Drei Elfmeter, Rotkarte und zweimaliger Rückstand: Energie vollendet ein spektakuläres Comeback gegen Köln!
Cottbus – Der Wahnsinn erreicht seinen Höhepunkt! Obwohl Tolcay Cigerci einen Elfmeter vergab, kämpfte sich Energie Cottbus gleich zweimal zurück, nachdem sie in Rückstand geraten waren, und gewann ein unfassbares Spiel gegen Viktoria Köln mit 3:2!
Die erste große Gelegenheit bot sich Pelivan, der nach einer Ecke per Kopf nur knapp am Tor vorbeizielte (12.). Danach steigerte sich die Stimmung auf den Rängen merklich, während Energie Glück hatte, dass Köln eine klare 2-gegen-1-Situation vor Funk nicht erfolgreich abschloss (13.).
Beide Mannschaften lieferten sich ein ausgeglichenes Spiel, bis Köln einen zunächst etwas zweifelhaften Elfmeter zugesprochen bekam. Unter lauten Pfiffen verwandelte Viktorias Toptorschütze Lobinger den Strafstoß souverän zum 0:1 (24.).
Schiedsrichter Schulz machte sich auch keine Freunde, als er kurz darauf einen Anstoß zurückpfiff und Wollitz an der Seitenlinie erneut seinen Unmut zeigte (25.).
Motiviert durch diesen aus seiner Sicht ungerechtfertigten Elfmeter, steigerte sich Cottbus und erzwang seinerseits einen klaren Strafstoß, nachdem Köln-Keeper Dudu einen Stockfehler beging. Der „Iceman“ Cigerci trat selbstbewusst an, setzte seinen mittlerweile siebten Elfmeterversuch der Saison aber an den Pfosten (33.)! Kurz danach verpasste Hannemann den Ausgleich, ehe Cigerci nach einem Sololauf knapp am Tor vorbeischoss (37.) – der Ausgleich lag in der Luft.
Im Anschluss entwickelte sich ein wildes Hin und Her, bei dem Energie vor allem seiner Nummer eins zu verdanken hatte, dass diese zweimal in höchster Bedrängnis glänzend parierte (43., 44.). Kurz vor dem Pausenpfiff vergab Engelhardt eine weitere riesige Chance aus kurzer Distanz (45.+2).
Mit „Schieber“-Rufen gegen den Schiedsrichter und einem knappen Rückstand ging es für Cottbus in die Kabine.
Zur Pause reagierte Wollitz und brachte Biankadi sowie Awortwie-Grant für den blass gebliebenen Boziaris und den angeschlagenen Manu. Das erste Ausrufezeichen nach Wiederanpfiff setzte jedoch Straudi mit einem sehenswerten Fernschuss (50.).
Danach wurde die Partie hektisch: Kölns Engelhardt stoppte Hannemann, der frei zum Schuss gekommen wäre, regelwidrig. Schiedsrichter Schulz zeigte dem Kölner die Rote Karte und entschied zum dritten Mal auf Elfmeter. Diesmal schnappte sich Cigerci erneut den Ball und verwandelte diesmal sicher (59.).
War das der Wendepunkt? Keineswegs! Nur zwei Minuten später verteidigte Energie eine Ecke viel zu schlampig, Kloss nutzte die Gelegenheit zum Ausgleich (61.). Köln, trotz Unterzahl, wieder in Führung!
Die Gastgeber setzten nun alles auf Angriff, erspielten sich Ecke um Ecke, doch das Tor wollte nicht fallen. Wollitz reagierte und brachte mit Thiele und Butler zwei weitere Stürmer (69.).
Die Maßnahme zahlte sich aus: Cottbus setzte Köln am eigenen Strafraum massiv unter Druck, Engelhardt drehte sich geschickt um seinen Gegenspieler und traf unhaltbar ins lange Eck (71.). Alles wieder offen – noch etwa 20 Minuten zu spielen!
Jetzt spielte der FCE volles Risiko und öffnete damit Köln Räume für Konter. Trotz Chancen auf beiden Seiten fiel aber erst das nächste Tor, als Anderson Lucoqui für den verletzten Campulka eingewechselt wurde und mit seinem ersten Ballkontakt den Siegtreffer für Energie erzielte (84.) – der Wahnsinn war perfekt!
In Überzahl und mit dem Rückenwind des Stadions ließ sich Energie den Erfolg nicht mehr nehmen – was für ein unglaubliches Spiel!
Erstmeldung vom 29. November 2025, 15:15 Uhr; zuletzt aktualisiert um 16:06 Uhr
Tabelle der 3. Liga
Die Bedeutung der 3. Liga-Tabelle ist wie folgt: Der Tabellenführer am Saisonende wird Meister der 3. Liga und steigt direkt in die 2. Bundesliga auf. Auch der Zweitplatzierte steigt direkt auf. Der Drittplatzierte bestreitet eine Relegation gegen den drittletzten der 2. Bundesliga, um den Aufstieg oder Verbleib in der Liga zu klären.