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Neuer Sportminister in Brandenburg: Erhält Cottbus nun endlich die Stadionförderung?

Cottbus – Wann endet diese endlose Geschichte endlich mit einem positiven Ausgang? Energie Cottbus wartet bereits seit über einem Jahr auf die zugesagten zwei Millionen Euro Fördermittel für das LEAG Energie Stadion. Wird der Regierungswechsel in Brandenburg frischen Schwung in die Angelegenheit bringen?

Am Montag unterzeichneten SPD und CDU ihren Koalitionsvertrag, und heute Mittwoch findet die erste konstituierende Kabinettssitzung statt.

Nach der Vereidigung steht fest: Brandenburg erhält einen neuen Minister für Bildung, Jugend und Sport – und damit einen neuen Ansprechpartner für alle Themen rund um die versprochene Stadionfinanzierung.

Bisher war Steffen Freiberg (44, SPD) in diesem Amt, über den sich Cottbus-Trainer Pele Wollitz (60) vor wenigen Wochen bitterlich beklagte:

„Der Sportminister, oder wie auch immer er sich nennt, sagt: ‚Ich war noch nicht einmal im Stadion.‘ Das ist geradezu peinlich. Welche Aufgabe hat der eigentlich?“

Mit dieser Aussage wurde für Außenstehende deutlich sichtbar, wie verhärtet die Fronten zwischen dem Fußballclub und der Landesregierung in Potsdam sind.

Jetzt könnte sich die Situation aus verschiedenen Gründen verändern: Freiberg wurde seines Postens enthoben und verlässt das Kabinett vollständig. Stattdessen übernimmt mit Gordon Hoffmann (47) ein Minister einer anderen Partei (CDU) das Ressort.

Unklar ist noch, wie ausgeprägt die Fußballbegeisterung des „staatlich anerkannten Erziehers“ ist. Hoffmann stammt aus Perleberg und lebt heute in Wittenberge, im nordwestlichen Brandenburg. Seit 2009 sitzt er für die CDU im Landtag und war zudem Generalsekretär.

Energie-Präsident Sebastian Lemke (42), der Hoffmann persönlich nicht kennt, erklärte auf Nachfrage von TAG24: „Im Zusammenhang mit dem Abschluss des neuen Koalitionsvertrags gab es verständlicherweise bislang keinen direkten Kontakt. Ich gehe davon aus, dass wir spätestens nächste Woche telefonieren werden.“

Ein kleiner Hoffnungsschimmer: Die CDU hatte bereits im Juni letzten Jahres mit Nachdruck darauf hingewirkt, dass die für Februar 2025 zugesagte Unterstützung des Landes für den Fußballverein tatsächlich im Doppelhaushalt verankert wird.

Vor etwa einer Woche gab Lemke zudem in der Lausitzer Rundschau zu verstehen, dass man der Landesregierung „die Hand reichen“ wolle. So hat der Präsident des FCE in einem Brief den Ministerpräsidenten sowie das zuständige Ministerium zu einem Gespräch eingeladen – mit dem Arbeitstitel: „Will Brandenburg einen Zweitligisten?“

Lemke gegenüber TAG24: „Auf unseren Brief und das öffentlich angebotene Gespräch haben wir bislang noch keine direkte Antwort erhalten. Nach der Regierungsbildung erwarten wir natürlich eine Rückmeldung.“