Wollitz meldet sich per SMS aus dem Krankenbett: „Ich werde meine Mannschaft nicht im Stich lassen“
Cottbus – Energie Cottbus ohne seinen feurigen Trainer Pele Wollitz (60) an der Seitenlinie beim Ostderby gegen Erzgebirge Aue (Sonntag, 16.30 Uhr)? Diese Sorge verbreitete sich am Freitag schnell in der Lausitz.
Im Gespräch mit TAG24 konnten Verein und Coach die Fans jedoch beruhigen. Wollitz schrieb aus dem Krankenbett: „Ich werde meine Mannschaft am Sonntag nicht alleine lassen. Gerade deswegen war es wichtig, dass ich diese Pause eingelegt habe beziehungsweise einlegen musste.“
Besonders geht es auch darum, seine makellose Bilanz gegen Erzgebirge zu bewahren – in sechs Begegnungen mit Cottbus hat Wollitz gegen Aue noch nie verloren und fünfmal gewonnen.
Der Aue-Kenner schiebt vor dem Duell die Favoritenrolle demonstrativ dem Gegner zu:
„Aue steht unter Druck, sie werden sehr engagiert auftreten und alles geben. Für uns heißt das, dagegenzuhalten und unser Spiel durchzuziehen. Dann wird man sehen, wie die Partie verläuft. Vielleicht sind taktische Anweisungen in einem solchen Spiel nicht das Wichtigste.“
Die bittere Erfahrung der vergangenen Woche mit dem Torraub gegen Mannheim hat laut Wollitz keine bleibenden Spuren hinterlassen. Der Fokus liegt nun voll auf Aue.
Unabhängig von den verlorenen zwei Punkten ist die Mannschaft nach seiner Einschätzung weiterhin auf dem richtigen Weg: „Was Einsatzbereitschaft, Grundtugenden und den Willen betrifft, passt alles. Nun gilt es, diesen Kurs beizubehalten.“
Allerdings muss Leon Guwara (29) weiterhin wegen Oberschenkelproblemen aussetzen.
Dafür kann Linksverteidiger Anderson Lucoqui (28), der zuletzt wegen Rückenbeschwerden zur Halbzeit ausgewechselt wurde, genauso wieder mitwirken wie der Cheftrainer persönlich.
Es ist zudem gut möglich, dass Tolga Cigerci (33) erstmals in der Startformation stehen wird. Gegen Mannheim hatte der Mittelfeldspieler dem Team nach seiner Einwechslung direkt neue Impulse gegeben.