St.-Pauli-Blog: Eric Smith bewertet die Lage bei den Kiezkickern
Hamburg – Der FC St. Pauli hat das Fußballjahr 2026 mit einer enttäuschenden Niederlage beim VfL Wolfsburg begonnen.
Während Eric Smith im Anschluss klar Stellung bezog, gab Alexander Blessin ein Update zum Gesundheitszustand von Jackson Irvine.
In unserem St.-Pauli-Blog bekommt Ihr alle aktuellen Informationen rund um die Mannschaft, mögliche Transfers und Neuigkeiten aus dem Millerntor-Stadion.
Vor der Begegnung bei Borussia Dortmund äußerte sich Eric Smith (29) im Sky-Interview zur Situation des FC St. Pauli: „Wir müssen ehrlich mit uns sein und jeden Tag hart arbeiten, um wieder herauszukommen.“
Der Schwede schöpft Hoffnung daraus, dass die Kiezkicker in der vergangenen Saison in einer ähnlichen Lage waren.
Ein gutes Omen? Am Samstag wird Schiedsrichter Harms Osmers (40) das Spiel bei Borussia Dortmund leiten. Unter dessen Leitung trafen die Teams bereits einmal aufeinander – mit dem glücklichen Ende für St. Pauli.
Im Jahr 2022 standen sich beide Vereine im DFB-Pokal-Achtelfinale im nahezu leeren Millerntor-Stadion gegenüber. Damals konnte der damalige Zweitligist dank eines Treffers von Etienne Amenyido und eines Eigentors von Axel Witsel mit 2:1 gewinnen. Der Treffer von Erling Haaland reichte für Dortmund nicht aus.
Eine Wiederholung dieses Ergebnisses würde beim FC St. Pauli sicher auf Zustimmung stoßen.
Der erneute Ausfall von Kapitän Jackson Irvine (32) stellte einen herben Rückschlag dar. Noch ist ungewiss, wie es mit dem Australier weitergeht. „In der kommenden Woche beziehungsweise in den nächsten zehn Tagen werden wir mehr wissen“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52) am Donnerstag.
Eine weitere Operation steht laut Blessin ebenfalls im Raum. Zunächst finden jedoch „fast tägliche“ MRT-Scans des verletzten Knöchels statt, um den aktuellen Zustand zu beurteilen. Zudem sind Gespräche mit dem behandelnden Arzt geplant. Was letztendlich herauskommt, wollte der Trainer nicht vorhersagen. „Als Außenstehender ist das schwer einzuschätzen.“
Sollte erneut eine Operation notwendig werden, dürfte dies das vorzeitige Saisonende für Irvine bedeuten – und gleichzeitig das Aus für die WM. Nach der ersten OP hatte es sechs Monate gedauert, bis der 32-Jährige wieder spielen konnte.
Der späte Gegentreffer beim VfL Wolfsburg hat bei den Profis des FC St. Pauli deutliche Spuren hinterlassen. „Das tut richtig weh, aber wir waren in dieser Saison schon einmal in einer ähnlichen Situation. Ich möchte nicht sagen, dass wir daran gewöhnt sind, aber wir wissen, wie es sich anfühlt. Und ehrlich gesagt, haben wir es satt“, sagte Kapitän Eric Smith (29) nach der Partie.
„Es ist nicht das erste Mal. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich das schon gesagt habe, aber wir müssen aus unseren Fehlern lernen“, zeigte sich der Schwede frustriert. St. Pauli hatte in der zweiten Halbzeit alles im Griff, kassierte jedoch kurz vor Schluss den entscheidenden Treffer.
„Uns wird gesagt, was zu tun ist, aber wir sind dann nicht in der Lage, es umzusetzen“, ärgerte sich Smith weiter. „Wir wissen, dass wir nicht die besten Einzelspieler in der Liga haben. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir uns gegenseitig unterstützen – was wir aber nicht genügend tun.“
Alexander Blessin (52) wollte nach der Niederlage nicht groß über den Handelfmeter sprechen, den Hauke Wahl (31) verursacht hatte – und auch nicht über das Verhalten von Wolfsburg-Trainer Daniel Bauer (43), der vehement den VAR gefordert hatte.
Stattdessen ergriff Sky-Experte Didi Hamann (52) das Wort und kritisierte den VfL-Coach scharf. „Die Reaktion von Daniel Bauer ist eine Unverschämtheit, unsportlich und gehört bestraft“, forderte der Ex-Profi. „Solche Reaktionen kennt man sonst nur aus fernen Ländern. Er ist noch nicht lange Bundesliga-Trainer, aber das sollte er unterlassen.“
Schiedsrichter Frank Willenborg (46) hatte sich erst auf Anweisung des VAR die Bilder angesehen und dann den Elfmeter gegeben. Zuvor hatte er noch auf Weiterspielen entschieden.
Beklemmende Stille: Ab etwa der 60. Minute herrschte beim Spiel zwischen St. Pauli und Wolfsburg eine ungewöhnliche Ruhe in der Volkswagen-Arena.
Offenbar kam es im Stadion zu einem medizinischen Notfall, woraufhin beide Fanlager mit ihrem Support pausierten. In der 72. Minute brach kurz Applaus aus, ehe die Gesänge wieder begannen.
Der Stadionsprecher informierte wenig später, dass die betroffene Person versorgt wurde und nun stabil sei.
