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Neubau oder Sanierung? Dresdner Unternehmen soll neues Konzept für Cottbuser Stadion entwickeln

Cottbus – Nur wenige Tage nach dem sportlichen Aufstieg in die 2. Bundesliga setzt Energie Cottbus auch bei der Stadionfrage konkrete Schritte um: Der Auftrag für eine Machbarkeitsstudie und ein Konzept für die Spielstätte der Zukunft wurde vergeben.

Den Zuschlag erhielt die Firma LOGSOL aus Dresden, die auf Logistik- und Fabrikplanung spezialisiert ist. Der Wettbewerb für den Auftrag lief bis zum Abend des 1. Mai. Nach Angaben von TAG24 haben sich vor Ort mindestens sechs Unternehmen aus ganz Deutschland einen Eindruck vom aktuellen Zustand verschafft.

LOGSOL überzeugte mit ihrer fachlichen Expertise und realisierte bereits mehrere bekannte Sportstätten, darunter das Heinz-Steyer-Stadion in Dresden, das Erzgebirgsstadion in Aue, die heutige Avnet Arena in Magdeburg sowie den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Berlin.

In Cottbus soll nun geprüft werden, ob das traditionsreiche, aber sanierungsbedürftige Stadion der Freundschaft umfassend modernisiert oder an einem anderen Standort ganz neu gebaut werden sollte.

Erst am Sonntag hatte Oberbürgermeister Tobias Schick (46) im Rahmen der Aufstiegsfeier erklärt:

„Die Stadt steht nach wie vor fest hinter euch. Der Landrat und ich werden die Gründung einer Betreibergesellschaft vorantreiben, denn das ist die Voraussetzung, um Fördermittel beantragen zu können und hoffentlich bald ein neues Stadion zu errichten – das wird passieren!“

In den kommenden Monaten soll eine Konzeptstudie erstellt werden, deren Finanzierung durch das Bundesförderprogramm STARK (Stärkung der Transformationsdynamik und des Aufbruchs in den Revieren) erfolgt.

Das Ergebnis der Studie wird sowohl dem Verein als auch der Politik präsentiert. Wie TAG24 erfuhr, wird auch die Einbindung von Fangruppen in diesen Prozess angestrebt.

Auf Seiten des Vereins begleitet Ernst Thierfelder, Bauingenieur und Inhaber eines Bauunternehmens, das Projekt. Er war maßgeblich an der Entwicklung des heutigen LEAG Energie Stadions beteiligt.

Energie-Präsident Sebastian Lemke (42) betont: „Durch den sportlichen Aufstieg und die damit einhergehenden Herausforderungen sind die Ansprüche an den Standort deutlich gestiegen. Deshalb ist es jetzt besonders wichtig, eine professionelle, nachhaltige und langfristig belastbare Entscheidungsgrundlage für die Zukunft des Stadions zu schaffen.“

Bereits vor wenigen Wochen hatte das Land Brandenburg dem Verein einen finanziellen Zuschuss zur kurzfristigen Instandsetzung des Stadions für die 2. Liga überreicht.