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Randale nach Ticket-Ärger? Fußball-Hooligans verwüsten Intercity-Zug!

Jena/Erfurt – Am Samstag herrschte angespanntes Klima in Jena! Beim großen Thüringen-Derby traf der FC Carl Zeiss Jena auf den FC Rot-Weiß Erfurt. Allerdings durften die Erfurt-Anhänger nicht ins Stadion, da keine Gästekarten zur Verfügung standen. Trotzdem reisten mehrere Hundert Fans nach Jena und gingen dort auf die Straße, um zu protestieren. Im Anschluss demolierten einige Fußball-Randalierer einen Zug.

Die Partie am Samstag fand folglich ohne Gästefans statt. Die Stadt Jena hatte das Spiel als „Risikospiel“ eingestuft, weshalb statt ursprünglich 1500 nur 800 Eintrittskarten verkauft werden durften.

Daraufhin entschied der FC Rot-Weiß Erfurt, keine Gästefans zuzulassen – die Gästetribüne blieb somit leer. Dort wurden ein provokativer Mittelfinger sowie ein Transparent mit der Aufschrift „Kein Derby unter diesen Bedingungen“ gezeigt.

„Trotzdem sind am Vormittag 730 Erfurter Fans mit zwei Zügen nach Jena gereist, um ihren Unmut über die begrenzte Anzahl an Gästekarten bei einer Demonstration auf der Straße kundzutun“, erklärte die Bundespolizei.

Nach dem Protest kehrten die rot-weißen Anhänger wieder nach Erfurt zurück. Auf der Rückfahrt kam es zu Vandalismus: Fußball-Randalierer richteten erheblichen Schaden an einem Intercity-Zug an!

Der Zug wurde mit Aufklebern beklebt, mehrere Sitzpolster sowie Kopfstützen wurden zerstört, zudem besprühten die Täter die Toilettenanlage mit Graffiti. Aufgrund der Schäden musste der Zug laut Bundespolizei aus dem Verkehr gezogen werden.

„Das Ausmaß des entstandenen Schadens lässt sich bislang noch nicht beziffern“, so die Polizei weiter. Sie ermittelt wegen Sachbeschädigung und vermutet, dass die Erfurt-Fans dafür verantwortlich sind.

Positiv zu vermerken ist, dass es den Einsatzkräften gelang, die rivalisierenden Fußballanhänger an den Zwischenhalten der Züge voneinander fernzuhalten.

„Hunde-Teams, Unterstützung aus der Luft sowie Einheiten der Bundesbereitschaftspolizei trugen entscheidend dazu bei, dieses Ziel zu erreichen“, teilte die Bundespolizei zum Abschluss mit.

Sportlich setzte sich Carl Zeiss Jena am Samstag mit 2:0 (2:0) gegen Erfurt durch.