Endlich startet der FC St. Pauli wieder in den Spielbetrieb. Für Kapitän Eric Smith (28) war die Pause sogar noch etwas länger. „Es fühlt sich sehr lang an, weil ich vor Weihnachten auch noch gesperrt war“, erklärte der Schwede kurz vor dem Anpfiff bei Sky.
Angesichts der schwierigen Ausgangslage begann die Mannschaft früh wieder mit der Vorbereitung. „Wir wollen uns in allen Bereichen steigern“, begründete Smith. Verzichtet werden muss auf den verletzten Jackson Irvine (32). „Ein harter Schlag, aber wir versuchen das Beste daraus zu machen. Für jedes Team in der Liga ist es schwer, wenn der Kapitän ausfällt“, betonte Smith, der mit einem Sieg ins Fußballjahr 2026 starten möchte.
Schlechte Nachrichten gibt es von Jackson Irvine (32)! Wie der Verein am Dienstagnachmittag bekanntgab, fällt der Australier erneut aus. Der Kapitän hat Probleme am linken Fuß.
Bereits im April des vergangenen Jahres war der 32-Jährige wegen einer knöchernen Stressreaktion am Fuß operiert worden. Erst im Oktober meldete er sich zurück und zeigte seine Bedeutung für das Spiel der Kiezkicker.
Nun muss Trainer Alexander Blessin (52) erneut mit dem Ausfall zurechtkommen.
Ein gutes Omen? Am Mittwochabend (18.30 Uhr) wird Schiedsrichter Frank Willenborg (46) die Partie des FC St. Pauli beim VfL Wolfsburg leiten. Für die Kiezkicker ist das erfreulich.
Unter der Leitung des Realschullehrers aus Osnabrück holte St. Pauli in zwölf von 22 Spielen Siege, darunter auch die letzten drei – alles in der Aufstiegssaison 2023/24. Sieben Begegnungen gingen verloren. Willenborg pfiff häufiger Spiele von Bayer Leverkusen als von St. Pauli, doch die Braun-Weißen konnten mehr Siege verbuchen als die Werkself.
Wolfsburg gewann unter Willenborg fünf von acht Spielen, verlor drei.
Assistiert wird Willenborg von Robert Wessel (40) und Eric Müller (35), VAR-Schiedsrichter ist Sören Storks (37).
Der FC St. Pauli hat Erik Ahlstrand bis zum Saisonende an den niederländischen Erstligisten Heracles Almelo ausgeliehen. Zudem besitzt der Tabellen-17. der Eredivisie im Sommer eine Kaufoption.
Ahlstrand kam bei den Kiezkickern bisher kaum zum Einsatz, obwohl ihm immer wieder gute Fortschritte bescheinigt wurden, bestätigte Sportchef Andreas Bornemann (56). Sein Hauptproblem sei die starke Konkurrenz.
In zwei Jahren bestritt Ahlstrand lediglich sechs kurze Einsätze für die Profis (insgesamt 41 Minuten), konnte jedoch in der U23 in der Regionalliga Nord überzeugen. Nun darf er sich zumindest bis Saisonende auf höherem Niveau beweisen.
Die Aussichten sind unsicher: Wegen der aktuellen Wetterbedingungen ist noch unklar, ob das Heimspiel des FC St. Pauli gegen RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr) wie geplant stattfinden kann.
Wie der Verein am Donnerstagmittag mitteilte, müsse die weitere Wetterentwicklung abgewartet werden, um eine finale Entscheidung zu treffen.
„Alle Verantwortlichen im Verein arbeiten seit Tagen an verschiedenen Szenarien, um handlungsfähig zu bleiben und stehen im regelmäßigen Austausch mit Fachleuten, Behörden, DFL, Dienstleistern und weiteren Beteiligten“, erklärte ein Sprecher. Noch ist offen, ob das Spiel stattfinden kann.
Keine guten Erinnerungen hat St. Pauli an Schiedsrichter Florian Exner (35), der am Samstag (15.30 Uhr) die Partie gegen RB Leipzig pfeifen wird.
Seine Premiere als Unparteiischer der Kiezkicker endete mit einem 3:2-Sieg im damaligen Topspiel gegen Greuther Fürth, doch nach seinem zweiten Einsatz gab es erheblichen Diskussionsbedarf.
Im letzten Jahr leitete Exner das Gastspiel des VfB Stuttgart am Millerntor, das mit 0:1 verloren wurde. Dabei stellte er Siebe Van der Heyden (27) vom Platz und zeigte in der Nachspielzeit binnen weniger Sekunden Nikola Vasilj (30) die Ampelkarte. Letzterer musste von seinen Mitspielern zurückgehalten werden, um eine Eskalation zu verhindern.
Bei St. Pauli kam Erik Ahlstrand (24) bislang kaum zum Zug, auch ein guter Auftritt im Testspiel gegen Werder Bremen wird daran wahrscheinlich wenig ändern.
Sportchef Andreas Bornemann (54) zeigte sich zwar zufrieden mit der Entwicklung des Schweden, räumte aber ein, dass ein Wechsel unter bestimmten Umständen nicht ausgeschlossen werde.
Wie die schwedische Zeitung Expressen berichtet, steht Ahlstrand kurz vor einem Wechsel zum niederländischen Erstligisten Heracles Almelo.
Bislang bestritt der 24-Jährige nur fünf Kurzeinsätze in der Liga und einen im DFB-Pokal für die Profis.
Als Reaktion auf die Verletzung von Simon Spari (23) hat der FC St. Pauli mit Emil Gazdov (22) das Torwartteam verstärkt. Der Keeper wurde vom CF Montréal bis Saisonende ausgeliehen, zudem sicherten sich die Kiezkicker eine Kaufoption.
