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Spannendes Derby zwischen Cottbus und Rostock live: Wollitz übernimmt Verantwortung für zweite Halbzeit

Cottbus – Im Kampf um den Aufstieg in die 3. Liga fällt keine Vorentscheidung! Das Ostderby zwischen Energie Cottbus und Hansa Rostock bot einiges – nur keine Tore. Trotz des 0:0 klettern die Cottbuser zumindest vorübergehend an die Tabellenspitze.

Beide Teams legten einen engagierten Start hin, besonders Rostocks Maxi Krauß zeigte gegen seinen ehemaligen Club große Motivation. Während die erste Halbzeit eher den Hausherren gehörte, dominierten die Gäste nach dem Seitenwechsel, doch der Ball wollte nicht den Weg ins Netz finden. Kurz vor Schluss sah Energies Lukas Michelbrink seine zweite Gelbe Karte und musste vom Feld – die sich daraus ergebene Überzahl konnte Rostock jedoch nicht nutzen, um den entscheidenden Treffer zu erzielen.

Mit dem Punktgewinn übernimmt Energie Cottbus zumindest bis zum Abend vorübergehend die Tabellenspitze und verdrängt den VfL Osnabrück, der am Nachmittag bei Jahn Regensburg antrat. Hansa Rostock bleibt trotz des Rückfalls auf Platz sechs weiterhin im Aufstiegsrennen.

Endstand:

Energie Cottbus – Hansa Rostock 0:0 (0:0)

Besondere Ereignisse: Gelb-Rote Karte für Lukas Michelbrink (90.+2, wiederholtes Foulspiel)

Trainer Pele Wollitz zeigte sich mit dem Punkt zufrieden, übte jedoch selbstkritische Worte für die zweite Halbzeit.

„Wir wollten keinen Fehler machen. In der ersten Hälfte, bis zum Umschaltspiel, waren wir meiner Meinung nach recht ordentlich, doch im letzten Drittel haben wir häufig die falschen Entscheidungen getroffen und waren zu statisch. [...] In der zweiten Halbzeit war ich selbst nicht gut – zu mutlos, hätte früher wechseln müssen, [Jannis] Boziaris auf der Zehn bringen. Auch von Justin [Butler] hatte ich mir mehr Wirkung in die Tiefe gewünscht. Deshalb bin ich mit dem Punkt zufrieden.“

Rostocks Coach Daniel Brinkmann äußerte sich auf der Pressekonferenz zwar unzufrieden mit dem Ergebnis, zeigte sich jedoch insgesamt mit der Englischen Woche zufrieden:

„Ich denke, wir haben ein intensives, aber stets faires Spiel gesehen, in dem beide Teams kontrolliert gewinnen wollten, ohne zu viel Risiko einzugehen. [...] Wir hatten vielleicht etwas die besseren Chancen, doch müssen wir uns ankreiden, dass wir von vier Chancen nur einmal aufs Tor geschossen haben. [...] In einem solchen Topspiel musst du einfach konsequenter sein, um zu gewinnen. Das ist uns nicht gelungen, aber insgesamt sind wir mit dem Spiel und der Woche zufrieden.“

Maximilian Krauß aus Rostock überraschte bei MagentaSport mit seiner ehrlichen Einschätzung zur Rückkehr nach Cottbus.

„Ich weiß, das klingt vielleicht seltsam und keiner in Cottbus wird das verstehen, aber ich habe mich wirklich gefreut“, sagte der Stürmer nach dem Spiel. „Das Stadion ist großartig, ich habe hier viele schöne Momente erlebt und habe mich gefreut. Ich respektiere natürlich, wenn die Fans das anders sehen, aber für mich war es so.“

Auch er bewertete das Unentschieden als gerecht: „Grundsätzlich ja, beide Teams hatten ihre Szenen. Ich denke, wir hatten die etwas besseren Chancen, die hochkarätigeren, aber so geht das Ergebnis schon in Ordnung“, analysierte Krauß.

Zu seiner besten Möglichkeit in der 34. Minute meinte er: „Rückblickend hätte ich aufs lange Eck schießen müssen, der Winkel war etwas spitz, daher wollte ich am Torwart vorbeilaufen. Dass der Verteidiger dann noch dazwischen grätschte, war ärgerlich. Im Nachhinein muss ich sagen: Sehr schade, ich hätte den Abschluss suchen sollen.“

Cottbus-Kapitän Axel Borgmann lobte seine Mannschaft in der ersten Halbzeit im Interview bei MagentaSport.

