Spannendes Ostderby zwischen Cottbus und Rostock live: Pfiffe gegen Krauß, Gelb-Rote Karte – aber keine Treffer
Cottbus – Im Rennen um den Aufstieg in die 3. Liga bringt das Ostderby zwischen Energie Cottbus und Hansa Rostock keine Entscheidung. Das Duell war intensiv, Tore blieben jedoch aus. Trotzdem klettern die Cottbuser mit dem 0:0 zumindest vorübergehend an die Tabellenspitze.
Von Beginn an zeigten beide Teams viel Einsatz, insbesondere Rostocks Maxi Krauß, der gegen seinen früheren Verein besonders engagiert agierte. Doch der Ball wollte einfach nicht den Weg ins Netz finden. In der Nachspielzeit sicherte sich Lukas Michelbrink seine zweite Gelbe Karte – die folgende Gelb-Rote bescherte den Gastgebern die letzten Minuten in Unterzahl. Rostock konnte die Überzahl aber nicht mehr ausnutzen.
Mit dem erkämpften Punkt übernimmt Energie Cottbus kurzfristig Rang eins und verdrängt den VfL Osnabrück, der am Nachmittag bei Jahn Regensburg antritt. Rostock hingegen bleibt im Aufstiegsrennen, auch wenn die Kogge auf Platz sechs abrutscht.
Endstand:
Energie Cottbus – Hansa Rostock 0:0 (0:0)
Besondere Ereignisse: Gelb-Rote Karte für Lukas Michelbrink (90.+2, wiederholtes Foulspiel)
Danach war Schluss – eine gerechte Punkteteilung in einem intensiven, aber torlosen Derby.
Vor den Toren fehlte beiden Teams heute die Durchschlagskraft. In Kürze bringen wir Ihnen die wichtigsten Stimmen zum Spiel.
Das Derby wurde in der Schlussphase ruppiger. Viele Fouls unterbrachen den Spielfluss immer wieder.
Noch ein Freistoß für Hansa hinter der Mittellinie.
Michelbrink foult Bergh und sieht Gelb – es ist seine zweite Karte und somit Gelb-Rot. Cottbus muss die letzten zwei Minuten in Unterzahl spielen.
Zusätzlich gibt es vier Minuten Nachspielzeit. Bringt das noch einen Treffer?
Hansa schickt Kunze, doch dessen Pass ist zu lang.
Der eingewechselte Justin Butler zeigt seine erste Aktion, als er bei einer zu langen Flanke von rechts rückwärts stolpert.
Das Publikum fordert einen Elfmeter – die Bilder zeigen jedoch, dass es keinen Kontakt gab. Kurz danach foult Lucoqui, Freistoß für Rostock.
Die Stimmung im Stadion bleibt hoch, doch auf dem Spielfeld scheint beiden Mannschaften etwas der Glaube an einen Treffer zu fehlen.
Hansa verlagert clever das Spiel auf die rechte Seite, Mejdr bringt eine Flanke herein. Manu klärt den abgefälschten Ball unzureichend, Kinsombi steht frei vor dem Tor, trifft die Kugel aber aus fünf Metern überraschend schlecht.
Was für eine Riesenchance!
Engelhardt versucht es aus 20 Metern, doch sein Schuss fehlt sowohl Kraft als auch Präzision und geht am Tor vorbei.
Pelivan muss verletzt ausgewechselt werden und hält sich die Hüfte. Für ihn kommt nach längerer Zeit Timmy Thiele unter lautstarkem Applaus ins Spiel.
Bei Rostock verlässt Krauß das Feld, Kinsombi kommt neu herein.
Erstaunlich für ein Ostderby: Bislang gab es trotz hoher Intensität keine gelben Karten.
Pelivan liegt am Boden, beide Teams nutzen die kurze Pause an der Seitenlinie zur Erfrischung und taktischen Anweisungen.
Michelbrink spielt im Mittelfeld einen leichten Fehlpass, Hansa setzt Holten ein, der einen Verteidiger aussteigen lässt und direkt auf Funk abschließt.
Engagement kann man beiden Mannschaften nicht absprechen, doch es mangelt an Zielstrebigkeit und Präzision.
Ein Tor könnte den Bann brechen.
Energie bekommt eine Ecke vor der Nordwand. Borgmann kommt an den Ball, setzt den Schuss mit dem schwächeren rechten Fuß jedoch zu hoch an.
