Große Aufregung in Cottbus! Wurde in letzter Sekunde ein Tor gestohlen?
Cottbus – Ein Tolga Cigerci vermag zwar zu unterstützen, aber nicht zu zaubern! Selbst mit dem ehemaligen Bundesliga-Profi reicht es für Energie Cottbus im Heimspiel gegen Waldhof Mannheim nur zu einem 1:1-Unentschieden (1:0). Doch gab es in der Schlussphase nicht einen möglichen Torraub?
Nyamekye Awortwie-Grant köpfte den Ball in der letzten Spielminute gegen die Unterkante der Latte, bevor der Mannheimer Torhüter Nijhuis den Ball hinter der Linie stehend abwehrte. Die TV-Bilder bei MagentaSport ließen vermuten, dass das Spielgerät deutlich im Tor war.
Dies hätte den Lucky Punch in einem temporeichen Duell bedeutet, bei dem Trainer Pele Wollitz links hinten den verletzten Leon Guwara (Oberschenkelprobleme) durch Anderson Lucoqui ersetzte. Tolga Cigerci saß zu Beginn auf der Bank, während Timmy Thiele auf der Pressetribüne Platz nahm.
Die Zuschauer verfolgten die erste Chance der Gäste durch Lohkemper, der einen Konter knapp am Außenpfosten vorbeischoss (2.). Danach übernahmen die Gastgeber das Kommando in der Hälfte Mannheims, während Rorig (7.) und Hannemann (9.) noch kein genaues Ziel fanden. Wenig später nutzte Rorig einen Ballverlust der Mannheimer besser und erzielte die frühe Führung für Cottbus (10.).
Nur kurz darauf verlor Cottbus den Ball im Spielaufbau, und Mannheims Abifade war auf und davon, doch Funk parierte stark (12.). Nach etwa 15 Minuten hätte es auch bereits 1:1 stehen können. Beide Mannschaften gingen von Beginn an hohes Risiko, was zahlreiche Freiräume schuf.
In der 32. Minute hätte es erneut klingeln müssen, doch weder Cigerci noch Rorig brachten den Ball aus kurzer Distanz über die Torlinie. Auch Engelhardt zögerte vor Nijhuis zu lange (39.), sodass es beim 1:0 zur Pause blieb.
Zur zweiten Halbzeit brachte Wollitz mit Biankadi frischen Offensivdrang auf den Flügel, doch der eingewechselte Spieler verfehlte aus zentraler Position kläglich das Tor (57.).
Mannheim reagierte und brachte mit Boyd mehr Präsenz im Sturmzentrum. Kurz darauf schoss Janne Sietan knapp vorbei (63.), bevor Sanoussy Ba aus rund 30 Metern abzog. Der Ball sprang auf und segelte über den herausstürzenden FCE-Keeper Funk hinweg zum 1:1-Ausgleich ins Netz (64.).
Ironischerweise hatte Energie im Sommer noch intensiv um den Mannheimer Torschützen geworben. Wollitz reagierte und brachte mit Tolga Cigerci wieder mehr Spielkontrolle sowie mit Ted Tattermusch einen zweiten Stürmer.
Cottbus musste sich nun neu sortieren. Masca tauchte frei vor Funk auf, doch der Energiekeeper lenkte den Ball an den Pfosten (71.)!
Danach übernahm der Ex-Bundesliga-Profi Tolga Cigerci das Zepter, sorgte für mehr Ballbesitz und Chancen im Strafraum, jedoch ohne klare Torchancen. Stattdessen sah der gebürtige Cottbuser Janne Sietan in der Nachspielzeit für Mannheim Gelb-Rot.
In der Schlussphase gab es dann die große Chance für Cottbus auf den Sieg: Manu schoss aus kurzer Distanz an Nijhuis vorbei (90.+6), danach köpfte Awortwie-Grant den Ball gegen die Latte und ins Tor (90.+8). Doch Schiedsrichter Ben Henry Uhrig entschied trotz lautstarker Proteste der Heimfans auf kein Tor und beendete das Spiel.
Auf dem Spielfeld kam es anschließend zu einer Rudelbildung, weil es beim 1:1 blieb. In der 3. Liga gibt es weder VAR noch Torlinientechnik, weshalb die Szene nicht eindeutig zu klären war.
Erstmeldung: 14:06 Uhr, zuletzt aktualisiert: 15:30 Uhr