Wie gut ist Energie auf die 2. Liga vorbereitet? FCE-Chef sagt: „Wir haben keine Angst“
Cottbus – Der beeindruckende Aufstieg von Energie Cottbus liegt nun knapp zwei Wochen zurück. Doch von einer Sommerpause ist im Verein nichts zu spüren! TAG24 hat mit Sebastian Lemke (42) ein Telefongespräch vereinbart.
Am Mittwochabend klingelt das Telefon um 20.04 Uhr, da sich ein vorheriger Termin verzögert hat und sich dadurch auch der Beginn des Interviews verschiebt.
Der Präsident von Energie wirkt etwas müde und hat zudem mit Heuschnupfen zu kämpfen. Der unerwartete Aufstieg bringt zusätzliche Herausforderungen mit sich.
Aktuell erhalten sie mehr „kluge Ratschläge“ als gewöhnlich, erzählt Lemke. Außerdem werden dem zukünftigen Zweitligisten plötzlich zahlreiche „hochinteressante Spieler“ von Beratern angeboten, von denen man in Cottbus vor nicht allzu langer Zeit kaum zu träumen wagte.
Lemke versucht, Zuversicht für die Aufgabe in der 2. Bundesliga zu vermitteln: „Wir haben wirklich keine Angst.“
Dabei geht es vor allem um den Kader, aber auch abseits des Spielfelds tut sich einiges: „Wir arbeiten intensiv daran, die Strukturen zu verbessern – in der Geschäftsstelle, bei den Mitarbeitern und im sportlichen Bereich.“
Im Vergleich zum Vorjahr ist Energie besser vorbereitet. Damals hatte man den Eindruck, der Aufstieg sei etwas zu früh gekommen.
Mittlerweile ist der Verein weiter vorangeschritten: Ein weiterer Medienmitarbeiter wurde eingestellt, der ein eSport-Team gemäß den Vorgaben der DFL aufbauen soll. Zudem wird aktuell ein zweiter Fanbeauftragter gesucht sowie ein festangestellter Sicherheitsbeauftragter benötigt.
Im Stadion laufen die Bauarbeiten, da Energie diverse Auflagen erfüllen muss, deren Nachweise bis zum 7. August bei der DFL eingereicht werden sollen. Lemke nennt Themen wie Flutlicht, Ersatzbänke, Sicherheitswege und Medienanschlüsse für VAR und Torlinientechnik. Auch die VIP-Bereiche werden erneuert.
Die Zeit ist knapp bemessen, einige Angestellte der Geschäftsstelle sind nach einer anstrengenden Saison und dem 60-jährigen Jubiläum bereits in den Urlaub gefahren.
TAG24 erkundigt sich später am Abend nochmals, Lemke antwortet kurz vor 22 Uhr – und scheint in diesen Tagen keinen Feierabend zu haben: „Die 2. Liga ist ein Geschenk, das sollten wir annehmen und mit Leben füllen.“