„Emil ist sehr dynamisch und explosiv in seinen Bewegungen, strahlt Ruhe und Souveränität aus. Er antizipiert lange Bälle gut und scheut sich nicht, das Tor für Defensivaktionen zu verlassen. Auch im Spielaufbau ist er ruhig und abgeklärt“, lobte Trainer Alexander Blessin (52) den zweiten Winter-Neuzugang.
Gazdov, der neben der kanadischen auch über die bulgarische Staatsangehörigkeit verfügt, wurde bei den Vancouver Whitecaps ausgebildet und wechselte anschließend zum Pacific FC. Von Oktober 2020 bis Februar 2022 stand er im Kader der U19 des 1. FC Nürnberg, bevor er zurück nach Kanada ging und sich 2025 Montréal anschloss. Zuletzt war er für ein halbes Jahr an Valour FC ausgeliehen.
Gazdov selbst erklärte zu seinem Wechsel: „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung beim FC St. Pauli. Die Zeit in Hamburg möchte ich optimal für meine fußballerische Entwicklung nutzen und möglichst viele Erfahrungen bei einem Bundesligateam sammeln.“
Die Entscheidung steht fest: Das Testspiel gegen Werder Bremen (15.30 Uhr) wird vor Zuschauern stattfinden. Fans, die aufgrund der Witterung oder anderer Gründe nicht kommen können, erhalten eine Alternative.
Diese können ihr Ticket bis 13.30 Uhr auf dem offiziellen Zweitmarkt-Portal zum Verkauf anbieten. Die Karten werden entweder von anderen Fans gekauft oder erstattet.
Ein späteres Einstellen ist ebenfalls möglich. Zudem denkt der Verein darüber nach, Gratistickets für ein weiteres Testspiel anzubieten.
Ein bitterer Start ins neue Jahr für Andreas Hountondji (23): Aufgrund eines Haarrisses im linken Sprunggelenk fällt der Stürmer vorerst aus.
Der FC St. Pauli gab die Verletzung am Freitagmorgen bekannt. Hountondji hatte sich die Blessur im letzten Auswärtsspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am 21. Dezember zugezogen. Nach der ersten Diagnose vor Weihnachten wurde der Haarriss durch weitere osteologische Untersuchungen bestätigt.
Der Transfer von Tomoya Ando (26) gilt als sicher, nun hat FC St. Pauli offenbar einen weiteren Japaner im Blick. Laut dem Portal liga-zwei.de gibt es bei mehreren Vereinen Interesse am U20-Nationalspieler Shunsuke Saito, darunter die Kiezkicker, die SV Elversberg und Borussia Dortmund.
Favorit soll jedoch Hannover 96 sein. Die Niedersachsen pflegen eine Kooperation mit dem Zweitliga-Meister Mito HollyHock, bei dem Saito unter Vertrag steht. Der Transfer ist aber noch nicht final. Bei den meisten Vereinen wäre Saito wohl für die U23 vorgesehen.
In der vergangenen Saison trug der 20-jährige Mittelfeldspieler mit acht Toren in 27 Spielen maßgeblich zum Aufstieg bei.
Wird er die erste Winter-Verstärkung? Laut der Hamburger Morgenpost steht der FC St. Pauli kurz vor der Verpflichtung von Tomoya Ando (26).
Der japanische Abwehrspieler von Avispa Fukuoka soll nur noch den obligatorischen Medizincheck absolvieren und den Vertrag unterschreiben – alles andere sei bereits fix.
Ando ist Nationalspieler und soll entweder ablösefrei oder für eine geringe Summe zu haben sein. Die offizielle Bekanntgabe dürfte erst nach dem Start der Transferperiode am 1. Januar erfolgen.
Nach dem letzten Training am Montag genießen die Profis des FC St. Pauli ihre wohlverdiente, wenn auch kurze Weihnachtspause. Am Neujahrstag geht es jedoch wieder los.
Am Folgetag wird die einzige öffentliche Trainingseinheit angeboten, bei der Fans die Mannschaft beobachten können. Beginn ist zwischen 11 und 11.30 Uhr.
Am 4. Januar (15.30 Uhr) steht ein Testspiel gegen Werder Bremen an, bevor sechs Tage später die Vorbereitung auf das wichtige Spiel gegen RB Leipzig (10. Januar/15.30 Uhr) startet.
Ein wichtiges und schönes Tor: Im Kellerduell gegen den 1. FC Heidenheim brachte Martijn Kaars (26) St. Pauli mit einem sehenswerten Schuss unter die Latte in Führung.
Dieser Treffer wurde nun für das „Tor des Monats“ Dezember nominiert – zusammen mit neun weiteren spektakulären Toren. Abgestimmt werden kann auf der offiziellen Bundesliga-Webseite.
Zieht es ihn zurück in die Heimat? Manolis Saliakas (29) erlebt eine schwierige Saison und stand in der Bundesliga bisher erst viermal in der Startelf von St. Pauli.
Nach Angaben des Portals „SDNA“ hat AEK Athen ein Auge auf den Rechtsverteidiger geworfen. Der griechische Klub sucht einen Spieler, der sich mit Lazaros Rota (28) auf der rechten Abwehrseite abwechseln kann.
Saliakas, der seit 2022 bei St. Pauli spielt, könnte möglicherweise schon im kommenden Winter-Transferfenster den Verein verlassen, um der unbefriedigenden Situation in Hamburg zu entkommen.
