für die Geburt fehlte Hartel einem Spiel bei seinem aktuellen Klub St. Louis FC. Sportlich läuft es noch nicht rund: Aus drei Partien holte das Team lediglich einen Punkt, die Play-off-Chancen schwinden frühzeitig.

Wie wichtig Jackson Irvine (33) für St. Pauli ist, zeigt eine Statistik: Immer wenn der Australier die vollen 90 Minuten spielte, blieb der Klub unbesiegt. Auch Trainer Blessin lobte ihn in höchsten Tönen.

„Er ist unglaublich wichtig und mein verlängerter Arm auf dem Platz“, sagte er. „Er ist Sprachrohr, Taktgeber und beruhigt die Mannschaft, wenn es hektisch wird.“

Seine Erfahrung aus über 430 Vereins- und 79 Länderspielen für Australien macht ihn zu einer unverzichtbaren Säule. „Seine Präsenz ist extrem wertvoll – für das Team und mich als Trainer ein Fixpunkt“, erklärte Blessin.

Eric Smith (29) ist vor Kurzem Vater geworden, ein weiterer Spieler wird bald erneut Vater: Verteidiger Adam Dzwigala (30) verkündete am Donnerstag die erneute Schwangerschaft seiner Frau Kiki.

Das Paar hat bereits zwei Kinder und wird bald zu viert sein, wie sie auf Instagram schrieben. Wann genau es so weit ist, bleibt offen.

Das Lazarett beim FC St. Pauli lichtet sich langsam! Für das Auswärtsspiel am Freitag bei Borussia Mönchengladbach kann Trainer Blessin wieder auf Mathias Rasmussen (28) und Andréas Hountondji (23) zurückgreifen. „Beide sind im Kader“, bestätigte Blessin.

Vor allem die Rückkehr von Hountondji weckt Hoffnungen. „Mit seiner Dynamik und Schnelligkeit ist er eine große Verstärkung. Er war im Training sehr engagiert“, so der Trainer, der einen rund 15-minütigen Einsatz des Angreifers ins Auge fasst.

Ob Abwehrspieler David Nemeth (24) mit nach Gladbach reist, ist noch offen. Er soll in jedem Fall am Sonntag bei der U23 Spielpraxis sammeln.

Fehlen werden definitiv Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) aufgrund ihrer Verletzungen aus dem Frankfurt-Spiel. „Bei Manos sah es zunächst schlimmer aus, aber es sieht ganz gut aus, es besteht Hoffnung auf eine Rückkehr nächste Woche“, blickte Blessin voraus. Bei Sands muss man noch abwarten.

Bittere Nachrichten: Wie der Verein am Dienstag mitteilte, fallen Saliakas und Sands vorerst aus. Beide hatten sich im Spiel gegen Eintracht Frankfurt verletzt.

Saliakas zog sich kurz nach der Halbzeitpause bei einem Sprint eine „leichte strukturelle Verletzung am rechten Oberschenkel“ zu und wird in Gladbach fehlen. Für das nächste Heimspiel gegen Freiburg besteht aber noch Hoffnung auf ein Comeback.

Bei Sands wurde eine „Verletzung am Bandapparat des linken Sprunggelenks“ diagnostiziert. Die genaue Ausfallzeit ist unklar.

Nach dem 0:0 gegen Frankfurt hatte St. Paulis Verteidiger Hauke Wahl (31) Gegenspieler Jonathan Burkardt (25) bestens im Griff. Burkardt lobte Wahl anschließend bei DAZN:

„Es ist sehr unangenehm, gegen ihn zu spielen – er ist ständig am Drücker, körperlich stark und immer im Rücken. Er hatte mich sehr gut im Griff.“

Wahl revanchierte sich umgehend mit einem Lob: „Er ist ein unglaublicher Stürmer, wahrscheinlich einer der besten deutschen Spieler. Ich hasse es ehrlich gesagt, gegen ihn zu spielen.“

Torwart Nikola Vasilj (30) hatte beim torlosen Remis gegen Frankfurt einen ruhigen Abend. „Ich hatte nicht viel zu tun, das verdanken wir der Mannschaft, die eine starke Defensivleistung zeigte“, lobte er sein Team. Wann er doch gefordert war, zeigte er sich auf der Höhe.