„Das war sehr anstrengend, auch wenn kaum Strafraumszenen entstanden sind, weil keiner den entscheidenden Fehler machen wollte. Ich fand, dass wir in der ersten Hälfte das gut umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten, und kaum etwas zuließen. In der zweiten Halbzeit fehlte uns ein wenig die Durchschlagskraft nach vorne“, erklärte Borgmann.

„Beide Teams spielten vorsichtig, wodurch sich wenige Räume eröffneten. Das müssen wir noch verbessern, aber mit dem Punkt können wir gut leben“, so der 31-Jährige weiter. „Das Ergebnis ist leistungsgerecht.“

Danach änderte sich am Spielstand nichts mehr. Ein gerechtes Unentschieden markiert das Ende eines intensiven Duells.

Vor den Toren waren beide Mannschaften heute schlichtweg zu harmlos. Im Folgenden präsentieren wir die wichtigsten Stimmen.

Das Derby wurde zum Ende hin etwas ruppiger. Viele Fouls sorgten für Unterbrechungen und zerstörten den Spielfluss.

Hansa setzte kurz vor Schluss noch einmal einen Freistoß hinter der Mittellinie an.

Michelbrink stoppte Bergh und sah die Gelbe Karte – seine zweite und somit Gelb-Rot. Cottbus musste die letzten zwei Minuten in Unterzahl spielen.

Vier Minuten Nachspielzeit wurden obendrauf gegeben. Ob noch ein Tor fallen würde?

Hansa schickte Kunze auf den Platz, doch der Ball war zu lang für den Angreifer.

Der eingewechselte Justin Butler hatte seine erste Aktion kurz darauf. Nach einer zu langen Flanke von rechts verlor er beim Rückwärtslaufen das Gleichgewicht und fiel.

Im Stadion wurde ein Elfmeter gefordert, doch die Bilder zeigten eindeutig: Kein Strafstoß. Anschließend foulte Lucoqui, Freistoß für Rostock.

Die Stimmung im Stadion blieb hoch, doch bei beiden Teams fehlte offenbar der Glaube an einen späten Treffer.

Hansa verlagerte das Spiel geschickt auf die rechte Seite, von wo Mejdr eine Flanke schlug. Manu konnte den abgefälschten Ball nur unzureichend klären, sodass Kinsombi aus fünf Metern völlig überrascht zum Abschluss kam, den Ball aber nicht richtig traf.

Was für eine Chance!

Engelhardt versuchte es aus 20 Metern, doch sein Schuss fehlte Kraft und Präzision und ging am Tor vorbei.

Pelivan musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden, er hielt sich die Hüfte. Für ihn kam nach längerer Zeit wieder Timmy Thiele unter tosendem Applaus aufs Feld.

Bei Rostock verließ Krauß den Platz, Kinsombi kam neu ins Spiel.

Ungewöhnlich für ein Ostderby: Bislang verlief das intensive Spiel weitgehend fair und ohne Gelbe Karten.

Zwischenzeitlich lag Pelivan am Boden, beide Teams nutzten die kurze Pause, um an der Seitenlinie Wasser zu trinken und taktische Anweisungen zu erhalten.

Michelbrink spielte einen leichten Fehlpass im Mittelfeld, Hansa setzte Holten in Szene, der einen Verteidiger aussteigen ließ, jedoch seinen Schuss voll auf Funk abgab.

Fehlender Einsatz konnte keinem Team vorgeworfen werden, wohl aber fehlende Zielstrebigkeit und Präzision.

Ein Treffer hätte dem Spiel neue Impulse geben können.

Energie erhielt eine Ecke vor der Nordwand. Borgmann kam an den Ball, zielte jedoch mit dem schwächeren rechten Fuß zu hoch.

Im Gegenzug schoss Krauß klar am Tor vorbei.

Die Zuschauerzahl wurde bekannt gegeben: 18.359 Fans verfolgten diese Ost-Partie.

Das Stadion war jedoch nicht ausverkauft – es hätten ruhig noch mehr sein können.

Carstens brachte einen Einwurf von rechts gefährlich vors Tor, Hansa klärte den Ball, konnte aber selbst keinen Abschluss verzeichnen.

