Sechser-Probleme bei Energie Cottbus! Cigerci verletzt, Michelbrink gesperrt, Ersatzspieler angeschlagen
Cottbus – War dieser Punkt womöglich zu teuer erkauft? Nach dem torlosen Remis im Ostderby gegen Hansa Rostock muss Energie Cottbus mit mehreren angeschlagenen Spielern zurechtkommen.
Tolga Cigerci (34) musste bei seinem Startelf-Debüt bereits nach 26 Minuten wegen einer Muskelverletzung vom Platz, kurz vor Schluss traf es auch Dominik Pelivan (29) in der 80. Spielminute.
Zu allem Überfluss erhielt Lukas Michelbrink (20), der in der ersten Halbzeit für Cigerci eingewechselt wurde, in der Endphase des Spiels die Ampelkarte.
Ein echtes Problem für Trainer Pele Wollitz (60): Drei Spieler für zwei zentrale Mittelfeldpositionen – doch was passiert, wenn im schlimmsten Fall keiner davon für das Flutlichtspiel am Freitag gegen Alemannia Aachen (Anstoß 19 Uhr) einsatzbereit ist?
Immerhin konnte Pelivan am Mittwoch zumindest wieder beim lockeren Training mitwirken. Seine Hüftprellung aus dem Ostderby ist zwar schmerzhaft, dürfte jedoch kein größeres Hindernis darstellen.
Anders sieht es bei Tolga Cigerci aus, der wegen eines kleinen Muskelfaserrisses mehrere Wochen ausfallen wird.
Besonders bitter ist auch die unklare Situation um King Manu (22). Der ursprüngliche Innenverteidiger, der auch als Sechser eingesetzt werden kann, meldete sich am Mittwochmorgen mit einem grippalen Infekt ab. Es erscheint daher eher unwahrscheinlich, dass er am Donnerstag mit nach Aachen reisen kann.
Beim Training fehlten außerdem Timmy Thiele (34), Jonas Hofmann (29, Muskelverletzung) sowie Leon Guwara (29, Oberschenkelverletzung).
Positiv hingegen: Torjäger Erik Engelhardt (27) konnte wieder ohne Maske mittrainieren.
Im Anschluss an das Training gab Coach Wollitz Einblicke in seine Überlegungen zur Besetzung der problembehafteten Position:
Die Lage sei „ärgerlich“, erklärte er, und als vielversprechender Kandidat gelte Kapitän Axel Borgmann (31), der zuletzt auf der favorisierten Doppelsechs agierte. Allerdings wäre es eine Premiere, den eigentlich als Linksverteidiger ausgebildeten Spieler allein auf der Sechser-Position einzusetzen.
Daher könnte auch Finn Heidrich (19) eine Option sein. Der Nachwuchsspieler, der bislang eher im Hintergrund stand, spielte in seiner Jugend als Mittelfeldregisseur auf dieser Position – und stammt zudem aus Aachen.
Erstmeldung: 12:14 Uhr, zuletzt aktualisiert: 14:21 Uhr