Im Gegenzug verzieht Krauß deutlich.
Die Zuschauerzahl wird verkündet: 18.359 Fans verfolgen dieses Ostderby.
Das Stadion ist nicht ausverkauft, ein paar mehr Zuschauer wären noch möglich gewesen.
Carstens bringt einen Einwurf von rechts vors Tor, Hansa sichert den Ball, schafft es aber nicht, einen Abschluss zu erzeugen.
Zum Schluss foult Fatkic einen Spieler von Energie, es gibt Freistoß für die Hausherren.
Der anschließende Eckstoß wird auf den kurzen Pfosten gezogen, Funk kommt heraus, verpasst den Ball jedoch. Gürleyen köpft knapp am Tor vorbei.
Wieder duelliert sich Krauß an der linken Seite mit Manu – diesmal gewinnt der Cottbuser, was das Stadion jubeln lässt.
Kurze Zeit später gibt es eine Ecke für Hansa, in der Statistik steht es mittlerweile 5:3 für die Rostocker.
Die Kogge wechselt zum ersten Mal. Der fleißige, aber ungefährliche Voglsammer wird durch den Stürmer Holten ersetzt.
Borgmann und Lucoqui kombinieren sich über die linke Seite, die Flanke des Kapitäns versucht Cigerci spektakulär per Fallrückzieher zu verwandeln – doch es ist leichte Beute für Torwart Uphoff.
Während die Hansa-Fans mit einem Spruchband gegen die Cottbuser Ultras protestieren, versucht Krauß auf der linken Außenbahn durchzubrechen.
Manu stoppt ihn, es gibt Freistoß fast an der Eckfahne, der aber ohne Abschluss bleibt.
Lange Passkombination von Rostock auf Krauß, der zu Voglsammer weiterleitet. Dessen Hereingabe erreicht Kunze, der sich den Ball jedoch zu weit vorlegt, sodass Torwart Funk ihn aufnehmen kann – da wäre mehr möglich gewesen!
Energie ist gefühlt nur kurz im Ballbesitz, verzichtet aber auf das letzte Risiko. Straudi schießt aus der Distanz klar vorbei.
Auf der anderen Seite verliert Bergh den Ball, nachdem Kunze über die rechte Seite gestartet war und zurückgelegt hatte.
Nach der Halbzeit beginnt das Abtasten – beide Teams setzen zunächst auf Ballkontrolle.
Die zweite Halbzeit läuft.
Bei Cottbus gibt es in der Pause einen Wechsel: Merveille Biankadi bleibt in der Kabine, Justin Butler übernimmt seine Position als Rechtsaußen.
Zwischenfazit: Beide Mannschaften starteten sehr engagiert und kreierten in den ersten Minuten Chancen, doch ohne Treffer. Energie hatte danach mehr Ballbesitz, Hansa kontrollierte das Spiel. Während Cottbus im letzten Drittel zu ungenau agierte, setzte Rostock auf Konter über Krauß, dessen Aktionen aber noch nicht ganz saßen. Ein gerechtes Remis zur Pause.
In den letzten zwei Minuten der ersten Hälfte gab es keine weiteren Höhepunkte, so ging es ohne Tore in die Kabinen.
Cottbus leistete sich weiterhin zu viele Fehlpässe, die Hansa konsequent abfing. Trotz mangelnder Entlastung zeichnete sich vor dem Pausenpfiff kein Tor ab.
Es gibt zwei Minuten Nachspielzeit.
Die Ecken von Energie waren zu ungefährlich und gegen die robuste Rostocker Abwehr wirkungslos.
Carstens klärt erneut per Kopf.
Das Spiel wiederholt sich nahezu im Dauerschleifenmodus: Cottbus drückt, erarbeitet sich Standards und Angriffe über die Flügel, Hansa kontert über Krauß.
Straudi verfolgt gerade Rostocks schnellen Flügelspieler.
Hansa lauert auf Fehler der Cottbuser, die immer wieder den Ball verlieren.
Nach einem solchen Ballverlust startet Krauß durch, lässt Manu aussteigen, umkurvt Funk, doch Manu kommt in höchster Not zurück und verhindert den Treffer.
Wieder eine Ecke für Cottbus, Tolcay Cigerci bringt diese auf den kurzen Pfosten, Uphoff verpasst die Kugel und erhält ein Foul gepfiffen.