Gegen Mainz wurde erneut deutlich, woran es bei St. Pauli hakt: In der Offensive fehlt schlicht die Durchschlagskraft, was sich auch in nur 13 erzielten Toren widerspiegelt.
Wie das Abendblatt berichtet, arbeitet Sportchef Andreas Bornemann (53) daher an einer spektakulären Rückholaktion von Morgan Guilavogui (27). Der Angreifer hatte mit sechs Toren einen großen Anteil am Klassenerhalt, musste jedoch zu seinem Stammverein RC Lens zurückkehren.
St. Pauli hatte die Kaufoption gezogen, doch Lens holte den 27-Jährigen gegen dessen Willen zurück. Beim Tabellenführer der Ligue 1 spielt Guilavogui kaum eine Rolle.
Das Problem: Lens möchte den Franzosen verkaufen, nicht erneut verleihen. Ob St. Pauli eine Ablösesumme in Millionenhöhe stemmen kann und will, ist fraglich.
Beim missglückten Spiel in Mainz wurde Martijn Kaars (26) schmerzlich vermisst. Der Verein gab am Montag ein Verletzungsupdate bekannt.
Demnach hat sich der Angreifer eine leichte Muskelverletzung im Adduktorenbereich zugezogen, die durch eine MRT-Untersuchung bestätigt wurde.
Wie lange Kaars ausfällt, steht noch nicht fest.
Ein großer Schock ereignete sich: Nach knapp über einer Stunde wurde Louis Oppie (23) bei einem Freistoß der Mainzer von seinem eigenen Torwart Nikola Vasilj (30) umgerannt. Beide blieben am Boden und mussten behandelt werden.
Oppie verließ kurz darauf das Spielfeld und stellte sich nach dem Spiel mit stark bandagiertem Knie den Fragen der Medienvertreter. „Ich glaube, ich bin irgendwie unglücklich aufgeschlagen“, erklärte er. Durch das Adrenalin hatte er den Schmerz zunächst kaum wahrgenommen. „Die Beine fühlten sich etwas eigenartig an.“
Als er die Szene erneut sah, atmete er tief durch. „Das sieht schon ziemlich übel aus“, räumte Oppie ein. Zum Glück kamen beide Kiezkicker ohne größere Verletzungen aus der Situation.
Eine schlechte Nachricht: Martijn Kaars (26) wird dem FC St. Pauli im wichtigen Spiel in Mainz fehlen, wie aus den Aufstellungen hervorgeht. Für ihn rückt Andréas Hountondji (23) in die Startelf.
Die Aufstellungen im Überblick:
Mainz: Batz – Kohr, Hanche-Olsen, Potulski – da Costa, Kai, Sano, Widmer, Nebel, J.-S. Lee, Amiri – Hollerbach
St. Pauli: Vasilj – Dzwigala, Wahl, Mets – Pyrka, Sands, Oppie, Fujita, Irvine – A. Hountondji, Pereira Lage
Zum Jahresende reist der FC St. Pauli zum Kellerduell nach Mainz und trifft dabei auf einen bekannten Schiedsrichter. Matthias Jöllenbeck (38) leitet die Partie.
Er pfiff die Kiezkicker bereits zum Saisonauftakt gegen Borussia Dortmund (3:3). Auch die Mainzer hatten schon einmal mit Jöllenbeck zu tun: Das Spiel in Frankfurt endete damals mit einer 0:1-Niederlage.
Im entscheidenden Duell gegen Schlusslicht 1. FSV Mainz 05 muss der FC St. Pauli auf Eric Smith verzichten.
Der Abwehrchef erhielt im Kellerduell gegen Heidenheim kurz vor der Halbzeitpause die Rote Karte. Das Sportgericht des DFB verhängte gegen den 28-Jährigen eine Sperre für ein Spiel.
Er ist der Mann für alle Fälle bei St. Pauli: Adam Dzwigala (30) musste erneut einspringen, nachdem Eric Smith (28) kurz vor der Pause vom Platz gestellt wurde. Dabei zeigte sich der Pole nicht immer zimperlich.
„Wir hatten es schon, dass er bei der ersten Aktion eine Gelbe oder sogar Rote Karte bekommt. Es geht darum, eine Balance zu finden“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52) und bezog sich auf die kämpferische Spielweise. „Aber dass wir ihn immer wieder bringen können, hat er schon oft bewiesen.“
Vor allem vor dem 2:0 überzeugte Dzwigala mit entschlossenem Einsatz und Balleroberung. Aus Sicht der Heidenheimer war die Aktion nicht ganz regelkonform, doch Schiedsrichter Sören Storks (37) pfiff nicht.
Auch Hauke Wahl (30) lobte den Verteidiger: „Auf Adam ist immer Verlass. Du kannst ihn mitten in der Nacht wecken und sagen, jetzt musst du ran – und er ist da und gibt auch im Training immer Vollgas.“
Dzwigala sei ein Vorbild an Professionalität und „das genaue Gegenteil eines Stinkstiefels“. Deshalb ist er so wichtig für St. Pauli.
Wenn ein Spieler ein- und später wieder ausgewechselt wird, ist das meist eine Strafe. Bei Ricky-Jade Jones (23) war das anders.
Er kam in der 75. Minute für Doppel-Torschütze Martijn Kaars (26) aufs Feld, musste in der Nachspielzeit für Connor Metcalfe (26) weichen und griff sich dabei mehrmals an den rechten Oberschenkel. „Er hat einen Schlag bekommen“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52).