Am Freitag wartet mit dem Spiel in Gladbach der nächste wichtige Abstiegskampf. „Wir müssen das zuletzt gezeigte Niveau halten. Das Match gegen direkten Konkurrenten Gladbach ist extrem wichtig, sie sind nur einen Punkt entfernt. Seit Jahresbeginn fühlt sich bei uns jedes Spiel wie ein Finale an“, machte Vasilj deutlich.

Er selbst könnte mit einem weiteren Zu-Null-Spiel einen neuen Rekord aufstellen: Aktuell steht er bei 208 Minuten ohne Gegentor, sein Bestwert liegt bei 287 Minuten.

Die Rückkehr naht! Stürmer Andréas Hountondji (23) und Verteidiger David Nemeth (24) sind wieder voll im Training und stehen bald für Einsätze bereit.

„Andréas hat jetzt noch eine Woche, die ihm gut tut – auch wenn die Zeit kurz ist. Im Training zeigte er schon gute Aktionen“, sagte Blessin. Ein Kurzeinsatz am Freitag gegen Gladbach ist nicht ausgeschlossen, die Rückkehr steht kurz bevor.

Nemeth soll zunächst Spielpraxis bei der abstiegsbedrohten U23 sammeln: „Wir schauen, wie die Trainingswoche verläuft, dann macht es Sinn, ihn spielen zu lassen“, erklärte Blessin.

Die Verletzungsgefahr trübt die Stimmung: Nach dem torlosen Remis gegen Frankfurt bangt St. Pauli um zwei Profis.

Kurz nach der Halbzeit musste Manolis Saliakas wegen Schmerzen im Oberschenkel ausgewechselt werden. „Ich fühle mich nicht gut, wir müssen abwarten, was genau passiert ist. Beim Sprint habe ich plötzlich Schmerzen gespürt“, berichtete er nach dem Spiel.

Trainer Blessin meinte: „Das sah nicht gut aus, ich vermute eine strukturelle Verletzung.“ Das würde mehrere Wochen Pause bedeuten.

Bei James Sands, der nur umgeknickt ist, muss man noch abwarten, erklärte Blessin. Sands wurde nach dem Spiel von einem Betreuer gestützt.

Ein weiteres ominöses Zeichen: Felix Zwayer (44) wird das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am Sonntag leiten. Für die Kiezkicker sind seine bisherigen Begegnungen nicht mit guten Erinnerungen verbunden.

Zwayer pfiff bisher 25 Spiele von St. Pauli, von denen acht gewonnen und neun verloren wurden. Die letzten drei Spiele unter seiner Leitung gingen verloren, zuletzt im November bei der Auswärtsniederlage gegen Bayern (1:3).

Bei Frankfurt sieht seine Bilanz etwas positiver aus: 44 Einsätze, 18 Siege und 15 Niederlagen. In dieser Saison war er dort noch nicht im Einsatz.

Am Sonntag fehlen dem FC St. Pauli zahlreiche Akteure gegen Frankfurt: Neben David Nemeth stehen Trainer Blessin weitere drei Spieler nicht zur Verfügung.

„Mathias Rasmussen fällt erneut aus, er konnte diese Woche nur laufen“, erklärte Blessin. „Karol Mets wird diese und nächste Woche noch nicht spielen können.“

Auch Andréas Hountondji wird fehlen, obwohl sich sein Zustand verbessert habe: „Die Tests verliefen gut, er hat keine Schmerzen und wir haben ein gutes Gefühl. Es dauert nicht mehr lange, bis wir wieder auf ihn bauen können“, so der Coach.