Erneut erobert Cottbus im Mittelfeld den Ball und sorgt für Tempo.
Doch Rostock steht gut geordnet und lässt kaum Chancen zu. Ein Pass von Biankadi geht ins Leere.
Tolga Cigerci verliert im eigenen Drittel den Ball, doch Pelivan und Awortwie-Grant sind aufmerksam und blocken Kunze ab.
Cigerci bleibt nach dem Zweikampf kurz liegen, verlässt dann aber humpelnd das Feld. Für ihn kommt Lukas Michelbrink ins Spiel.
Hansa verlegt sich vermehrt auf Konter, immer wieder wird Krauß eingesetzt – diesmal läuft er ins Abseits.
Von den Rängen sind weiterhin Pfiffe zu hören.
In den letzten zehn Minuten hat Cottbus die Kontrolle übernommen und sich zahlreiche Standards erarbeitet.
Doch es mangelt weiterhin an der Präzision.
Pelivan und Tolcay Cigerci beraten sich vor einem Freistoß aus dem linken Halbfeld.
Hansa gewinnt jedoch weiterhin die Luftzweikämpfe.
Drei Minuten Pause zum Durchatmen nach intensiven Aktionen.
Energie erarbeitet sich einen Eckstoß, der nichts einbringt.
Das Spiel verläuft hin und her, Biankadi dringt halbrechts in den Strafraum ein.
Engelhardt verpasst haarscharf den Querpass – das hätte die Führung für Cottbus bedeuten können.
Wieder sorgt Krauß für Gefahr!
Der Ex-Cottbuser bricht über die rechte Seite durch, sein Rückpass gerät aber hinter Voglsammer, Berghs Schuss wird geblockt.
Cottbus hält sich kurz in der Hälfte von Hansa auf und bekommt einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld, den Rostock klärt.
FCE-Kapitän Axel Borgmann ist frei durch, setzt den Ball aus spitzem Winkel jedoch ans Außennetz.
Beide Abwehrreihen zeigen sich heute anfällig.
Nach einem Ballverlust von Cottbus kontert Hansa erneut. Doch Energie kann die Situation bereinigen.
Der Einsatz stimmt in den ersten Minuten, doch die Genauigkeit fehlt beiden Teams noch.
Maxi Krauß startet einen schnellen Angriff und holt einen Eckball vor der Nordwand heraus.
Dies führt erneut zu lautstarken Pfiffen aus den Zuschauerrängen. Marius Funk faustet die Ecke weg.
Los geht’s in ein stimmungsvolles und hart umkämpftes Spiel!
Das ist Ostderby pur! Die Ränge brodeln mit unglaublicher Energie. Während Cottbus „Hier regiert der FCE“ singt, antworten die Rostocker mit „Hurra, die Rostocker sind da.“
Um 14:03 Uhr wurde das Spiel, live im Free-TV, angepfiffen.
Die Spannung ist spürbar, das Kribbeln reicht bis unters Stadiondach. Beide Fangruppen liefern sich bereits 15 Minuten vor Spielbeginn einen verbalen Schlagabtausch, die Rostocker Spieler werden beim Betreten der Kabine mit Pfiffen begrüßt.
Ex-Energieler Maxi Krauß wird beim Verlesen der Gästespieler gnadenlos ausgepfiffen.
Energie betritt zuerst das Spielfeld, kurz darauf folgen die Rostocker.
Während sich die Teams aufwärmen, sorgt der neue Song „Rausch“ von Krom für Stimmung. Die Nordwand hüpft erstmals, die Lautstärke ist für die Vorphase beeindruckend.
Die Aufstellungen stehen fest und bringen einige Überraschungen mit sich:
Bei Cottbus feiert Tolga Cigerci sein Debüt in der Startelf. Tolcay Cigerci und Axel Borgmann kehren nach dem Spiel gegen Stuttgart II zurück in die erste Elf. Überraschend erhält Merveille Biankadi gegen seinen ehemaligen Verein eine Anfangschance. Außerdem ist Timmy Thiele wieder im Kader.
Auch Rostock nimmt einige Veränderungen vor: Ahmet Gürleyen startet, Torjäger Emil Holten und Kreativspieler Adrien Lebeau sitzen zunächst auf der Bank. Maxi Krauß spielt gegen seinen früheren Arbeitgeber. Insgesamt gibt es sechs Änderungen bei den Gästen.