Im weiteren Verlauf foulte Fatkic einen Energieler, sodass Energie einen Freistoß zugesprochen bekam.

Der anschließende Eckball wurde auf den kurzen Pfosten gezogen. Funk kam heraus, verpasste den Ball, doch Rostocks Gürleyen köpfte daneben.

Wieder setzte sich Krauß an der linken Seitenlinie im Duell mit Manu durch. Diesmal gewann Manu, was das Stadion in Begeisterung versetzte.

Kurz darauf gab es einen Eckstoß für Hansa, auf der Statistiktafel stand es inzwischen 5:3 für die Gäste.

Die Kogge wechselte zum ersten Mal. Der fleißige, jedoch ungefährliche Voglsammer wurde ausgewechselt, Sturmtalent Holten kam neu ins Spiel.

Borgmann und Lucoqui spielten sich auf der linken Seite durch. Die Flanke des Energie-Kapitäns versuchte Cigerci artistisch per Fallrückzieher zu verarbeiten – eine leichte Beute für Uphoff.

Während die Hansa-Fans im Block mit einem Spruchband gegen die Cottbuser Ultras protestierten, startete Krauß auf der linken Außenbahn.

Manu stoppte seinen Angriff und es gab einen Freistoß nahe der Eckfahne, der aber ohne Abschluss blieb.

Rostock eröffnete das Spiel mit einem langen Pass auf Krauß, der auf Voglsammer querlegte. Dieser bediente Kunze, der den Ball jedoch zu weit vorlegte. Funk konnte sichern – hier wäre mehr möglich gewesen!

Energie hatte gefühlt drei Minuten Ballbesitz, zeigte dabei jedoch wenig Risiko. Straudi schoss aus der Distanz deutlich drüber.

Auf der anderen Seite verlor Bergh nach einem Vorstoß von Kunze über die rechte Seite den Ball.

Mit dem Wiederanpfiff tasteten sich beide Teams zunächst ab und setzten auf Kontrolle.

Halbzeit zwei läuft.

Bei Cottbus gab es zur Pause einen Wechsel: Merveille Biankadi blieb in der Kabine, Justin Butler übernahm seine Position auf Rechtsaußen.

Zwischenfazit zur Pause: Beide Teams starteten stürmisch und hatten Chancen, doch es fiel kein Tor. Danach hatte Energie mehr Ballbesitz, während Hansa die Kontrolle über das Spiel behielt.

Während Cottbus im letzten Drittel zu ungenau agierte, setzte Hansa auf Konter über Krauß, der noch nicht zur Entfaltung kam. Ein leistungsgerechtes Unentschieden zur Pause.

In den letzten zwei Minuten vor dem Pausentee passierte nichts Erwähnenswertes, sodass es torlos in die Kabinen ging.

Cottbus leistete sich weiterhin zu viele Fehlpässe, die Hansa konsequent abfing. Trotz fehlender Entlastung deutete sich vor der Pause auf beiden Seiten kein Treffer an.

Es wurden zwei Minuten Nachspielzeit angezeigt.

Die Ecken von Energie waren zu ideenlos und gegen die starken Abwehrreihen von Hansa wirkungslos.

Carstens klärte erneut per Kopf.

Das Spiel wiederholte sich immer wieder: Cottbus drängte, erspielte sich Standards und Flanken über die Flügel, Rostock setzte auf Konter über Krauß.

Gerade hatte Straudi Rostocks schnellen Spieler abgelaufen.

Hansa lauerte auf Fehler der Cottbuser, während Energie immer wieder durch Fehlpässe das eigene Spiel unterbrach.

Nach einem dieser Fehler wurde Krauß auf die Reise geschickt, ließ Cottbus-Verteidiger Manu stehen, umkurvte Keeper Funk, aber Manu rettete in letzter Sekunde.

Noch eine Ecke für Cottbus, Tolcay Cigerci brachte den Ball zum kurzen Pfosten.

Hansas Torwart Uphoff kam nicht an den Ball, was zu einem Foul führte, Freistoß für Rostock.

Wieder eroberte Cottbus im Mittelfeld den Ball, danach ging es hoch her.

Doch Rostock präsentierte sich gut organisiert und diszipliniert in der Defensive. Biankadis Pass fand keinen Abnehmer.