„Ob es nur der Schlag war oder ob er sich dabei gezerrt hat, weiß ich nicht“, fügte er hinzu.
Ein klares Zeichen: Alexander Blessin vertraut auch gegen Heidenheim auf die gleiche Startelf wie zuletzt. Es gibt keine Veränderungen in der Anfangsformation der Kiezkicker.
So beginnt St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Oppie, Fujita, Irvine – Kaars, Pereira Lage
Eine überraschende Nachricht: Andréas Hountondji (23) verzichtete freiwillig auf die Teilnahme am Afrika-Cup, teilte der Verband von Benin mit. Eigentlich war er nominiert, doch verletzungsbedingt zog er die Reißleine.
Trainer Alexander Blessin (52) zeigte sich von der Entscheidung überrascht. „Er hat mit uns und dem Verband abgesprochen, so ist es geregelt“, sagte er. Aufgrund der häufigen Verletzungen sei es wichtig, den Spieler wieder gesund zu bekommen.
Ob die Absage Auswirkungen auf Hountondjis Zukunft in der Nationalmannschaft hat, ist unklar. „Ich glaube, er liebt sein Land und möchte unbedingt für Benin spielen“, betonte Blessin, der wusste, dass nicht jeder die Entscheidung verstehen werde.
Der Angreifer wird, sofern fit, in diesem Jahr noch gegen Mainz und vor allem für die ersten Spiele im neuen Jahr zur Verfügung stehen – obwohl der Verein nicht mit ihm gerechnet hatte.
Nach der Auslosung am Sonntag steht nun auch der Termin für das DFB-Pokal-Viertelfinale bei Bayer Leverkusen fest. St. Pauli spielt am 3. Februar um 20.45 Uhr gegen die Werkself um den Einzug ins Halbfinale.
Rund eineinhalb Wochen später kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen in der Bundesliga, der genaue Termin steht noch nicht fest.
Der Schiedsrichter für das Kellerduell der Kiezkicker gegen den 1. FC Heidenheim steht fest: Sören Storks (37) wird die Partie am Millerntor leiten.
In dieser Saison pfiff er bereits das Auswärtsspiel bei Werder Bremen (0:1). Seine Bilanz mit St. Pauli lautet zwei Siege, ein Unentschieden und vier Niederlagen.
Auch bei Heidenheim ist die Bilanz ähnlich, mit drei Siegen, zwei Remis und acht Niederlagen. Für den FCH ist es die zweithäufigste Spielleitung seiner Karriere.
Friedhelm Funkel (71) brachte St. Pauli kein Glück bei der Pokalauslosung: Der FC trifft auf Bayer Leverkusen, gespielt wird beim Meister von 2023.
Der Termin für das Viertelfinale steht noch nicht fest, mögliche Spieltage sind der 3./4. oder 10./11. Februar 2026. Sollte das Los auf den 10./11. fallen, finden zwischen dem Pokalrückspiel in Leverkusen und dem Ligaspiel in der BayArena nur wenige Tage Abstand.
„Funkel hätte uns einen leichteren Gegner zugelost, dennoch werden wir alles geben, um ins Halbfinale einzuziehen. Als Favorit reisen wir aber wohl nicht nach Leverkusen“, sagte Trainer Alexander Blessin (52).
Sportchef Andreas Bornemann (53) äußerte, dass man sich ein Heimspiel gewünscht hätte, aber die Auslosung akzeptiere. „Wir haben gegen die großen Bundesliga-Clubs schon starke Auftritte gezeigt.“
Eine Überraschung gab es beim 1:1 in Köln: Verteidiger Hauke Wahl (31) musste zur Halbzeit ausgewechselt werden, der Grund war zunächst unbekannt.
Trainer Alexander Blessin (52) klärte nach dem Spiel auf: „Er war an den letzten zwei Tagen sehr angeschlagen. Er hat sich wirklich schlecht gefühlt.“ Trotz eines starken Infekts hatte Wahl für das Team gespielt.
„Unter normalen Umständen hätte man ihn wohl nicht spielen lassen“, erklärte der Coach. „Er wollte der Mannschaft helfen, hat es probiert, aber nach 35 Minuten bemerkt, dass es nicht mehr geht.“ Noch ist unklar, ob es sich um einen Magen-Darm-Infekt oder etwas anderes handelt.
Never change a winning team: Eine Stunde vor dem Anpfiff gab der FC St. Pauli seine Startelf für das Auswärtsspiel in Köln bekannt – Trainer Alexander Blessin vertraut der gleichen Elf wie beim Pokalsieg in Gladbach.
So beginnt St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Oppie, Fujita, Irvine – Kaars, Pereira Lage
Am Sonntag (19.15 Uhr) wird im Dortmunder Fußballmuseum das DFB-Pokal-Viertelfinale ausgelost. Der FC St. Pauli ist noch dabei und kann auf folgende Gegner treffen:
Losfee ist der ehemalige Bundesliga-Spieler und Trainer Friedhelm Funkel (71).
Wie bereits im Vorjahr wird das Viertelfinale an zwei Wochenenden gespielt: 3./4. sowie 10./11. Februar 2026.
Die Partie beim 1. FC Köln wird von Schiedsrichter Tobias Reichel (40) geleitet. Unter seiner Leitung hat St. Pauli keine gute Bilanz.
Er pfiff die Kiezkicker bereits achtmal, mit nur zwei Siegen. Die letzten drei Spiele endeten unter seiner Leitung allesamt unentschieden.