Tomoya Ando ist gegen Frankfurt wieder mit von der Partie, nachdem er in der Vorwoche gegen Hoffenheim fehlte.

Eric Smith (29) war in den letzten Tagen nicht im Training, nun ist der Grund bekannt: Auf Instagram teilte der Schwede mit, dass er zum zweiten Mal Vater geworden ist und deshalb vermutlich am Sonntag wieder mitwirken kann.

FCSP-Fans aufgepasst: Die DFL hat am Donnerstag die Anstoßzeiten für die Spieltage 28 bis 30 festgelegt. St. Pauli tritt einmal freitags, einmal samstags und einmal sonntags an.

Die Spiele im Überblick:

Eine bittere Nachricht für den FC St. Pauli: Karol Mets (33) fällt vorerst aus. Beim Auswärtssieg in Hoffenheim zog sich der Verteidiger eine Verletzung in der linken Wade zu und fällt auf unbestimmte Zeit aus.

Besonders ärgerlich, da Mets nach langwierigen Patellasehnenproblemen erst im Oktober sein Comeback feierte.

Trainer Blessin kann jedoch auf Alternativen zurückgreifen: Lars Ritzka (27), der Mets bereits in der zweiten Halbzeit ersetzte, sowie Adam Dzwigala (30) und Tomoya Ando (27) stehen bereit.

Mit zwei Siegen in Folge hat sich der FC St. Pauli im Abstiegskampf etwas Luft verschafft und steht nun auf Platz 15. Am Sonntag wollen die Kiezkicker nachlegen. Wann waren sie zuletzt so erfolgreich?

Den letzten Dreier in Serie gab es in der Spielzeit 2010/11 – damals gewann man gegen Köln, den HSV und Gladbach, stieg aber dennoch ab.

Den längsten Siegesserie feierte der Klub 1989/90 mit vier Siegen in Folge gegen Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg – am Saisonende stand ein zehnter Tabellenplatz.

Eine Saison zuvor blieb St. Pauli elf Spiele ohne Niederlage (drei Siege, acht Unentschieden).

Philipp Treu (25) feierte mit St. Pauli den Aufstieg und den Klassenerhalt, wechselte aber im Sommer zurück zum SC Freiburg. Im Interview mit transfermarkt.de erklärte er seine Entscheidung.

„Nach dem stabilen Zweitliga- und Erstliga-Jahr war für mich klar, dass der nächste Schritt folgen muss“, sagte Treu. „Ich habe auch überlegt, vielleicht bei St. Pauli zu bleiben, wollte aber zu einem größeren Bundesliga-Klub mit Europapokalambitionen wechseln.“

Seinen Wechsel bereut er nicht: „Ich habe mich bewusst für St. Pauli entschieden, um den Sprung von der Dritten in die Erste Liga und internationale Spiele nicht zu groß zu machen. Der Wechsel zu einem ambitionierten Zweitligisten war perfekt. Vom Aufstieg mit St. Pauli kann ich später meinen Kindern erzählen, dazu noch den Klassenerhalt – das war etwas ganz Besonderes.“

Mittlerweile hat er sich bei Freiburg einen Stammplatz erkämpft und freut sich auf seine Rückkehr ans Millerntor am 22. März.

Nach dem Sieg gegen Werder Bremen wollte St. Pauli bei TSG Hoffenheim nachlegen – Erfolg auf ganzer Linie.

„Ich bin sehr erleichtert. Es war enorm wichtig, den ersten Auswärtssieg außerhalb Hamburgs zu schaffen, gerade in unserer Situation“, sagte Abwehrspieler Hauke Wahl (31).

Der Sieg zeigte erneut, dass die Kiezkicker auch gegen Topteams bestehen können – Hoffenheim ist Tabellen-Dritter und hatte zuvor acht Heimspiele in Serie gewonnen.