Tolga Cigerci verlor tief in der eigenen Hälfte den Ball, doch Pelivan und Awortwie-Grant schalteten schnell und liefen Kunze ab.

Nach dieser Szene blieb Cigerci kurz am Boden liegen, humpelte dann aber vom Platz. Es ging nicht weiter, für ihn kam Lukas Michelbrink.

Hansa verlagerte sich mehr auf Konter, immer wieder wurde Krauß geschickt, der diesmal jedoch im Abseits stand.

Die Zuschauer pfiffen weiterhin auf den Rängen.

In den letzten zehn Minuten übernahm Cottbus die Spielkontrolle, erspielte sich optisch Vorteile und viele Standardsituationen.

Dennoch fehlte weiterhin die Präzision.

Pelivan und Tolcay Cigerci berieten sich vor einem weiteren Freistoß aus dem linken Halbfeld, doch Hansa blieb in der Luftüberlegenheit überlegen.

Drei Minuten Pause zum Durchatmen gab es nach intensiven Szenen.

Energie erarbeitete sich erneut eine Ecke, die aber nichts einbrachte.

Das Spiel pendelte hin und her, auf der Gegenseite drang der ehemalige Hanse-Spieler Biankadi halbrechts in den Strafraum ein.

Engelhardt verpasste einen Querpass nur knapp. Das hätte die Führung für Cottbus sein können.

Wieder wurde es durch Krauß gefährlich!

Diesmal setzte der ehemalige Energieler auf der rechten Seite zum Durchbruch an, sein Rückpass geriet jedoch hinter Voglsammer, und Berghs Schuss wurde geblockt.

Cottbus drängte kurzzeitig in der Hälfte von Hansa und erspielte sich einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld, den Rostock jedoch klären konnte.

FCE-Kapitän Axel Borgmann war auf rechts frei, setzte den Ball aber aus spitzem Winkel ans Außennetz.

Beide Abwehrreihen zeigten sich bislang anfällig.

Nach einem Ballverlust von Cottbus kam erneut Hansa zum Eckstoß, den Energie aber bereinigte.

Der Einsatz stimmte in den ersten Minuten, doch die Präzision fehlte auf beiden Seiten noch.

Maxi Krauß legte direkt los und holte einen Eckball vor der Cottbuser Nordwand heraus.

Das sorgte für erneute Pfiffe der Fans. Marius Funk faustete die Ecke weg.

Los geht’s in einem stimmungsvollen Spiel!

Das ist Ostderby pur! Unglaubliche Stimmung auf den Rängen. Während Cottbus „Hier regiert der FCE“ singt, antwortet Hansa mit „Hurra, die Rostocker sind da.“

Der Anstoß erfolgte um 14:03 Uhr aufgrund der Free-TV-Übertragung.

Man konnte die Spannung förmlich spüren – das Knistern war bis unter das Stadiondach zu hören. Beide Fangruppen lieferten sich 15 Minuten vor Spielbeginn ein lautes Wortgefecht. Beim Gang in die Kabine wurden Hansas Spieler mit Pfiffen empfangen.

Ex-Energie-Spieler Maxi Krauß wurde beim Verlesen der Gästeliste gnadenlos ausgebuht.

Energie betrat als erstes den Rasen, Hansa folgte kurz darauf.

Während die Teams sich aufwärmten, sorgte der neue Song „Rausch“ von Krom für Stimmung im Stadion. Kurz darauf sprang die Nordwand das erste Mal mit – die Lautstärke war vor dem Anpfiff beeindruckend.

Die Aufstellungen sorgten für einige Überraschungen:

Bei Cottbus gab Tolga Cigerci sein Startelfdebüt. Zusammen mit Axel Borgmann kehrte auch Tolcay Cigerci im Vergleich zum Dienstagspiel gegen Stuttgart II in die erste Elf zurück. Überraschend erhielt Merveille Biankadi gegen seinen Ex-Club den Vorzug von Beginn an. Außerdem war Timmy Thiele nach längerer Zeit wieder im Kader.

Auch Rostock nahm einige Veränderungen vor. Ahmet Gürleyen startete wieder in der Startelf, während Torschütze Emil Holten und Spielmacher Adrien Lebeau zunächst auf der Bank Platz nahmen. Maxi Krauß begann gegen seinen früheren Arbeitgeber. Insgesamt gab es sechs Änderungen.