An den Seitenlinien assistieren Christian Bandurski und Marcel Unger, VAR ist Johann Pfeifer.
Am Samstag trifft St. Pauli auf den 1. FC Köln und dort auch auf Trainer Lukas Kwasniok (44), der trotz Tabellenplatz 17 die Spielweise der Kiezkicker lobte.
„Ich sehe St. Pauli spielerisch unter den besten sechs bis acht Teams der Bundesliga“, sagte der 44-Jährige. „Ich war beim Pokalspiel in Mönchengladbach live dabei – es war ein Genuss, ihnen zuzuschauen.“
Obwohl die Mannschaft eine Niederlagenserie hat, spiele sie weiterhin mutig, was den Trainer beeindrucke. „Sie haben eine Achse erfahrener Spieler. Wir sollten vorsichtig sein und als Underdog in dieses Spiel gehen“, gab er eine leichte Warnung ab.
Kurz nach seinem Tor gegen Bayern musste Andréas Hountondji (23) verletzt vom Platz, wie bereits im Pokal gegen Gladbach fällt er auch gegen Köln aus.
„Es gibt keine starke Einblutung, also handelt es sich um eine leichte muskuläre Verletzung“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52). Obwohl Hountondji schon wieder laufen konnte, schloss der Coach einen Einsatz aus. „Wir müssen sehen, wie sich seine Läufe verbessern. Ich hoffe, dass er gegen Heidenheim wieder dabei ist.“
Dieses Spiel könnte zudem sein letztes vor der Afrika-Cup-Abstellung sein. Hountondji wurde für Benin nominiert, die Abstellungspflicht beginnt am 15. Dezember, sodass er beim letzten Spiel des Jahres in Mainz (21. Dezember) fehlen würde.
„Wir sind im Austausch und kommunizieren viel. Mal sehen, wie die Abstellung letztlich genau aussieht“, sagte Blessin. Benin startet am 23. Dezember mit dem Gruppenspiel gegen DR Kongo.
Die Aufstellungen für das DFB-Pokal-Achtelfinale Borussia Mönchengladbach gegen FC St. Pauli sind bekannt:
Gladbach: Nicolas – Scally, Elvedi, Diks – Machino, Ullrich – Engelhardt – Stöger, Reyna – Honorat, Tabakovic
St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Oppie – Fujita, Irvine – Kaars, Pereira Lage
Der FC St. Pauli muss in den nächsten Monaten auf Torhüter Simon Spari (23) verzichten, der sich am rechten Sprunggelenk verletzt hat und operiert werden musste.
Wie der Verein berichtete, erlitt der Österreicher im Training eine Syndesmoseruptur. Die Operation soll dem Gelenk langfristig mehr Stabilität verleihen.
In der zweiten DFB-Pokalrunde avancierte Ben Voll (24) zum Helden, doch im Achtelfinale gegen Gladbach spielt er wieder die zweite Geige. Trainer Alexander Blessin (52) entschied sich für Nikola Vasilj (30) als Torwart.
„Wir haben uns bewusst für Niko entschieden, obwohl Ben es absolut verdient hätte“, erklärte Blessin und verwies auf die aktuelle Situation.
„Es tut mir leid für Ben, er ist ein super Typ und ein großartiger Torwart. Ihm gehört die Zukunft, aber die momentanen Umstände haben unsere Entscheidung beeinflusst.“
Ein klares Signal an Andy Grote (57): Vor der bevorstehenden Innenministerkonferenz (IMK), bei der die Rechte der Fans massiv eingeschränkt werden könnten, bekam der Hamburger Innensenator heftige Kritik ab.
Während des Spiels von St. Pauli beim FC Bayern zeigten die Münchner Ultras scharfe Plakate gegen den Politiker. Darunter eine große Karikatur, auf der ein übergroßer Schlagstock aus Grotes geöffneter Hose ragt, umgeben von Fans, Überwachungskameras und einem Polizisten.
Auf einem weiteren Banner war zu lesen: „Grote schwingt wieder seinen Unverhältnismäßigkeitspimmel“ – eine Anspielung auf die „Pimmel-Affäre“ von 2021: Grote war damals auf Twitter (heute X) als „Pimmel“ bezeichnet worden, woraufhin er Strafanzeige stellte. Der Urheber erhielt daraufhin Polizeibesuch und eine Hausdurchsuchung.
Der SPD-Politiker gilt als strenger Befürworter der geplanten Verschärfungen in den Stadien, was bei den Fans auf wenig Gegenliebe stößt.
Diese Mannschaft soll vor allem ein Debakel verhindern: Der FC St. Pauli gab rund eine Stunde vor Anpfiff gegen Bayern seine Startelf bekannt.
Im Vergleich zum Spiel gegen Union Berlin gibt es eine Veränderung: Lars Ritzka ersetzt Louis Oppie (auf der Bank). Oladapo Afolayan schaffte es erneut nicht in den Kader.
Die Aufstellung des FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, La. Ritzka, Fujita, Irvine – A. Hountondji, Pereira Lage
Was wird aus Oladapo Afolayan (28)? Der Offensivspieler war zuletzt aus „sportlichen Gründen“ nicht mehr im Kader. Kehrt er gegen Bayern zurück?
Trainer Alexander Blessin (52) antwortete vielsagend: Er spüre, dass jeder im Team alles gebe. Das deutet darauf hin, dass auch der Engländer im Training die richtige Reaktion gezeigt hat.