In der ersten Halbzeit hatte St. Pauli einige Momente zu überstehen, kam aber ebenfalls gefährlich vor das Tor. „Wir haben es geschafft, ihnen immer wieder weh zu tun. Das 1:0 kurz vor der Pause war extrem wichtig“, so Wahl.

In der zweiten Hälfte ging es ums Überleben, gestand er. „Aber das haben wir gut gemacht.“

Gutes Omen für Samstag: Deniz Aytekin (47) wird die Partie bei Hoffenheim leiten. Unter ihm hat St. Pauli eine gute Bilanz.

Aytekin pfiff bisher 17 Spiele der Kiezkicker, zehn davon gewann St. Pauli, nur drei gingen verloren. Die letzten fünf Begegnungen unter ihm wurden allesamt gewonnen, seit neun Spielen ist man ungeschlagen.

Auch Hoffenheim hat unter Aytekin eine positive Bilanz: 14 Siege, zwölf Niederlagen und elf Unentschieden.

Beide Teams trafen zuletzt 2023/24 unter ihm aufeinander – beim letzten Spiel in Wehen Wiesbaden sicherte sich St. Pauli die Zweitliga-Meisterschaft.

Am Samstag (15:30 Uhr) muss St. Pauli bei Hoffenheim ran. Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) haben viel zu tun, denn der Tabellendritte besitzt die zweitbeste Offensive der Liga.

„Sie haben sehr viel Qualität und die richtigen Spieler an den richtigen Positionen“, erklärte Mets. „Ein starkes Team, das das Spiel kontrollieren will.“

Im Hinspiel am Millerntor zeigte Hoffenheim ihre Klasse und gewann 3:0, ließ kaum Chancen zu. „Sie haben viel richtig gemacht“, erkannte Wahl an. Im DFB-Pokal drehte St. Pauli das Spiel, „auch da haben sie wenig falsch gemacht, trotzdem ging das Spiel auf unsere Seite.“

Die Hoffenheimer befinden sich im Flow, so Wahl: „Sie haben viel Selbstvertrauen und aus dem letzten Jahr gelernt. Eine komplett andere Mannschaft, mit herausragender individueller Qualität.“

Der Pokalerfolg zeigt, dass ein Sieg möglich ist, doch eine Wiederholung wird schwer.

Taichi Hara (26) kam erst in zwei Spielen auf 22 Minuten Einsatzzeit. Trainer Alexander Blessin (52) erklärte nun seinen Plan mit dem Japaner.

„Wir wollten ihm mehr Spielzeit geben, doch beim letzten Mal passte es nicht – ich hatte kein gutes Gefühl“, erläuterte er. Im Training gebe Hara aber Gas und zeige gute Phasen. „Vielleicht kann man ihn wieder reinbringen.“

Ein Startelfeinsatz kommt noch nicht infrage, aber als Option für die letzten 20 Minuten, ja.

Martijn Kaars (26) hat es schwer: Als Rekordtransfer für vier Millionen Euro verpflichtet, kommt er in 24 Spielen auf fünf Tore und eine Vorlage.

Trainer Blessin misst ihn nicht nur an Toren, sondern an seinem Einsatz für die Mannschaft. Nach zwei intensiven Gesprächen und Videoanalysen weiß Kaars um seine Situation.

„Er selbst weiß: Als Stürmer wird man an Toren gemessen. Die Chancen kommen derzeit nicht oft, da fängt man an zu zögern.“

Seine Teamkollegen konnten ihn bisher noch nicht optimal in Szene setzen, dabei hat Kaars klare Stärken im Strafraum. „Wir müssen ihm helfen, Chancen zu kreieren – und er muss sie nutzen.“

Blessin ist zuversichtlich, dass Kaars bei weiter harter Arbeit bald wieder glücklicher über Tore sprechen wird.

Tabelle der 1. Bundesliga

Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) spielt in der Relegation um den Klassenerhalt gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.