Vermutete Aufstellung Cottbus: Funk – Straudi, Manu, Awortwie-Grant, Lucoqui – Pelivan, Tolga Cigerci – Biankadi, Tolcay Cigerci, Borgmann – Engelhardt. Trainer: Wollitz.

Vermutete Aufstellung Rostock: Uphoff – Gürleyen, Carstens, Wallner – Neidhart, Schuster, Fatkic, Bergh – Kunze – Voglsammer, Krauß. Trainer: Brinkmann.

Vor den Aufstellungen ein freundlicher Hinweis für alle Fans vor dem Bildschirm:

Das Spiel wird sowohl beim Pay-TV-Sender MagentaSport als auch im Free-TV von rbb und NDR übertragen.

Die friedliche Stimmung währte nicht lange! Kurz nachdem der Rostocker Mannschaftsbus etwa 90 Minuten vor Anpfiff eintraf, begannen die Energie-Fans auf der Nordwand mit „Hansa-Schweine“-Rufen.

Ab diesem Zeitpunkt war die Spannung deutlich spürbar.

Der Stadionvorplatz (Hajo-Prinz-Platz) der Cottbus-Anhänger war bei bestem Fußballwetter (17 Grad) bis auf den letzten Platz gefüllt – so voll war es lange nicht so früh vor einem Spiel.

Die Atmosphäre war für ein Derby ungewöhnlich entspannt, was sicherlich auch an der Tabellensituation lag.

Die Fangruppen begaben sich nun Richtung Stadion – bisher noch ohne Gesänge.

Etwas unglücklich wirkte die Ansage des Polizeiführers, der darauf hinwies, dass das Stadion und die Verpflegungsstände bereits geöffnet seien und die Gästefans dort Bier kaufen könnten. Allerdings wurde heute nur alkoholfreies Bier ausgeschenkt, was bekannt war.

Der Hansa-Fanzug traf mit etwa 35 Minuten Verspätung ein.

Bislang verlief alles ruhig und geordnet. Die Polizei war gut vorbereitet und kommunizierte per Lautsprecher mit den Gästefans. Der Marsch zum Stadion sollte gleich beginnen.

Stand kurz nach 11 Uhr war der Bahnhof gut gefüllt und die Lage ruhig.

Nach Informationen von TAG24 hatte der Zug mit einem Großteil der Hansa-Anhänger Verspätung. Die Polizei positionierte sich mit sechs Pferden und zahlreichen Mannschaftswagen.

Das Hochrisikospiel erfordert umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen: Ein großes Polizeiaufgebot war vor Ort, Wasserwerfer standen bereit, und sogar Polizeipferde konnten zum Einsatz kommen.

Zur Fantrennung wurde der Stadtring bis 18 Uhr gesperrt. Für einen reibungslosen Einlass öffneten die Stadiontore bereits ab 11:30 Uhr.

Aus Sicherheitsgründen gilt rund ums Stadion ein Glasflaschenverbot. Im Gästebereich wurde nur alkoholfreies Bier ausgeschenkt, im Heimsektor gab es alkoholreduziertes Radler.

Beide Teams gingen mit Rückenwind einer erfolgreichen Englischen Woche in das heiße Duell, das richtungsweisend für die kommenden Wochen sein könnte. Ein Sieg von Cottbus hätte die Rostocker um neun Punkte distanziert und Druck auf Spitzenreiter Osnabrück ausgeübt, die erst um 16:30 Uhr gegen Regensburg spielten.

Hansa hätte mit einem Dreier den Abstand auf Energie auf drei Punkte verkürzen können. Zudem würde die Kogge mit einem Sieg für eine Nacht sogar Platz drei übernehmen. Allerdings hatte Rostock durch den vorangegangenen Spielplan Pech und musste vor dem Spiel eine kleine Auswärtsreise absolvieren.

Der letzte Erfolg von Hansa in einem Ostderby gegen Energie liegt zehn Jahre zurück. Am 27. Februar 2016 gewann die Kogge in Cottbus durch ein Tor von Stephan Andrist und machte einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Im Gegensatz zu damals kämpfen beide Vereine aktuell um den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga. Die letzten fünf Duelle entschied Cottbus für sich.

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker zum Ostderby zwischen Energie Cottbus und Hansa Rostock!

Wir begleiten das Ostspiel live aus dem LEAG Energie Stadion in Cottbus.