Gleichzeitig kündigte der Coach angesichts der guten Personalsituation „harte Entscheidungen“ an – auch weil Arkadiusz Pyrka (23), Manolis Saliakas (29) und Adam Dzwigala (30) wieder einsatzbereit sind.
Eigentlich ist Nikola Vasilj der Retter in der Not, doch in den letzten Spielen unterliefen ihm einige Fehler. Der FCSP-Torwart übernimmt die Verantwortung dafür.
„Die Fehler sind in einer entscheidenden Phase passiert, damit umzugehen fällt nicht leicht“, gestand er. Trotzdem möchte er die Vorfälle hinter sich lassen, nach vorne blicken und dem Team helfen, die Negativserie von acht Niederlagen zu beenden.
„In den letzten beiden Spielen habe ich Fortschritte gesehen. Wir haben genug Qualität, um aus der Lage herauszukommen. Wenn man auf die Tabelle schaut, ist noch alles möglich. Wir müssen positiv bleiben und weiter daran glauben, das zu schaffen, was wir im Vorjahr erreicht haben.“
Er selbst hat eine solche Niederlagenserie noch nicht erlebt. „Die Frage ist oft, warum wir in den ersten drei Spielen so gut waren und was danach passiert ist. Im Fußball gibt es keine einfachen Erklärungen.“
Das tut weh: Der FC St. Pauli wurde vom DFB-Sportgericht zu einer hohen Geldstrafe in Höhe von 125.600 Euro verurteilt. Verantwortlich sind die Fans.
Diese hatten beim 2:0-Derbysieg gegen den HSV Ende August massenhaft Pyrotechnik im Volksparkstadion abgebrannt. Das Sportgericht wertete das als „unsportliches Verhalten“.
Von den 125.000 Euro darf der Club 41.000 Euro „für eigene sicherheits- oder gewaltpräventive Maßnahmen“ verwenden. Die Ausgaben müssen bis zum 30. Juni 2026 nachgewiesen werden.
Es läuft für Carlo Boukhalfa (26)! Der ehemalige Kiezkicker traf am Sonntag per Elfmeter in der 89. Minute zum 1:0-Heimsieg des FC St. Gallen gegen FC Lausanne-Sport. Die Espen bleiben damit auf dem dritten Platz.
Boukhalfa erzielte in seinem 13. Spiel bereits seinen sechsten Saisontreffer; bei St. Pauli hatte er in drei Jahren vier Tore in 56 Einsätzen erzielt.
Ebenfalls erfreulich: Lukas Daschner (27) absolvierte nach seiner Verletzung sein zweites Spiel, er wurde in der 41. Minute eingewechselt.
Im Spiel gegen Union Berlin kehrte Kapitän Jackson Irvine nach längerer Verletzung erstmals in die Startelf zurück, konnte aber eine erneute Niederlage nicht verhindern.
„Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, analysierte der 32-Jährige nach dem 0:1. „Ein bisschen Pech war heute dabei, es lief nicht für uns. Selbstvertrauen, Glaube und vielleicht auch etwas Glück haben uns gefehlt.“
Als das 1:0 fiel, stand er zu weit vom Torschützen entfernt. Rani Khedira hatte zu viel Platz, als ihm nach einem Einwurf der Ball zufiel und das Tor erzielte.
Dennoch wolle man sich nicht auf die Vergangenheit konzentrieren, sondern nach vorne schauen, so der Kapitän. „Wir müssen weiter an uns glauben, uns gegenseitig motivieren. Was passiert ist, ist vorbei, nächste Woche haben wir wieder die Chance, ein Spiel zu gewinnen.“
Die Aufstellungen für das Spiel FC St. Pauli gegen Union Berlin stehen fest. Kapitän Jackson Irvine (32) ist nach langer Verletzungspause wieder in der Startelf.
St. Pauli: Vasilj – Mats, Wahl, Sands, Irvine (C), Smith, Pyrka, Fujita, Oppie, Hountondji, Pereira Lage
Union Berlin: Ronnow – Leite, Doekhi, Kemlein, Burke, Khedira, Ansah, Querfeld, Rothe, Illic, Trimmel (C)
Schiedsrichter Tobias Stieler wird am Sonntagabend (17.30 Uhr) das wichtige Spiel für den FC St. Pauli leiten.
Bislang pfiff der erfahrene Unparteiische nur fünf Spiele der Kiezkicker (zwei Siege, ein Unentschieden, zwei Niederlagen). Das liegt daran, dass Stieler lange in Hamburg lebte, Anfang des Jahres aber nach Sölden in der Nähe von Freiburg zog.
Seine bisherigen „Ansetzungssperren“ haben sich dadurch verschoben: Er darf nun die Hamburger Vereine wieder pfeifen, allerdings nicht mehr die Partien von Julian Schusters Team. Das Spiel gegen Dortmund im März war sein erster Einsatz nach dem Wegzug, das kommende Spiel wird sein zweiter.
Das letzte Spiel unter seiner Leitung verlor St. Pauli mit 0:2.
Nikola Vasilj (29) kehrte mit gemischten Gefühlen von seiner Länderspielreise zurück: Die bosnische Nationalmannschaft verpasste durch einen späten Gegentreffer knapp die direkte WM-Qualifikation.
Nun stehen dem Torwart noch zwei Spiele im März bevor. Im Play-off-Halbfinale trifft Bosnien auf Wales. Der Gewinner spielt anschließend gegen den Sieger aus Italien und Nordirland, wie die Auslosung am Donnerstag ergab.
