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Cottbus im Freudentaumel – doch nun folgt die Ernüchterung: Zwei Aufstiegsträger verlassen den Verein, zwei bleiben

Cottbus - Die Lausitz feiert ausgelassen! Nach dem Sturm auf den Platz in Regensburg und einer ausgelassenen Rastplatz-Party in Bayern wurde Energie Cottbus am Sonntag vor der Stadthalle willkommen geheißen. Während die Fans im Partyfieber waren, gab es neben zwei Zusagen für die 2. Bundesliga auch enttäuschende Nachrichten.

Beginnen wir mit den guten Neuigkeiten: Kapitän Axel Borgmann (31) hat seinen Vertrag bis 2028 verlängert, wie Trainer Pele Wollitz (60) voller Freude auf der Bühne vor den jubelnden Anhängern verkündete.

Borgmann absolvierte in Regensburg sein 200. Pflichtspiel für Energie und rückte damit in der vereinsinternen Bestenliste auf den neunten Platz vor. Zwar hätte sich sein Vertrag durch den Aufstieg ohnehin verlängert, doch der Club legte noch einmal nach.

Doch das ist noch nicht alles: Auch Tolga Cigerci (34) soll weiterhin für Cottbus spielen. Wollitz lobte ihn zunächst öffentlich: „Du bist das Größte, was ich je begleiten durfte. Vielen, vielen Dank dafür.“

Daraufhin äußerte Präsident Sebastian Lemke (42) den Wunsch aller: „Wir würden uns sehr freuen, wenn du mit uns in die 2. Liga aufsteigst und deinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängerst.“

Der ältere Bruder der Cigerci-Familie zeigte sich sichtlich bewegt und bedankte sich für die wundervolle gemeinsame Zeit. Doch wird er das Angebot annehmen? Im Interview mit Niederlausitz Aktuell ließ sich der ehemalige Bundesligaprofi erweichen:

„Das ist ein unglaubliches Gefühl, mit so etwas hätte ich an diesem Tag nicht gerechnet. [...] Wenn der Präsident und der Trainer das so sagen, wird es wohl so kommen. JA!“

Nach dem euphorischen Hoch folgt jedoch die Ernüchterung. Aufstiegstrainer Wollitz, der sich am Sonntag ebenfalls gut gelaunt zeigte, sorgte für einen Dämpfer: „Wir verlieren auch Spieler, die Stammkräfte sind, weil sie lukrativere Angebote erhalten haben.“

Welche Akteure genau betroffen sind, wollte Wollitz noch nicht bekannt geben. Seine Andeutungen lassen jedoch vermuten, dass mindestens ein Spieler den Verein verlässt, der im Sommer aus der Regionalliga und dem Raum Stuttgart verpflichtet wurde und für den eine Ablösesumme gezahlt wurde.

Im Gespräch mit Niederlausitz Aktuell und rbb äußerte Wollitz verärgert: „Im vergangenen Sommer wollten diese Spieler keinen Vertrag für die 2. Liga unterschreiben.“ Diese Beschreibung trifft auf Verteidiger Nyamekye Awortwie-Grant (25) zu.

Zudem bestätigte Stammtorwart Marius Funk (30) seinen Abschied vor den Fans. Er zieht es zurück in seine Heimat zum VfB Stuttgart. Sein Weggang war bereits in der Vorwoche absehbar gewesen.

Laut Wollitz war er seit drei Monaten darüber informiert, zumal Funk ohnehin nur einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben hatte.