Vermutete Aufstellung Cottbus: Funk – Straudi, Manu, Awortwie-Grant, Lucoqui – Pelivan, Tolga Cigerci – Biankadi, Tolcay Cigerci, Borgmann – Engelhardt. Trainer: Wollitz.
Vermutete Aufstellung Rostock: Uphoff – Gürleyen, Carstens, Wallner – Neidhart, Schuster, Fatkic, Bergh – Kunze – Voglsammer, Krauß. Trainer: Brinkmann.
Ein Hinweis für alle Fans vor den Bildschirmen: Das Spiel wird sowohl im Pay-TV bei MagentaSport als auch frei empfangbar bei rbb und NDR gezeigt.
Die Ruhe vor dem Sturm ist vorbei! Kurz nachdem der Rostock-Bus 90 Minuten vor Spielbeginn ankam, begannen die Energie-Anhänger an der Nordwand mit „Hansa-Schweine“-Rufen.
Ab diesem Moment spürt man, wie die Atmosphäre aufkocht.
So voll war es lange nicht – fast zwei Stunden vor Anpfiff ist der Vorplatz des Stadions („Hajo-Prinz-Platz“) bei bestem Fußballwetter (17 Grad) brechend voll.
Die Stimmung ist für ein Derby überraschend gelassen, was sicherlich auch an der Tabellenkonstellation liegt.
Die Fans machen sich nun auf den Weg ins Stadion – bisher noch ohne Gesänge.
Ein wenig unglücklich wirkt die Ansage des Polizeiführers, dass die Stadiontore und Versorgungsstände bereits geöffnet seien und Bier für die Gästefans bereitsteht – tatsächlich gibt es dort aber nur alkoholfreie Getränke.
Der Hansa-Fanzug hat mit 35 Minuten Verspätung den Bahnhof erreicht.
Bislang verläuft alles friedlich und geordnet. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort, kommuniziert über Lautsprecher mit den Gästefans. Der Marsch zum Stadion steht kurz bevor.
Kurz nach 11 Uhr ist der Bahnhof gut besucht, die Lage ruhig. Laut TAG24 haben sich viele Hansa-Fans verspätet. Die Polizei hat sich mit sechs Pferden und mehreren Mannschaftswagen positioniert.
Das Hochrisikospiel erfordert umfassende Sicherheitsvorkehrungen: Wasserwerfer sind bereit, Polizeipferde könnten bei Bedarf eingesetzt werden.
Zur Fantrennung bleibt der Stadtring bis 18 Uhr gesperrt. Die Stadttore öffnen ab 11:30 Uhr, um einen entspannten Einlass zu gewährleisten.
Aus Sicherheitsgründen gilt im gesamten Stadion ein Glasflaschenverbot. Im Gästebereich wird nur alkoholfreies Bier ausgeschenkt, im Heimbereich alkoholarmer Radler.
Beide Teams gehen mit dem Rückenwind einer bislang erfolgreichen Englischen Woche in dieses richtungsweisende Duell, das wichtige Weichen für die kommenden Wochen stellen könnte. Mit einem Sieg würde Cottbus Rostock um neun Punkte distanzieren und den Spitzenreiter Osnabrück unter Druck setzen, der erst am Abend in Regensburg spielt.
Hansa hat mit einem Erfolg die Chance, Energie bis auf drei Punkte zu nähern und könnte für eine Nacht sogar den dritten Tabellenplatz übernehmen. Allerdings hatte die Kogge einen anstrengenden Spielplan und musste vor der Partie eine längere Auswärtsfahrt absolvieren.
Der letzte Sieg von Hansa in einem Ostderby gegen Energie liegt zehn Jahre zurück: Am 27. Februar 2016 gewann Rostock in Cottbus durch ein Tor von Stephan Andrist und machte damit einen wichtigen Schritt zum Klassenerhalt.
Im Gegensatz zu damals kämpfen die Klubs heute um die Rückkehr in die 2. Bundesliga. Die letzten fünf Spiele entschied Cottbus für sich.
Herzlich willkommen zu unserem Liveticker des Ostderbys zwischen Energie Cottbus und Hansa Rostock!
Wir berichten live aus dem LEAG Energie Stadion in Cottbus.