Nach und nach kehren die Nationalspieler des FC St. Pauli ins Training an der Kollaustraße zurück. Besonders gut gelaunt ist Abdoulie Ceesay (21), der für Gambia einen Doppelpack erzielte.
Seine Teamkollegen nahmen das nicht unbemerkt auf, wie ein Instagram-Video zeigt. Zunächst begrüßte Nikola Vasilj (29) nach einer emotionalen Rückkehr Ceesay und lobte ihn für seine Entwicklung.
Kurz darauf kam auch Danel Sinani (28) zurück und gratulierte Ceesay. Der bedankte sich und wollte wissen, warum Sinani nicht auf seinen Anruf reagierte. Die Antwort: „Der nervt mich alle fünf Minuten.“
Neben Nikola Vasilj, der in der WM-Quali einen Rückschlag erlitt, waren sechs weitere Kiezkicker im Nationalteam aktiv.
Connor Metcalfe und Jackson Irvine mussten eine Enttäuschung hinnehmen: Die Socceroos verloren gegen Kolumbien mit 0:3, beide Spieler wurden vorzeitig ausgewechselt.
Karol Mets kam bei Estlands 4:2-Sieg auf Zypern in der 80. Minute ins Spiel. Joel Chima Fujita wurde beim 3:0-Erfolg Japans gegen Bolivien ab der 77. Minute eingesetzt.
Abdoulie Ceesay glänzte beim 2:2 zwischen Gambia und Kuwait mit einem Doppelpack. Für ihn waren es die zweiten und dritten Tore im siebten Länderspiel. Andreas Hountondji verlor mit Benin 0:3 gegen Burkina Faso.
Nikola Vasilj hat mit Bosnien-Herzegowina die direkte WM-Qualifikation verpasst. Im dramatischen Gruppenfinale kam sein Team in Österreich nur zu einem 1:1 und muss nun über die Play-offs gehen.
Nach der frühen Führung durch Gladbach-Angreifer Haris Tabakovic (12.) hielt Vasilj lange seinen Kasten sauber, doch in der 77. Minute erzielte Michael Gregoritsch den viel umjubelten Ausgleich, der Österreich den Gruppensieg sicherte. Bosnien muss nun hoffen, sich im März in den entscheidenden Spielen durchzusetzen.
Für Danel Sinani und Luxemburg endete die WM-Qualifikation enttäuschend. Auch das letzte Gruppenspiel in Nordirland ging mit 0:1 verloren.
Luxemburg blieb punktlos und belegte den letzten Platz in der Gruppe der DFB-Elf. Das spiegelte jedoch nicht die Leistungen wider, denn das Team zeigte mutige Auftritte und hätte sich wohl den einen oder anderen Punkt verdient.
Traurige Nachrichten aus der Ukraine: Der ehemalige Bundesliga-Profi Andriy Polunin verstarb am Samstag während eines Benefiz-Legendenspiels in seiner Heimat, wie der ukrainische Fußballverband mitteilte.
Der frühere Mittelfeldspieler brach plötzlich zusammen und starb trotz ärztlicher Hilfe.
Polunin spielte in Deutschland für den 1. FC Nürnberg, FC St. Pauli und Rot-Weiß Essen. Zuletzt war er als Scout für Metalist 1925 Charkiw tätig.
Wichtig: Nach schwachen Leistungen im St.-Pauli-Trikot konnte Torwart Nikola Vasilj (29) bei der Nationalmannschaft etwas Selbstvertrauen tanken. Mit Bosnien-Herzegowina gewann er in der WM-Quali mit 3:1 gegen Rumänien.
Vasilj zeigte einige starke Paraden und darf weiter von einer WM-Teilnahme träumen: Am Dienstag (20.45 Uhr) folgt das entscheidende Spiel gegen Tabellenführer Österreich. Die Play-offs hat Bosnien bereits sicher, ein Sieg würde die direkte Qualifikation bedeuten.
Außerdem waren am Samstag Jackson Irvine (32) und Connor Metcalfe (26) mit der australischen Nationalmannschaft im Einsatz. Ihr Testspiel gegen Venezuela ging mit 0:1 verloren. Metcalfe spielte 66 Minuten, Irvine kam in der 78. Minute ins Spiel.
Der amtierende Präsident Oke Göttlich wurde mit 93,5 Prozent der Stimmen wiedergewählt.
Gegenkandidaten gab es keine. 894 der knapp 1000 stimmberechtigten Mitglieder sprachen sich für den Präsidenten aus, der seit 2014 an der Spitze des Clubs steht und nun in seine vierte und letzte Amtszeit startet.
Neben der Wahl konkretisierte er die langfristigen Pläne zur Erweiterung des Millerntor-Stadions. Das Ziel seien 40.000 bis 50.000 Plätze, sagte Göttlich.
Für Danel Sinani gehört ein Spiel mit der Nationalmannschaft Luxemburgs gegen Deutschland zu den Highlights seiner bisherigen Karriere. Er steht dabei in der Startelf.
Das Hinspiel hatte er wegen einer Gelbsperre verpasst.
Für Karol Mets war am Donnerstagabend in Norwegen nichts zu holen. Estland verlor mit 1:4 (0:0). Superstar Erling Haaland und Ex-RB-Leipzig-Stürmer Alexander Sørloth trafen kurz nach der Pause jeweils doppelt. Immerhin gelang Robi Saarma noch der Ehrentreffer.
Etwas besser lief es für Joel Chima Fujita. Er wurde beim 2:0-Testspielsieg Japans gegen Ghana in der 68. Minute eingewechselt.